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 Kapitel 3 - Harmloser Frühling?

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AutorNachricht
Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Sa Mai 01, 2010 11:09 am

(Raziel, Alvar, tut mir ja leid, aber wenn ihr nicht schreibt, muss ich leider improvisieren)

Ohne die Rehherde auch nur aus den Augen zu lassen, lag der graue Rüde bewegungslos auf dem Baum. Sein funkelnder, ockerfarbener Blick glitt über die friedlich grasenden Tiere. Mit zuckenden Lefzen bemerkte er zwei Jungtiere, die sorglos neben ihrer Mutter tranken. Raziel und Alvar waren wohl minder interessiert an dieser Jagd. Aber nun gut, mit etwas Mühe könnte Blake auch alleine eines der Huftiere erlegen. Er knurrte die Beiden drohend an, ehe er seinen Blick wieder der Herde zuwandt. Wie ein grauer Schatten glitt der Rüde zwischen den Ästen hindurch, fixierte die beiden Jungtiere. Er wusste, er musste schnell sein, um eines zu erlegen. Hufläufer hatten gute Ohren und schnelle Sinne. Der Rüde wartete einen Moment, ließ die Muskeln unter dem grauen Pelz spielen, ehe er hervorschnellte. Die Rehe hoben die Köpfe, machten sich bereit zur Flucht. Aber Blake war schneller. Er stürmte voran, auf eines der Jungtiere, welches quiekend weglief. Der Alphawolf sprang mit den straken Hinterläufen ab, flog auf das kleine Reh zu und landete auf dem schwachen Rücken. Es brach unter seinem Gewicht zusammen und Blake bohrte seinen dornigen Zähne in die Kehle des Hufläufers. Seine Qualenslaute wurden langsam leiser und der graue Rüde biss fester zu, um sein Leiden schnell zu beenden.

Blut troff dem Rüden aus dem Fang und er leckte sich über die Lefzen. Die Hufläufer waren geflohen; natürlich. Blake blickte mit leichter Wut in den ockerfarbenen Augen zu Raziel und Alvar, die sich nicht an der Jagd beteiligt hatten, sondern locker am Rande der kleinen Lichtung standen. Der Rüde knurrte, dann wandt er sich dem Reh zu und riss ein großes Stück heraus. Mit Genuss verschlang er es. Es war so lange her, dass er das letzte Mal etwas gefressen hatte. Viel zu lange. Der Rüde füllte seinen Magen, dann hob er den Kopf und spitzte die Ohren. Ein Wolf - eindeutig eine Fähe - heulte und bat um Beitritt. Auch er legte den Kopf in den Nacken um als Antwort zu heulen, dass er sie erhört hatte. Mit schnellen Bewegungen leckte er sich mit der Zunge über die Lefzen, um die blutigen Spuren wegzuwaschen, ehe er kehrtmachte und an Raziel und Alvar vorbeitrottete. Er war enttäuscht, vorallem von Raziel, von dem er als Alphawolf eigentlich viel hielt.

Der Rüde erreichte schnell die Lichtung wieder, auf der die Wölfe waren. Samir, sein Bruder, kümmerte sich liebevoll um die kranke Ramyla. Er hörte noch, wie Sakura einem fremden Rüden vorschlug hier zu warten. Mit neutralen Blick schritt Blake neben die graue Fähe.

"Warten ist nicht mehr nötig. Ich bin Blake, Alpha der Heaven Wolves."

Er nickte dem gräulichen Rüden zur Begrüßung zu und wartete darauf, dass er sich vorstellte. Und er wartete darauf, dass die Fähe kam, welche geheult hatte.


[Auf der Jagd | enttäuscht von Alvar & Raziel | Frisst | heult zu Abla | zurück auf der Lichtung | stellt sich Valinor vor]


Zuletzt von Valinor am So Mai 09, 2010 11:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Sa Mai 01, 2010 12:31 pm

Erst jetzt bemerkte Ramyla eine hellgraue Fähe. Verschwommen erinnerte sie sich daran, sie schon einmal gesehen zu haben… oder? Ihre Gedanken waren immer noch nicht ganz klar. Auf jeden Fall konnte sie sich nicht erinnern, wie sie hieß. Müde blinzelte sie. Vorhin hatte sie sich doch noch einmal vorgestellt, auch wenn Myla die Wölfin automatisch ausgeblendet hatte. Irgendwie ging sie der Graubraunen auf die Nerven.
Sakura, genau. Samir hatte sie kurz begrüßt, Ramyla sagte nichts, was ausgesprochen selten vorkam. Die Fähe war zu müde, um überhaupt richtig genervt auszusehen, aber die Hellgraue ging ihr auf den Geist. Ein leises Schnauben entfuhr ihr, in diesem Moment trat jedoch Samir zu ihr und Ramyla hob den Kopf. Sie wollte nicht schwach erscheinen, auch wenn er das bestimmt sehen und vor allem riechen konnte.
Der Rüde schob ihr das Kraut hin. Unschlüssig schnüffelte sie daran und hob dann den Blick. Die Blüten? Ihre Augen huschten wieder zu der Pflanze. Noch einmal schupste Samir das Kraut in Ramylas Richtung, bis es auf ihren Pfoten lag.
Kurz zuckte ihr Blick zu ihm. In seinen hellen Augen lag Besorgnis, das konnte sie förmlich spüren. Man merkte, dass er Blakes Bruder war. Ein leichtes Lächeln zog sich um Mylas Lefzen. Dann senkte sie die Schnauze und knabberte zaghaft an den weißen Blütenblättern. Es schmeckte leicht bitter und Ramyla vorzog kurz das Gesicht. Aber sie merkte, dass es ihr half.
Langsam wurde ihr Kopf etwas klarer. Während sie weiteraß, hob sie beinahe unbewusst den Blick und sah zu Samir hinauf. Sakura war irgendwo hin verschwunden, es interessierte Ramyla nicht besonders.
Samirs helle Bernsteinaugen ruhten auf ihr und irgendetwas an ihnen war sonderbar. Wie zwei leuchtende Sterne in einer Neumondnacht… Myla musste über ihren eigenen Gedanken den Kopf schütteln. Da breitete sich auf einmal ein scharfer Geschmack auf ihrer Zunge aus und sie musste husten.
Die Fähe spuckte ein Stück der Pflanze aus, sie hatte aus Versehen die Blätter mitgegessen. Wieder verzog sie die Schnauze. Wie konnte sie sich nur so ablenken lassen?! Missmutig schob sie das Kraut von ihren Pfoten und bettete den Kopf wieder darauf. Die Augen schloss sie jedoch immer noch nicht, aus purem Trotz.
Sie würde ganz bestimmt nicht mehr einschlafen. Zu Samir sah sie dennoch nicht, sondern einfach in irgendeine unbestimmte Richtung.

"Danke…", murmelte sie, "Vielen Dank…"

Warum er ihr wohl geholfen hatte? Sie war doch nur irgendeine Wölfin, die eben ein wenig krank war. Ein wenig? Ramyla musste sich selbst eingestehen, dass sie nicht mehr lange die Tapfere spielen konnte. Sie brauchte unbedingt Fleisch. Aber darum würde sie ihn ganz bestimmt nicht bitten.
Zumindest in Hinsicht auf die Kraftlosigkeit ging es ihr jetzt ja wieder etwas besser. Ein wenig konnte sie noch durchhalten. Und dann?

[Frisst von dem Kraut | Bekommt Hustenanfall | Dankt Samir | Denkt nach]


Zuletzt von Valinor am So Mai 09, 2010 11:47 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Cabezan


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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   So Mai 02, 2010 4:35 am

Cabezan spürte den blick Valinors auf sich. Er ahnte, das Valinor von ihm erwartete, dass er ihn vorstellen sollte, aber er war unsicher, wie er das tun sollte. Er wollte ja niemanden aus Versehen mit seinen Worten verletzen. Er blickte Valinor also unsicher an und wartete. Dann stellte Valinor sich selbst vor. Erleichtert sah Cabezan, dass eine graue Fähe namens Sakura ihm antwortete. Dann kam Blake auch schon von der Jagd zurück. Dann horchte Cabezan auf, denn ein Heulen durchbrach die schöne Frühlingsstille. Es war eine Fähe, die sich ankündigte. Neugierig lauschte Cabezan dem Nachklang ihres Heulens nach. Dann hörte er die Schwache Stimme der kranken Fähe. Er musterte sie mitleidig. Er war nie krank gewesen, aber er konnte ahnen, wie das war. Cabezan schloss die Augen und schlummerte langsam ein. Das Zwitschern der Vögel verschwand und auch den Frühling und die Sonne spürte er nicht mehr. Er träumte. Um ihn herum war nichts als schwarze Dunkelheit. Cabezan war unheimlich zumute und er riss seinen Kopf immer wieder nach rechts und links. Dann sah er etwas. Ein Augenpaar öffnete sich spöttisch und der Wolf, der dazu gehörte, umschlich ihn lauernd. Cabezan riss seine Augen weit auf. Diese Augen voller Hass und Abneigung. Sie verfolgten ihn immernoch. Dann tauchte noch so ein Augenpaar auf. Sie schlichen um ihn herum. Und es tauchten immer mehr auf. Sie umzingelten ihn in einem Halbkreis und starrten boshaft und höhnend auf ihn herab. Dann kamen sie almählich näher. Cabezan wollte rennen, aber seine Pfoten lösten sich nicht vom Boden. Dann klangen laut und deutlich die Schreie seiner Mutter auf. Er sah es wieder vor sich. Nur ein paar Schrittte entfernt. Ynth lag blutig auf dem Boden und flehte ihren Gefährten an. Der aber sprang sie immer wieder an. Cabezan schrie auf aber kein Laut entsprang seiner Kehle. Er wollte sie retten, aber er konnte sich nicht rühren. Dann lag seine Mutter tot da und ihr Mörder, sein Vater, kam drohend auf ihn zu. Seine hasserfüllten Augen blitzten auf und er sprang direkt auf ihn zu. Cabezan wachte laut keuchend auf. Seine Augen waren weit aufgerissen. Ein lautes Röcheln kahm ihm aus der Kehle. Er war aus Versehen aufgesprungen.

Bitte an die Orts- und Aktionsangaben denken!


Zuletzt von Valinor am So Mai 09, 2010 11:54 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Mo Mai 03, 2010 9:54 pm

Nachdem Valinor geendet hatte, kam die weißgraue, junge Fähe, die vorhin noch bei der Kranken gestanden hatte, auf ihn zu und stellte sich als Sakura vor. Sie meinte, er solle hier auf den Alpha warten, der wohl auf der Jagd war. Es überraschte den Hellen schon ein wenig, dass eines der jüngsten Rudelmitglieder es übernahm, ihm Anweisungen zu erteilen, doch er erhob keine Einwände. Schließlich war er es, der hier fremd war und sich anzupassen hatte. Wahrscheinlich wurde in einem kleineren Rudel wie diesem hier einfach nicht ein so strenger Wert auf Hierarchie und Aufgabenverteilung gelegt wie in seinem ehemaligen Rudel. Valinor wollte gerade Sakura freundlich antworten, als ein großer, graubrauner Rüde auf sie zugetrabt kam und sich als der Alpha des Rudels vorstellte. Der Helle senkte respektvoll den Fang und klappte als Zeichen der Unterwerfung leicht die Ohren an. Dann sagte er zu dem Rüden namens Blake gewandt:

"Sei gegrüßt, Blake, Alpha der Heaven Wolves! Wie die Anderen schon wissen, nennt man mich Valinor. Ich bin allein auf Wanderschaft und würde mich gern eine Zeitlang eurem Rudel anschließen."

Er schwieg und erwartete geduldig die Antwort des Rudelführers. Dann aber schreckte ihn ein keuchender, röchelnder Laut auf und ließ ihn im selben Moment herumfahren. Es klang fast, als würde jemand ersticken. Valinor blickte unschlüssig auf Cabezan, der diesen Laut offenbar verursacht hatte. Der Nebelgraue stand wie ein Häufchen Elend zitternd auf seinen Pfoten und rang nach Luft. Besorgt trat der Helle einen Schritt näher an den grauen Rüden heran. Vorsichtig fragte er:

"Bist du in Ordnung, Cabezan? Kann ich dir irgendwie helfen?"

Cabezan schien von Dämonen bedrängt zu werden, die schwer auf seiner Seele lasteten. Valinor fühlte sich mit ihm verbunden, wusste er doch selbst nur zu gut, wie schrecklich die Bilder der Vergangenheit sein konnten.


[will Sakura antworten | spricht mit Blake | wird erschreckt | sorgt sich um Cabezan]
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Cabezan


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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Di Mai 04, 2010 2:01 am

Cabezan beruhigte sich langsam. Sein Herz pochte nicht mehr so wild, und sein Atem ging auch wieder normal.Wie von weit her tönte die Stimme Valinors zu ihm durch. Er schaute kurz zu dem hellen Rüden. Noch immer etwas verwirrt antwortete er auf seine Frage:

Ich... es geht schon. Es war nur ein Albtraum.

Der Nebelgraue starrte ins Nichts hinein. Er selbst glaubte nicht, dass es "nur" ein Albtraum gewesen war.

.oO(Was hatte der Traum zu bedeuten?)Oo.

Er schüttelte sich kurz, als ob er seine Gedanken abschütteln wollte, und ging mit einem kurzem Blick zum Alpha Wasser suchen. Er wusste nicht, ob man Bescheid sagen sollte oder nicht. Aber Cabezan hatte schrecklichen Durst, und diesen musste er stillen. Er ging von der Lichtung weg, weiter ins Tal hinein. Irgendwo musste ja Wasser sein. Nachdem er ein paar Minuten gegangen war, hörte er es plötzlich im Gebüsch rascheln. Er stand sofort wie versteinert da. Ein Rabe mit blutigem Flügel hopste hervor. Der Flügel war zerschmettert und der Rabe konnte damit nicht mehr fliegen. Cabezans Ohren waren direkt nach vorne gerichtet. Seine Augen ruhten starr und konzentriert auf dem Raben. Nur bei einer Jagd verschwand die Traurigkeit aus seinen Augen. Es war ein großer Rabe, und Cabezan wunderte sich, wie sein Flügel brechen konnte. Der Rabe ahnte noch nichts und hopste ein paar Sprünge nach vorne. Cabezan spannte seine Muskeln an und wartete auf den richtigen Augenblick. Dann sprang er los, und ehe der Rabe sich rühren konnte, war er in Cabezans Maul. Cabezan schüttelte ihn hin und her, bis das letzte Fünkchen Leben aus ihm verschwunden war. Er ließ ihn fallen und starrte auf den Haufen aus Federn, Knochen und Fleisch. Er hatte keinen Hunger und auch keine Lust zu essen. Dann dachte er an die etwas magere, kranke Wölfin beim Rudel.

.oO(Sie wird bestimmt eine kleine Stärkung brauchen können.)Oo.

Er nahm den Raben wieder in sein Maul und trottete weiter. Bald kam er zu einem kleinem Rinnsal, das sich kaum merklich durch eine Wiese wand. Der Nebelgraue legte den Raben neben sich ins Gras ab und trank. Das herrrliche, kühle Wasser durchspülte seine trockene Kehle. Cabezan trank noch mehrere Schlucke, dann richtete er sich auf. Sein Durst war gestillt, und nun konnte er zurückkehren. Gelassen trottete Cabezan mit dem Raben im Maul den Weg zurück zum Lager. Kurz blickte er sich um, dann ging er vorsichtig und unsicher zu der Kranken. Er atmete tief durch und und sagte mit seiner tiefen, melodischen Stimme:

"Es tut mir leid, wenn ich störe, aber ich habe den Raben hier auf dem Weg gefangen. Wenn du willst, dann kannst du ihn fressen."

Dann ließ er den Raben vor ihr zu Boden plumpsen und stand da. Er setzte sich hin und hoffte, dass sein kurzes Verschwinden keine Probleme für ihn bringen würde. Seine traurigen Augen blitzten kurz zwischen den Wölfen umher. Die lange Zeit allein hatte den Rüden zu unsicher gegenüber anderen Wölfen gemacht. Da konnte man nichts tun...


(antwortet Valinor / denkt nach / geht Wasser suchen / fangt verletzten Raben / trinkt / geht zurück zum Lager und gibt Raben Ramyla )


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 12:04 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Mi Mai 05, 2010 4:00 am

Die hellen Bernsteinaugen ruhten auf der braunen Fähe. Samir zuckte mit den Ohren und sah erfreut, dass die Fähe schließlich anfing, das heilende Kraut zu fressen. Als sie jedoch plötzlich seinen Blick erwiderte, zuckte er leicht zusammen. Er starrte zurück. Aber da verschluckte Ramyla sich an einem Blatt und Samir fuhr erschreckt hoch. Er schüttelte die Vorderpfoten und atmete innerlich aus. Inzwischen war Blake wiedergekommen und redete mit dem weißen Rüden, der sich als Valinor vorgestellt hatte. Samir musste zugeben, dass er von der Höflichkeit des Rüden beeindruckt war. Er begrüßte den Rüden mit einem kurzen Bellen, ehe er sich umwand und wieder zu Ramyla blickte. Freude wuchs in ihm heran, als sie ihm dankte. Ihm ... dankte! Kaum ein Wolf hatte Samir jemals gedankt. Und nun ... Mit freundlichen, hellen Augen blickte der Rüde in die Braunen von Ramyla. Aber da kam Cabezan und bot der braunen Fähe einen Raben an. Langsam sank die Freude und der Rüde unterdrückte ein Knurren. Nein, er war nicht der einzige, der sich um Ramyla kümmerte. Es gab noch so viele andere Wölfe. Der Rüde wandt den Blick ab und hörte unaufmerksam das Gespräch zwischen Valinor und Blake an.
Sein Bruder roch nach Beute. Samir leckte sich über die Lefzen. Jagen. Sein Magen war leer. Es wäre bestimmt nicht falsch, wieder jagen zu gehen. Er könnte ja selbst ein paar Wölfe mitnehmen. Sein heller Blick wanderte zu Sakura, die anscheinend nichts zu tun hatte. Vielleicht würde sie mitkommen. Sofort sprang der Rüde auf die Pfoten, glättete das aufgestellte Nackenfell und trabte zu der hellgrauen Fähe.

"Hey, Sakura! Ich gehe jagen. Kommst du mit?"

Seine kraftvolle Stimme durchschnitt die Frühlingsluft. Der Rüde schüttelte den dichten, schwarzen Pelz, blickte Sakura auffordernd an und machte sich schließlich auf den Weg in den Wald. Beim Vorbeigehen blieb er kurz neben Ramyla stehen. Er leckte der Fähe ein letztes Mal über den Kopf, um ihn zu kühlen. Vielleicht ging es ihr ja bald schon besser. Mit wedelnder Rute verschwand der Rüde zwischen den Bäumen, wo ihn die kühlen Waldlüfte empfingen. Tannenzweige strichen über seinen dunklen Pelz. Kaum machten die großen, samtenen Pfoten ein Geräusch im Moos. Und noch immer leuchtete die Sonne mit aller Kraft zwischen den Zweigen der Bäume hindurch. Einen kurzen Moment blieb er Rüde stehen und blickte die Strahlen an. Es war schön, wie sie die Erde berührten und die Luft in ein sanftes Gold tauchten. Er seufzte zufrieden. Seine hellen Augen leuchteten und er trabte weiter, während er darauf wartete, dass Sakura ihm nachkam.


[Bei Myla | Fragt Saku wegen Jagd | Im Wald]


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 12:08 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Raziel


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Mi Mai 05, 2010 4:44 am

(sry das ich nicht gepostete habe, hatte Referate und Arbeiten, aber ich hoffe das ich habe jetzt mehr Zeit)

Raziel war hin und weg in Gedanken. Er dachte an ein Leben voller Friede, Harmonie und anderer schöner Dinge. Der Rüde war wieder in seinen Tagträumen versunken, sodass er nicht mitbekam, dass Blake schon los lief. Als er es aber bemerkte, dass der Rüde schon ohne ihn weglief, war es schon zu spät. Enttäuscht, dass Blake nicht einmal geheult hatte, um Bescheid zu sagen, dass er schon bei der Herde war, legte Raziel sich schlapp auf den Boden hin.
Sein Bauch knurrte immer noch; wütend auf sich selber, dass er es verpasst hatte, schnaufte Raziel. Als von der Seite ein Knurren kam, knurrte Raziel wie im Reflex zurück; dabei hatte er nicht gemerkt, dass es Blake war.
Der Rüde legte die Ohren an für eine Entschuldigung, als er jedoch sah, wie der Alpha hier vor seinen Augen das Fressen anfing, konnte Raziel sich nicht zurückhalten. Raziel erhob seinen starken, fast ausgehungerten Körper und ging, ohne ein Wort zu sagen, in den Wald hinein.

Als er schon weiter weg von den Anderen war, nahm sein Tempo langsam zu, von leicht zu rasend schnell. Er konnte es einfach nicht erwarten, das frische Fleisch in den Fängen zu haben und den süßen Saft des Blutes zu spüren, das gerade seine Kehle runterlief; genau wie den Geruch von Fleisch in seiner Nase.
Leicht öffnete er den Fang, um seine Beute zu wittern. Ja, nun hatte er die Fährte und würde sie auch nicht so leicht wieder loslassen. Er folgte der Spur weiter, bis sie immer stärker wurde. Als es endlich so weit war und er die Herde erblickte, bückte er sich und schaute sich jede einzelnes Jungtier und die Erwachsenen an.
Er erblickte ein Jungtier; aber nein, das war ihm zu wenig. Er wollte was Großes erlegen. Ein erwachsenes Tier, langsam schlich er näher zu der Beute, um sie zu betrachten. Ein Grinsen huschte Raziel über den Fang, er hatte seine Beute gefunden. Es war ein fast ausgewachsenes Tier im Teeniealter und noch dazu humpelte es.
Der Jäger schaute sich um, schaute den Platz an und heckte die Strategie aus, damit die Beute leicht zu erlegen war.
Er dachte nach und nun er hatte es. Er schlich sich an und nach ein paar Schritten stürmte der Jäger los. Raziel schlug Haken, bis er die Beute von den Anderen wegtrieb. Erst jetzt bemerkte die Beute, dass sie sein Opfer war und drehte sich um, um vielleicht den Jäger zu erwischen.

Es schlug um sich wie ein wilder Stier trotz des Humpelns, Raziel umkreiste es und knurrte bedrohlicher als sonst und zeigte seine weißen Fangzähne. Jetzt stolperte die Beute leicht. Das war seine Chance, sofort ergriff er sie. Er biss das Reh in den Rücken, das sich sofort auf dem Boden wälzte, um den Angreifer zu vertreiben. Aber bevor Raziel platt gedruckt wurde, sprang er ab und biss in dessen Kehle so fest, wie er konnte. Der Schrei des Todes war ohrenbetäubend, aber ein Sieg für den Jäger. Endlich war die Beute tot, sodass er saftige Stücke davon reißen konnte und sie sofort verschlang. Wie gut sich das anfühlte, endlich einen vollen Magen zu haben. Aber es war auch viel von der Beute übrig, da sie größer war. Raziel legte sich hin und verdaute erst mal die Nahrung. Als sich der Rüde ausgeruht hatte, nahm er die Beute an einem der Hufe und biss fest hinein, damit er es nicht wieder losließ. Dann schüttelte er es immer wieder hin und her, bis der Lauf endlich abriss. Das machte er auch bei dem Anderen. Da der Rest nur aus Knochen bestand, buddelte er ihn ein und nahm nur zwei Keulen mit, die gerade noch in den Fang passten und die einzigen Stücke waren, an denen noch viel Fleisch war. Es war nicht leicht, die Keulen zum Rudel zu bringen, denn immer wieder fiel im eine runter.
Aber nach ein paar Minuten hatte er es geschafft. Er ging genau auf Blake und Raymla zu und legte den Beiden die Keulen vor die Pfoten und ging ohne ein Wort zu einem Baum und legte sich drunter.


(verpennt die Jagd / geht selber /frisst / bringt zwei Keulen zu Raymla und Blake / legt sich unter einen Baum hin)

Bitte achte in Zukunft mehr auf den Satzbau! Man versteht sonst gar nicht, was du meinst.


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 12:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Do Mai 06, 2010 4:08 am

Sakura sah aus dem Augenwinkel das Blake kam und machte ihm Platz. Sie stand in der Nähe von den beiden Wölfen und hörte das Gespräch mit. Sie sah, wie Samir zu ihr trabte und Kura fragte, ob sie mit jagen kommen würde.

"Ich komme gerne mit zum Jagen",

sagte sie, sie hatte schon lange nichts mehr im Magen gehabt. Doch da ging Samir schon los. Sie ging hinter ihm her. Als sie wieder im Wald waren, holte sie ihn wieder ein. Er war kurz stehen geblieben und schaute durch die Zweige. Die Sonne wärmte noch immer Kuras weißgraues Fell. Was sehr angenehm nach dem langen Winter war. Als sie neben ihm stand, zuckte sie kurz mit einem Ohr zur Begrüßung. Samir hatte den Geruch von Krankheit im Fell. Sie rümpfte kurz die Nase und ging weiter. Alle im Rudel kümmerten sich rührend um Ramyla. Samir hatte ihr auch Kräuter gebracht, die sie gegessen hatte. Sie hatte sich aber verschluckt.

"Und was willst du Jagen?",

fragte sie und schaute den Rüden an. Bei dem Gedanken an frisches Fleisch staute sich das Wasser in ihrem Mund. Ihr Fell kribbelte leicht vor Erwartung. Und alle Sinne waren geschärft. Wenn ein Tier in der Nähe wäre, würde sie es bemerken. Ein Vogel saß in den Ästen und sang seine Melodie. Aber einen Vogel wollte sie nicht jagen. Da war nicht viel dran. Davon konnte ja nicht mal ein Welpe satt werden...


[Bei Blake | bemerkt Samir | geht mit jagen | im Wald | sieht einen Vogel]


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 12:41 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Fr Mai 07, 2010 3:58 am

Abla lag auf dem vom Winter immer noch kalten Boden und hatte ihre Augen geschlossen. Sie lauschte den Geräuschen ihrer Umgebung und hoffte auf eine Antwort des Rudels. Doch was sollte sie machen, wenn sie sich nicht melden würden?

Sollte sie dann einfach weiterziehen? Ihr Magen gab ein protestierendes Knurren von sich, er wusste ganz genau, was sie machen sollte. Sie sollte aufstehen und die Umgebung nach Resten von Beute absuchen. Vielleicht lag irgendwo ein kleiner Rest, der ihren Magen milde stimmen würde. Er hatte seit Tagen nichts Richtiges zu tun gehabt und knurrte nun unüberhörbar. Die Braune hob ihren Kopf und drehte ihre Ohren wieder in alle Richtungen. Doch eine Antwort war nicht zu hören. Abla setzte sich auf und schaute sich um, aber auch Andere wie sie Eine war, konnte sie nicht sehen.

Vielleicht war es die Spur von Wanderern, wie Sie eine war, und hier lebte überhaupt kein Rudel mehr. Die Wölfin schnaufte. Dann wäre es kein Problem, wenn sie hier herum laufen würde, um nach etwas zu fressen zu suchen. Zögernd stand sie auf. Sollte und konnte sie es wagen, einfach los zu laufen? Ungeduldig trat sie von einem Bein auf das Andere, als sie plötzlich das Heulen eines Rüden vernahm.

Man hatte sie also gehört und nun war klar, dass es hier auch Wölfe gab. Abla musste sich setzen und dieses Wissen erst einmal verarbeiten.

Das Heulen klang nicht aggressiv, aber auch nicht sehr einladend, sie wusste nun immer noch nicht, ob sie es wirklich wagen konnte, näher an das Rudel zu treten.

.oO(Warum war es immer so schwierig?)Oo.

Als sie noch bei ihrer Familie lebte, war das Leben viel einfacher und strukturierter als jetzt. Der Alpha sagte, was man zu tun oder zu lassen hatte. Und jeder folgte seiner Anweisung, ohne groß darüber nach zudenken. Doch nachdem Baug das Rudel übernommen hatte, fingen immer mehr Wölfe das Denken an. Und jeder war der Meinung, Alpha sein zu können. Abla schloss ihre Augen und schüttelte langsam ihren Kopf hin und her, um so Bilder und Gedanken der Vergangenheit abzuschütteln. Sie gab ein Seufzen von sich, die Wölfin musste jetzt genau überlegen, was zu tun sollte.

Sollte sie wirklich losgehen und dem Ruf des Alphas folgen? Abla konnte sich einfach nicht entscheiden. Oder lag es daran, dass sie sich vor der Ungewissheit fürchtete?

Die Wölfin wusste es nicht.


[immer noch an Ort und Stelle / weiß nicht, was sie machen soll)


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 1:12 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Sa Mai 08, 2010 8:01 am

Alvar's rhythmische Bewegungen waren unverwechselbar. Seine riesigen Pfoten brachen sich in die feuchte Erde, die nach frischem Laub, klarem Regen und dem unwiderruflichem Frühling duftete. Er war dem Rudel gefolgt, es war ihm egal, was für einen Eindruck er machte. Die ganze Zeit war er ihnen lautlos und still nachgelaufen, ohne einen Ton von sich zu geben. Also tat er das auch jetzt nicht. Er blieb stehen und immer mehr roch er die süßen Düfte des Frühlings. Sie zogen durchs ganze Land, als er aufblickte sah er die grünen Bäume, die er bis jetzt noch nicht gesehen hatte. Erst jetzt hatte er aufgeblickt und bemerkt, das sie von dem tiefen Schnee in dieses Land gekommen waren, das einem die Sinne raubte. Honigduft breitete sich aus, hellgrüne Blätter und Dornen stachen einem ins Auge. Und Alvar musste mit der Neugierde nach friscehn Fleisch kämpfen. Fremder Blutgeruch stieg ihm plötzlich in die Nase, alles wunderschön Frische und Frühlingshafte entfiel. Er dachte nur an das schmelzende Blut, das ihn taub und blind machte, das auf seiner Zunge zerschmolzen und ihm den Kiefer heruntergetropft war. Es war aber alles nur Einbildung, weit und breit war kein verblutendes oder gar totes Wild zu sehen, zu riechen.
Dieses ganze Wirrwarr mit Schmetterlingen und Krokussen machte ihm zu schaffen. Er war im Lomasi Tal angekommen und nun musste er das richtige Rudelleben durchkämpfen.

- Zeitsprung -

Alvar lag auf dem kühlen Laub aus grünen Blättern und trockenen Zweigen. Als Blake ihn zum Jagen aufgefordert hatte, hatte Alvar dies gar nicht richtig wahrgenommen. Er konnte nun nicht jagen. Wenn er an diesem Tage das warme Blut roch oder gar schmeckte, wurde er in die Gelegenheit verfallen, alles um ihm rum zu töten. Blut machte ihn zu einem Monster, das er eigentlich gar nicht war. Auch konnte er an diesem Tage nichts mehr fressen, auch wenn er dringend etwas zu sich nehmen musste. Er hatte es aber nicht nötig, so dachte er.
Und so lag er da, blinzelte in die verborgenen Schatten, die von riesigen Bäumen geschlagen wurden, in die warme Frühlingssonne und tat nichts. Er lag nur da, dachte an nichts. Ihm schien es, als würde die Welt einen Moment voller Stille und Ruhe bereitet haben. Er hörte kein Geräusch, vernahm nicht einmal das Zwitschern der Vögel und dann durchbrach ein so wunderschönes, langes Heulen seine Stille. Es brannte sich in sein Gedächtnis ließ ihn erinnern und... Lunaris! Seine Lunaris, war sie es? Sie besaß die schönste Stimme, den schönsten Klang. War sie zurückgekommen? Hektisch stand er auf, folgte dem, so schien es ihm, endlosen Heulen, als wäre es eine Melodie, tief in den Wald. Und tatsächlich, in der Ferne erblickte er eine Fähe. Doch es war nicht Lunaris. Enttäuscht ließ er seinen Kopf hängen. Doch eben so schnell füllte er sich mit Neugierde. Wer war seiner geliebten Lunaris so ähnlich? Wer durfte denselben Klang, dieselbe Melodie in der Stimme tragen? Er trat näher an die Fähe, sie hatte das Heulen ausgestoßen, weil sie den Heaven Wolves beitreten wollte. Doch in ihrer Stimme erklang Unsicherheit. Immer weiter näherte sich Alvar der braunen Fähe, ohne sich Gedsanken darüber zu machen, ob die anderen sich Sorgen machten, wo er war. Diese Fähe war Lunaris so ähnlich, doch Lunaris war tot. In fünf Metern Abstand blieb Alvar vor Abla stehen, ohne etwas zu sagen. Er betrachtete sie bloß.


[Im Tal | Liegt und denkt nach | Bemerkt Abla]


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 1:18 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Sa Mai 08, 2010 9:56 am

Ruhig standt Blake da und lauschte den Worten des weißen Rüden. Er nickte leicht. Die Höflichkeit des Weißen überzeugte ihn. Man merkte, dass er nichts Böses, sondern einfach dem Rudel beitreten wollte. Blake blickte den weßen Rüden mit freundlichen Augen an. Als er gerade antworten wollte, fing Cabezan an, zu röcheln und schreckte aus dem Schlaf hoch. Der graue Rüde trat einen Pfotenschritt auf ihn zu, aber Valinor war schneller. Er blickte die beiden Rüden wohlwollend an. Immerhin wusste Valinor den Umgang im Rudel zu schätzen.

"Valinor, ich nehme Euch gerne im Rudel auf.",

antwortete er und zuckte höflich mit den Ohren. Er wandt den Kopf, um zu sehen, wie Raziel in den Wald schlich. Der Rüde seufzte leise. Immerhin hatte der Dunkelbraune sich entschuldigt, anders als Alvar. Auch Samir und Sakura gingen jagen. Stolz sah Blake seinem Bruder nach, welcher die Fähen regelrecht aufriss. Er musste schmunzeln, als er der pendelden Rute Samirs und Sakuras nachsah, wie sie im Wald verschwanden. Langsam entfernte sich Blake von Valinor und Cabezan und ließ sich langsam unter ein paar Tannen nieder, dessen kleine Stämme mit Farnen umringt waren. Mit einem wohligen Grummeln ließ der Rüde den Kopf auf die Pfoten sinken, nicht ohne sich ein letztes Mal umzusehen. Cabezan brachte Myla einen alten Raben und verschwand wieder. Das ganze Rudel schien zu gedeihen. Und so viele Wölfe waren hinzu gekommen. Mit Grauen dachte er an die, die er verloren hatte.

Er, der große Alphawolf Blake hatte Wölfe sterben und gehen lassen. Raayu, den Bruder Keenans, welcher bei der Schlacht gegen die Menschen an seiner Seite war. Keenan, der Wolf, der Beta war und so schwer verwundet war. Er war gestorben. Einfach so. Zaranya, die erste Fähe im Rudel, welche trotz ihrer Garstigkeit noch etwas an Güte besaß. Ayana, die wunderschöne, weiße Fähe. Die Fähe, für die Blake das erste Mal etwas empfunden hatte. Auch sie war gegangen. Und auch Achill, Chyrakee und Windmelodie waren gegangen oder gestorben. Der graue Alphawolf schauderte und kniff unglücklich die Augen zu. Das war das schlechte am Rudel führen. Man gab sich immer die Schuld, egal was passierte. Blake würde niemals behaupten, dass es leicht war, ein Rudel zu führen. Aber es hatte auch seine guten Seiten.
Er dachte an die Freiheit, das warme Licht der Sonne, den Geruch von Beute und die Farbenpracht der Blumen.

Mit einem Ruck riss Blake den Kopf hoch, als er sah, wie Alvar seinen Platz verließ. Mit kalten Blick fixierte er den Schwarzen und folgte ihm, als er in den Wald ging. Wahrscheinlich wollte er die Fähe suchen, welche geheult hatte. Auch Blakes Pfoten kribbelten. Er wollte aufstehen und Alvar nachgehen, aber etwas in ihm sträubte sich. Mit leichtem Knurren und gesträubtem Nackenhaar legte er wieder den Kopf auf die Pfoten, bekam nicht mal mit, wie Raziel ihm eine Rehkeule brachte. Erst nach etlichen Sekunden wandt er den Blick zu dem Schwarzbraunen und dankte ihm mit einem Nicken. Sein ockerfarbener Blick war dennoch noch immer auf die Stelle gerichtet, wo Alvar verschwunden war.


[Beim Lager | redet mit Valinor | unter Tannen | denkt nach]


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Sa Mai 08, 2010 10:09 pm

Alles an ihr war angespannt vor Aufregung. Und ihre Beine weigerten sich einfach, los zu laufen.
Nein, das war wirklich nicht das, was sich die Wölfin vom Leben ohne Rudel vorgestellt hatte. Oft in den einsamen Nächten hatte sie sich ihre erste Begegnung mit anderen Wölfen vorgestellt. Meist wurde sie so aufgenommen wie ihre Eltern sie immer begrüßten. Doch nun, als es zum ersten Mal so weit war, merkte sie, dass die Realität ganz anders war als die Dinge, die sie sich in ihren Träumen erhofft hatte. Und dass ihr Leben nun anders sein würde als das behütete Leben bei ihren Eltern.
Plötzlich bewegten sich ihre Nasenflügel, ihre Ohren zuckten und ihr Kopf bewegte sich in die Richtung, aus dem der Wolf gerade auf sie zu trat. Er hielt Abstand und beäugte sie.
Ein schwarzer Rüde wie Baug einer war, hatte er sie verfolgt und wollte nun sein Eigentum zurück holen. Abla stand auf und vergrößerte den Abstand zwischen den Beiden um einige Schritte. Erst dann fühlte sie sich sicherer.
Der Rüde stand einfach nur da sagte nichts, schaute sie nur einfach an.

.oO(Was machst du hier? Verschwinde! Ich komm nicht zurück zu dir!)Oo.

Das waren die Worte, die in ihrem Kopf herumgeisterten, Worte die gesprochen werden wollten. Aber ihr Körper zitterte und ihre Zunge brachte nur ein verängstigtes:

"Baug?"

als Frage heraus. Und sie machte noch einen Schritt zurück.



[hat Alvar bemerkt/traut ihren Augen nicht]


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 1:28 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   So Mai 09, 2010 6:45 am

Langsam fühlte sich Ramyla ein wenig besser. Nachdenklich schweifte ihr Blick in den Himmel und folgte einer kleinen Wolke, die vor dem reinen Blau dahin trieb. Es war ziemlich warm, oder kam nur ihr das so vor? Das Blut strömte beinahe wie Lava durch ihre Adern, aber das konnte sie ignorieren. Myla versuchte, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Die Wolke war von einem Windhauch zerrissen worden, ihre Augen suchten weiter den Himmel ab. Ein Vogel zog weit oben seine Kreise, wahrscheinlich ein Falke…
Doch all das konnte die Fähe nicht wirklich ablenken. Resigniert schüttelte sie den Kopf. Was sollte denn aus ihr werden? So niedergeschlagen kannte sie sich selbst nicht… in diesem Moment ließ sie eine Stimme zusammenzucken, auch wenn sie sanft und melodisch klang. Ihr Blick zuckte zu dem Wolf, der sie angesprochen hatte. Es war ein grauer Rüde und wenn sie ihre Erinnerung nicht täuschte, hatte sie ihn schon einmal gesehen… oder?
Immer noch konnte sie sich nur verschwommen erinnern. Aber diese Stimme kannte sie ganz sicher. Cabezan… war es Cabenzan? Ramyla war sich nicht sicher. Erst jetzt bemerkte sie den Raben in seinem Fang, den er einen Augenblick später auch schon vor ihr fallen ließ. Ihr Magen knurrte wie auf Kommando. Dankbar sah Ramyla zu dem nebelgrauen Rüden auf.

"Vielen Dank… Cabezan, wenn ich richtig liege?"

Sie wartete erst gar keine Antwort ab, auch wenn ihr Blick kurz an seinen traurigen Augen hängen blieb. Doch der Hunger bekam in diesem Moment die Oberhand und die Wölfin schlug die Zähne in den Raben. Sie rupfte die Federn hastig aus, um an das Fleisch zu kommen. Auch wenn sie kaum etwas schmeckte, genoss sie es, etwas in den leeren Bauch zu bekommen.
Während sie an dem Vogel kaute, huschten ihre Augen wie von selbst zu Samir. Leider blickte er gerade desinteressiert zur Seite und Ramyla wandte den Blick enttäuscht wieder ab. Gleich darauf sah sie jedoch wieder zu ihm zurück, als sie merkte, dass er aufstand. Eine Sekunde lang wollte sie ihn schon bitten, hierzubleiben, aber dann schalt sie sich innerlich. Missmutig grub sie die Fänge in den Raben und riss ein Stück Fleisch aus dem Körper.
Trotzdem hörte sie auf, als Samir Sakura fragte, ob sie mitkäme jagen. Eine leise Sehnsucht schlich sich in ihren Blick, der unbewusst in den Himmel geschweift war. Warum konnte sie nicht auch jagen…? Weil sie zu schwach war. Klein, krank und schwach.
Für den Bruchteil einer Sekunde sah sie zu Sakura und eine leise Feindseligkeit flackerte in ihrem Blick auf. Verblüfft schüttelte sie den Kopf. Feindseligkeit hatte sie noch nie wirklich gespürt… es war ihr völlig fremd.
Da plötzlich stieg ihr ein Geruch nach Fleisch in die Nase, der nicht von dem Raben zu ihren Pfoten ausging. Raziel kam auf sie zu und legte eine Keule vor ihr ab. Kurz blickte Ramyla ihn an und murmelte ein Dankeschön, aber der schwarze Rüde hatte sich schon wieder abgewandt. Der Blick der Fähe zuckte unschlüssig zwischen dem Raben und der Keule hin und her, schließlich beschloss sie, sich erst einmal dem Vogel zu widmen.
Also knabberte sie weiter an dem Kopf des Raben herum, auch wenn sie keinen rechten Appetit mehr verspürte. Nicht wenn sie wusste, dass Samir allein mit dieser grauen Fähe, Sakura, war. Ein grummelndes Knurren kam aus ihrer Kehle, sie wusste selbst nicht, warum, aber es behagte ihr nicht.


[Dankt Cabe für den Raben | Nimmt auch die Keule in Empfang | Grummelt, weil Samir mit Kura jagen geht]


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 1:32 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Cabezan


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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Mo Mai 10, 2010 1:59 am

Cabezan nickte geistesabwesend Ramyla zu, die sich für den Raben bedankte. Sein Blick wanderte wieder über den klaren, blauen Himmel. Nachdem einige Zeit verstrichen war, erreichte die kurze Frage Ramylas ihn endlich.

"Ja, mein Name ist Cabezan.",

sagte er, mit dem Blick einer kleinen Wolke am Horizont folgend. Er wandte nun seinen Blick vom Himmel ab und schaute auf die Erde vor ihm, auf der schon einige Wolfsspuren zu sehen waren. Langsam wanderte die Erinnerung an den Traum von eben wieder in seine Gedanken. Ein kalter Schauer lief ihm vom Nacken bis in die Schwanzspitze. Er konnte sich noch gut erinnern, wie er den gleichen Traum vor Jahren gehabt hatte. Kurz darauf war Ynth tot. Ein leises "warum" schlich sich in seine Gedanken. So oft hatte er sich gefragt, warum gerade er gehasst werden musste. Lambi, Laenan und Tinira lebten wahrscheinlich noch. Sie würden Phuram bestimmt helfen, ihn zu finden. Cabezan dachte an Surt, der gestorben war, kurz nachdem er gegangen war. Cabezan hatte es noch mitbekommen, zwar nur am Rande, aber er wusste es. Wieder und wieder fragte Cabezan sich das gleiche: Woher kommt dieser Hass? Er hatte sich das so viele Male gefragt, warum seine Geschwister und sein Vater, und so viele andere Wölfe ihn verachtet hatten. Aber er war nie auf eine Antwort gekommen. Der Nebelgraue verscheuchte diese Gedanken und widmete sich dem Hier und Jetzt. Er beobachtete wie ein Käfer, der grüngolden in der Sonne glänzte, langsam an ihm vorbeikroch. Der Käfer krabbelte auf einen Ast, der abgebrochen war, und ruhte sich erst mal aus. Traurig wandte er seinen Kopf von ihm ab. Die Sonne wärmte sein Fell, und er ließ seinen Kopf auf seine Pfoten nieder. Aber seine Augen beobachteten weiterhin die Wölfe.


(antwortet Ramyla / denkt nach )


Zuletzt von Valinor am Mo Mai 10, 2010 3:35 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Mo Mai 10, 2010 4:06 am

Der Helle beobachtete noch immer ein wenig in Sorge Cabezan, der diesen Gefühlsausbruch als Alptraum abtat. Irgendwie hatte er aber das Gefühl, dass mehr dahintersteckte als bloße Traumgespinste. Doch er vermied es, den Nebelgrauen darauf anzusprechen. Er wollte nicht aufdringlich wirken und hatte außerdem genügend eigene Narben auf der Seele. Seine Gedanken glitten unwillkürlich zu seinem alten Rudel. Bei allen Göttern, was hatte er nur getan! Der Rüde spürte warmes Blut an seinen Pfoten kleben, und das gehörte nicht zu einem Beutetier. Erschrocken blickte er an sich herunter; doch da war nichts, keine Spur von Blut. Wurde er etwa verrückt?

Blakes wohlklingende Stimme holte Valinor schließlich zurück in die Realität. Er musste ein paar Mal blinzeln, um seine Gedanken zu klären. Dann schaute er den Alpha an. Was hatte der gerade gesagt? Er könne beim Rudel bleiben? Ein erleichtertes Lächeln huschte dem Hellen über die Lefzen.

"Ich danke dir, dass du mich im Rudel aufgenommen hast.",

sagte er sanft an Blake gewandt. Eine kurze Verbeugung als Zeichen der Dankbarkeit und des Respekts; dann trabte Valinor zum Waldrand hinüber und ließ sich im Schatten der Bäume in das saftige Gras sinken. Nicht weit von ihm entfernt lag die braune Fähe, die offensichtlich krank war, und nagte an einem toten Raben herum. Der Helle hob den Kopf und sah sie an; unschlüssig, ob er zu ihr gehen sollte. Nach einer Weile entschied er sich doch dagegen. Er würde im Moment wohl keinen besonders aufmunternden Eindruck machen. Der Rüde legte den Kopf auf die Vorderpfoten und war nach einiger Zeit eingeschlafen.


[hat schreckliche Vision | dankt Blake | betrachtet Myla | schläft ein]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Di Mai 11, 2010 4:26 am

Alvar:
Er sah die Fähe an, betrachtete sie einige Augenblicke. Doch sie hatte scheinbar Angst, sie wich vor ihm zurück, ihre angsterfüllten Blicke sammelten sich in Alvars Gedächtnis.
Es war definitiv nicht seine Lunaris. Er würde sie nie wieder finden, Lunaris war ein für alle mal tot!
Doch bevor er der fremden Fähe näher kam, rief diese nach ihm, jedoch mit einem anderen Namen. Deutlich hatte er ihn nicht grade verstanden, doch wusste er, seine kleine Welt brach zusammen. Ihm wurde klar, er würde Lunaris nicht finden und er könne sie auch nicht vergessen. Niemals. Warum war diese weiße Fähe auch in das Rudel gekommen, warum blieb sie nicht bei Wynono? Warum liebten sie sich nicht gegenseitig...
Lunaris hatte sich damals für Alvar entschieden, doch Wynono konnte dies nicht ertragen, warum hatte er sie nicht gleich getötet? Wynono wollte Alvar sicher noch den richtigen Schmerz erteilen; er wusste, wie es war, wenn man nicht vergessen konnte. Und so trieb die Angst Alvar davon. Er konnte nicht in diesem Rudel bleiben, wenn die fremde Fähe immer auftauchte. Sie erinnerte Alvar zu sehr an Lunaris. Und so legte er seinen Kopf in den Nacken und stieß ein letztes, langersehntes Heulen aus, das jeder bemerken würde. Es wurde vom Wind durch die Wälder getragen, hin und her und verblasste in einer kühlen Melodie.
Alvar hatte das Rudel verlassen, ob die Trauer um Lunaris ihn tötete? Kam er jemals zurück? Oder brachte ihn sein Schicksal um?...



Milou:
Milou ging es in der letzten Zeit nicht sonderlich gut. Ihr Körper war seltsam verformt, ihre Rippen waren zu sehen und sie war ausgehungert. Sie hätte noch lange die Milch einer Mutter gebraucht, doch sie bekam diese nicht. Und so ging sie langsam ein. Als das Rudel gewandert war, kam auch sie mit, wenn auch nur mit endenden Kräften.
Ihre Energie war völlig aufgebraucht und ihr Fell begann struppig zu werden und an einigen Stellen auszufallen. Wahrscheinlich magerte sie nicht nur mit der Zeit ab, sie hatte sich während der harten Reise auch eine Krankheit eingefangen. Aewen hatte sie auch nicht wieder gesehen.
Ihr kleiner, noch so zarter und nun völlig zerstörter Körper war ganz kalt, und obwohl die Temperaturen anstiegen, begann Milou zu frösteln. Es war der Untergang eines Welpen.
Sie hatte nicht den gebrauchten Mutterschutz bekommen, auch wenn einige versucht hatten, sich gut um sie zu kümmern.
Kraftentblößt ließ sie sich in das grüne Gras fallen. Es war wunderschön in diesem Tal, doch anscheinend war hier kein Platz mehr für Milou frei gewesen. Wohlbekannte, süße Düfte schwirrten umher, erfüllt von Honig und Nektar.
Ein kleiner Schmetterling setzte sich auf den erkrankten Leib Milous, um dort seine Flügel zu entfalten und seine wunderschöne Pracht preiszugeben.
Er war das Symbol für Milous Freude im Leben, für die Spielzeiten und Aktivitäten, die sie genossen hatte. Er stand für alles Gute und Wunderbare. Doch dann kam der letzte Atemzug näher. Mit letzten, ersehnten Kräften blickte sie traurig in das Rudel, das sie gar nicht bemerkt hatte.

"Ihr werdet mir fehlen... der Duft nach Frühling, nach Sommer und Sonne. Aber ich werde nun bei Aewen, meiner Schwester, Schutz finden. Die Zeit bei euch war schön!"

Was für weise Worte auch aus dem Maul Milous kamen, sie war ein Welpe, ein toter Welpe.
Nun fiel ihr Kopf schlaff zur Seite, ihre Augen blickten trübe und leer ins Nichts, sie war leblos. Sie hatte das Rudel wirklich ins Herz geschlossen, doch nun musste sie es verlassen. Die Reise in den Himmel begann.


[Alvar verlässt das Rudel | Milou verstirbt an Krankheit]

Es tut mir sehr Leid, dass ich das Rudel verlassen muss, aber mit beiden Charakteren war ich sehr inaktiv!
Es tut mir ebenfalls Leid, dass ich Milous Ende so traurig gemacht habe, aber ich hätte sie nicht anders rauspielen können... Mein armer kleiner Welpe, lass es dir gut gehen, im Himmel!
Auf Wiedersehen, HeavenWolves! :)


Zuletzt von Valinor am Di Mai 11, 2010 4:36 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Mi Mai 12, 2010 10:37 am

Kische war tagelang gewandert, nur gelaufen, ohne ein einziges Mal zu jagen, gar zu fressen.
Sie blickte gen blauen Himmel, der von ein paar weißen Wolken bedeckt war. Jedoch sah man noch reichlich von dem Blauen. In leichtem Trab lief Kische an einem Bach entlang, der plätschernd abwärts floss. Um den Stromschnellen zu folgen, erhöhte sie ihr Tempo, doch bevor sie richtig in Schnelligkeit geraten war, stieg ihr ein wohlbekannter Duft in die Nase, der sie ihre Schritte wieder verlangsamen ließ.

Schließlich blieb sie stehen, um den Duft weiter zu verfolgen. Er führte sie in den Wald, in den tiefen, endlosen Wald. Dort ragten viele Bäume in die Luft. Es waren Kiefern, Buchen, Tannen und andere Bäume, die den Himmel durch ihre Baumkronen verschwinden ließen. Es war ein wundervoller Anblick; blickte man gen Himmel, sah man die grünen Blätter, die im sachten Wind raschelten und die weißen oder blassrosafarbenen Blüten entfalteten. Jeder Baum war so riesig und prächtig, dass man behaupten konnte, sie waren ein paar hundert Jahre alt. Und das behauptete man nicht nur, es war so. Das Lomasi Tal gab es schon einige Zeit, Kische war die ganze Zeit in dessen Nähe gewesen, doch nun war das Tal besetzt. Von einem Rudel.

Sie folgte der Duftspur weiter, die sich langsam in der warmen Luft aufzulösen schien, da sich Honig- und Nektardüfte dazwischen mischten. Kische beobachtete einen gelben Schmetterling, der sich vor ihr auf einen Baumstumpf setzte, um seine Flügel zu entfalten. Er war wunderschön und Kische sofort in Gedanken versunken. Der Schmetterling konnte davonfliegen, wann immer er wollte. Er war so klein und erweckte in Kische trotzdem solch eine Lebensfreude, dass sie die Suche nach dem Rudel mit neuer Neugier erfüllte.

Sie ließ sich von den Düften in den Wald führen, bis sie sich etwas Bewegendes erblickte. Kaum zu erkennen, es war Wolf, ein graubrauner Wolf, der unter einer Tanne im kühlenden Schatten lag. Nach seinem Anblick, seiner Aura zu urteilen, musste er der Leitrüde sein, der Alpha. Ohne einen Gedanken an Weiteres zu verschwenden, lief Kische schnellen Schrittes auf den Rüden zu, um ihn um Rudeleinlass zu bitten. Doch auf dem Weg kamen ihr Zweifel auf. War es das richtige Rudel? Konnten die Wölfe ihr Schutz bieten? Waren es Wölfe, denen sich Kische anschließen mochte?
Doch es gab nur einen Weg, so etwas herauszufinden. Sie trat näher an den Rüden heran, so, dass sie ihm in die Augen blicken konnte. Sie sahen warm und freundlich aus, nicht dunkel oder aggressiv. Kische konnte in ihm die Freundlichkeit lesen, doch wusste sie längst, er war ein strenger Alphawolf.
Jedoch musste sie es versuchen. Sie nahm allen verbliebenen Mut zusammen, den sie in diesem Moment noch besaß und fragte mit ruhiger, warmer Stimme

"Ich.. Ich bin gekommen um ein Rudel zu finden. Und nun habe ich meine Aufgabe erfüllt. So bitte ich euch doch, Alpharüde, lasst mich in euer Rudel. Lasst mich mit euch jagen, lasst mich helfen, euch als Schutz zu dienen, lasst mich euch anschließen! ... Bitte!"

Darauf senkte sie ihren Kopf leicht, um dem Rüden nicht mehr in die Augen blicken zu müssen. Sie wollte nicht, dass er sie anstarrte. Sie wollte nicht, dass all die anderen sie anstarrten. Sie wollte nicht, dass all die Aufmerksamkeit auf sie gerichtet war... Sie wollte es nicht! Und so sollte es auch nicht geschehen. Sie wartete nur auf ein kleines "Ja" des Rüden, dann war die Welt wieder heile. Doch für einen Augenblick, war ihr kleiner Moment nur mit Frühlingsdüften und bunten Blumen gefüllt. Mit nichts anderem...


[Nähert sich Rudel | Spricht Alpharüden an | Bittet um Beitritt]


Zuletzt von Valinor am Mi Mai 12, 2010 8:24 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Mi Mai 12, 2010 10:56 am

Er drehte sich um und ging einfach. Alba konnte ihr Glück kaum glauben und musste sich erst einmal wieder setzen. Ihre Beine zitterten. Sie schaute zu ihnen herunter und dann wieder auf das Stück Wald, wo gerade noch der Wolf gestanden hatte.

.oO(Oder habe ich es nur geträumt?)Oo.

So sicher war sich Alba jetzt nicht mehr, ihr Kopf spielte ihr eigentlich immer nur nachts Dinge vor. Aber jetzt auch am Tag, vielleicht lag es daran, dass sie Hunger hatte.

"Ja, vielleicht...",

schnaufte sie zu sich; es war ja keiner da, mit dem sie sich unterhalten konnte. Aber jetzt, wo der Schwarze wieder weg war, konnte sie sich doch ungesehen ein wenig umsehen. Der Wolf war ja in eine andere Richtung gelaufen und wenn sie ihm nicht hinterher laufen würde, würde sie ihm auch nicht mehr begegnen.
Die Worte verwirrten sie ein wenig, waren aber doch irgendwie logisch für Alba. Gerade als sie loslaufen wollte, hörte sie wieder einen Wolf heulen. Alba sah sie nicht, ihre Stimme klang weiblich und nicht all zu weit von ihr entfernt. Sie beschloss, sich die Wölfin aus der Nähe anzusehen. Sie war eine Wanderin wie sie und bat auch um Aufnahme, aber in der Stimme der Wölfin klang es nach Hoffnung. Auch ein wenig Mut war zu hören; sie wusste genau, was sie suchte und brauchte.
Alba trat hinter die Wölfin, achtete aber genau auf den Wind, dass dieser sie nicht verraten würde. Hinter einem Busch blieb sie stehen und beäugte die Weiße von hinten. Die Wölfin war so abgelenkt von der Fremden, dass sie erst jetzt bemerkte, dass sie schon zu nah beim Rudel war.
Erschrocken über ihre Entdeckung wich sie wieder weiter zurück in den Busch und beobachte, was dort jetzt passierte. Wenn die Fremde angegriffen werden würde, wusste Alba, dass sie die Pfoten in Bewegung setzen und das Weite suchen müsste.

[zwar in der Nähe des Rudels, aber gegen den Wind / versteckt unter einem Busch / beobachtet, was mit Kische passiert]


Zuletzt von Valinor am Mi Mai 12, 2010 8:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Do Mai 13, 2010 3:33 am

Der Rüde wartete, bis Sakura ihm nachkam. Die Rute stand senkrecht in die Luft, die Ohren waren gespitzt und die Beine angespannt. Schließlich kam Saku ihm nach und Samir zuckte mit den Ohren. Tief sog er die Luft ein und stellte enttäuscht fest, dass es keine Rehe oder andere große Tiere in der Nähe gab. Es roch im ganzen Wald nach frischen Waldlüften. Der herbe Kiefergeruch, der süßliche Geruch nach Blüten an den Bäumen. Und kleine Tiere, wie Mäuse und Vögel, die hörbar über die Erde huschten. Der Rüde wurde von Sakura unterbrochen, die ihn fragte, was er jagen wollte. Er wand ihr seine hellen Bernsteinaugen zu und blickte sie verständnislos an.

"Woher soll ich das wissen? Ich könnte einen ganzen Elch verschlingen.",

meinte er und zuckte mit einem Ohr. Samir öffnete nochmals das Maul, aber die Rehherden hatten sich zurück gezogen. Er wusste, dass heute schon mehrere jagen gewesen sind. Blake, Raziel und auch Cabezan. Der schwarze Rüde schnaubte frustriert. Aber dann riss er den Kopf wieder hoch. In der Nähe schien ein Kaninchenbau zu sein. Ihr zäher Geruch verriet sie. Samir leckte sich über die Lefzen. Aber bei Tag waren die Hakenschlager zu aufgeweckt. Vielleicht würde er ihnen am Abend noch einen Besuch abstatten. Mit einem leichten Grinsen drehte der Rüde sich um und schritt aus dem Wald. Sein Hunger war noch nicht gestillt. Es war wirklich ungewöhnlich für ihn, nicht zu jagen. Insgeheim wusste er, warum er nicht jagen ging, aber er verschwieg es.

Die Sonne knallte wieder auf Samirs Rücken, als der Rüde den Wald verließ und wieder die Lichtung betrat. Es war klar, dass die hellen Augen als erstes die von Ramyla fanden, ehe sie weiterwanderten. Erstaunt stellte er fest, dass eine schöne, wildfarbene Fähe bei Blake stand und um Beitritt bat. Und nicht weit entfernt schien sich eine weitere Fähe aufzuhalten. Sie schien sich zu verstecken. Der Rüde runzelte die Stirn und wiederstand der Versuchung, zu der Fremden hinzugehen um sie zur Rede zu stellen. Stattdessen ließ der Rüde sich an dem sonnigen Fleckchen nieder, legte den Kopf auf die Pfoten und genoss die Sonne auf dem schwarzen Pelz. Während er vor sich hindöste, dachte er über seinen Bruder nach. Hatte Blake schon mal eine Gefährtin gehabt? Oder gar Welpen? Samir wüsste es gerne. Er selbst hatte noch nie eine Gefährtin gehabt. Unwillkürlich wanderte sein Blick zu Ramyla. Er wandte ihn jedoch gleich wieder ab.

.oO(Sei nicht so dumm! Du siehst selbst, wie alle Rüden sich um sie kümmern. Lass sie in Ruhe!)Oo.,

sagte er sich selbst. Ein leichtes Knurren kam aus seiner Kehle, als er sah, wie auch Valinor sie anblickte. Feindselig drehte Samir den Kopf zur Seite und starrte in den Wald. Natürlich mochte er Ramyla. Nur als Freundin? Aber warum war er so eifersüchtig? Der Rüde schnaubte leise und fletschte die Zähne. Er war auch wütend auf sich selbst. Aber so war Samir nunmal. Er gab sich selbst keine Chance. So war es doch immer. Samir schloss die Augen und er spürte den Hunger in seinem Magen. Vielleicht hätte er sich doch sofort um die Kaninchen kümmern sollen. Aber Sakura war auch noch im Wald. Wenn sie noch jagen gehen würde, hatte Samir vielleicht Glück und bekam einen Fleischbrocken und ihr ab.


[Im Wald, mit Sakura | Zurück auf der Lichtung | Denkt über Myla nach | Ist eifersüchtig | Hat Hunger und döst in der Sonne]


Zuletzt von Valinor am Do Mai 13, 2010 7:32 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Do Mai 13, 2010 7:29 am

Noch immer unter der Tanne liegend ließ Blake seinen Blick schweifen. Er seufzte zufrieden, wenngleich er noch immer Wut auf Alvar spürte. Und dann, ganz plötzlich kam eine Fähe. Sie hatte wildfarbenes Fell wie viele Wölfe und merkwürdige, eisblaue Augen. Er spannte die Muskeln an und erhob sich langsam. Sein Nackenfell sträubte sich und er blickte die fremde Fähe abwartend an. Als sie schließlich antwortete, legte Blakes Nackenfell sich bei ihren Worten allmählich wieder. Er blinzelte nachdenklich. Ihre Worte hatten etwas in ihm ausgelöst. Noch wusste er nicht was. Blake nickte, als Zeichen dafür, dass er ihre Worte anerkannte.

"Gut, Fähe. Willkommen bei den Heaven Wolves. Man nennt mich Blake. Darf ich nun erfahren, wie Ihr Euch nennt?"

Höflich erklang die Stimme des grauen Rüden. Er wartete, aber plötzlich zuckten seine Ohren. Ein Geräusch erregte seine Aufmerksamkeit und der Rüde hob den Kopf. Seine ockerfarbenen Augen flogen über die Büsche und blieben schließlich an einem hängen. Tief sog er die Luft ein und stellte schließlich fest, dass dort eine Fähe saß. Sie roch irgendwie anders. Anders als alle Fähen, die er bisher kannte. Der graue Rüde rümpfte die Nase, warf der fremden Fähe, von welcher er noch keinen Namen kannte, einen mahnenden Blick zu, ehe er auf das Gebüsch zu trottete. War es doch ein Hinterhalt? Blake knurrte leise, als er an dem Gebüsch vorbeitrat und sich schließlich hinter einer graubraunen Fähe befand. Er zog die Lefzen zurück.

"Was tust du hier, Fremde?",

knurrte er und fixierte die Fähe mit seinen ockerfarbenen Augen. Er fragte sich, was sie hier wollte. Ihr Fell sah zerrupft aus, so, als wäre sie tagelang durch Dornenranken gelaufen. Und obwohl sie so aussah, musste Blake feststellen, dass sie sogar wirklich schön wäre, wenn sie nicht so mitgenommen aussehen würde. Er blinzelte verwirrt, zwang sich, wieder zu knurren und wartete auf eine Antwort der Fähe.


[Nimmt Kische im Rudel auf | Bemerkt Abla | Stellt sie zur Rede]


Zuletzt von Valinor am Do Mai 13, 2010 7:36 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Raziel


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Fr Mai 14, 2010 5:17 am

Raziel lag immer noch ganz still unter dem Baum da, er genoss förmlich die Ruhe, die ihn umgab. Die Vögel sangen ihr Lied mit dem Wind und wenn er sich nicht täuschte, hörte er das Wasser plätschern. Seufzend schloss er die Augen und entspannte sich, es kam ihm so vor, als ob die Seele freier wurde, als ob der Geist seine Last von sich gab. Er hatte das Gefühl der Freiheit. Raziel atmete die Frühlingsluft ein; süßlich und dennoch säuerlich, ja das war die Natur in ihrer Pracht. Der schwarzbraune Rüde rollte sich ein, schloss die Augen und fiel in einem Schlaf. So begann seine Traumwelt. Aber nicht irgendein Traum war es, es war ein schöner. Er sah alle auf einer Wiese mit Blumen; alles Arten, die süßlich rochen.

Welpen bellten fröhlich herum und spielten miteinander. Der stolze Vater war der Alpha Blake und Raziel selbst stand auf einen Hügel und beobachtete alles. Leicht grinste der Rüde im Schlaf. Aber dann wurde alles schwarz und er sah sich auf einer Lichtung. Hinter sich war ein Knurren zu hören. Reflexartig drehte er sich um und sah etwas, dass er einfach nicht glauben konnte. Er sah sich in jungen 2 Jahren und... wer war das? Raziels Augen weiteten sich; es war Shairan! Raziel bellte vor Freude, aber das hörte wohl sein Bruder nicht. Auf einmal fingen Raziels junges Ich und sein Bruder an zu kämpfen. Als Raziel dazwischen ging, war es so, dass sie durch ihn hindurch kämpften; wie ein Geist schaute er dem schrecklichen Geschehen zu. Blut, überall Blut und ein Knurren nach dem anderen. Und die anderen erwachsenen Wölfen? Was machten sie? Gar nichts, sie schauten nur aufmerksam zu. Dann ein quälendes Heulen, sein Bruder war tot, reglos lag er am Boden. Dann verschwand alles. Raziel verstand nicht, alles war schwarz. Auf einmal hörte Raziel Stimmen „SoulReaver!“ Raziel drehte sich um, aber er sah niemanden und rannte ziellos durch die Dunkelheit. Wieder die Stimmen: „Seelenräuber!“ …. „Todesengel!“…. „Engel des Todes in Gestalt des Wolfes!“ …. Immer wieder hallten diese Stimmen auf. Raziel schaute nach unten. Das Feld war voller Wölfe, aber sie waren nicht lebendig sondern.es waren Leichen von Wölfen! Das ganze Feld war voller Blut von Wölfen. Der Mond war blutrot und so auch der Himmel. Raziel schmeckte einen Geschmack im Mund… Es war Blut! Wieder wurde es schwarz und die Stimmen hallten auf…

Mit einem gewaltigen Ruck wachte Raziel auf, er zitterte am ganzen Leib. Ihm war kalt und er fürchtete sich sehr. Immer noch heftig zitterte der Leib. Raziel versuchte, sich zu beruhigen.


[beim Rudel und schläft ein / kriegt einen Albtraum / wacht mit zitternden Körper auf]


Zuletzt von Valinor am Fr Mai 14, 2010 7:41 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Fr Mai 14, 2010 6:42 am

Gemütlich trottete Namid durch die hohen Tannen und ließ seinen Blick schweifen. Er hatte heute noch nichts gefressen und überlegte sich nun, ob er damit noch bis zum Abend warten sollte oder ob er jetzt jagen sollte.

.oO(Mmh... heute Abend ist der Wind viel kälter, dann ist es wahrscheinlich angenehmer zum Jagen...gut dann lieber heute Abend.)Oo.

Nun kam er zu einer kleinen Lichtung und die warme Mittagssonne schien ihm auf sein graues Fell. Die Sonnenstrahlen wären wärmer gewesen, wenn da nicht der raue Wind gewesen wäre. Doch dieser machte Namid nichts aus, er war raue Wetterbedingungen gewöhnt. Und so ließ er sich auch diesmal nicht davon abbringen und legte sich in die Sonne. Er schloss seine honigfarbenden Augen und döste. Während Namid die Sonne genoss, fiel ihm ein fremder Geruch auf. Langsam stand er auf und ging in Richtung des fremden Geruches. Es war der Geruch eines Rudels!

.oO(Ein Rudel! Vielleicht kann ich mich ihm anschließen... das wäre auf meinen alten Tage ein guter Neuanfang!)Oo.

Bevor er jedoch das fremde Revier betrat, heulte er eine Botschaft:

"Ich bin Namid, ein einsamer Wolf und betrete euer Revier mit der Bitte, mich euch anschließen zu dürfen."

Namids Stimme hallte in die Ferne. Vorsichtig und wachsam betrat er das Revier und prüfte, wo genau sich das Rudel aufhielt. Als er die Richtung ausgemacht hatte, trottete er schnellen Schrittes dort hin. Sobald er die ersten Wölfe sah, verlangsamte er sein Tempo und hielt schließlich an. Da stand er nun und schaute sich um. Sofort sah er einen großen grauen Wolf, der der Alpha sein musste. Er sprach anscheinend mit einer Fähe, diese sah Namid allerdings nicht, weil der Alphawolf in seiner Sicht stand. Zögerlich ging er auf den Alpha zu und blieb einen Meter vor ihm stehen. Unschlüssig stand Namid da und blickte vom Alpha zur Fähe. Dann sagte er:

"Ich bin schon lange alleine umher gestreift, doch nun würde ich mich gerne eurem Rudel anschließen."

Respektvoll neigte Namid seinen Kopf und verharrte so. Der alte Wolf hoffte, dass der Alpha ihn aufnehmen würde, denn das war es, was Namid sich wünschte.


[Beim Rudel / bittet Blake, ihn aufzunehmen / hofft auf Aufnahme]


Zuletzt von Valinor am Fr Mai 14, 2010 7:44 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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Mika


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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Sa Mai 15, 2010 1:13 am

Mika stand auf einem Felsen und blickte auf das Tal unter ihm herab. Seine Augen glitzerten nicht, obwohl das Sonnenlicht hineinschien. Sie waren leer und kalt, wie immer. Die große, schwarze Nase des Hybriden zuckte, als er die Frühlingsluft einzog. Ja, er hatte den Geruch von Wölfen wahrgenommen. Ein Rudel, das gesund und kräftig schien, mit einem kleinen Stich von Krankheit. Aber das kümmerte den Rüden nicht. Leise wandte er sich vom Felsen ab und trottete auf das Rudel zu. Seine kräftigen Beine hinterließen Pfotenspuren in der Erde und sein Kopf war nach vorne gebeugt. Man konnte nicht erraten, was in seinem Kopf vorging. Das war sein eigenes kaltes, düsteres Geheimnis. Mika kam immer näher an das Rudel. Er verlangsamte seine Schritte und tauchte zwischen den Blättern eines Busches auf. Sein kalter, leerer Blick wanderte von einem Wolf zum anderem. Sein Blick fiel auf einen grauen Rüden, der mit einem grauen Rüden und einer grauen Fähe sprach. Mika ging einige Schritte auf ihn zu und sprach ihn mit hocherhobener Rute und Kopf an.

"Mein Name ist Mika, und ich werde euch begleiten. Wer weiß, wie lange."

Seine Stimme war ruhig. Doch sie war ebenfalls kalt und spöttisch. Mika blickte mit seinen schwarzen, leeren Augen direkt in die des Alphas. Ihm war es egal, was er antwortete, bleiben würde er trotzdem. Wer würde ihn, Mika, schon aufhalten?

.oO(Niemand.)Oo.


(bemerkt Rudel / geht zum Rudel / sagt Blake, das er sie begleiten wird / denkt)


Zuletzt von Valinor am Sa Mai 15, 2010 6:00 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   Sa Mai 15, 2010 6:46 am

Sakura sah Samir eine Weile an und dann wieder nach vorne. Samir verschwand wieder; er wollte scheinbar etwas größeres als einen Hasen jagen. Sie kauerte sich hin und kroch auf den Bau, vor dem ein Kaninchen saß. Es war eben erst aus dem Bau gehoppelt. Sakura hörte das kleine Herz des Hasen schlagen und das Rascheln der Mäuse, die durch Blätter oder Gras liefen. Sie kroch geräuschlos auf den Hasen zu. Er bemerkte sie nicht, denn er beobachtete etwas oder so.

.oO(In den letzten Sekunden seines Lebens sollte man vorsichtig sein.)Oo.,

dachte Kura und lächelte. Sie verlagerte ihr Gewicht geräuschlos auf die Hinterbeine und sprang elegant und geschickt auf den Hasen. Als sie mit den Pfoten auf dem Hasenrücken stand, biss sie in seinen Hals und das warme Blut des Hasen floss in ihren Mund. Ein leises Knacken war zu hören, dann war der Hase tot. Sie hob kurz den Kopf und leckte sich die Lippen. Die Sonne schien auf Kura und den Hasen; sie legte sich hin und fing an, den Hasen zu fressen. Er war gerade so dick, dass Sakura fürs Erste gesättigt war. Als sie mit ihrem Hasen fertig war, scharrte sie ein bisschen Erde über den Kadaver und leckte sich die letzten Reste von den Lippen. Sakura war endlich satt und ihr Magen war voll. Ihr Hals war noch immer warm von dem Blut des Hasen. Dort, wo Kura den Hasen begraben hatte, war nun ein kleiner Erdhügel.


[Im Wald | geht jagen | isst den Hasen | leckt sich über die Lippen | begräbt die Reste des Hasen]


Zuletzt von Valinor am Sa Mai 15, 2010 7:13 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreib- und Grammatikkorrektur)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 - Harmloser Frühling?   So Mai 16, 2010 12:13 am

Hunger. Das war das stärkste, drängendste Gefühl, das Valinor in seinem Traum verfolgte. Der quälende, zermürbende Hunger, der sich während dieses kalten und langen Winters vor zweieinhalb Jahren in seinem Rudel festgesetzt hatte. Sie hatten damals dringend Nahrung gebraucht; Beute, um jeden Preis. Doch, dass der Preis so hoch sein würde, hatte der Helle sich nicht in seinen schlimmsten Visionen vorgestellt. Und nun geschah es wieder! Die Erschöpfung, der Schlaf hatten den Abwehrpanzer brüchig werden lassen, der Valinors Seele schützend umgab. Die grauenhaften Bilder schafften es in seine Traumwelt.

.oO(Der Rüde steht an dem reißenden, mit Stromschnellen durchsetzten Fluss, der das Revier seines Rudels von den letzten Rückzugsgebieten der Beute trennt. Er treibt sein Rudel zur Eile an, denn sie alle sind ausgehungert und müssen dringend fressen. Dann geschieht es. Die ersten Wölfe springen ins Wasser und kommen mit viel Mühe am anderen Ufer an. Darunter befindet sich auch Valinor. Doch als er aus dem eiskalten Fluss steigt und sich nach seinem Rudel umschaut, trifft ihn der Schlag! Alle Welpen und mehrere ausgewachsene Tiere werden von der reißenden Strömung fortgerissen. Der Helle jault, schreit, rennt am Ufer entlang hinter ihnen her… ohne Erfolg. Er verliert sie aus den Augen; für immer. Plötzlich ändert sich die Szenerie. Alles wird dunkel; so dunkel, wie eine Nacht ohne Sterne. Aus dieser Schwärze tauchen Augenpaare auf. Tote Augen. Augen derer, die in den Fluten starben. Sie starren Valinor vorwurfsvoll an und scheinen, zu sagen: 'Du bist Schuld!')Oo.

Mit panisch klopfendem Herzen schreckte Valinor aus diesem schrecklichen Alptraum auf. Sein Blick huschte gehetzt von einem Wolf zum nächsten, ehe er langsam in die Gegenwart zurückfand.

.oO(Nur ein Traum… Beruhig dich, Vali!)Oo.


Der Rüde stand auf und streckte sich die Glieder. Dann verschwand er im nahegelegenen Wald, denn er hatte beschlossen, dass es mal wieder Zeit für einen Streifzug war.


[schläft, hat Alptraum | wacht erschrocken auf | läuft in Wald hinein]
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Kapitel 3 - Harmloser Frühling?

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