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 Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen

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Blake


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BeitragThema: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Sa Aug 21, 2010 5:12 am

Hier beginnt Kapitel 4.
Wir haben einen Zeitsprung gemacht: Vom Lomasi Tal aus zu Migina sind, sagen wir, vier Wochen vergangen. Der Frühling ist längst vergangen und der Sommer steht vor unseren Pfoten. Das Rudel hat gejagt, getrunken, ist gelaufen und hat bei Nacht im Schutz der Bäume geschlafen. Nicht ein Feind lief ihnen über den Weg, so dass sie sich rasch Migina näherten.
Das letzte Waldstück wurde durchquert. Das Rudel muss nur dem Pfad folgen, dann finden sie das Tal der Tränen.
Jetzt gerade sind wir zwölf Wölfe. Blake, Raziel, Cabezan, Namid, Mika und Samir sind die 6 Rüden, Ramyla, Abla, Sakura, Stella, Noreya und Kische die 6 Fähen.
Aber wer weiß, wer sich uns noch anschließt?
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Sa Aug 21, 2010 5:53 am

    Blake merkte, wie er mit jedem Pfotenschritt Migina näher kam. Seine ockergelben Augen leuchteten erwartungsvoll. Er hatte schon viel von diesem geheimnisvollen, ruhigen Ort gehört, aber kaum ein Wolf war dort. In den Geschichten, die er gehört hatte, heiß es, dass Megina ein schleimiger Sumpf voller Kröten sei, der jeden verschlang, der ihn betrat. In anderen Geschichten hieß es, es sei wunderschönes Wasser, durch das man gehen konnte mit kleinen Inseln und fetter Beute. Das Wasser sollen die Tränen der Wolfsgöttin Megina gewesen sein. Und nun stand Blake kurz vor diesem Ort. Nun würde er die Wahrheit darüber erfahren. Aber er nahm bereits an, welche der beiden Geschichten wohl eher stimmte. Er roch wunderbar frisches Wasser, vertraute Waldgerüche und Beute. Der graue musste sich beherrschen um nicht sofort loszustürzen. Also lief er ruhig weiter, seine Rute schwang sanft von einer Seite zur anderen. Die Zeit im Lomasi Tal schien ihm ewig her zu sein. Er hatte seine Entscheidung, dass Tal sofort zu verlassen, nicht bereut. Kische ging es nach ein paar Tagen unter Stellas Pflege besser und sie konnte wieder laufen. Auch die anderen hatten sich alle erholt. Blake war stolz auf sein Rudel. In den letzten Tagen hatten sie wirklich enormes Geleistet. Andere schliefen, während die anderen wiederum jagten und umgekehrt. Sie brauchten kaum Pausen und erreichten Migina schneller, als erwartet.

    Der Pfad wurde schmaler und das dicke, grüne Moos war eine wohltat für Blakes Ballen. Seine Ohren zuckten bei den unbekannten Geräuschen, dem singen der Vögel, dem rascheln der Blätter in den Bäumen. Es klang alles ... so wunderbar. Nachdem sie die letzten Tage nur gerannt waren, weil Blake es so eilig hatte, zu Migina zu kommen, musste sich das ganze Rudel wohl umso mehr auf diesen Ort freuen. Blake blieb kurz stehen und sog tief die Luft ein, in dem er das Maul ein wenig öffnete. Nein, andere Wölfe schienen in diesem Gebiet nicht zu leben. Und das war auch nur gut so ... von Kämpfen hatte der Rüde erstmal genug. Er bellte seinem Rudel aufmunternd zu und lief dann weiter den Pfad entlang. Er hörte bereits das plätschern eines sanften Flusses, der irgendwo zu seiner Rechten floss. Seine Schritte wurden immer schneller. Das Gebirge nahm schließlich ein Ende und Blake konnte das Migina Tal in ganzer Pracht sehen.

    Das Spiegelglatte Wasser war so klar, dass er den schlammigen Grund sehen konnte. Der Pfad führte auf eine kleine Insel, auf der ein einzelner Laubbaum stand. Weiter weg sah er ein paar weitere. Eine von ihnen schien eine Art Wald zu sein. Ein Huftier stillte seinen Durst in dem kühlen, klaren Wasser, aber als es die Wölfe roch, stürzte es zurück in den Wald. Blake ließ seinen Blick schweifen. Es war wirklich wunderschön hier. Blaue Schmetterlinge tanzten in der frischen Morgenluft, die Vögel sangen und die Luft war rein und sauber. Dies schien einfach der perfekte Ort zum leben zu sein. Nochmals sog der Rüde tief die Luft ein. Dann drehte er sich um und knetete mit den pfoten ungeduldig den Boden.

    "Kommt! Folgt mir!"

    Rief er und hechtete kurz darauf den Pfad entlang zu einer der Inseln. Die Vögel flogen schreiend davon, als der graue Alpha regelrecht über den boden flog. Er erreichte die Insel in ungewöhnlich schneller Zeit und sprang mit einem einzigen Satz in das kühle Wasser. Es ging ihm bis zum Bauchfell kühlte seine Beine. Energisch lief er weiter und Schlamm wirbelte unter seinen Pfoten auf. Er hatte es so eilig, zu diesem Wald zu kommen, dass er das Gefühl hatte, wieder ein kleiner Welpe zu sein. Welpen. Er zuckte belustigt mit den Ohren. Er wusste, dass Ramyla tragend war und ihren ersten wurf erwartete. Und er wusste, dass sein Bruder deswegen fast vor Stolz platzte. Es würde anders werden, wenn erstmal die Welpen da waren. Lauter. Ramyla würde vorerst nicht mehr jagen können, aber das machte nichts. Hier schien es sicher zu sein ... zumindest hoffte er das. Beim Lomasi Tal hatte er sich auch geirrt. Und nur dadurch war Kische beinahe gestorben. Allerdings hatte sie sich schnell wieder erholt. Blake erreichte schließlich die Insel. seine Pfoten berührten den festen boden und er schüttelte sich ausgiebig, ehe er nochmals die Luft prüfte. Die Morgensonne schien ihm auf den Rücken, wärmte ihn. Das war nun also der neue Anfang.


[Läuft den Pfad entlang, denkt über die Reise nach | In Migina, im Wasser, auf der Waldinsel]
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Raziel


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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Sa Aug 21, 2010 6:24 am

Tage lang wanderte das Rudel, aber endlich waren sie so nah. So nah an ihr Ziel, dass man die süßen Düfte roch die vom Wind zu dem Rudel geweht wurde. Der Geruch von frischem Wasser, der Geruch von Beute und von vielen süßen Blumen. Man hörte den Klang der Natur, wie die Vögel zwitscherten, wie Mäuse den Boden lang lief.
Raziel schloss die Augen und hörte auf die Melodie der Natur, der sanfte Wund strich im über das Fell. Es war so als ob das Gebiet zu sich rief.
Raziels Herz hämmerte gegen die Brust vor Aufregung um endlich das Tal zu sehen, noch ein paar Schritte und sie würden die Pracht des Tales sehen. Ungeduldig ging er hinter Blake und seine Blicke fingen nur ein paar Bilder von dem Tal. Aber dann sah er es, so schön und prachtvoll war das Tal. Mit seichtem Wasser, das spiegelklar war und das nicht so tief wirkte.

Der Pfad schon hierher war schön und mystisch, sie wurden schon von Gerüchen überdeckt. Aber dieser Anblick, wow, sowas hatte Raziel nie gesehen.
Seine Rute wedelte hin und her bis er nicht abwarten konnte endlich ins Wasser zu springen. Aber dann sah ihn ein Hirsch, wie ein Blitz donnerte er diesem hinter her aber blieb dann stehen. Er würde diesen nie einholen, es war noch nicht die Zeit jetzt zu jagen, noch nicht.
Er drehte sich um und lief Blake hinter her der ein paar Vögel aufschreckte und wie ein verspielter Welpe jagte er diesen hinter her und sprang in die Luft um welche zu fangen.
Aber vergeben, sie waren zu hoch und zu schnell für den Rüden. Er lächelte den Vögel hinter her und bellte freudig und sprang rum dabei schnappte er nach den Wassetröpfchen.
Aber nach einiger Zeit war dieser ausgepowert von den gespiele mit sich alleine.
Eigentlich musste er schon jetzt müde sein von dem Laufen zu diesem wunderschönen Tal aber das war er ganz und gar nicht, sein Ehrgeiz und seine Willenskraft das Ziel zu erreichen gab ihm Kraft. Aber nun endlich hatten sie es erreicht.
Hier würden sich alle erholen und nicht mehr über diese schlimmen Zeiten denken, nicht über das Denken was die Sandpelze ihnen angetan hatten.

Nun endlich würde es eine Zeit geben harmonisch und friedlich. Raziel schaute nach unten und sah sein Spiegelbild, dabei fletschte er die Zähne und biss danach verspielt und erwischte dabei eine Pflanze, die nicht besonders gut schmeckte. Aber nun endlich nach diesem rumtollen ging er zu Blake und schüttelte sich neben diesen aus und grinste ihn an.
Das war nicht böse gemeint, dass wusste Blake. Raziel freute sich nur endlich dieses Tal zu erreichen. Er setze sich auf die Hinterläufen und wartet ab.
Dabei schaute er zu Samir und Myla und lächelte den beiden zu, bald würden es Welpen geben und es würde viel lauter werden und aufregender.
Und dieser Platz war sehr gut für Welpen sie aufzuziehen. Wie viele werden es wohl werden? Wie werden sie aussehen? Wie werden sie heißen? Diese Gedanken schwirrten andauernd in den Kopf des Rüdens.

Er freute sich wie jeder dieser Wölfe auf die Welpen und auf ein neues Leben hier. Es ist ein wunderschöner Ort Blake.
Woher kennst du diesen Ort eigentlich? Und wann denkst du wann die kleinen das Leben erblicken werden.
Raziel schaute zu Blake und bombardierte ihn mit Fragen. Es werden bestimmt hier Neue Regeln geben und noch vieles Neues. Aber zuerst wollte Raziel den Ort erkunden, aber nicht alleine. Er würde Sakura fragen ob sie mitkam. In dieser Zeit waren sie sich näher gekommen, aber nun würde er ihre Liebe gestehen.


[folgt Blake- denkt über alles nach-tollt einbisschen rum im Wasser-geht zu Blake- redet mit ihm]

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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Aug 23, 2010 4:51 am

Eine ganze Weile war das Rudel nun schon unterwegs. Blake hatte beschlossen das Lomasi Tal zu verlassen und Namid hatte ihm nur zustimmen können. Auf dem Weg nach Migina hatte Valinor, der weiße Heiler, das Rudel verlassen. Namid hatte ihn gemocht und war dementsprechend traurig darüber gewesen, doch schließlich war es Valinors Entscheidung gewesen und dagegen konnte man nichts machen.
Nun kamen sie Migina immer näher und auch die Spannung in Namid wuchs. Er war zwar müde und seine Pfoten taten durch den langen Marsch weh, aber er freute sich auf den neuen Ort. Vor langer Zeit hatte er mal eine Legende davon gehört. Darin hieß es, dass das Tal ein Moor mit wunderschön klarem Wasser wäre. In Gedanken hoffte er, dass das Wasser nicht zu tief wäre, da er nicht besonders gut Schwimmen konnte. Neue, erfrischende Gerüche strömten auf einmal in Namids Schanuze ein und schon blickte er ins Migina Tal. Auch wenn die Legenden davon erzählten, dass das Tal atemberaubend war, war er überwältigt von der Landschaft vor ihm. Er hatte nie gedacht, er hatte es nie für möglich gehalten, dass es so einen wunderschönen Ort überhaupt gab. Ein kleiner Pfad führte zu einer kleinen Insel. Langsam, um keinen der neuen Geräusche oder Düfte zu übergehen, ging Namid zur Insel. Die Blumen auf dem satten grünen Rasen strömten einen süßlichen Duft aus und lockten damit viele blaue Schmetterlinge an. Für einen Augenblick blieb er stehen und horchte dem Gesang der Vögel, welche sich überall zu befinden schienen. Leicht belustigt schaute zu Raziel, der versuchte ein paar von ihnen zu fangen. Der neue Ort schien ihm neue Lebenskraft zu geben und auch Namid spürte die Lust einfach los zu rennen und zu spielen. Dennoch setzte er seinen Weg langsam fort, er war zu müde um zu spielen. Außerdem hatte er dies schon sehr lange nicht mehr getan, vielleicht lag es einfach daran, dass er schon zu alt dafür war.
Bei der Insel angekommen, blickte er über das Wasser hinweg zu Blake. Der Alpha war zu einer Waldinsel gegangen. Vorsichtig setzte Namid seinen cremefarbenen Vorderlauf in das kühle Nass. Dann, immer noch vorsichtig durchschritt er das Wasser in Richtung Waldinsel. Andauernd achtete er darauf, dass das Wasser nicht zu tief war. Wahrscheinlich sah er dabei ziemlich lustig aus, aber er hatte nun mal Angst vor tiefem Wasser. Einmal hatte er versucht zu schwimmen, war aber kläglich gescheitert. Ja, womöglich kam es den anderen merkwürdig vor, dass er nicht schwimmen konnte, aber so war das nun mal. Trotz seiner Vorsichtig und seiner Angst musste Namid eingestehen, dass das kühle Nass seinen schmerzenden Pfoten gut tat. Es erfrischte im Allgemeinen und er fing an die angenehme Kühle zu schätzen. Zum Ende hin war er nicht mehr ganz so vorsichtig mehr und brauchte daher auch nicht mehr lange, um bei der Insel anzukommen.
Mittlerweile befand auch Raziel sich dort und redete schon eifrig mit Blake. Respektvoll nickte Namid Blake zu und setzte sich ein paar Meter weiter entfernt auf den Boden. Die Sonne schien und erwärmte sein graues Fell. Namid fing an, sich ausgiebig zu putzen. Anschließend legte er sich hin und ließ seine Gedanken schweifen.

.oO(Das Migina Tal ist wirklich wunderschön...und die Ruhe. Hier kann ich mich sicher gut entspannen und ausruhen. Hoffentlich bleibt das auch so...)Oo.

Kurz kamen in ihm wieder die Geschehnisse im Lomasi Tal hoch, doch er beeilte sich, sie wieder aus seinem Gedächtnis zu verbannen. Er wollte jetzt nicht daran denken, er wollte lieber an den Neuanfang denken. Sein Blick fuhr über das Wasser wieder dahin, wo sie hergekommen waren. Namid musste an Ramyla denken, die bald ihre Jungen bekommen würde. Und auch an den Vater ihrer Kinder, Samir, musste er denken. Beide waren sicher sehr stolz und freuten sich schon auf die Geburt der kleinen Welpen. Namid wandte seinen Blick ab und schaute zu Blake und Raziel rüber.

.oO(Blake hat wirklich einen schönen Ort für die Geburt der Welpen ausgesucht. Wenn sie geboren sind, werden sie hier viel Spaß haben...)Oo.

Auf einmal kam in ihm Trauer hoch. Schnell senkte er seinen Kopf, damit die anderen seinen traurigen Blick nicht sahen. Er mochte Welpen sehr gerne und die kommende Geburt von Ramylas und Samirs Welpen rief in ihm Erinnerungen wach, die in traurig machten. Er hatte vor Jahren einmal einen Wunsch gehabt, er hatte sich gewünscht Welpen zu bekommen. Als er Foa kennengelernt hatte, war er der Erfüllung seines Wunsches sehr nahe gekommen, denn auch sie wollte Welpen. Ein Bild Foas blitzte kurz in seinem Kopf auf, doch dann war es wieder verschwunden. Namid hatte Foa sehr geliebt und ihre Partnerschaft war voller Liebe und Zärtlichkeit geprägt gewesen. Doch dann hatte ein Wolf das alles zerstört. Ein leises Knurren entwich Namid und mit leicht angelegten Ohren schaute er auf die Berge. Einzelne Bilder vom Kampf blitzten nacheinander in seinen Gedanken auf. Bilder in denen Foa und er mit dem fremden Wolf kämpften und dann Bilder von Foa, die blutend auf dem Waldboden lag. Namid hatte ihr nicht mehr helfen können, doch er schwor dem Fremden Rache. Nach monatelangem Suchen, hatte er ihn schließlich aufgespürt. Und Namid hielt sein Versprechen, er tötete ihn. Keine Spur von Mitleid hatte er in diesem Moment gespürt, er hatte noch nicht einmal Gewissensbisse gehabt. Noch heute verspürte er diese nicht. Foa war für ihn alles gewesen, das war auch der Grund warum er mit keiner anderen Fähe mehr eine Partnerschaft einging.
Traurig schüttelte Namid seinen Kopf und legte ihn auf seine Pfoten.

.oO(Warum muss ich an die Vergangenheit denken? Ramyla und Samir sind sehr glücklich und haben allen Grund dazu. Sie erwarten Welpen und das ist überhaupt kein Grund traurig zu sein. Im Gegenteil ich sollte mich für sie freuen...wenn die Welpen geboren sind, wird sicher alles anderes. Laut aber bestimmt auch schön...)Oo.

Noch einmal ließ er seinen Blick über die wunderschöne Umgebungen schweifen ehe er seine Augen schloss. Durch die plötzliche Traurigkeit war er aufgewühlt und so sehr er auch versuchte dies zu verbergen, schaffte er es nicht. Namid versuchte zu schlafen, doch die wiederkommenden Erinnerungen an die Zeit mit Foa und ihren Tod, hinderten ihn daran.


[folgt Blake&Raziel/hat Angst vorm Wasser/ruht sich aus/denkt über Welpen nach/versinkt in Gedanken/ist traurig/versucht zu schlafen]
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Aug 23, 2010 5:33 am

    Wie eine verspielte Jungwölfin sah Ramyla um sich, während sie hinter Blake herwackelte. Sie fühlte sich frei, fühlte die Kraft einer Wölfin durch ihren Körper pulsieren. Es war einfach wunderschön hier. Die Reise hatte lange gedauert, aber nun schienen sie endlich am Ziel angelangt zu sein. Zumindest spürte sie Blakes wachsende Vorfreude, die sich auch auf die Betera übertrug und noch mehr zu ihrer Ausgelassenheit beitrug. Ihr Schritt glich eher einem vergnügten Hüpfen, bis sie sich ganz plötzlich einbremste. Sie sollte besser nicht übertreiben. Die Fähe trat ein paar Schritte zur Seite, um die hinter ihr vorbei zu lassen und ihr Blick schweifte wachsam über die Wölfe, die dem voran gehenden Blake folgten.

    Kurz drehte sie den Kopf weg und leckte sich liebevoll über die Flanke. Bald schon würde es so weit sein, in der letzten Zeit war sie immer dicker geworden, was jedoch nicht vom reichen Futterangebot kam, sondern von etwas ganz anderem… Vergnügt zuckte Myla mit den Ohren und richtete ihren Blick wieder auf das Rudel, das nachkam, manche schneller, manche langsamer. Schließlich lief sie wieder ein wenig vor, bis sie in einigem Abstand neben Blake herlief. Die vielen fremden und doch vertrauten Gerüche und Geräusche ließen ihre Augen neugierig umherhuschen. Ja, sie waren am Ziel.

    Der Anblick des Tals entschädigte sie für all die Mühen und Strapazen, die sie auf sich genommen hatten. Fast andächtig, was bei Ramyla selten war, blickte sie über die Insellandschaft in dem weiten, kristallklaren Wasser, das selbst ihr, die von kleinem Wuchs war, kaum bis zu den Flanken reichen würde. Blake neben ihr hatte sich umgewandt und forderte die Wölfe auf, ihm zu folgen. Folgen, nicht einfach losstürmen, ermahnte sich Myla im Stillen, auch wenn es sie in den Pfoten juckte, einfach loszurennen. Doch sie ließ dem Alpha respektvoll den Vortritt und wartete, bis Blake losgelaufen war.

    Raziel war ebenfalls schon losgejagt, Ramyla jedoch blickte sich noch einmal um. Vielleicht war es besser, wenn sie nicht einfach so blindlings ins Wasser stürzte, sie trug jetzt schließlich Verantwortung, und das nicht nur für sich. Vorsichtig ließ sie sich auf die Hinterläufe gleiten und grub noch einmal die Schnauze in ihr Bauchfell. Als sie wieder aufblickte, trottete Namid gerade an ihr vorbei, er schien etwas müde, doch auch erleichtert. Für viele war die Reise beschwerlich gewesen, doch hatten sie es geschafft und das Lomasi-Tal mit ihren verdammten Sandpelzen hinter sich gelassen. Ramyla dachte lieber nicht mehr daran. Obwohl das der Ort war, an dem sie Samir kennen gelernt hatte…

    Samir. Die Grau-Braune sah sich um und lächelte dem schwarzen Rüden zu. Dann konnte sie sich nicht mehr zurückhalten, sprang auf, stieß ein freudiges Heulen aus und stürmte ins Wasser. Das kühle Nass spritzte nach allen Seiten, auch wenn Myla längst sich längst nicht so austobte, wie sie es am liebsten getan hätte. Schließlich wackelte sie aus dem Wasser auf eine Insel und ließ sich auf den Boden fallen. Zufrieden drehte sie sich auf den Rücken und schlenkerte mit den Pfoten in der Luft herum. Um ihr Fell trocken zu bekommen, rollte sie sich von einer Seite auf die andere, bis sie an einen anderen Wolf stieß. Es war Namid.

    „Upps, Entschuldigung.“

    Grinste sie und legte sich wieder richtig hin. Dann erst merkte sie die Bedrücktheit, ja beinahe schon Traurigkeit, die von dem Altwolf auszugehen schien.

    „Hey, was ist denn?“

    Fragte sie besorgt und leckte dem Grauen fürsorglich über die Schnauze. Einerseits war es als Beta-Wölfin ihre Aufgabe, sich um die Rudelmitglieder zu kümmern, andererseits war Namid auch ihr Freund. Überhaupt gab es, abgesehen von Mika, niemanden, den sie nicht leiden konnte.

    „Wir haben es geschafft, freust du dich nicht?“

    Kurz sah sie zu Blake und Raziel in der Nähe, die sich anscheinend unterhielten. Das Fell beider war nass und die Wassertropfen darin glitzerten in der Morgensonne. Dann wandte Ramyla den Blick wieder zu Namid und legte fragend den Kopf schief.


[folgt Blake || tollt durchs Wasser || bei Namid || redet mit ihm]

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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Aug 23, 2010 6:58 am

    Der schwarze Rüde blickte sich mit leuchtenden Augen um. Ja, er war glücklich. Samir wusste nicht, wann er das letzte mal, nach Moiras Tod, so glücklich gewesen war. Es war nicht nur die Reise zu einem neuen Ort, die ihm die gute Laune brachte ... nein, es lag hauptsächlich an Ramyla. Sie bekam Welpen und er war der Vater. Erneut spürte er diesen Stolz in seiner Brust. Er! Er wurde Vater! Samir dachte bereits daran, wie die kleinen Fellknäule aussehen mochten ... wunderschön, auf jeden Fall. Samir verzog die Lefzen zu einem lächeln. Er bemerkte Ramylas Blick und erwiderte ihn, bsi sie plötzlich losprang und im Wasser herumtollte. Samir heulte ebenfalls freudig und preschte kurz darauf los. Seine Läufe trugen ihn rasch zum Wasser und mit einem Satz landete er bis zum Bauchfell in dem kühlen Nass. Er blickte zu Namid, der sich etwas ungeschickt zu der Insel kämpfte, die Blake bereits angesteuert hatte. Samir tauchte die Schnauze in das Nass und ließ Wasser in seinen Fang laufen. Es schmeckte frisch und nicht so abgestanden wie das Wasser aus den Pfützten, aus denen das Rudel in den letzten Tagen immer mal wieder getrunken hatte. Er hob den Blick, sah sich neugierig um. Migina war wirklich wunderschön.

    Nach so viel Pech, dass das Rudel erlebt hatte, hätte Samir sich gut vorstellen können, dass sie nur einen schlammigen Sumpf erreichten. Oder Moor, irgendetwas in der Art. Aber allein die wunderbaren Gerüche vernebelten seine Sinne und vor seinen Augen sah er all das frische Wasser, die blühenden Inseln ... Ja, dies war ein guter Ort. Besser als das Lomasi Tal war es auf jeden Fall. Samirs Zunge hing ihm seitlich aus dem Maul die Augen leuchteten noch immer schalkhaft. Einen Moment später stürzte er wieder los, sprang durch das Wasser auf die Insel zu. Sein ganzes Fell wurde nass und als seine Pfoten die Erde berührten, schüttelte er sich ausgiebig. Wahrscheinlich bekamen jetzt auch die anderen Wassertröpfchen ab. Aber alle wirkten so glücklich ... da machte das sicher nicht viel aus. Er blickte zu Ramyla, die jetzte neben Namid lag. Er trat zu ihr, leckte über zärtlich über eines ihrer Ohren und blickte dann in den Wald. Da waren bestimmt ein paar rehe drin. Samir fragte sich, ob sie da die ganze Zeit lebten. Schließlich war die Insel nicht sonderlich groß. Vielleicht gingen sie ja durch das Wasser. Ja, so musste es wohl sein.

    "Blake, wie wäre es, wenn ich und ein paar andere jagen gehen? Das Rudel brauchte ein wenig Frischbeute.",

    sagte er und blickte schließlich seinen grauen Bruder an. Blake hatte zu Samirs Verwirrung das Lomasi Tal Kopf über Pfote verlassen. Natürlich waren ihm alle - außer die junge Ethell und der Heiler Valinor -, gefolgt. Samir selbst war anfangs skeptisch der Reise gegenüber. Nicht nur, weil Ramyla irgendwann ihre Welpen erwartete ... nein, es hing auch damit zusammen, dass Blake die ganze Zeit wie magnetisch angezogen gewirkt hatte. Als würde ihn etwas zu diesem Tal ziehen. Samir bereute es jedenfalls nicht, dass er mitgegangen war. Es hatte sich gelohnt. Mehr als das. Dies würde ein perfekter Ort werden, die Welpen aufzuziehen. Der schwarze Rüde ließ sich auf die Hinterläufe sinken udn hechelte noch von seinem Sprint durch das Wasser. In gedanken jagte er bereits mit den anderen Rehe und Kaninchen. Ja, es würde gut tuen, mal wieder richtig zu jagen, zumal die letzten Tgae hauptsächlich aus Kaninchen Fleisch bestanden hatten.


[Migina, stolz | Rennt durchs Wasser, trinkt, auf der Insel, fragt Blake etwas | Denkt nach]
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Mika


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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Di Aug 24, 2010 3:32 am

Der Wolfshybrid lies seinen dunklen Blick über das Tal gleiten, welches sich wohl Migina nannte. Wohlwahr, es war hübsch, doch der grauweisse Rüde zuckte nur uninteressiert mit den Ohren. Wasser, Baeume, Gras. Beutetiere. Eigentlich nichts besonderes. Mur die Anordnung , Mengen und Eigenschaften dieser, machte diesen Sumpf zu etwas anderem. Mika war sich sicher, das dieses Tal reichlich Beute liefern würde, und viel angenehmer sein würde als das Lomasi-Tal. Mika stand in einiger Entfernung vom Rudel. Er war auf der einen Monat langen Reise fast immer auf Distanz von den anderen geblieben. Das Geraeusch von spritzendem Wasser klang auf, und Mika sah das Blake schon auf dem Weg zu einer der Inseln, durchs Wasser war. Mika seuftzte, als er nun auch Raziel,dem großen schwarzebraunen Rüden sah, wie er wie ein kleiner Welpe im Wasser rumtollte. Diese Wölfe benahmen sich doch allesamt wie Welpen! Erbaermlich. Auch Ramyla und Samir gingen ins Wasser. Ramyla würde bald Welpen bekommen, das wusste er. Welpen. Wie er sie hasste! Unützliche, schwache, nervige Wesen, denen man alles unter die Nase schieben musste. Mika hoffte sie würden ihm aus dem Weg gehen. Manche könnten vielleicht nicht verstehen, wie man Welpen verabscheuen könnte. Aber Mika...Verabscheute er denn nicht alles? Bei den Gedanken an Welpen kam in Mika ein anderes Bild auf. Drei Welpen, die sich an das Fell einer grauweissen Faehe - ihrer Mutter- schmiegten. Ja, seine Geschwister. Mysyon, Merkur und...Noreya. Mikas Blick huschte hiüber zu der grauen Altfaehe. Seime Schwester hatte ihn nun doch gefunden. Doch noch hatten sie nicht gesprochen...Mika laechelte amüsiert.

Das kann ja noch interessant werden Schwesterchen...

Er beschloss das er sie spaeter ansprechen würde, wenn sie es nicht vor ihm tat. Spaeter, nicht jetzt. Noreya hatte sich bestimmt geaendert in der Zeit. Alle veraenderten sich. Nur er nicht. Aber er gehörte ja auch nicht zu "allen". WEr gehörte nicht zu ihnen, diesen...Wölfen.Die Überzeugung Mikas, das er etwas höheres, als ein Wolf war, war in Mika in der letzten Zeit gewachsen. Man konnte nichts machen, Mika hatte schon immer eine gewisse Selbstverliebtheit und Arroganz zu Tage gelegt.

Nein, hanz gewisss nicht gehöre ich zu diesen, die sich von dem Gefühl der Liebe und Freundschaft leiten lassen. Der Tod ist naemlich immer maechtiger als das Leben. Genauso, wie ich maechtiger als sie alle da draussen bin...

Der grauweisse schaute ins Wasser, woher sein spiegelbild zurückstarrte. Kalte, leere Augen. Über Mikas Leftzen kam ein Grinsen, das jedem Wolf das es sehen würde, den Magen umdrehen würde. Ein Grinsen voller Boshaftigkeit und Hass. Die uskeln des Hybriden spannten sich an, und er glitt in einem elegantem Sprung,glatt in das Wasser was ihm bis zum Bauch stand. Mit gleichmaeßigen Bewegungentrabte erdurchs Wasser auf die Bewaldete Insel zu. Das Wasser war kühl und angenehm. Seine Laeufe teilten es immer wieder, sodass sanfte Wellen sich dort ausbreiteten wo er ging. Nach einer Weile kam er bei der Bewaldeten Insel, auf der schon einige waren an, und sprang an Land. Mika konnte die Hirsche und Rehe riechen, die auf der Insel waren. NAch einem kurzem Strecken, setzte sich Mika neben einen Baum, und beobachtete die Wölfe kalt. Er fühlte sich ihnen fremder als zuvor. Doch hatte er sich nicht immer fremd gefühlt?

( denkt nach / folgt Blake durchs Wasser / auf der Insel )

_____________

the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mi Aug 25, 2010 3:21 am

    Lautlos wie ein grauer Schatten, dunkel vom Wasser, schlich ein einsamer Wolf durch die Wälder dieser Welt. Was genau er wollte? Niemand wusste es. Was genau er dachte? Niemand ahnte es. Und was fühlte er? Dies war die einzige Frage, auf die die Welt wohl eine Antwort finden würde: Nichts. Oder aber: Blanker Hass, der ihn und sein Herz zerfrisst, sofern sein Herz noch vorhanden sein sollte. Denn niemand wusste etwas über jenen fremden Rüden mit jenem sonderbaren Namen. Niemand hatte ihn gesehen, niemand hatte ihn überlebt. Er war eine fremde Legende geworden, namenlos und gesichtlos. Ohne Unterlass zog er seine Spuren durch die Lande, weidete sich an Opfern, die ihm zufällig über den Weg liefen, an Wölfen, die er absichtlich traf - verfolgte.

    Mit gleichmäßigen Schritten trabte jener hünenhafte Wolf durch die dunklen, angstvoll wispernden Wälder, welche ihre Kronen neigten, scheinbar, um ihm zu entfliehen. Seine bernsteinfarbenen Augen, intensiv und bohrend wie die Zähne eines Bären, glitten ausdruckslos über die Büsche und Bäume des Waldes, welchen er seit einiger Zeit bereiste. Dieser Wald gehörte keinem Rudel und würde er sein Einzelgängerleben aufgeben wollen, hätte sich hier die perfekte Gelegenheit geboten, sich niederzulassen. Ein Rudel - eine Familie! - zu gründen. Doch davon wollte der Graue nichts hören. Wozu ein Leben in blanker Freiheit aufgeben, um später dafür verachtet zu werden? Wofür die eigene Macht aufs Spiel setzen, wo die Macht eines Leitwolfes ihm viel mehr wie eine Plage und ein Fluch erschien. Verantwortung für Wölfe übernehmen. Für lebende Individuen!
    Mit wachsam zuckenden Ohren schritt er weiter aus, seine weichen Ballen drückten sanft das leicht wogende Gras nieder, welches er nun durchstreifte, rastlos, ruhelos. Wohin genau es ihn zog, wusste er nicht, so wie stets, wenn er erneut jenen Drang verspürte, zu wandern. Der graue Wolfsrüde liebte das Laufen wie kein Zweiter, das Laufen schien seine zweite Natur zu sein. Ausdauer und Schnelligkeit in einem vereint, stellte der Rüde eine Art ultimativen Läufer dar. Dass er diesen Vorteil jedoch anderweitig nutzte, als lediglich zum Laufen, stand ihm in die Augen geschrieben. Hart, abweisend, kalt. Die Augen eines Mörders, der seine Seele ebenso früh verloren hatte wie sein Herz. Manche munkelten, er habe nie dergleichen besessen, doch jene Wölfe wussten über seine Existenz Bescheid. Ihr Todesurteil.

    .o( Keine Freunde. Keine Zeugen. Keine Überlebenden. Und erst recht keine Mitwisser. )o.

    Ohne jegliche Emotion waren diese Gedanken ausgewählt, beinahe, als spreche eine leere Hülle über Dinge, die vor langer Zeit einst interessant erschienen, nun jedoch den Reiz des Neuen verloren hatten. Und nach eben jenen Regeln, die er eigens aufgestellt hatte, kaum verließ er diese hinterhältigen Hunde, lebte er. Immer und immer wieder hatte er sie wiederholt, einem gedanklichen und spirituellen Mantra gleich, das einzuhalten nun seine oberste Pflicht geworden war.
    Keine Freunde. Keine Zeugen. Keine Überlebenden.
    Mitwisser waren erst seit kurzen in jene sonderbare Form der Gläubigkeit eingetreten, wie es schien, doch merzte Rahaan Antar Amir, der Schattenkrieger, jegliche Mitwisser aus, ohne einen weiteren Gedanken an diese zu verschwenden. Sie brachten seine geheime Existenz und vor allem seine seit Langem verborgene Identität in Gefahr. Und eben dies verhinderte er seit nunmehr vier einhalb Jahren, jeden Tag auf ein Neues. Wölfe, die ihn erblickten, ob freundlich oder feindlich, wurden bekämpft bis in den Tod. Blutig waren sie, seine Kämpfe und erst recht grausam. Doch sein Ziel hatte er im Laufe der Zeit stets besser angestrebt und nun focht er wohl mit einer der größten Legenden selbst um jenen Titel: Thor persönlich.
    Allerdings ging es Rahsaan selbst nicht um den Titel an sich, es ging ihm weit mehr um die anonyme Freiheit, die es ihm verschaffte. Um die anonyme Macht. Denn würde er sich eines Tages als `Nachfolger des großen Donnergottes Thor´ behauptet haben, oder weit besser, als `grausamste Saat des wilden Donnergottes´, dann würde niemand mehr ruhig schlafen. Niemand kannte sein Gesicht, niemand wusste etwas über ihn zu berichten. Und eben diese Anonymität verlieh ihm eine Macht, die auszunutzen ihm weit mehr wert war, als irgendein erbärmliches Leben - oder irgendein hochtrabender Titel. Er hätte die Macht, zu töten, wann, wie und wen er wollte.
    Eine Erinnerung kam auf und in jenen wilden Emotionen gefangen, die heftig aufbrandeten, hielt er inne, alle Muskel versteift, das Fell gesträubt und die Zähne leicht gefletscht. Gärender Hass loderte wie eine helle Flamme in ihm auf und je tiefer er grub, je mehr Erinnerungen aufkamen, umso heller loderte dieses Feuer. Als gieße jemand Öl in die Flamme, unwissend, welches Fiasko das werden würde.

    Eine wunderschöne, schneeweiße Fähe betrat das Blickfeld des grauen Rüden, der mit seltsam warmen Augen auf sie hinab sah. Blanke Zuneigung, Liebe in ihrer elementarsten Form lauerte in seinem Blick, hatte sich dort heimtückisch hineingeschlichen und offenbarte der jungen Wölfin, was der Graue fühlte. Als ahne sie die Macht, die sie nun über ihn hatte, zierte ein bezauberndes Lächeln ihre unschuldigen Züge und mit aufreizend pendelnder Rute strich sie an ihm entlang, rieb ihren Leib an seinem. Ein zufriedenes Grollen entwich seiner Kehle, zärtlich und dunkel vor Sehnsucht.
    »Ich weiß, wonach es dich verlangt, Liebster. Lass mich nur eines sagen ...« erklang ihre melodisch helle Stimme und voller Glückseligkeit blickte der große Rüde auf seine baldige Gefährtin hinab. Nicht lange und er würde ihren Vater gegenüber treten, ihm sagen, er würde nun mit Chinaza ein eigenes Rudel gründen. Doch soweit sollte es nie kommen.
    »Ich liebe dich, Amir. Bis in meinen Tod werde ich dich lieben. Und ebenso, wie ich dich liebe, werde ich unsere Welpen lieben.«
    Fassungslos schaute er auf seine Gefährtin, unfähig, zu begreifen, was sein herz bereits seit langer Zeit gewusst hatte. In den warmen, flüssigen Bernsteinaugen glänzten Tränen, ungläubig huschte sein Blick gen Bauch Chinaza´s. Sie lächelte, ließ ihn wieder zu Fassung kommen und legte besorgt ihren Kopf schief.
    »Was ist los, Liebster? Verlangt es dich nicht länger nach Nachwuchs? Willst du mir nicht ein Rudel schenken, dass ich führen werde? Liebst du mich ... etwa nicht?«
    Ihre Worte drangen kaum durch den Nebel seiner Gedanken und unfähig, sich zu rühren, schnaufte er leise. Dann, endlich, kehrte das Leben in ihn zurück und voller Euphorie fuhr seine raue Zunge über das Gesicht der Geliebten. Und ebenso rau, wie seine Zunge sich anfühlte, klang auch seine Stimme.
    »Du bist meine wahre Liebe, Chinaza. Bitte, vergiss das nie! Niemals könnte ich dich verlassen. Die Welpen - unsere Welpen! - werde ich ebenso lieben, wie auch dich! Vergiss das nur nie, Chinaza. Vergiss nie, wie sehr ich dich liebe.«
    »Niemals, Amir. Niemals.«


    Mit zornig funkelnden Augen, den Kopf auf Halbmast, die Augen dunkel vor Hass, knurrte er dröhnend, jedoch folgenlos in die Dunkelheit des Waldes. Sie beruhigte ihn wieder, wenn auch nur mäßig und die Möglichkeit, dass sein Temperament erneut ausbrechen und allzu leicht entflammen konnte, stand deutlich in seinen angespannten, aggressiven Bewegungen. Und eben jenes innere, wild wütende Feuer legte sich nun um sein erkaltetes Herz aus Stein, welches bereits vor Jahren zu faulen begonnen hatte. Mit wilden Bewegungen setzte er nach vorn, über einen Strauch hinweg und drehte die Ohren leicht an seinen Kopf, um diese vor Wind und Regen zu schützen.
    Und je weiter ihn seine zornigen Pfoten trugen, umso dichter trugen sie ihn an ein besetztes Revier heran. Der Duft von Sandpelzen lauerte noch leicht in der Luft und nur kurz wurde der Graue langsamer. Schließlich witterte er keine deutliche Spur der Silberlöwen, was lediglich bedeuten konnte, dass sie bereits fort waren. Und dennoch, mit wildem Blick und gesträubten Fell betrat er das Revier, dem Duft der Sandpelze folgend. Doch unbewusst schmiegte sich ein weiterer Duft, bestehend aus vielen, in jenes Gewirr von Blut, Katze und Wolf, lenkte ihn alsbald schon in eine andere Richtung und somit fort von Freiheit und Unbeständigkeit. Die Spur war die eines Wolfsrudels, dem Anschein nach groß, und Rahsaan setzte dieser Spur nach, als handle es sich dabei um Rotwild, nicht um gleichartige Wesen. Für ihn waren sie Mittel zum Zweck.

    Dann erschien er, einem grauen, hünenhaften Racheengel gleich, am Rande des Waldes und sah einen Großteil des Rudels auf einer kleinen Insel kauern. Was genau sie taten, wie viele und welchen Geschlechts sie waren - es interessierte ihn nicht. Wolf blieb für ihn Wolf. Ein Opfer. Nur dass diese Opfer weitaus mächtiger waren, als er selbst. Einer gegen knapp ein ganzes Dutzend, wenn nicht sogar mehr. Selbst mit dem Dreifachen seines Temperaments würde er nur unwesentlich länger bestehen und somit tat Rahsaan Antar Amir Schattenkämpfer das erste Mal etwas in seinem Leben, was wohl kaum einer von ihm erwartet hätte: Er machte einen Plan.
    Mit lautlosen Bewegungen glitt er an das Wasser, sah mit angeekelter Miene auf die nassen Pelze einzelner Wölfe und schüttelte mit einer zornigen Geste seinen Pelz aus. Ungern stieg er in Wasser, das zuvor bereits von solchen ... Kreaturen ... beschmutzt wurde, doch sollte sein Name weiterhin ein Mythos bleiben, würde er sich wohl oder übel anschließen müssen. Und dann gab es nur noch eine Option, doch die würde wohl noch etwas warten müssen.
    Und dann, als starb ein Teil des Feuers in ihm, erloschen seine Augen gänzlich. Seine Haltung war aufrecht, stolz und kühl, jedoch ebenso unaussagend, wie er selbst nun auch. Schweigend, den blicklosen Blick auf nichts gerichtet, durchschritt er in der Haltung eines kriegerischen Königs das Wasser und blieb am anderen Ende triefend stehen. Und dennoch ... nichts büßte er an Eleganz und kühle Reserviertheit und Distanz ein. Absolut rein gar nichts. Vereinzelt traten alte Narben unter seinem schweren, eng anliegendem Pelz hervor, doch bezweifelte der Graue, dass dies weiter zur Kenntnis genommen wurde. Und schweigend glitt sein Blick über die Umstehenden, das Rudel, schlicht, über jeden einzelnen Wolf.
    Und es war, als blicke er in ihre dunkelsten Geheimnisse.
    In den intimsten Teil ihrer Seele.
    Es war, als habe Rahsaan sie vollkommen entblößt.



[ Wandert | In einem fremden Revier | Erinnerung | Wandert weiter | Trifft auf die `Heaven Wolves´]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Sa Aug 28, 2010 4:26 am

Immer wieder kamen die Bilder. Bilder von Foa, Bilder von dem fremden Wolf und Bilder von Foa, wie sie starb. Egal ob Namid seine Augen schloss oder sie öffnete, sie waren immer da. Er verbreitete Traurigkeit ohne es richtig zu wollen. Er versuchte es zu verhindern, indem er an Ramylas und Samirs baldigen Nachwuchs dachte, doch es half alles nichts. Die Trauer um seine nie vorhandenen Welpen wurde eher noch größer. Namid war so konzentriert gewesen seine Trauer zu verdrängen, dass er nicht mit bekam, dass weitere Wölfe zur Insel kamen. Plötzlich stieß jemand gegen ihn und Namid öffnete seine honiggelben Augen. Es war Ramyla, die sich anscheinend auf dem Waldboden gewälzt hatte. Sie entschuldigte sich schnell bei ihm und fragte ihn dann, was mit ihm los sei. Namid erschrak kurz, als sie ihm fürsorglich über die Schnauze leckte doch dann blickte er sie dankbar an. Schon lange hatte ihn keiner mehr berührt und deswegen war er erst einmal erschrocken gewesen. Ramyla war wirklich eine gute Betera - und eine gute Freundin. Namid hatte dies schon immer gedacht, aber erst jetzt schien es ihm richtig klar zu werden.
Ramylas Geste hatte Namid etwas getröstet, doch schon bald stellte sich wieder die Traurigkeit ein. Schnell blickte er wieder weg und sagte leise:

"Danke..."

Er wusste nicht, was er ihr sagen sollte. Meist war es besser einfach das zu erzählen was einen bedrückte, doch Namid hatte nie einem anderen Wolf von Foa erzählt. Sogar über seinen Welpenwunsch hatte er nach ihrem Tod nie wieder geredet.

.oO(Ich kann Ramyla doch jetzt nicht einfach sagen, dass ich traurig bin, weil sie und Samir Welpen bekommen...es würde ja noch nicht einmal stimmen. Ich bin traurig, weil ich an meine eigene Vergangenheit denke...an Foa und an unseren Wunsch eigene Welpen zu bekommen. Wie kann ich ihr alles erzählen, wenn ich ihr gleichzeitig womöglich die Schuld für meine Trauer zuschiebe...ich hätte mich schon viel früher mit meiner Vergangenheit auseinandersetzen sollen und nicht erst jetzt, wo die beiden ihren ersten Nachwuchs erwarten. Sie sind so stolz und so glücklich und das sollten sie auch bleiben. Ich hab kein Recht dazu Ramyla diese Freude vielleicht zu trüben...)Oo.

Namid blickte noch einmal über das schöne blaue Wasser ehe er sich wieder Ramyla zu wand und ihr antwortete:

"Ja, ich freue mich darüber, dass wir hier sind...es ist wirklich wunderschön hier und ich denke wenn deine Welpen da sind, werden sie gut aufwachsen können."

Namid wusste, dass er wahrscheinlich immer noch Trauer verbreitete und zwang sich daher wieder normal zu werden. Er strahlte nun wieder seine gewohnte Ruhe aus, wenn auch mit einem kleinen Hauch von Trauer. Er hatte Ramylas Frage nicht korrekt beantwortet, aber er hatte sie auch nicht angelogen. Tief in ihm drin kämpfte er dennoch mit sich selbst.

.oO(Ramyla ist eine gute Freundin...sie würde es keinem weiter erzählen. Ich sollte es ihr sagen...ich sollte ihr den Grund meiner Trauer nennen.)Oo.

Namid blickte wieder auf das ruhige blaue Wasser, es schien ihn irgendwie zu beruhigen. Die ganze Umgebung war eigentlich ein Ort der Ruhe und der Freude, nicht ein Ort, um traurig zu sein. Entschlossen schaute er Ramyla erneut an und fing an zu erzählen:

"Ich musste an meine Vergangenheit denken...an meine einstige Partnerin Foa. Sie war und ist bis heute die einzige, der ich mein Herz schenkte...doch unser Glück währte nicht lange. Schon immer hab ich mir Welpen gewünscht und mit ihr, mit Foa schien mein Wunsch in Erfüllung zu gehen, doch ein Kampf mit einem fremden Wolf verhinderte dies...er tötete Foa und verschwand. Ich machte mich auf die Suche nach ihm, ich hatte ihm Rache geschworen...und als ich ihn fand, tötete ich ihn."

Namid blickte Ramyla an, er wollte nicht, dass sie dachte er sei ein Mörder also redete er weiter.

"Womöglich war das ein Fehler, ja es war ein Fehler, aber ich habe ihn nie bereut. Ich freue mich wirklich sehr für dich und Samir, dass ihr das Glück habt Nachwuchs zu bekommen. Aber das hat mich eben an Foa und an meine Vergangenheit erinnert...doch es ist töricht an Dinge zu denken, die man nicht mehr ändern kann...die man nie wieder ändern kann."

Namids Blick schien durch Ramyla hindurch zu blicken, seine Gedanken schwirrten ihn seinem Kopf umher und ließen ihn fast vergessen, wo er war. Schnell schaute Namid weg, um Ramyla im nächsten Moment wieder an zu sehen. Doch diesmal lag keine Trauer mehr in seinen Augen, nein es lag Freundschaft und Dankbarkeit in ihnen. Er hatte das alles endlich jemanden erzählen können und nun fühlte er sich irgendwie befreiender. Die Trauer war noch da, aber sie war erträglicher geworden und Namid konnte wieder fröhlicher sein. Er stupste Ramyla freundlich an und fragte dann:

"Wie geht es dir?"

Während er das sagte, schaute er auf ihren Bauch und Freude kam in ihm hoch. Es würde sicher eine schöne Zeit werden, wenn auch mit einpaar schwierigen Zeiten in denen er sich mal intensiv mit seiner Vergangenheit auseinander setzen müsste.


[bei Ramyla/traurig/überlegt/erzählt ihr alles/wieder etwas fröhlicher/fragt sie, wie es ihr geht]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   So Aug 29, 2010 4:20 am

Lautlos wie ein Schatten lief Aurora durch das dichte Unterholz. Ihre Schnauze war geöffnet und der Kopf gesenkt, um den Ästen auszuweichen.
Schon lange war sie einsam umhergeirrt. Hin und wieder war sie auf andere Wölfe, Streuner wie auch Rudel, getroffen. Doch nie war sie wirklich willkommen gewesen.

Sie befand sich in einem kleinen Wäldchen. Die Vögel sangen, Hasen sprangen aufgescheucht davon und sie lies sich den Wind durchs schwarze Fell wehen. Sie liebte diesen Frieden. Nichts schien ihn drüben zu können. Als sie lichteren Wald erreichte blieb sie stehen, hob den Kopf und spitzte die Ohren. Sie lauschte auf die Geräusche der Natur. Ihr Blick folgte einem kleinen Vogel, welcher aus einem Baum aufflog und schließlich über den Bäumen verschwand.
Ihre Rute wedelte leicht hin und her. Ja, eigentlich waren Wölfe Rudeltiere doch sie fühlte sich auch so ganz wohl. Wahrscheinlich weil sie es nicht wirklich kannte.
Nun senkte die Schwarze den Blick und schaute sich um. Sie hörte das Plätschern von Wasser und nun roch sie es auch. Kurz zogen sich ihre Lefzen zu einem Grinsen nach oben, bevor sie losging. Erst langsam, dann im Trab und schließlich hetzte sie durch den Wald. Was gab es schöneres als so frei zu sein? Keine Regeln, keine Grenzen.

Wer braucht schon so etwas?

Die Sonnenstrahlen, welche durch das dichte Blätterdach fielen, kitzelten ihre Nase und sie öffnete die Schnauze um besser atmen zu können. Immer heller wurde ihre Umgebung, der Wald lichtete sich. Ruckartig hielt sie an. Ihre Pfoten gruben sich in den Boden und überraschten Blicks blieb sie schließlich stehen.
Die Ohren waren aufrecht, ihr Blick aufgeregt. Ihr Fell schimmerte im Sonnenlicht leicht bräunlich und sie genoss diese Wärme.

Vor ihr tat sich eine weitläufige Fläche auf. Wasser, kleine Inseln, Wälder und Blumenwiesen. So etwas Schönes hatte sie noch nie gesehen. Die Schmetterlinge schienen mit den Sonnenstrahlen zu spielen. Langsam, fast so als wollte sie nichts zerstören, betrat sie den schmalen Grasstreifen der sich vor dem Wasser auftat. Sie saugte die frische Luft förmlich ein. Ein Vogel flog aufgeschreckt davon und sie schaute ihm nach. Noch war die Sonne nicht lange am Himmel und doch war es, für ihre Verhältnisse, angenehm warm.

Vorsichtig trat sie ans Wasser und begann zu schlecken. Man konnte den schlammigen Grund sehen, doch das Wasser selbst war klar. Es tat so gut, diese Kühle. Sie hob den Blick und schaute über den "Sumpf". Vor ihr taten sich kleiner Inseln auf. Der Wind wehte ihr durchs Gesicht und sie genoss dieses Gefühl der Freiheit. Noch einmal blickte sie auf das Wasser und sah ihr Spiegelbild. Dieses Bild schmerzte sie, denn sie sah jemanden bestimmtes sehr ähnlich. Sie schlug mit der Pfote aufs Wasser und ging erst einige Schritte zurück.

Erst jetzt schnüffelte sie um zu prüfen ob irgendeine Gefahr drohte. Doch das Einzigste was sie roch war dieses frische Wasser. Plötzlich sprang ein Frosch vor ihre Pfote, quakte und sprang dann ins Wasser. Übermütig wie Aura war begann sie zu kläffen und sprang ihm hinterher. Mit Wasser hatte sie keine Probleme, sie liebte es zugar.
Vergnügt landete sie ihm Wasser und schaute sich nach dem Frosch um. Irgendwo musste er ja sein. Als sie ihn endlich entdeckte rannte sie ihm nach.
Sie war eine kleine Fähe, doch konnte sie gut im Wasser stehen. Kläffend jagte sie ihm nach. Der Schlamm unter ihren Pfoten trübte das Wasser ein. Schließlich verkroch sich der Frosch um Schilf und Aura verlor ihn aus dem Blickfeld. Kurz kläffte sie noch einmal und begann sich dann zu schütteln. Ihr Blick glitt über das Wasser.

Was wohl auf diesen Inseln ist?

Sie hob den Schwanz und machte sich auf den Weg, durch das Wasser. Es dauerte nicht lang und sie erreichte eine der Inseln. Als sie an Land ging schüttelte sie sich, schnüffelte und beschloss erst einmal etwas zu ruhen. Also setzte sie sich, nahe des Ufers, nieder und genoss diese Ruhe.


[kommt im Tal an / läuft durch Wald / kommt ans Wasser / spielt mit Frosch / läuft auf eine der Inseln / sitzt am Ufer]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   So Aug 29, 2010 5:59 am

Wie wohl fühlte sie sich doch. So gut sie würde es nicht zu wagen zu sagen.
Abla lebte nun schon seit einigen Tagen bei Blake und seinem Rudel und bis jetzt war ihn noch nichts passiert. Und das gab ihr jeden Tag ein klein wenig mehr Mut und Selbstvertrauen. Sie hielt zwar, gerade zu den Rüden, lieber etwas Abstand und beäugte sie vom weiten als neben ihnen zu legen und die Rüden bedrängten sie auch nicht, wenn Abla sich zurück zog. Das Leben hier war ganz anders geworden als Abla erst gedacht hatte. Viele Wölfe sind gekommen und wieder gegangen. Aber zu keinem hatte die Wölfin so ein gutes Verhalten wie zu Blake. Er nahm sie so wie sie war und zwang sie zu nichts was sie nicht auch wollte. Wenn sie ihre Ruhe haben wollte so wie jetzt dann lies er sie auch in Ruhe. Abla lag wie immer zu ihrem Schutz unter einem Busch und dachte darüber nach, wie sich das Leben doch um sie herum verändert hatte. Dieses Rudel war ganz anders als das in dem sie Geboren wurde. Die Wölfe waren lieb und teilten mit ihr auch die Beute wenn sie nicht mit gejagt hatte. Alles könnte so schön sein. Nur Abla merkte das Blake sich für sie interessierte. Auch Sie genoss es wenn er bei ihr war. Er beschützte sie und wachte über ihr wenn sie schlief. Weckte sie vorsichtig, wenn die Geister der Vergangenheit ihre Träume heimsuchten. Doch Er wollte sicherlich irgendwann auch mehr von ihr. Vielleicht Welpen. War sie schon bereit dafür? Wollte sie wirklich ihr Leben mit einem Rüden teilen. Sie schnaufte und legte ihren Kopf auf ihre Pfoten nieder. Wenn sie das doch bloß wüste. Irgendwie fürchtete sie sich auch davor.
Vor dem was kommen wird.


[Abla alleine unter einem Busch/kann angeschrieben werden]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Aug 30, 2010 4:48 am

Raziel saß immer noch neben Blake und wartete auf die Antwort. Ihm schien es eine Ewigkeit zu dauern, bestimmt war Blake in Gedanken vertieft und all die große Aufregung hier und das die Wölfe nun ihr Ziel erreicht haben. Raziel schaute in den Himmel hoch hinaus, es war warm und keine Wolke war es zu sehen und es bald kommen die Welpen. Kleine winzige Wollknäule erblicken dann das erste Mal die Welt, ok sie waren noch blind die ersten Wochen aber sie können hören.
Aber bestimmt würden sie auch andere auf die Nerven gehen diese lauten Wollknäulen, bestimmt würden sie Mika auf die Nerven gehen und auch andere. Aber Samir würde sie nicht mal an Mika ranlassen, diesen Wolf konnte man nicht trauen. Aber wehe er würde den kleinen was antun, dann war es das letze was er je getan hat. Raziel wurde es langsam langweilig dann kam Samir er nickte ihm zu als Begrüßung

Ich komme jedenfalls mit Papi. Na jetzt wirst du alt Samir. Bald wirst du schon Vater und dann ein Opa…

Raziel lachte kurz auf, er neckte Samir da er bald Vater wird und das heißt, dass er schon ein alter Wolf ist. Er lächelte Samir zu als dann ein Geruch in seiner Nase strich

Ich komm gleich ein Fremder heiltet sich in unserem Revier auf.

Ohne ein weiteres Wort lief der Rüde los durch das Wasser. Seine großen Pfoten gruben sich in den Schlamm ein, dass sein Tempo verlangsamte. Der Geruch wurde stärker, irgendwie war dieser Geruch ihm bekannt. Das kann nicht sein, er schüttelte sich den Kopf und lief weiter. Mit einem Satz sprang er auf der Insel und lief da weiter mit einem höheren Tempo. Der Geruch wurde immer stärker bis er die Fähe erreichte.
Sein Fell sträubte sich und seine Lefzen hoben sich und seine weißen Fangzähne waren zu sehen, ein tiefes Knurren auf der Kehle war zu hören. Irgendwie war die Fähe bekannt aber dazu später nun musste er sich um den Eindringling kümmern. Aber leider erkannte Raziel nicht seine eigene Schwester sondern knurrte sie mit gebleckten Zähnen an.

Seid ihr euch bewusst das ihr ihm Revier der Heavens seid? Raziel machte eine Pause aber ließ die Fähe nicht aus den Augen ober ihnen kreisten Raben, die auf einen Kampf warteten. Der schwarz/braune Rüde fuhr fort. Ich bin Raziel der Delta dieses Rudels und wer seid ihr?

Raziel wartete ab aber ließ seine Abwehrhaltung nicht fallen sondern knurrte seine Schwester weiter an.


[bei Blake und Samir/ neckt Samir/ spürt fremden Geruch/ trifft auf Aura]


Nicht so bescheiden (; Du bist doch schon Gamma!

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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Aug 30, 2010 5:19 am

Aura saß am Ufer und genoss diese Ruhe. Hier wirkte alles so friedlich und wunderschön.
Eine Libelle flog auf und umkreiste ihre Schnauze. Sie saß ihr nach, wie sie im Schilf verschwand.

Die schwarze Fähe lag auf dem Bauch, die Vorderpfoten baumelten beinnahe im Wasser. Die zierliche Schnauze war zum Himmel gerichtet, an dem Vögel kreisten. Gab es etwas Schöneres als diesen Ort? Ein Windstoß trieb einen Geruch zu ihr, einen bekannten Geruch.
Augenblicklich setzte sie sich auf und sah sich um. Woher kannte sie ihn nur?
Da sie sah einen schwarzen Wolf auf sich zu rennen.
Sie sprang auf und wich zurück. Der Fremde fletschte die Zähne und kam gleich zur Sache.
So etwas konnte die junge Fähe gar nicht leiden. Sie ging in Abwehrhaltung, Die Nackenhaare waren aufgestellt, der Schwanz leicht erhoben und die scharfen Zähne entblößt.

Haben rüden den überhaupt kein Benehmen mehr?

Ein tiefes Knurren entstieg ihrer Kehle. Die Lefzen zog sie immer weiter hoch und schnappte drohend in die Luft. Der Rüde sprach von einem Revier. Aurora hatte keine Markierungen finden können, sonst hätte sie wohl einen Bogen darum gemacht. Sie mochte große Wolfsansammlungen nicht besonders. Dann stellte sich der Rüde vor.
Plötzlich entspannten sich die Gesichtszüge der Fähe. Ihre Ohren stellten sich aufmerksam auf, ihre Lefzen zuckten und der Kopf ging nach oben.

"Kann das wirklich...? Raziel? Ich wusste ich kenne diesen Geruch."

Hier Herz machte einen Sprung. Sie hatte ihren Bruder gefunden, er lebte und stand vor ihr. Ihre Rute begann zu wedeln. Doch im nächsten Augenblick sprang dieses Verhalten wieder um.
Erneut senkte sie den Kopf, sträubte ihr Fell und knurrte. Sie hatte ihn gefunden. Er war für all ihr Leid verantwortlich.
Wütend fletschte sie die Zähne.

"Raziel. Wie konntest du es wagen? Du hast unseren Bruder getötet. Du hast... du hast mich allein gelassen."

Aura wusste nicht richtig was sie fühlen sollte. Freude, weil sie ihren geliebten Bruder gefunden hatte. Hass, weil er ein Mörder war. Wut, wegen allem was er ihr angetan hatte oder Enttäuschung, weil er sie allein ließ.
Man sah ihr die Unsicherheit an. Ihre Ohren zuckten, die Ruten bewegte sich leicht und ihr Blick war starrt auf den Bruder gerichtet.
Auf seine Frage wegen dem Revier ging sie gar nicht ein, diese hatte sie schon total vergessen.


[auf kleiner Insel / am Ufer / Raziel kommt / spricht mit ihm]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Aug 30, 2010 7:56 am

Raziel war gespannt auf die Antwort, die Fähe ging auch auf die Abwehrhaltung und knurrte auch ihn an. Sein Knurren wurde tiefer, er war bereit wenn sie ihn angriff und das würde für sie nicht gut ausgehen. Er zog die Lefzen noch höher, ihm wurde es ein bisschen ungemütlich. Aber dann entspannte er sich, auf einmal pochte sein Kopf.
Oo (Das kann nicht sein…wie kommt Aurora hier her….warum ausgerechnet findet sie mich jetzt?)oO
Er schaute zu Aura und hoffte eigentlich, dass er sich das einbildete aber sie war echt. Irgendwie war er verwirrt seine Gedanken schwirrten hin und her, sein Kopf fühlte sich an als ob er gleich platze. Raziel lächelte kurz zu seiner Schwester nun war er nicht alleine..

Ja in der Tat ich bin es…Raziel…dein großer Bruder…Was machst du eigentlich hier?..

Aber plötzlich änderte sich Aura ganz schnell sie knurrte ihn an, nun war Raziel wirklich verwirrt. Die Wörter schwirrten in seinem Kopf. Und dann entfachte ein Wort seine ganze Wut: Shairan, er liebte seinen Bruder aber irgendwas entlöste sich in Raziel. Der SoulReaver war frei und seine Wut steigerte sich und seine Augen wurden eiskalt und alles platze heraus

Shairan hatte nix anderes verdient als den Tod, er war es der mich angegriffen hat um das Rudel später zu übernehmen…und bist du etwa hier her gekommen um mich wie alles hier als Mörder zu beschimpfen? Wenn du es wissen willst ich wollte dich hohlen aber leider hatte unsere Mutter die Gamma wölfe beauftragt Wache zu halten und mich zu vertreiben und dann hatte man mich noch verfolgt..aber Gott sei Dank ist es für sie schlecht ausgegangen…

Er knurrte und schnappte nach seiner Schwester und dann sprang er auf sie und schubste sie ins Wasser rein aber leicht, er konnte ihr nicht weh tun. Nein er konnte sie nicht verletzen. Er knurrte

Warum bist du hier her gekommen Schwester? Etwa mir das Leben schwer zu machen?
Raziel war nicht wider zuerkennen…


[bei Aurora und spricht mit ihr]


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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Di Aug 31, 2010 2:07 am

    Der graue Rüde saß in dem wilden Gras, dass üppig über die ganze Insel verteilt war und wartete mit wachsamen Blick auf den rest des Rudels. Raziel war ihm bereits nachgestürzt und Blakes Blick folgte ihm mit einem amüsierten Funkeln. Auch Namid kam, allerdings nicht so, wie ein kleiner Welpe angerannt, sondern ruhig und beinahe schon etwas angeekelt von dem Wasser. Nunja, er war ja auch ein Altwolf. Blake warf ihm natürlich nichts vor. Schließlich wanderte sein ockergelber Blick wieder in den Wald. Er nahm den Geruch von ein paar Rehen war und leckte sich über die Lefzen. Kaum bekam er Raziels aufgeregte Fragen mit. Er musste grinsen und wandte sich wieder dem schwarzbraunen Rüden zu.

    "Legenden. Viele Legenden. Einerseits soll Migina ein schlammiger Sumpf sein, der jeden verschlingt, der dumm genug ist, ihn zu betreten ... andererseits soll er genau das sein. Migina war eine große Wölfin. Es heißt, dass Wasser sind ihre Tränen. Ob es wohl stimmt?"

    Einen Moment lang, da schwebte er in alten Erinnerungen. Schnell zuckte er mit den Ohren und kam wieder in die Wirklichkeit.

    "Die Welpen? Oh, nur Ramyla weiß, wann die Welpen kommen."

    Er lächelte. Auch Myla hatte nun das Ufer erreicht und ihr ganzer Pelz war mit Wasser bedeckt. Blake warf ihr einen strengen blick zu. Vorallem wennn man Welpen erwartet, sollte man sich nicht wie ein kleiner Welpe aufführen, der verspielt durchs Wasser tollt. Blake merkte, dass dieser Satz auf ihn ebenfalls zutraf.
    Samir hatte sich neben ihn gesetzt und fragte voller Eifer nach einer Jagt. Blake zuckte nur mit einem Ohr. Ja, auch er hatte Hunger, aber erstmal musste das gesamte Rudel auf der Insel ankommen.
    Plötzlich vernahm Blake erneut das Geräusch von plätschernden Wasser. Er sog die Luft ein. Nein, hier mussten noch andere Wölfe sein! Aber zuvor hatte doch nichts darauf hingewiesen ... wer lebte also noch hier? Oder waren diese Wölfe eben erst gekommen? Blake zog die Lefzen zu einem drohenden knurren zurück. Etwas weiter weg sah er einen schwarzen Rüden, dessen Augen wohl zu Eis gefroren waren. Blake bleckte warnend die Zähne. Dies war nun das Revier der Heaven Wolves.
    Der graue Rüde bemerkte erneut eine Bewegung. Aber diesmal war Raziel schneller. Ein weiterer schwarzer Wolf hatte sich dem Rudel genähert und Raziel lief auf diesen Wolf zu. An der zierlichen Haltung erkannte Blake, dass es eine Fähe war. Nur was wollte sie? Sein Blick fiel einmal auf Abla, welche wie üblich unter einem Busch lag.

    Blake wusste nicht, ob Abla ihm vertraute. Sie schien sich mit niemanden aus dem rudel angefreundet zu haben und allen Rüden zeigte sie die kalte Schulter. Nach dem, was sie erlebt haben musste, war ihre Vertrauensliste wohl gleich null. Beinahe jede Nacht hatte sie Alpträume und Blakes Mitleid und Sorge um sie wuchs. Es tat ihm weh, sie so alleine unter einem Busch sitzen zu sehen. Immer wieder fragte er sich, was die graubraune Fähe wohl so schlimmes erlebt hatte, dass sie niemanden mehr vertraute. Etwas sehr schlimmes. Das war klar.
    Fast schon widerwillig wand der graue den Blick von Abla ab um zu sehen, wo Raziel hingelaufen war. Er stand nun bei der schwarzen Fähe und knurrte diese drohend an. Blake seufzte leise. Er wollte nicht kämpfen, oder dergleichen. Er wollte einfach nur seine Ruhe. Er erhob sich, und trottete wieder ins Wasser, auf die beiden Wölfe zu.
    Er hörte gerade noch Raziels letzten Satz, als er die beiden erreichte. Schwester? Diese Fähe war Raziels Schwester? Anscheinend waren sie nicht in Frieden auseinander gegangen, so wie Raziel sie anknurrte. Etwas verwirrte Blake. Nein, dies war nicht der Raziel der Heaven Wolves. Kälte stand nun in seinen Bernsteinfarbenen Augen. So kannte Blake ihn garnicht.
    Er trat neben Raziel, zog eine Augenbraue hoch und blickte auf die Fähe hinab. Nicht so unfreundlich wie Raziel, eher fragend und mit einem höflichen Aufblitzten in den Ockergelben Augen.

    "Nun, fremde Wölfin. Darf ich fragen, was dich hierher führt? Dieses Revier gehört den Heaven Wolves und solltest du nur auf Durchreise sein, so bitte ich dich, dieses Revier so schnell wie möglich zu verlassen."


[Beim Rudel, antwortet Raziel | Beobachtet Abla, denkt über sie nach | Folgt Razi, bei ihm und Aura, redet mit Aura]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Di Aug 31, 2010 2:30 am

Aura war total verwirrt von ihren Gefühlen.
Angespannt hörte sie Raziel zu. Immer mehr stieg die Verachtung in ihr auf.
Sie fletschte die Zähne und knurrte. Ihre Rute war starr nach oben gerichtet und die Ohren angelegt. Sie bekam nichtsmehr von ihrer Außenwelt mit.
Als Raziel zu Ende gesprochen hatte ging er sie aufeinmal an. Wütend schnappte auch die Fähe nach ihm, wurde aber ins Wasser geschmissen.
Grollend stand sie auf, schüttelte sich und funkelte ihren Bruder an:

"Du weißt was Shrairan mir angetan hat. Du weißt das ich ihn hasste, doch seinen tot hätte ich nie gewollt."

Kurz schienen sich ihre Gesichtzügen zu entspannen, da sie einen weiteren Rüden auf sie zukommen sah. Sie wich etwas zurück und sprach dann weiter:

"Wie kannst du es wagen nur so von Mutter zu sprechen?"

Ersteinmal beachtete sie den fremdne Rüden garnicht sondern konzentrierte sich ganz auf Raziel. Sein Ausdruck war kalt, todbringen. Wütend und gleichzeitig enttäuscht drehte sie den Kopf zur Seite. Das war nicht der Raziel wie sie ihn kannte. Jahrelang war sie immer an seiner Seite gewesen, sein Schatten wie alle sagten. Nun war alles anders.

"Du bist nichtmehr der Raziel von früher. Du hast dich total verändert, zum schlechten. Wie konntest du nur so grausam sein? Mich zurücklassen?"


Sie hob ihren Kopf und sah nun auch zu dem anderen Rüden. Ihre Rute war nun rehct entspannt, weder sehr hoch noch unten. Ihre Ohren zuckten und sie sagte:

"Ich bin auf Wanderschaft, fand hier aber keinerlei Spuren eines Rudels. Sonst hätte ich einen Bogen darum gemacht. Es tut mir Leid das ich hier eingetrungen bin.
Ach, und Raziel. Ich war nicht auf der Suche nach dir und erst recht nicht um dir das Leben schwer zu machen, wie du es nennst."


Ihr Gesichtsausdruck hatte etwas trauriges.
Tief in ihrem Inneren wusste sie das dies nicht stimmte. Sie wollte es nicht zugaben, doch irgendwie hatte sie ihn gesucht.


[auf kleiner Insel / wird ins Wasser geschmissen / vor ihr Raziel und Blake]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Di Aug 31, 2010 3:01 am

Hinter sich hörte Raziel das platschen des Wassers, Blake war dazugekommen. Aber stattdessen Blake aufzuklären fixierte er Aura und meiner hasserfüllten Stimme begann er weiter zu sprechen

Denkst du ich wollte ihn töten? Denkst du dass ich nun ein Mörder bin? Nein Schwester da irrst du dich…Ich musste ihn töten zu meiner eigener Sicherheit zu allen Sicherheit…wenn ich nicht ihn getötete hätte..oder gar schwächer wär…wäre ich nicht vor dir…und nach mir würde Lynn folgen und danach auch du! Und Shairan war bewusst das unsere liebe Mutter dich liebte so hatte er ihr viele Lügen aufgetischt um mich von dir fern zu halten…damit ich dich auch nicht töte….das alles haben mir die Gamma Wölfe gesagt die mich verfolgt haben und die ich töten musste um selber zu überleben. Du kennst da noch Nero, unseren großen schwarzen Gammawolf der immer auf uns aufpasste, auch er wollte mich töten ihm Auftrag von unsere Mutter. Und rate mal unser Vater war auch so ein Drecksstück wie unsere Mutter, er hatte noch eine andere Gefährtin wo anderes mit denen hatte er 2 Welpen gekriegt und diese habe ich gesehen.Unser Rudel ist nicht mehr rein wie es zuvor war, es ist in Lügen und in Blut gebaden von meiner Mutter und Vater, sie sind an allen schuld!

Nun war alles raus und Raziel zitterte am ganzen Leib, er wusste selber nicht warum? Sein Kopf pochte immer noch, es schmerzte. Sein Kopf drohte zu platzen. Er schaute zu Aura Was hatte er getan? Warum musste er alles kaputt machen? Er wollte sie doch nicht verletzen…aber das hatte er getan…Alles daran war er schuld sein anderes Ich, sein SoulReaver im Inneren das er
lange verbannt hat und nun war es wider frei. Er schaute zu Blake mit de gleichen eiskalten Augen wie er Aura angeschaut hat

Blake lass sie ein paar Tage bei uns sich ausruhen, bitte..

Er schaute zu seinem Alpha dann aber glitt sein Blick wider zu Aura, der Blick von Raziel war immernoch kalt und emotionslos wie seine eiskalte Stimme die zu seiner Schwester sprach

Du weißt ein Schatten kommt immer wieder zurück. Egal wo die andere Hälfte ist.. Und warum bist du nicht beim Rudel? Warum bist du hier? ...und noch was Aura, den Raziel den du kanntest ist kein Mörder mehr.

Raziel beruhigte sich ein wenig, aber der SoulReaver war immernoch frei. Man weiß nie ab er jetzt wider aufeinma, aggressive wird oder aufeinmal jemanden angriff. Aber seine Abwehrhaltung zu seiner Schwester lies er nicht locker. Er zog leicht die Lefzem hoch und lies noch ein leises Knurren von sich, sein Fell war immernoch gesträubt. Es war jetzt nicht gut den Rüden zu reizen oder gar in jetzt anzusprechen, er würde nur hasserfüllt eine Antwort geben. Seine emotionslosen Augen fixierten Aura, als ob er sie wider angreifen würde.

[redet mit Aura/ dann mit Blake/]

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Zuletzt von Raziel am Di Aug 31, 2010 8:52 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Di Aug 31, 2010 3:56 am

Die Reise aus dem Lomasi-Tal war zwar lang, aber ohne Beschwerden gewesen, weswegen CAbezan im Stillen dankte. Er war furchtbar gespannt darauf gewesen, wie Migina aussah, denn auch er hatte ab und zu mal über diesen Ort gehört. Als seine traurigen Augen, nun endlich das echte Migina erblickten, musste er von deren Schönheit erstmal laut aufkeuchen. Dieses tal übertraf alles was er bisjetzt je gesehen hatte. Das Wasser glitzerte klar in der Morgensonne, und ein schwarm zwitschernder Vögel flog von einer bewaldeten Insel auf, dem Festland entgegen. Auch strahlte dieser Ort etwas aus, was ihn för kurze Zeit alles vergessen lies, so das er nur über diese Schönheit staunen musste. So bemerkte er garnicht das die ersten Wölfe, durch das Wasser hindurch auf die bewaldete Insel zuhielten. Die meisten von ihnen tobten regelrecht durchs Wasser, voller Kraft und Lebensfreude. EIn leichtes trauriges Lächeln glitt über Cabes Züge. Dieser Sumpf, war das perfekte Revier für die Heaven Wolves. Perfekte für sie alle. Sein tiefgründiger,brauner Blick viel ausversehen auf Ramyla. Ja, er war wohl auch perfekt für die kommenden Welpen, die Ramyla erwartete. Wieder traurig geworden schaute der Neblig-blaugraue zu Boden, und sprang ebenfalls ins Wasser. Diese Welpen würden es gut haben in diesem Rudel. Hier waren keine Wölfe mit Vorurteilen - Mika jetzt vielleicht mal ausgeschlossen- und sie kleinen würden glücklich sein. Die blaugrauen Läufe des Rüden liefen über den schlammigen Grund des Sees, während Cabezans Bauch mal in der Luft, mal im Wasser war, jenachdem , wie er lief. Das Wasser umspielte angenehm seinen ganzen Körper, doch trotz allem, wirkte er betrübt. ALs er sich dann, vom Bauch nach unten plitschnass ans Land zog, sah er geradenoch das Raziel und Blake verschwanden, einem fremden Geruch nach. Cabe legte sich in die Nähe von Myla und NAmid, dem Altwolf, und legte seinen Blaugrauen Kopf traurig ins Gras. Diese Welpen würden es besser haben als er. Sie würden nicht gequalt, geärgert, gehänselt und verletzt werden. Diese Welpen würden Liebe bekommen. Nicht so wie er, der von seiner ganzen Familie , ausser seiner Mutter eine schreckliche Welpenzeit bekommen hatte. Ja, es war ein schöner Gedanke, das es diesen Welpen Mylas gut gehen wird, aber es erinnerte den nebelblaugrauen zu sehr daran, wie schlecht er selbst es gehabt hatte. Seine traurigen Augen starrten betrübt zum Horizont, während in seinem Kopf sich die Vergangenheit in Bildern, Wörtern und Empfindungen häufte. Ein lauter Seuftzer entfuhr ihm, und er wünschte, seine Mutter könnte noch leben. Das war am ungerechtestem gewesen. Der Tod seiner Mutter. Ynth war unschuldig gewesen, und wurde nur getötet weil sein Vater so ein Idiot gewesen war. Cabe kriegte nur einige Gesprächsfetzen der anderen mit, während er traurig vor sich hin sinnierte. Er war nie der Mutigste und AUffalndste gewesen doch seine Geschwister hatten ihm die Hölle heissgemacht. Immer abgesondert gelegen, immer als letzter gefressen, immer alles runtergeschluckt.

Zum Glück ist das nun vorbei...

( auf der Waldinsel / legt sich in die Nähe von Myla und Namid / traurig / denkt über Vergangenheit nach )

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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   So Sep 05, 2010 1:54 pm

    Anscheinend war Namid etwas abwesend, in Gedanken weit weg. Geduldig wartete Ramyla und versuchte, nicht aufdringlich zu wirken. Trotzdem spitzte sie erwartungsvoll die Ohren, als der graue Rüde schließlich anfing, zu sprechen. Aufmerksam hörte Myla zu. Zuerst schien er ihr noch ausweichen zu wollen. Er konnte nicht verbergen, dass ihm irgendetwas auf der Seele lag und schlussendlich rückte er auch damit heraus. Mit wachsender Besorgnis lauschte die Fähe. In ihren Augen spiegelte sich Mitgefühl. Liebe war etwas Wunderschönes… aber sie konnte einem auch alles zerstören. Bei ihr hoffte, nein, wusste sie, dass alles gut gehen würde. Aber Namid hatte nicht so viel Glück gehabt.

    Sie sah den Grauen nicht als aggressiven Killer, sie kannte ihn dafür viel zu gut. Kurz dachte sie daran zurück, dass auch an ihrem Fang Blut klebte… auch sie hatte getötet. Ihren eigenen Vater. Ein leichter Schauer ließ sie ihr Nackenfell sträuben, doch dann schüttelte sie widerwillig den Kopf. Was geschehen war, konnte man ohnehin nicht mehr rückgängig machen. Also wandte Myla sich schnell wieder Namid zu. Der Wolf schien irgendwie gelöster als vorher und es freute Ramyla, dass sie ihm vielleicht etwas helfen hatte können. Manchmal war es gut, wenn man einfach über seine Probleme redete. Freundschaftlich erwiderte sie seinen leichten Stups und lachte dann, als er sie nach ihrem Wohlbefinden fragte.

    „Wie immer, denke ich. Danke der Nachfrage.“

    Unbekümmert wie immer. Sie machte sich keine Sorgen, es würde schon alles gut gehen.

    In diesem Moment bemerkte sie erst, das etwas nicht stimmte. Gleich zwei fremde Wölfe waren in der Nähe… eine Fähe und ein Rüde. Eigentlich sollte sie sich darum kümmern… als Betera. Aber Raziel und Blake hatten die Lage schon unter Kontrolle. So blieb sie erst einmal neben Namid liegen und beobachtete das Ganze. Wenn sie jetzt auch noch dazwischen ging, würde das nur einen Tumult geben. Täuschte es sie oder kannte Raziel die dunkle Wölfin?

    Ramyla drehte die Ohren leicht zur Seite und schnappte ein paar Worte auf. Schwester. Mutter. Waren die beiden etwa Geschwister? Doch der Rüde schien ihr besorgniserregender als die Fähe. Ihr bernsteinfarbener Blick huschte zu dem grauen Wolf, dessen nasses Fell fast schwarz wirkte. Um den kümmerte sich keiner… In einer fließenden Bewegung erhob sich Myla und setzte sich zockelnd in Bewegung. Ruhig und gelassen schritt sie auf den Fremden zu. Alles an ihm wirkte leer und kalt.

    .oO(Na toll, wieder mal ein Ich-Fühle-Nix-Und-Kann-Alles-Wolf)Oo.

    Dachte sie und ihre Gedanken schweiften für den Bruchteil einer Sekunde zu Mika ab. Na ja. Vielleicht schien es ja von außen nur so und eigentlich war er ein netter Kerl. Ramylas Miene blieb freundlich, als sie auf den vor Nässe triefenden Grauen zutrat. Einen kleinen Sicherheitsabstand wahrte sie jedoch.

    „Sei gegrüßt, Wanderer.“

    Sprach sie ihn an und musterte ihn leicht abschätzend. Die Fähe reckte den Kopf, um etwas größer zu wirken und mit ihrem Gegenüber etwa auf einer Augenhöhe zu sein. Kaltes gegen warmes Bernstein. Eis gegen Feuer. Myla blieb weiterhin ruhig und sträubte nur leicht das Nackenfell. Das ganze Rudel stand hinter ihr, sie hatte keine Angst. Obwohl… sie durfte nicht leichtsinnig sein, durfte keinen Kampf heraus fordern. Nicht wegen ihr, sondern wegen der Welpen. Trotzdem machte sie keinen Rückzieher, sah den Fremden vor ihr furchtlos in die leeren Augen.


[bei Namid | redet | bemerkt Aura/Rahsaan | tritt zu ihm | spricht ihn an]

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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Sep 06, 2010 2:46 am

Noreya lag entspannt unter einem Baum und genoss die warme Morgensonne. Schläfrig schaute sie sich um, als sie Mikas Blick auf sich bemerkte. Kurz sah sie ihm in die Augen, legte ihren Kopf dann jedoch wieder auf die Vorderpfoten. In den letzten Wochen hatten sich immer wieder Gelegenheiten geboten, ihn anzusprechen, und doch hatte sie es nie getan. Sie hatte einfach zu viel Angst. Angst davor, was er tun und sagen würde, aber auch vor der Reaktion der anderen Wölfe, wenn sie heraus fanden, dass Reya ihnen wochenlang etwas verschwiegen hatte. Noreya hatte sich auch schon mehrfach gewünscht, sie könnte ihrem Bruder einfach verzeihen, schließlich war er das letzte lebende Mitglied ihrer Familie, doch immer, wenn sie ihn anschaute, stieg wieder der Hass in ihr auf.

Mit einem leisen Seufzen schob sie die Gedanken über Mika für einen Moment zur Seite und sah stattdessen in Ramylas Richtung. Sie freute sich für die Fähe, die schon bald ihre Welpen bekommen würde. Zwar hatte Reya sich geschworen, nie wieder einen Wolf in ihr Herz zu schließen, doch war sie sich inzwischen nicht mehr so sicher, ob sie das in diesem Rudel wirklich durchhalten würde. Obwohl auch Mika zu den Heaven Wolves gehörte, hatte sich Noreya noch nie in einem Rudel so wohl gefühlt. Sie hatte jedoch Angst, dass sich das ändern würde, wenn Ramylas Welpen da waren, weil Reya befürchtete, dass diese sie dann ständig an ihre eigenen Welpen erinnern würden. Von sich selbst genervt schüttelte sie den Kopf und befahl sich selbst, endlich mit diesen Gedanken aufzuhören. Um sich abzulenken schaute sie sich noch einmal um und bemerkte dabei Cabezan, der traurig wirkte. Er schien über irgendetwas nachzudenken. Langsam stand Noreya auf und ging zu dem Rüden hin. In seiner Nähe legte sie sich dann wieder hin und schaute ihn einen kurzen Moment nur an, bevor sie ihn fragte:

„Du siehst traurig aus. Was ist los? Möchtest du darüber reden?“

Sie wusste nicht, ob er ihr erzählen würde, was ihn so traurig machte, doch sie hoffte es. Manchmal tat es gut, darüber zu reden. Sie überlegte kurz, ob ihr das auch helfen würde, doch dann verwarf sie den Gedanken wieder. Mit wen sollte sie schon darüber reden? Sie hatte keine wirklichen Freunde, zumindest gab es keinen Wolf in diesem Rudel, gegenüber dem sie so empfand. Sympathie hegte sie für ein paar der Wölfe, doch Freundschaft? Nein, da gab es niemanden. Einen kurzen Moment überlegte sie, ob sie vielleicht doch wagen sollte, sich mit irgendeinem Wolf anzufreunden. Sie sehnte sich danach, endlich jemanden zu haben, der sie verstand. Doch dann dachte sie wieder an ihre Vergangenheit zurück. Alle, die ihr je wichtig gewesen waren, waren tot oder hatten sie verlassen. Sie brachte den anderen nur Unglück... Schnell zwang sie sich, sich wieder auf Cabezan zu konzentrieren. Wenn sie ihn trösten wollte, half es wenig, wenn sie selbst in Trauer und Selbstmitleid versank. Geduldig wartete sie, ob er ihr antworten würde und nahm den Geruch der beiden fremden Wölfe nur am Rande wahr.


[liegt unter einem Baum und denkt nach l sieht, dass Cabezan traurig ist l geht zu ihm und will ihn trösten]
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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Sep 06, 2010 5:23 am

Cabezans Blick lag immernoch traurig auf der wunderschönen Landschaft, während sein Atem gleichmäßig aus und ein ging. Ja, es war vorbei, und Cabezan ermahnte sich innerlich , nicht soviel darüber nachzudenken. Nun hatte er doch, was er brauchte, ohne das er nun nicht mehr leben könnte : Gemeindschaft. Und über das vergangene nachzudenken brachte nur noch mehr Traurigkeit. Doch wie man so häufig sagt : Gesagt ist leichter als getan. Und so war es auch bei dem Nebelgrauem. Plötzlich hörte er jemanden näherkommen. Es war die Altfähe, Noreya. Unsicher, was er zu ihr sagen sollte, wandte hob Cabezan seinen Kof, und sah hinüber zu ihr, als sie sich neben ihn legte. Cabe hatte Noreya nie wirklich kennengelernt, sie war auch die neueste im Rudel. Doch er fand sie, soweit er sie kannte , nett und freundlich. Cabezan wollte gerade fragen, als sie anfing zu reden. Sein Blick wurde wieder nachdenklich. Er sah traurig aus. Wohl wahr. Früher, bevor er auf die Heaven Wolves getroffen war, hatte er ständig so ausgesehen. Jetzt, hatte er seinen stets etwas traurigen Blick zwar immernoch, doch es sah schwächer aus. Er fühlte sich hier nämlich auch glücklich, nur manchmal ergriff ihn die Vergangenheit. Doch wollte Cabe darüber reden? Der Rüde fühlte sich hin- und hergerissen. Einerseits wollte er ihr erzählen was ihn bedrückte,damit er nicht einen schlechten EIndruck machte, doch andererseits war er zu unsicher um es ihr zu erzählen. Nach einigen Sekunden des Schweigens, und des inneren Zankens der beiden Meinungen, öffnete Cabe endlich seinen Fang. Seine Stimme war etwas nervös, doch schwang auch eine bestimmte Traurigkeit mit, die auch in seinem Blick immernoch sehbar war.

Ich...Naja weisst du...Manchmal fühle ich mich an meine Vergangenheit erinnert...Und die Tatsache das Ramyla Welpen kriegt, nun, da dachte ich daran wie gut sie es haben werden hier, und dann...

Cabes Stimme verlor sich. Wieder blitzen Bilder auf. Die ersten Monate, die Kälte, der Hunger, der Hass und die Pein die er ertragen musste. Der Tod seiner Mutter, sein verrückter Vater, dann wie Surt, sein Bruder ihn angriff und töten wollte. Der Kampf, den er nicht wollte, der blutende Surt, der sich schwer verletzt auf ihn warf, seine Flucht, und dann...die Einsamkeit. Die Bilderreihe hörte auf, und Cabezan wurde sich bewusst, das er aufgehört hatte zu reden.
Leise fügte er hinzu, alle schüchternheit vergessend:

Dann musste ich an meine Welpenzeit denken, de nicht einfach war. Es...Meine Geschwister hassten mich, zusamme mit meinem Vater und machten mir mein Leben schwer. Meine Mutter, wurde umgebracht, und mein Bruder versuchte mich zu töten...Ich kann das nicht in Worte fassen. Manchmal überrollt es mich einfach, wie ein peitschender Sommersturm, den wolkenlosesten, friedlichsten Tag...

Cabezan hörte auf zu reden, und lächelte die gräuliche Fähe vorsichtig an. Nun, war es raus. Ungeordnet, kurz, aber...Er hatte es erzählt. Der Nebelblaugraue schaute ein bisschen verwirrt drein, obwohl er wusste das er Delta war, konnte er seine Eigenschaften und sein Benehmen einfach nicht wirklich in diese Form reinpressen. Doch er wusste, das alle eine Vergangenheit hatten, die nicht umbedingt schön war. Vielleicht auch schlechter als seine. Doch er konnte sie einfach nicht verlassen, er war nicht so...hart. Die frühen Sonnenstrahlen spielten immernoch wunderschön auf dem Wasser, so dass Cabezans Blick kurz dort hinüber gezogen wurde. DOch gleich besann er sich wieder, auf seine Gesprächspartnerin zu achten.

( denkt nach / spricht mit Reya )

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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Sep 06, 2010 6:17 am

    Einem lauerndem Beutegreifer gleich huschte der bernsteinfarbene Blick über die zahlreichen Wölfe, ohne einen einzelnen Funken preis zu geben, was er dachte, besser noch, was er plante. Die Gerüchte waren weitläufig, viele behaupteten, der gesichtslose Mörder könne keinen Plan zustande bringen, da er stets jede Konfrontation siegreich mit den Zähnen ausfocht. Doch dies war eines der größten Irrtümer überhaupt und fand Rahsaan jenen Bastard, der dieses Gerücht streute, würde er ihm den Kopf in tausend kleine Fetzen reißen.
    Kurz glomm in den kalten Eispickelaugen etwas auf, was entfernt an die Glut eines gewaltigen Feuers erinnerte, jedoch rasch wieder im Keim erstickt wurde. Doch mochte man dieser Illusion, für welche man dies gewiss hielt, nicht Glauben schenken, aus dem irrwitzen Hoffnungsschimmer heraus, nicht bestätigt zu sehen, was man in ihm sah. Mit einem höhnischen Zug um Lefzen und Augen beobachtete er nun dieses Rudel, welches, obgleich er selbst mitten drin stand, fremde und potenziell gefährliche Wölfe wohl nicht zu sehen glaubte. Es wäre ein durchaus interessanter Fakt, den zu berücksichtigen einige Sekunden einsparen könnte. Sein Blick glitt weiter, über Körper und Geist, drang in Seele und Seelenspiegel ein, ohne Rücksicht auf eventuelle Traumata´s zu nehmen. Später würden sie ohnehin nicht weiter daran denken müssen, denn dann wären sie allesamt tot.

    Der scheinbar ausdruckslose Blick blieb an jenen drei Wölfen hängen, welche, kaum dass sie ihre offensichtliche Sommerresidenz erreicht hatten, bereits den Streit suchten. Der Gedanke keimte in Rahsaan auf, dass sich dieses Rudel am Ende des Herbstes, Anfang Winter, wohl selbst umgebracht hatte und es seiner Fähigkeit dann gar nicht mehr bedurfte. Doch obgleich der Gedanke, dem Rudel dabei genüsslich zuzusehen, wie sich die Wölfe gegenseitig in grobe Fetzen rissen, etwas Erregendes für den Grauen hatte, wollte er doch lieber selbst Pfote anlegen. Sofern dies dann am Ende noch möglich war.
    Missmutig schnaubte er, als sich einer der liegenden Wölfe erhob und mit wachsamen, jedoch noch freundlichem Ausdruck auf ihn zuschritt. Höchstwahrscheinlich bekleidete diese Fähe jenen sinnlosen Rang der Optimistin im Rudel, deren Aufgabe es war, für allgemeines Wohlbefinden und gute Laune zu sorgen. Na, das hatte ihm gerade noch gefehlt! Dementsprechend ablehnend sah er der Fähe entgegen, ahnte aufgrund ihrer durchaus als vorsichtig zu bezeichnenden Bewegungen und Gesten, dass sie in anderen Umständen war. Was gäbe dies für ein Spektakel, würde er diese Fähe als Pfand verwenden. Mehrere Leben im Gegenzug für das Leben des Rudels. Niemand könnte sagen, dass es ein unfairer Tausch war und kurzweilig funkelte ein durchtrieben boshafter Glanz in seinen dunklen Bernsteinaugen. Doch dieser verschwand ebenso schnell wie auch jede andere Emotion aus seinen Augen und sein Blick wirkte kühl und distanziert wie eh und je. Leer.

    Nun erreichte sie ihn, doch ganz nach Rahsaan Antar Amir Schattenkrieger Art glitt sein Blick, kaum dass sie vor ihm stand, wiederum zu jenem kleinen Haufen an Wölfen, die der Meinung waren, ihre Familienuneinigkeiten lautstark austragen zu müssen, dass selbst das Rudel dreißig Kilometer weiter sie verstehen könnte. Als ignoriere er die Fähe vor sich vollkommen, drehte er seinen nun langsam wieder etwas trockener werdenden Körper, die Muskeln bewegten sich nur kurzweilig und stand nun auf abweisende Art und Weise vor Ramyla. Nämlich in jener Form, welche absolute Missachtung und Ignoranz ausdrückte. Niemand hatte je behauptet, dass Rahsaan nicht rachsüchtig wäre und dies demonstrierte er soeben. Er hatte ihren abschätzenden Blick bemerkt, hatte beinahe ihrem inneren Monolog folgen können, der sich hinter dieser Stirn verbarg und hätte nicht übel Lust dazu verspürt, ihr an Ort und Stelle die Kehle herauszureißen.
    Obgleich sein Wesen, welches keinerlei positive Charaktereigenschaften aufzuweisen schien, derart schwarz von Natur aus zu sein schien, war es dennoch immer wieder verblüffend, wie sensibel die Seele dieses Monsters dennoch sein konnte. Auf feinfühlige Art und Weise erspürte er Dinge, die anderen verborgen blieben, manchmal sogar dem Täter selbst. So auch hier, denn wie sonst hätte er Ramyla´s Abneigung gegen ihn sonst bemerken können?
    Diese Antwort gefiel Rahsaan und vorerst ließ er sich davon ablenken und wiederum umstimmen, wurde mehr oder minder gnädig gestimmt. Vorläufig und nur äußerst geringfügig. Er hätte es lediglich spüren können, wenn er ein Gott wäre. Und beinahe ebenso blickte er nun auf besagte Fähe hinab, was keineswegs kompliziert war, das sie ohnehin eher von kleinerer Statur zu sein schien. Im Gegensatz zu seiner wahrhaft mächtigen Erscheinung, doch machte er keineswegs den Fehler, ein zu allem entschlossenes Wolfsweibchen zu unterschätzen. Nein. Obgleich ihm dies nachgesagt, war er doch keineswegs von dummer Sorte.

    .o( Sprich aus, was du denkst, doch behalte deine Gedanken für dich. Sie interessieren mich nicht im Geringsten. )o.

    dachte er und blickte nun eine Spur arroganter auf sie hinab. Die anfängliche Kühle seines Blickes schien weiter zu erstarren, sich in seinen bernsteinfarbenen Blick zu fressen und aus diesem heraus wie ein eisiger Speer zu agieren. Mit herablassender Arroganz glitt sein Blick über ihren Körper, als ginge es bei dieser Begegnung um Gottheit und Sterbliche. In gewisser Weise sah Rahsaan sich auch so, eventuell. Nichts gab sein Blick preis, seine Haltung ebenso verschwiegen wie auch er selbst. Auf die Worte der Wölfin hin ließ er seinen eiskalten Bernsteinspeer nochmals in gesamter Kraft auf diese los, blickte dann jedoch ganz gelangweilter Apollon wieder über die Ansammlung an Wölfen. Ein knappes Nicken wäre bestenfalls Antwort auf ihre indirekt gestellte Frage gewesen, doch so hüllte Rahsaan Antar Amir Schattenkrieger sich in eisiges Schweigen.



[Beobachtet noch immer l Mit Ramyla ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Mo Sep 06, 2010 8:29 am

Noreya war sich schon sicher, dass Cabezan nicht antworten würde, als er doch noch anfing zu reden. Aufmerksam hörte sie ihm zu. Sie merkte, dass er nervös war, als er darüber sprach und vermutete, dass er noch nie oder nicht sehr oft darüber geredet hatte. Sanft lächelte sie ihn an, als er mitten im Satz abbrach, und hoffte dabei, dass er merkte, dass es ein mitfühlendes Lächeln war und dass sie damit nicht seine Erlebnisse belächeln wollte. Doch sie sagte nichts, auch nicht, als er weiter sprach, und als er geendet hatte sah sie ihn zunächst nur ruhig an. In Gedanken beschäftigte sie sich immer noch mit seinen Worten. „Mein Bruder versuchte mich zu töten...“ Bei diesen Worten war Noreya zusammengezuckt, zu bekannt kam ihr das vor. Sie hoffte, dass Cabe das nicht bemerkt hatte, denn sie wollte nicht, dass er danach fragte. Sie wollte nicht, dass sie ihn dann anlügen müsste. Stattdessen sah sie ihn mitfühlen an und sagte:

„Ich verstehe dich, besser, als du dir vielleicht vorstellen kannst. Ich weiß, wie es ist, wenn einen solche Erinnerungen ständig verfolgen... Es dauert Jahre, bis man das vergessen kann... Nein, vergessen kann man es eigentlich nie, aber bis man es akzeptieren kann... Und doch werden dich diese Erinnerungen immer verfolgen, egal, wie alt du bist und wie sehr du dich veränderst. Es gibt kein richtiges 'Heilmittel' dagegen, doch vielleicht hat es dir geholfen, dass du darüber reden konntest. Manche schaffen noch nicht einmal das...“

Sie hatte schon am Anfang nicht laut geredet, doch gegen Ende war Reyas Stimme noch leiser geworden, der letzte Satz war kaum mehr als ein Wispern. Erschrocken merkte sie, dass sie viel von sich Preis gegeben hatte, beinahe zu viel. Sie zwang sich, ihre Gefühle wieder unter Kontrolle zu bekommen. Entschuldigend sah sie wieder zu Cabe.

„Verzeih mir... Ich sollte dich trösten, doch ich fürchte, meine Worte haben dir nicht geholfen... Ich...“


Sie brach ab. Was sollte sie schon weiter sagen? Cabezans Worte hatten ihre eigenen Erinnerungen geweckt, und ohne es beabsichtigt zu haben, hatte der Nebelgraue es geschafft, hinter Noreyas Maske zu schauen. Sie wusste nicht, ob er das gemerkt hatte, doch sie vermutete es. So oder so fielen ihr keine tröstenden Worte ein, die sie ihm sagen konnte. Sie wusste, wie es war, wenn man seine Familie verlor, doch sie wusste nicht, wie es war, wenn man aufwuchs in dem Bewusstsein, dass seine Familie einen hasste. Sie versuchte es nachzufühlen, doch es gelang ihr nicht. Vielleicht war es schlimmer, wenn man erst eine glückliche Zeit mit seiner Familie verbrachte und diese dann starb, vielleicht war es aber auch schlimmer, wenn man nie eine richtige Familie gehabt hatte. Noreya wusste es einfach nicht und würde es wohl auch nie wissen...


[denkt nach l redet mit Cabe]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Di Sep 07, 2010 7:33 am

Dankbar sah Namid Ramyla an. Er fühlte sich nun sehr viel besser und die Tatsache, dass es sowohl Ramyla wie auch ihren Welpen gut ging, machten ihn fröhlicher. Auf einmal nahm Namid zwei fremde Gerüche wahr und hob sofort den Kopf. Es waren zwei Wölfe, doch der eine von ihnen, eine Fähe, war schon von Raziel und Blake bemerkt worden. Raziel schien die fremde Fähe schon zu kennen, denn er und sie lieferten sich eine ziemlich heftige Unterhaltung. Über was wusste Namid nicht, aber als Ramyla aufstand und zu dem fremden Rüden ging, wandte er seinen grauen Kopf zu ihnen hin. Der Fremde sah keineswegs freundlich aus, er erinnerte Namid etwas an Mika. Dennoch machte er keine Anstalten aufzustehen, da er wusste, dass Ramyla das schaffen würde.

.oO(Sie ist eine gute Betera...)Oo.

Langsam schweifte sein Blick über das blaue Wasser, welches ihm Sicherheit gab. Es beruhigte ihn auch wenn er erst einmal nicht vor hatte es noch einmal zu durchqueren. Schließlich blieben seine bernsteinfarbenen Augen auf Kische ruhen. Namid versank in Gedanken und Erinnerungen, wobei nur noch seine Ohren zeigten, dass er seine Umgebung noch wahr nahm. Diese horchten nämlich, was bei Ramyla und dem fremden Rüden passierte. Sollte es zu einer feindlichen Situation kommen, würde Namid sofort zu ihr eilen können, um sie und ihre Welpen gegeben falls zu schützen. Obwohl natürlich auch Samir da war und sicher ein Auge auf Ramyla hatte, falls es zu einem Kampf kommen sollte. Ein Kampf würde für Ramyla und ihre Welpen sicher im Moment ungelegen kommen.
Seinen Blick immer noch auf Kische gerichtet, kamen in ihm Bilder hoch. Bilder von den Pumas und vor allem von Kische, die schwer verletzt worden war. Dann aber klärten sich seine Augen wieder und er schaute erleichtert zu Kische.

.oO(Ihre Wunden sind wirklich gut verheilt. Es ist schön, dass sie es geschafft hat.)Oo.

Etwas schwerfällig richtete sich Namid auf. Sein Magen knurrte etwas und er nahm sich vor, später jemanden zu fragen, ob er ihm etwas jagen könnte. Er selbst hatte es nämlich nicht so mit dem Jagen, sein rechtes Auge war blind und behinderte ihn damit nur noch mehr beim Jagen. Außerdem wurde er in seinem Alter viel zu schnell müde. Langsam ging Namid zu Kische und blieb vor ihr stehen. Freundschaftlich stupste er sie mit seiner Schnauze an und fragte dann:

„Ist es nicht schön hier? Nun wird sicher alles besser werden und wir können uns alle ausruhen.“

Kurz wandte er seinen Kopf zur Seite, um einem blauen Schmetterling nachzusehen, doch dann blickte er wieder Kische an. Er hoffte, dass sie die zusätzlichen Strapazen durch die Reise hier her gut durchstanden hatte. Seit dem Vorfall mit den Pumas hatte er ein freundschaftlicheres Verhältnis zu Kische.


[bei Myla/denkt nach/spricht mit Kische]
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BeitragThema: Re: Kapitel 4 - Sommerwindes Seelen   Di Sep 07, 2010 9:56 am

    Das würde anscheinend keine harmlose Unterhaltung werden. Genau genommen war es nicht einmal eine Unterhaltung, denn der Fremde blieb schwieg. Mit leicht schief gelegtem Kopf und beinahe frechem Blitzen in den Augen musterte Ramyla den Grauen. Entweder er war taub oder stumm oder beides. Oder aber… er wollte nur nicht reden. Letzteres erschien der Fähe wahrscheinlicher. Na ja, wenn er nicht wollte… aber wozu hatte man den sonst einen Fang! Wahrscheinlich hatte sie Recht gehabt und der Rüde vor ihr glaubte, er hätte nur ein Maul, um nach allem, was ihm zu nahe kam, zu schnappen. Diesen Fehler machte Myla nicht. Sie kam nicht näher, wandte sich aber auch nicht verunsichert ab.

    Jetzt starrte der Fremde auch noch scheinbar gelangweilt an ihr vorbei. Himmel, was sollte das? Mit immer unzufriedener werdender Miene versuchte Ramyla ihrem Gegenüber in die Augen zu sehen. Vielleicht war er einfach nur schüchtern? Diese Vorstellung ließ die Fähe grinsen. Ob sie ihn einfach danach fragen sollte? Das wäre höchstwahrscheinlich ihr Todesurteil. Also besser nicht. Bedauernd legte Ramyla die Ohren an. Ihre Haltung war nicht im Mindesten unterwürfig, warum auch, aber ebenso wenig angriffslustig. Auch die Art des grauen Wolfs konnte man kaum als aggressiv bezeichnen, viel eher gleichgültig.

    .oO(Hinter Kälte verbirgt sich oft nur brennender Schmerz… und Trauer.)Oo.

    Dachte sie beinahe mitleidig. Sollte noch einmal versuchen, sich Aufmerksamkeit zu verschaffen? Auch wenn es wahrscheinlich nicht wirklich etwas bringen würde… dieser dunkle Rüde blickte auf sie herab wie auf einen Welpen oder ein vergammeltes Stück Knochen. Für den Wolf war das wohl dasselbe. Andere hätten sich davon vielleicht einschüchtern lassen. Ramyla nicht. Stattdessen lächelte sie nur übertrieben herzlich, aber man brauchte nicht viel Fantasie, um den leisen Sarkasmus darin zu erkennen.

    „Hallo, hast du mich gehört?“

    Fragte sie in amüsiertem Tonfall. Ja, der kalte Rüde amüsierte sie irgendwie. Dachte er wirklich, er wäre vollkommen gefühllos. Das war keiner. Diejenigen, die nach außen hin so schienen, hatten nur gelernt, den Schmerz zu verstecken. Und meistens waren es gerade sie, die den größten Gefühlen, nämlich Trauer und oft auch Hass ausgesetzt waren. Die Kunst bestand allein darin, auch damit umzugehen. Doch das beherrschte der fremde Rüde vor ihr ganz offensichtlich nicht. Er redete sich lieber ein, dass er gar nichts spürte. So ein Blödsinn.

    „Also, es läuft so: Du bist hier fremd und wir sind ein Rudel. Die Heaven Wolves, falls du es noch nicht mitbekommen hast. Entweder du gehst wieder, oder du schließt dich uns an.“

    Erklärte sie. Ohne, dass sie es richtig wollte, wurde ihre Stimme belehrend, so als würde sie mit einem unerfahrenen Jungwolf reden.

    „Im Übrigen wäre es höflicher, zu antworten, wenn man angesprochen wird. Vor allem, wenn man fremd ist. Das nur so nebenbei… falls es dir noch nie jemand gesagt hat.“

    Ob der Fremde antworten würde? Schwer vorstellbar. Erst recht nicht, wenn Ramyla so herablassend mit ihm sprach. Egal. Es war nicht ihre Art, sich zu verstellen. Sie wusste, dass sie das auch nicht nötig hatte. Er war es, der hier nicht hingehörte. Jedenfalls weniger als sie. Und wenn er jetzt nicht Leine zog – oder sagen würde, dass er blieb – dann würde er sie kennen lernen!


[bei Rahsaan || redet || verliert langsam die Geduld]

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