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 Kapitel 5 - Neues Leben

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Sa Okt 29, 2011 1:26 am

Neeraja war etwas überrascht über die Reaktion von Blake und senkte schnell den Kopf, sie hatte den Alpha keineswegs erzürnen wollen, aber schnell schien dieser sich wieder im Griff zu haben. Ihr Blick glitt noch mal zu dem Rüden, sie wollte hören was er sagte, hören was seine nächsten Worte waren, lauschen warum er so reagierte. Sein ganzes Rudel sollte Tod sein, wirklich Tod, alle Wölfe, aber was war mit der Fähe in der Höhle, von der er bei ihrer Ankunft gesprochen hatte und der weißen, wie hatte sie noch gleich geheißen, ach ja, Kade. Was war mit diesen Wölfen?! Sie überlegte, ob sie dem Alpha Hoffnungen machen sollte, dass diese Wölfe noch leben würden, vielleicht waren es falsche Hoffnungen, aber bevor sie die Worte aufhalten konnte, sprach sie sie dann schließlich doch aus:

„Tut mir leid. Aber hast du sie wirklich alle sterben sehen?! Wenn nicht, besteht doch eine vage Hoffnung, dass sie alle noch leben oder nicht?!“

Ein wenig ängstlich und unsicher vor der Reaktion des Alphas legte sie die Ohren an. Alle anderen Wölfe waren aus ihrem Kopf verschwunden, da war nun nur Blakes Sorge und Trauer um die anderen Rudelmitglieder. Die braune Fähe spürte zunächst nicht mehr das Blut von Kovu, welches an ihr herunter rann und sie rot färbte, ihr schönes braunes Fell verklebte und dann auf der Wiese seinen Platz fand. Gerne wäre sie zu Blake gegangen und hätte ihn irgendwie getröstet. Mit diesem Gedanken ging sie plötzlich zwei Schritte schneller und Kovu begann zu taumeln.

Die ganze Zeit hatte Neeraja, den Rüden Mika ignoriert, auch nach seinen drohenden Worten, die sie am liebsten nicht auf sich sitzen gelassen hätte, es aber getan hatte, weil andere Dinge wichtiger gewesen waren. Außerdem hatte es keinen Grund gegeben mit diesem Rüden sofort einen Kampf anzufangen, aber nun passierte etwas was Neeraja zunächst sehr erschütterte. Alles ging so schnell. Der Rüde war auf den taumelnden Kovu zugesprungen und hatte ihn umgestoßen, perplex blieb Neeraja stehen, war dort irgendeine Gefahr, gab es vielleicht doch einen netten Funken in Mika?! Nein, dort war keine Gefahr, der Rüde selbst war diese, denn er versengte seinen Fang in dem Bauch von Kovu und Neerajas Augen weiteten sich vor Erstaunen, Wut, Trauer und ja auch ein kleines bisschen Angst. Ein Funken aber nur, kaum sichtbar und doch wurde sie durch diese kurzzeitig gelähmt. Der Rüde, war schon vorher so gut wie Tod gewesen, aber jetzt würde er garantiert sterben und nun holte Mika auch noch aus zum finalen Schlag sozusagen. Er vergrub seine Zähne in Kovus Kehle und tötete ihn, nur kurz hatte der Todeskampf des Rüden angehalten, des Rüden, den Neeraja nicht mal richtig kennengelernt hatte. Warum tat sie nichts?! Warum tat Blake nichts?! War er genauso gelähmt wie sie?! Jetzt reichte es.

Die Fähe rührte sich immer noch nicht, sie war noch nicht bereit. Aber das Knacken der Rippen holte sie aus ihrer Trance. Noch tat sie so, als ob sie in ihr gefangen sei, aber während dessen spannte sie die Muskeln an. Ihre Pfoten machten sich bereit für einen Sprung, einen Sprung mit dem sie Mika zeigen wollte, dass er zu weit gegangen war und plötzlich war es ihr für kurze Zeit egal, wer der Alpha war. Neeraja stieß sich zusammen mit einem bedrohlichen Knurren vom Boden ab und prallte gegen Mikas Flanke. Ihre Lefzen hatten ihre Zähne frei gegeben, aber noch gebrauchte sie diese nicht. Sie brachte den Rüden zu Boden und in ihren Augen lag ein tödliches Funkeln, ein Funkeln, das keiner von ihr bisher kennen gelernt hatte und welches die Fähe in einem neuen Licht erscheinen lies. Aber das war Neeraja egal, sie stand über Mika gebeugt da, dessen Fänge immer noch von Kovus Blut beschmutzt waren und der höhnisch vor sich hin grinste. Die Fähe konnte nicht anders, sie musste ihm mit den Zähnen zeigen, dass er zu weit gegangen war, deswegen schnappte sie mit ihrem Fang nach seiner rechte Vorderpfote und biss zu, etwas kräftiger und schließlich rann Blut in ihren Fang. Als sie das merkte ließ sie los, ihre Bissspuren waren deutlich zu erkennen und sie würden dem Rüden Schmerzen beim Laufen bereiten, aber das war ihr gleich. Nun sprach sie knurrend:

„Mika, das ist nun deine Lektion, erstens dafür, dass du mir so haltlos gedroht hast. Glaub mir, man sollte eine Fähe nie unterschätzen und zweitens für das Töten von Kovu und glaube mir solltest du mir noch einmal in die Quere kommen. Werden meine Zähne deine Kehle berühren und dich zerfleischen…“

Nach diesen Worten trat sie ein paar Schritte nach hinten zurück und hielt sich aber bereit in Kampfsstellung, denn sie wusste schließlich nicht, wie Mika reagieren würde. Oder vielleicht würde Blake sie ja sogar vertreiben, sie fortjagen, ihr zeigen, dass sie zu weit gegangen war. Aber die Braune hatte sie nur von ihrem Herz leiten lassen und von ihrer Wut, welche langsam abklang, aber ihr Knurren nicht verringerte und auch nicht ihren wütenden und warnenden Blick, auflöste. Nein, Neeraja war wütend und kurz während sie das dachte glitt ihr Blick auch zu dem armen toten Kovu, es hatte eine kleine Chance bestanden, dass er vielleicht doch die ganzen Wunden überlebt hätte und nun war er Tod und seine Seele war vermutlich schon längst in die ewigen Weiten des Himmels eingegangen. Danach ruhte ihr Blick wieder auf Mika, sie war leicht erschrocken über ihr eigenes Handeln.


[direkt neben Kovu | danach greift sie Mika an | wirft ihn zu Boden und verletzt seine recht Vorderpfote | knurrt | etwas entfernt von Mika | sieht ihn an| bei Blake, Kartane und Sakura]

((Ich hoffe es ist ok, dass ich Mika verletzt habe?! Wenn nicht sagt mir per PN bescheid, Mika oder Blake, dann schreibe ich ihn um))
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   So Okt 30, 2011 1:41 pm

Als Blake sah, dass Neeraja, offenbar etwas eingeschüchtert oder erschrocken wegen seines Verhaltens, den Kopf senkte. Er zuckte entschuldigend mit den Ohren und biss die Zähen aufeinander. Neeraja hatte nichts verbrochen und er hatte keinen Grund gehabt sie deswegen anzuknurren. Sie war unschuldig, bei allem was sie bisher getan hatte und half ihm sogar, Kovu zu stützen, dessen himmelsblaue Augen weit in die Leere starrten. Erneut musste Blake an den Tagtraum denken, als er in die Weiten von Kovus Augen geblickt hatten. Dieses Lachen ... es ließ den Grauen einfach nicht los. Ein leichtes Schaudern fuhr ihm durch die Schultern, ließ kurz seine Nackenhaare aufstellen, ehe sich sein Fell wieder glättete. Er atmete die Luft ein, welche nun mit dem mettalisch salzigen Blutgeruch vermischt war. Blake befürchtete, dass der Geruch so tief in all seinen Poren, sogar in den spitzen seines Fells saß und er ihn nicht mehr rausbekam. Der Alpha wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Neera wieder ihre feine Stimme erhob. Missmutig blickte er geradeaus. Natürlich hatte er keine Hoffnung mehr. Aber das würde er der Bunten nicht sagen, sie war schließlich sie Einzige, die ihm hier versuchet Mut zu machen. Er lächelte sie halbherzig an und ein wenig Freundlichkeit trat in seine bernsteinfarbenen Augen.

"Nein, ich habe sie nicht sterben sehen, dass stimmt. Aber wenn ich mir Kovu angucke und daran zurückdenke ... es ist unmöglich, dass sie alle leben. Das überhaupt ..."

Er stockte und schüttelte den Pelz. Einen weiteren Versuch zu Reden schlug er nicht ein, also zuckte er nur schon wieder mit den Ohren und warf der Fähe einen kurzen, entschuldigenden Blick zu. Naja und dann kam natürlich, wie fast erwartet und als wäre es bereits ein standart, Mikas Stimme und ein neuer schwall Beleidigungen, die sich gegen Blake richteten. Der Alpha spürte ernuet diesen Ozean des Hasses in sich, seine Muskeln verkrampften sich. Mühsam hielt er ein fletschen der Zähen zurück. Genau das war es nämlich, was Mika immer überglücklich machte - wenn er sah, wie andere Wölfe sich über ihn ärgerten, ihn gedanklich verfluchten, fast die Beherrschung verloren. Blake verabscheute ihn aus den Tiefen seines Herzens und noch viel viel tiefer. Es gab nicht einmal Worte dafür. Hm, da musste er sich eben selbst hinsetzen und sich für diese Stufe des Hasses, Worte ausdenken.

"Dann kann ich dir ja sagen, dass du deine Klappe halten sollst, weil du einfach nur nervig ist. Tut mir ehrlich leid, ist aber so.",

plauderte der Graue drauflos. Seine Stimme war laut genug, damit Mika sie dahinten auf den billigen Plätzen auch hörte. Nun fühlte Blake sich auch schon viel besser, nach dem er ebenfalls etwas zu dem Altwolf gesagt hatte, was nicht seinen Freundlich- und Höflichkeitsvorsprachen entsprach. Manchmal war es doch so schön, gegen eigene Regeln zu verstoßen! Ein wenig lockerer ging er nun voran. Neeraja schien nun in Gedanken zu sein und gign ein paar Schritte schneller. Blake reagierte zu langsam und Kovu taumelte. Auf einmal schien alles ganz schnell zu gehen, eine Gestalt, ein massiger Schatten, sprang zwischen ihn und Neeraja und Blake knurrte automatisch zur Verteidigung. Sein Wolfsleib flog herum und er sah gerade noch, wie Mika Kovu zurück riss. Er sah die Gier, den Wille diesen Rüden nun zu zerfleischen in Mikas Augen. Und war sah man in Blakes Augen? Alles und auch nichts. Wut, Hass, Entsetzen. Mika ließ seinen breiten fang in Kovus Bauch schmettern, ließ die spitzen Fangzähne tief in das weiche Fleisch des roten Rüden senken. Blake spürte allmählich wie die Wut überzuklochen drohte. Er schien größer zu werden, schien sich noch mehr in die Höhe zu strecken. Das Nackenfell war hochgestellt bis hin zum letzten Haar und ließ ihn noch größer erscheinen. Die Augen des Rüden, schienen Feuer und Eis gleichzeitig zu sprühen, der Hass darinw ar kaum zu beschreiben. Blakes Lefzen waren bis zum Limit hochgezogen, die Zähne bedrohlich gefletscht. Oh, er hasste Mika, er hasste ihn und nun tötete er ein Mitglied seines Rudels. Das würde Konsequenzen haben. Nicht jetzt. Bald. Bedrohlich ragte er neben Neeraja auf. Nie sah Blake feinseliger und aggressiver aus, als in diesem Moment. Blake spürte den Wunsch, zu springen, auf Mika zu sprinegn und ebenfalls seine Fänge in dessen Kehle zu versenken. Doch so einfach war es nicht, Mika war kein Jungwolf und nicht gerade harmlos im Kampf. Und außerdem war da noch das Problem, dass Blake keine Wölfe töten könnte. Sonst läge Mika bestimmt schon irgendwo tot und vermodert auf einer Wiese.

Kurz wurden Blakes verhasste Gedankengänge gegen Mika von Neeraja unterbrochen, die auf einmal los sprang und gegen Mika prallte. Blake schüttelte leicht den Kopf, ehe er sah wie Neeraja sich in Mikas Pfote verbiss und schließlich etwas zu ihm sagte, was Blake nicht richtig verstand. Noch immer mit endlos gefletschten Zähnen trat er auf Mika und den nun zerschmetterten Körper von Kovu zu. Es zerris ihn innerlich, Kovu nun tot zu sehen. Dabei hatte er ihn noch gerettet, er hatte Kovu das Leben gegeben und Mika hatte es beendet. So schnell ging es. Mit flach angelegten Ohren streckte er seinen hals nach vorne, bis seine Schnauze beinahe die von mika berührte, ganz udn gar nicht liebevoll. Seine Augen spien Feuer.

"Du weißt ja, ich hasse dich. Aber Glückwunsch zu deiner Schandtat, nur ein weiterer Blutfleck unter deinen besudelten Pfoten, ja? Glaub mir, irgendwann bist du es, der so endet, auch wenn du mich mit in den Tod ziehst. Du wirst durch MEINE Fänge sterben, du Stück Dreck!"

Blakes Stimme war leise unter dem Knurren das tief aus dem Inneren seines Körpers kam und den gefletschten Zähnen. Er wirkte nicht verbissen und er hatte diesmal nicht im Sinn, Mika irgendwie, irgendwo mit seinen Worten zu treffen. Diesmal redete Blake Klartext und er würde diese Drohung wahrmachen, solange er noch Alpha war. Mika war sein Ziel und das würde so lange so weitergehen, wie der Altwolf sich im Rudel befand und Blake unter seinen Worten und Erniedrigungen litt. Seine Augen starrten nochmals in Mikas kalte, gierige Seelenspiegel, ehe er sich angewidert abwand. Er wand seinen Blick Neeraja zu, doch diesmal ohne Freundlichkeit. Blake war gerade richtig in Rage, zwar nicht wegen Neera, doch wenn Blake erst einmal richtig wütend war, dann hielt das schon etwas an.

"Wir gehen weiter.",

meinte er knapp zu den übrigen Wölfen, Sakura und Kartane. Wortlos trat Blake zu Kovu, dessen Augen nun leer und weit aufgerissen waren. Es tat ihm leid, dass der Rüde ausgrechnet durch Mikas Fänge sterben musste. Natürlich musste Blake sich insgeheim eingestehen, dass Kovus Tod richtig war, für das Rudel und auch für den armen Rüden selbst. Doch so zu sterben? Das hätte Blake nicht einmal seinem schlimmsten Feind gewünscht. Okay, doch, Mika war ja sein schlimmster Feind. Noch immer grollend ließ er Kovu ins Gras sinken. Der von anderen Tieren plattgetrende Weg sollte nicht durch ein Wolfsskelett geziert werden. Blakes Augen fuhren nochmals über Kovus einst starken Körper. Im Bauch des Rüden pragten nun Mikas mächtige Fänge und von der Kehle ganz zu schweigen. Mika schien ihm dazu gleich noch ein paar Halswirbekl gebrochen zu haben, denn der Kopf des Rüden stand in einem merkwürdigen Winkel vom Hals ab. Dazu kam noch, dass Mika seinen Brustkorb alleine mit seinen Pfoten angeknackst hatte. Oder waren es andere Knochen? Blake wusste es nicht udn wollte es auch nicht. Ein letztes Mal blickte er den zerschmetterten Körper an. Ein Windzug zog durch die Luft, schien wie eine Hand durch Blakes dichtes, graues Fell zu fahren. Der Rüde wandte den Blick schließlich ab, trat an Mika vorbei, erneut an die Spitze. Noch immer pochte all der angestaute Hass auf Mika in ihm wie ein zweites Herz, dass seine Venen und Aterien mit Gift versorgte. Er blickte in die Runde, er er schließlich voran gign, den Weg nach Cataracta weiter. Der Verlust von Kovu schmerzte in seiner Seele, doch das ließ er niemanden wissen. Wen auch? Wo war Ramyla, seine eigentliche Seelenklemptnerin, wenn man sie brauchte?

.oO(Tot. Sie sind alle tot!)Oo.

Blake unterdrückte ein Keuchen. Wieso verlor er nur alles?! Ramyla, Samir, Abla, Raziel, Namid, Kische? Wieso war er der verdammte Pechvogel, der alles, was er liebte verloren hatte, was ihm auch nur irgendwie und annähernd am Herzen gelegen hatte. Und stattdessen hatten sie ihm eine Strafe auferlegt, die er wohl so lange mit sich rumtragen musste, bis er starb. Oder Mika. Einer musste sterben und das bald.


[Neera, Tane & Kovu vorne, redet mit Neera || Auf Tausendachtzig durch Kovus Tod, bei Mika || Legt kovu abseits hin, geht weiter]
(Ihr macht meinen Blakey kaputt! xD)

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Nov 01, 2011 5:33 am

Er war so unfähig wie immer, wahrscheinlich der unfähigste Delta der ganzen Welt. Aber wenigstens tat er was sein Job war, wenn er sogar das vergessen hätte, na dann wäre es aus mit ihm gewesen! Zum Glück war er noch nicht so tief gesunken, ach was für ein Glück! Dabei konnte man den Nebelgrauen mit Recht etwas schusselig nennen. Er nannte sich ja selbst die ganze Zeit über so. Oh ja, wie er sich selbst beschimpfte, dass hatte die Welt noch nicht gesehen. Irgendwer musste es ja tun, wenn die Anderen im Rudel zu viel Feingefühl dazu hatten. Nein, es war ja auch irgendwie gut so und Cabe war schon dankbar dafür. Wenigstens stellte man ihn nicht als den größsten Loser des Rudels dar, auch wenn er es in Wirklichkeit war. Das leise Lachen der Altfähe Noreya drang an seine mit grauen Flaum bedeckten Ohren und er zuckte erst einmal zusammen. Schuldbewusst und ein wenig beschämt schenkte er ihr einen Blick, in dem Glauben, sie hätte ihn für seine stockende und katastophale Art die Neue zu begrüßen, ausgelacht. Doch mit dem ersten Blick in ihre braunen Seelenspiegel überkam den Rüden eine kleine Welle der Erleichterung. Da war keine Schadenfreude in jenen Augen, die schon so viel gesehen zu haben schienen, jedenfalls konnte der Nebelgraue keine erkennen. Der Ausdruck in senen Nougataugen wurde weicher und ein wenig dankbar und er nickte mit einem feinen, schüchternen Lächeln. Er mochte die bräunliche Hybridfähe sehr, sie hatte ihm damals viel geholfen, auch wenn sie nicht so viel getan hatte. Sie tat ihm auch ein wenig Leid, solch einen Bruder zu haben wie Mika! Dagegen waren seine Geschwister ja regelrecht kleine Lämmchen.

"Oh. Schade irgendwie. Ich hoffe sehr es geht ihnen gut."

Sein Blick wurde trauriger, während er zu dem Gebirge wanderte, wohin der Jagdtrupp verschwunden war. Ob es ihnen wirklich gut ging? Er konnte nur inständig hoffen, dass sie nicht von diesem Felssturz betroffen gewesen waren. Na, und die übrigen? Blake, Sakura und so? Die Sorge zerfraß fast das schwache Amselherz des Rüden. Ach, womit hatten sie das nur verdient? Seine Leftzen fingen an zu zittern, doch er hielt sich zurück. Wenn er jetzt heulen würde, würde er so aussehen wie das größte Weichei auf Erden. Na gut, er war es ja auch, aber es war besser wenn er es vor den Anderen verbarg. Ach, sie wussten es ja eh. Doch der aufmunternde Stupser begleitet von einem erhlrichen Lächeln Noreyas beruhigte ihn und er blickte dankbar zurück als sie vor ihn trat. Zwar versetzte es ihm gleichzeitig einen leichten Stich, auch wenn ihm eine kleine Last von den Schultern genommen wurde. Schließlich war es ja eigentlich seine Aufgabe sich um die Neuen zu kümmern. Es war ja wirklich nett, dass Noreya helfen wollte, aber es gab Cabezan auch gleichzeitig das Gefühl, dass er unnütz war. Auch wenn er sowieso wusste, dass er es war, war es doch ein wenig schmerzhaft, dass aus der Reaktion der Freundin zu lesen. Freundin? Er blickte sie von der Seite an. Ja, wenn man alle aus dem Rudel anschaute, war sie doch wohl am ehesten eine Freundin für ihn. Jedenfalls sah er sie so. Was sie über ihn dachte, na, vielleicht war es besser das gar nicht zu wissen. Hatte ihn denn überhaupt jemand lieb? Hatte ihn jemand wirklich als jemanden angesehen, den er brauchte? Nein. Nie. Und es würde sich wohl so schnell nicht ändern. Wie automatisch wechselte sein Blick hibüber zu Kische, die man nur wage zwischen den Bäumen erkennen konnte. Nicht einmal sie würde sehen, was er wirklich fühlte. Was er wirklich brauchte. Dabei würde er ihr so viel geben, wenn er nur könnte. Wenn er sich doch nur nicht so dumm aufführen würde. Wenn er ein anderer Wolf gewesen wäre, hätte sie wahrscheinlich längst... Ach. Es war einfach zum verzweifeln. Schon wieder spürte er die Schwere, diese tonnenschweren Gewichte die ihn nach unten ziehen wollten. Ein leichtes Brennen machte sich in seinen Augen bemerkbar und er senkte den Kopf leicht. Warum, warum, warum. Wieso konnte er nicht einmal glücklich sein? War es denn wirklich alles seine Schuld? War er wirklich verflucht? Ja, er würde allen sowieso doch nur Unglück bringen. Auch dies war seine Schuld. Alles, alles, alles. Er wollte fliehen. Vielleicht, wenn er damals Kische nachgesprungen wäre, an diesem Kliff, dann wäre alles besser geworden. Nein, er durfte nicht so denken. Auch wenn er nichts ausrichten konnte, musste er doch versuchen alles zum Besseren zu biegen. Das war er ihnen allen schuldig, die ihn, zwar vielleicht nur für einige schöne Augenblicke, aber trotzdem so fühlen gelassen hatten, als hätte er wirklich ein Zuhause gefunden. Also hob er sein Haupt wieder, versuchte wieder Anschluss zu finden. Noreya hatte wohl schon fast alles geregelt. Er musste also nur still daneben stehen. Wenn er die Klappe aufmachte, kam sowieso nur Schwachsinn raus. Etwas regte sich in seinen Augenwinkeln, er sah wie Ramyla von dannen huschte, in Richtung des Gebirges wohin Samir und die Übrigen verschwunden waren. Er presste die Leftzen fester aufeinander und blickte ihr traurig nach. Er wünschte ihr alles Glück was sie haben konnte, dass sie ihren Geliebten fand. Die Arme, was für Schmerzen sie wohl durchstehen musste. Es tat Cabezan schon weh, seine Betera so zu sehn. Es stoch in seinem Herzen. Aber Myla musste doch innerlich zerrissen werden! Wenn er daran dachte, wie er fühlen würde, wenn Kische... Nein. Es war schlimm. Alles war gerade passierte war unmöglich schlimm. Ein kleiner Seuftzer entfuhr seinen Fängen. Da waren seine alten Begleiter wieder, diese nie endende Trauer und Schwere. Dabei hatte er gedacht, wenigstens jene hätte er endlich hinter sich gelassen. Tja, wohl falsch gedacht. Doch jetzt erstmal konzentrieren, konzentrieren auf diese Kimba.

"Oh, ich bin sehr erfreut, dich kennen lernen zu dürfen, Kimba."

Er lächelte ihr zu, auch wenn dieses Lächeln eher blass war. Auf ihre nächste Frage folgte er kurz ihrem Blick, doch Ramyla war bereits aus seinem Sichtfeld verschwunden. Nachdem er sich zu Kimba zurückgewandt hatte, öffnete er nach kurzem Überlegen seinen Fang.

"Sie sucht den Vater ihrer Welpen. Er ist zusammen mit einem Jagdtrupp noch vor dem Erdbeben ins Gebirge gezogen..."

Es erstaunte ihn, wie ruhig er im Moment klang, auch wenn ein kleines bisschen Bitterkeit sich in seine Stimme mischte. Trauer nahm ihm die Angst, wie es aussah. Und trotzdem, beides war einfach unaushaltbar. Wandelnd zwischen Angst und Trauer, wer wollte das schon? Er seuftzte erneut, doch beschloss gleichzeitig im nächsten Moment, sich etwas zusammenzureißen. So ging das nicht weiter.


{ bei Noreya & Kimba | in der Nähe von Cheza & Sachi (&Kische) }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Fr Nov 04, 2011 6:36 am

Vaki saß auf seinen Hinterbeinchen, die buschige Rute fein säuberlich um die kleinen Pfoten gelegt und blickte mit einem Grinsen in die Runde. Jetzt war er hier, mit zwei wunderschönen Fähen in einer Höhle! Das konnte ja nur gut gehen. Naja, die beiden Spinner und der Alte war auch noch da, aber damit würde Vaki schon klarkommen. Sein Blick blieb an Jazuac hängen und als sie diesen erwiderte, blieb sein Herz für einen Moment stehen und fing kräftig anzuschlagen. Sie fragte ihn, ob er wirklich den Weg nach draußen konnte. Zuvor jedoch sah sie eher verwirrt aus, hatte noch einmal deutlich 'Fuchs' geschrien und Vaki war froh, das sie ihn nicht mehr Frettchen nannte. Schnell leckte er sich über das Brustfell und reckte schließlich stolz den Kopf, ehe er ihr aufplusternd antwortete.

"Ja! Den kenne ich. Ich bin schon ziemlich lange hier."

Eifrig nickte er deutete wieder auf den linken Ausgang. Die Streitigkeiten zwischen Raziel und Samir gingen kurz weiter und Vaki grinste nur dreist. Schließlich entschied dieser aufgeblasene Samir sich dazu, den linken Tunnel zu betreten. Raziel meinte noch, dass er keinen von ihnen die Führung überlassen wollte und da legte Vaki empört die Ohren an. Er war es doch, der hier den Weg kannte und nicht dieser Spinner namens Raziel! Raziel wusste doch garnichts, Vaki war der geborene Füher! Alpha, oder wie auch immer diese Wölfe Ränge nannten. Jedenfalls blickte Vaki Raziel nun beleidigt an, doch dieser warf sich auf den Boden und fing an Nein zu schreien. Vaki schnippte genervt mit den Ohren.

"Also, wenn du fertig bist, können wir dann mal los?"

Der junge Fuchs seufzte tief theatralisch und folgte Samir schließlich in den linken Tunnel. Langsam fign ihm der schwarze, monotone Rüde an leid zu tun. Wer schlug sich schon gerne die ganze Zeit mit einem Raziel rum, der nicht alle Sterne am Himmel hatte? Wirklich traurig. Abwartend blickte er zu Jazuac, welche ihm folgen wollte. Automatisch wurde er ein paar Milimeter größer, dass er Riesen-Samir schon bis zur Schulter reichte. Überhaupt, was waren dass hier eigentlich für Riesen Vicher? Naja, abgesehen von Jazu. Die Fähe war wirklich klein und das passte Vaki gut ins Konzept. Fröhlich wippten seine Ohren vor und zurück.


[Rudel || Redet mit Jazuac; geht los || Redet mit Raziel]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   So Nov 06, 2011 3:05 am

Kische sah nichts, roch nichts, spürte nichts. Alles war weg, sie war völlig abgeschieden von der Welt. Diese ganze Hektik, es war einfach zu viel. Die Rotbraune konnte sich kaum mehr auf etwas konzentrieren, erhaschte sie einen kurzen Blick in das ganze Geschehen, sah sie doch nur wieder Schwarz vor Augen. Auch ihr Körper schien seine Kraft verloren zu haben. Wenn sie irgend wo stehen blieb, dann wie angewurzelt. Sie konnte nicht einmal blinzeln. Dieses ganze Geschehen war einfach zu unfassbar. Und wenn sich der graue Rüde vor ihr bewegte, nur dann konnte auch sie sich bewegen. Ihre Schritte waren zwar nur tapsig und langsam, aber sie konnte dem Rüden doch folgen und kam gut hinter der Gruppe hinterher.
Fast so fühlte es sich an, als würden ihre Herzschläge pausieren, kein Klopfen mehr, das Blut in ihren Körper pumpte. Es war... ein Schock.

Nach geraumer Zeit in der sie praktisch nichts fühlte, konnte sie endlich wieder ihren Kopf schütteln und wenige verschwommene Dinge sehen, die sich vor ihren Augen abspielten. Sie war sich sicher, dass sie Cabezan ohne Bedenken folgen konnte. Irgend wann wären sie wieder in Sicherheit. Und während Kische ihren Orientierungssinn komplett verlor und Ort und Zeit vergaß, spürte sie doch, dass Cabezan ein Schutz war. Wenn sie bei ihm blieb, würde ihr nichts passieren. Und so wurden es immer mehr Wölfe, auch welche, die sie gar nicht kannte. Sie alle rannten in verschiedenste Richtungen und doch waren sie noch eine Gruppe. Kische war das alles egal. Sie war zu schwach um jemandem zu helfen, sie konnte sich auf nichts konzentrieren. Das einzige was sie richtig wahrnahm, war eben... Cabezan. Warum auch immer.

Die gespaltene Erde und das Beben, das Bäume und Felsen umkrachen ließ, wirbelte so viel Sandstaub auf, dass sie in der Ferne kaum etwas erkennen konnte. Sie wollte helfen, sie wollte nicht als Nichtsnutz da stehen, aber es ging irgend wie nicht. Es war wie in einem Traum. Man bekam alles etwas ungenau mit, lebte die Geschichte bis zum Ende mit, konnte aber nicht wirklich in sie eingreifen. Alles passierte ohne Vorahnungen. Man konnte nichts an dem ganzen ändern, es passierte eben wie durch Zauberhand.
Und weil Kische nichts ändern konnte, wollte sie doch versuchen, wenigstens eine Rolle in dieser Geschichte zu spielen. Also begann sie zu laufen, und das tat sie nicht hinter dem großen Rüden, sondern neben ihm. Sie musste zwar einen Teil aufholen, aber sie erreichte ihn schließlich.
Und dort waren wieder andere Wölfe, dessen Gesichter sie noch nie gesehen hatte. Cabezan schien mit einer der Fähen zu reden, wie sich herausstellte hieß sie Kimba.
Keuchend machte die Rotbraune neben Cabezan Halt und senkte ihren Kopf. Irgend wie schämte sie sich, dass sie kaum helfen konnte...

[Bei Cabezan, schließlich auch bei Noreya & Kimba]
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Kartane


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Nov 08, 2011 4:03 am

Kartane trottete ruhig neben Neeraja und Blake herum. Sie nahm alles wie durch einen getrübten Schleier war. Als würde es heftig regnen und die Farben der Welt zu einem einzigen tristen Farbton verwaschen. Sie wusste nicht, was los war. Es schien ihr, als würde sie alles in einem Traum erleben, obwohl sie doch soeben noch alles mitbekommen hatte. Sie bemerkte, wie der Haufen weiterzog, wie Blake den anderen Wolf ablegte. Er war tot. Tot. Nicht mehr hier. Die Schattenkriegerin kannte ihn nicht, doch er tat ihr auf eine gewisse Weise leid. Sie hob den Kopf und reckte ihren Fang gen Himmel, um einen Stillen Gruß zu Abschied an der Verstorbenen zu richten.

Mehr schaffte sie nicht. Ihre Beine waren schwer und es war ganz und gar nicht einfach, so weiterzulaufen. Auch die ganzen Gespräche, wenn man diese als solche bezeichnen konnte, nahm sie nciht mehr richtig wahr. Um sich abzulenken, und wenigstens etwas zu erfahren, wandte sie sich an den grauen Alpha, der neben ihr lief.

"Blake, es tut mir leid, wenn ich das nun einfach so frage. Aber wo gehen wir hin? Ich bin momentan etwas verwirrt"

entschuldigte sie sich mit einem leichten Lächeln und sah den Rüden dann mit fragenden Augen an. Er würde ihr garantiert helfen, den Verstand wieder zufinden, falls es das war, was ihr in diesem Moment zu fehlen schien. Die Weiße war ratlos. Nicht in der Lage, selbstständig für irgendetwas die Verantwortung zu übernehmen. Aus diesem Grund war sie froh, dass sie zu dem Rudel gefunden hatte und Wölfe kennenlernen konnte, die ihr Gesellschaft leisten würden.

_____________


I don't wanna hear the bad news when I was a little girl In front of the mirror I couldn't understand a thing There were tears falling down my cheeks no matter How much, I washed my face, I couldn't wash my soul.

Blake.
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Mika


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Nov 09, 2011 5:05 am

Während er den erschlafften Körper des früher so lebensfrohen Rüden zu Boden Fallen ließ und nur einen kurzen Blick in die ausdrucks- und leblosen Augen Kovus warf, fing sein Kopf an, sich langsam zu klären. Er hatte es vermisst, verdammt nochmal. Wie lange war es her gewesen, dass er das letzte Mal das Leben aus jemanden rauslaufen sah? Bestimmt viele Monde. Es hatte sich eben in ihm aufgestaut, der ganze Frust und der Drang. Mit seinen kleinen Spielchen hatte er ein wenig nachholen können, aber im Endeffekt waren sie ja gar nichts. Mika brauchte es, es war wie eine Säuberungsaktion. Mit jedem Mord befreite er sich von etwas, von einem fesselnden und einigenden Gefühl. Einem Gefühl des Zwangs. Es war eben so, schon seit Jahren. Erklären konnte er es nicht, nein. Es wäre gut gewesen, wenn er es könnte, doch glaubte er nicht, dass er es je in Erfahrung bringen könnte. Genau in dem Moment, wo er sich dazu besann, dass es schlau wäre jetzt erstmal vorsichtig zu sein - wer wusste, wie diese Hitz- und Dummköpfe auf so einen einfachen Akt reagieren würden - spürte er schon einen Schlag in seiner Flanke. Er war noch zu unvorbereitet gewesen und so schalt er sich, wütend. Es war einfach zu plötzlich gekommen und so schaffte es diese mikrige Fähe, ihn zu Boden zu pressen. Ein wütendes Knurren bahnte sich aus seinem todbringenden Fang und er schnappte bedrohlich nach ihr, sich aufbäumend. Dennoch konnte diese freche Fähe einer seiner riesigen Pfoten - man sollte sie vielleicht eher Pranken nennen - und biss fest hinein. Mit einem wütenden Aufbrausen, welches klang wie ein Donnerhall kleineren Kalibers ließ er seinen wuchtigen Körper nun endgültig gegen den ihren Knallen und beförderte sie somit ebenfalls halb zu Boden, mit der verwundeten Pfote ihr einen großen Hieb auf die Schnauze gebend, was bei der Kraft die darin steckte schon prächtig weh tun konnte. Immernoch grollend gab er ihr einen letzten, verachtungsvollen Blick aus den dunklen Seelentunneln und spuckte ihr zwischen die Augen. Dann ließ er scheinbar angewiedert von ihr ab und trat zurück.

"Du bist es nicht einmal wert, dass ich meine Fänge gegen dich benutzte, Drecksviech. Lektionen hast eher du nötig, kaum einige Minuten aufs Rudel getroffen und schon lässt du Blut fließen. Denkst du wirklich es macht einen Unterschied ob du ein Fähe oder ein Rüde bist? Ich bin nicht so naiv und teile Wölfe nach diesem Schema ein... Feuerte er zurück mit hasserfülltem Hochmut in der Stimme und seinen Augen. Sein Stolz war wohl verletzt, dass ausgerechnet so eine Made von Wolf der verachtenswertesten Sorte ihn zu Boden schubsen konnte. Die dunklen Augen verengten sich, nun voller Spott und es zeichnete sich wieder ein selbstbewusstet Lächeln des Spotts auf seine Züge. "Das du überhaupt meine Kehle berühren könntest, was für eine kranke Vorstellung! Wach auf, Krähenfraß. Gehirnzerschmetternde Illusionen führen nur in die Zerstörung.

Er rümpfte seine Schnauze und wandte sich von jenem schämenswerten Anblick der braungrauen Fähe ab. Lektionen erteilen? Warum hatte er so ein Déja-vu Gefühl? Ach ja, Ramyla. Nun, aber im Gegensatz zu dieser Neeraja, war jene noch ein zahmes Schaf! Nun aber drängte sich ein neues Objekt in sein Gesichtsfeld. Blake mit seiner hässlichen Visage fast Mikas Schnauze berührend. Nur leicht hob Mika seine dunklen Leftzen, sodass man nur kurz die blutbesudelten Fänge sehen konnte. Hass und Hohn stand in seinen Augen. Verachtung der reinsten Art. Doch er wich nicht zurück, egal wie sehr ihn die bloße Nähe des Rüden anwiederte.

"Du bist so etwas von unqualifiziert für den Posten eines Alphas Blake. Wie kann man so inkompetent sein? Du merkst nicht, wann man ein Rudelmitglied von seinem Leid erlösen soll, nun gut. Das kann man viellecht noch hinnehmen. Doch selbst wenn sich einer deiner Untergebenen gegen deine ausdrückliche Verbote verstößt - ein Rudelmitglied tötet - gibt es keine Strafe? Ein kleines Anfauchen und das wars? Und DU willst dich Alpha nennen? Nach einiger Zeit wird die niemand mehr folgen wollen, dass verspreche ich dir."

Ein Grollen wich aus seiner Kehle, während er ein höhnisches Lächeln von sich gab. Blake war nicht passend für die Position eines Alphas, nein. Es ging einfach nicht. Siehe da! Jetzt sagte er einfach, es sollte weitergehen. Ein Rudelmitglied getötet und gleich ging es weiter. Was für eine kranke Einstellung war das eigentlich? So etwas zeugte von größter Feigheit. Der Hass schien Mika schon fast von Innen heraus aufzufressen. Dennoch verfiel er in einen leichten Trott und folgte dem Rüden, als wäre nichts passiert. So verhielt sich ja Blake auch. Okay, alles klaro. Mika war es ja nur recht, jedoch wenn er es aus der Sicht eines Außenstehenden betrachtete... Mika würde unkontrolliert und konsequenzenlos Handeln können, es schien fast als würde es Blake tatsächlich dulden. Was für ein Vollidiot, aber jetzt einmal ernst.


{ Neeraja & Blake & Sakura & Kartane }

_____________

the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Nov 09, 2011 1:38 pm

Jazuacs Blick huschte zu Samir und fing den seinen auf. Sein Blick war unstet und seine Augen glasig, er musste starke Schmerzen haben, dennoch lag eine Entschuldigung in seinem Blick, was sie insgeheim erleichterte. Nicht nur ihr kam das alles furchtbar falsch vor, nicht alle waren verrückt! Immerhin schien er verstanden zu haben, worum es ging, und drängte auf einen Aufbruch, doch seine Worte waren zu hart und brachten gar nichts - auch wenn sie ihm insgeheim zustimmte. Es fiel der Fähe leicht ihm zu verzeihen, die Schmerzen mussten grauenvoll sein, ein Wunder, dass sie ihm nicht den Verstand vernebelt hatten, er schien relativ klar zu sein.
Doch Raziel war es nicht, und genau das war das Problem, denn Samirs Worte hatten eine beachtliche Wirkung auf ihn. Sie legte reflexartig die Ohren an, als er anfing herumzuschreien. Nicht aus Angst, nur sie mochte sowieso keine lauten Geräusche und er hatte sie damit erschreckt. Raziel schnappte komplett über. Ihr war es sowas von egal, was eigentlich genau sein Problem war und welche Komplexe er momentan entwickelte, aber er musste sich unbedingt beruhigen, alles andere wäre Gift für den Kampfgeist in dieser schwierigen Situation. Würde er weiter machen, demoralisierte er vielleicht noch die anderen. Er erschuf eine unnötige Spannung, gerade jetzt wo alle verwirrt und verängstigt, waren. Gerade jetzt herrschte schon eine unvorteilhafte Instabilität , die die anderen wankelmütig machen konnte. Deshalb durfte man sich in dieser Situation nicht verrückt machen, ansonsten würde man vielleicht die anderen anstecken und ein Chaos verursachen. Stattdessen brauchte es einen guten Zusammenhalt und eine klare, starke Führung, um allen die nötige Sicherheit zu geben und ihr Vertrauen in einen positiven Ausgang dieser misslichen Lage zu stärken.
Normalerweise hätten Raziels Worte sie vielleicht ein wenig in ihrem Stolz verletzt, aber man konnte ihn nicht für voll nehmen, also verzieh sie ihm alles.
Jazuac schrak zusammen, als Raziel plötzlich anfing den Fuchs zu ärgern. Übergeschnappt hin oder her, er war der einzige hier der den Ausgang kannte! Innerlich erstarrte sie, auf einmal hatte sie wirklich Angst. Sie wollte in diesem Loch nicht verrecken, verdammt!
Nur einen Moment hatte sie sich der Verzweiflung hingegeben, dann fing sie sich wieder. Schon jetzt bereute sie ihre letzten Gedanken. Dass sie sie überhaupt zugelassen hatte zeugte von einem inakzeptablen Kontrollverlust, sie ahnte nicht einmal, was für eine Lawine sie damit losgetreten hatte. Sowas sollte ihr nicht passieren! Sie musste so schnell wie möglich etwas unternehmen um den Fuchs zu beschwichtigen und Raziels Worte wieder gut zu machen. Vielleicht hatte er ja sogar Recht mit seiner Einschätzung, unter anderen Umständen hätte sie ihm durchaus recht gegeben, aber das durfte man doch auf keinen Fall sagen! Also... müsste sie genau das Gegenteil tun.

"Also ich... mag... ihn."

Oh Scheiße. Oh Scheiße! Jazuac schluckte, so schwer fielen ihr diese Worte. Sie musste unbedingt weitermachen! Es war nicht ihre Art zu lügen, sie verschwieg Sachen, aber normalerweise log sie nicht.

"Er... ist gar nicht so viel kleiner als ich... Außerdem spielt die Größe spielt doch keine Rolle!"

Der letzte Satz rettete sie gewissermaßen. Zu diesem Thema hatte sie nämlich eine ganze Menge zu sagen! Jazuac hatte sich zu Vaki geschoben, um ihren Worten mehr Nachdruck zu verleihen. Siehste, siehste? Es war eine unausgesprochene Aufforderung sie zu vergleichen. Natürlich, sie war eben ein Wolf und selbstverständlich größer, aber sie selbst war eben auch nur ein kleiner Wolf.

"Ich bin nicht so groß wie du... oder du!" Jazuac warf mit blitzenden Augen einen Blick zu Samir. "Aber das spielt überhaupt keine Rolle. Gar keine. Es zählen noch so unendlich viele andere Dinge. Es gibt nichts, was ihr könnt, was ich nicht auch schaffen könnte!"

.oO(Stopp, stopp, Jazuac! Du musst dich beruhigen. Einen Gang zurückschalten. Deine Worte sind Gift, genau wie die von Raziel.)Oo.

Es hätte nicht viel gefehlt und sie hätte sich in Rage geredet. Falscher Zeitpunkt, verdammt noch mal! Sie hatte es gerade noch in den Griff gekriegt. Zurück zum Thema. Und am besten eine 180° Wendung! Ihre nächsten Worte waren viel ruhiger.

"Aussehen ist doch nicht alles. Es gibt so viel mehr war zählt.

Vielleicht würde sich ja auch Raziel ihre Worte zu Herzen nehmen und langsam mal wieder zurück auf den Boden kommen.
Halb belustigt, halb geschmeichelt beobachtete Jazuac Vakis Getue, doch ihre Züge blieben vollkommen ernst und verrieten ihre Gedanken nicht. Irgendwie war es entzückend, wie der kleine Kerl sie aufspielte, obwohl ihn wohl kaum einer richtig ernst nehmen konnte... nicht einmal sie selbst. Sie war nicht an dieses Rudel gebunden, sie brauchte sich eigentlich gar nicht mit ihnen aufhalten. Sie könnte sich einfach mit dem Fuchs auf den Weg machen und die anderem ihrem Schicksal überlassen... aber sie schaffte es nicht. Da fiel ihr ein, dass sie seinen Namen nicht einmal kannte.

"Wie lautet überhaupt der Name meines Erretters?"

Igitt. Jazuac konnte förmlich den Schleim aus ihrem Fängen tropfen sehen. Dennoch spielte sie die Rolle der dümmlich - naiven, schrecklich hilflosen Fähe gerne, der Fuchs hätte keine Chance ihr nicht zu verfallen. Er war hier das geringste Problem, ihn hatte sie fest im Griff...
...als Raziel sich auf einmal wieder zu schreien begann und sich zu Boden warf. Jazuac verzweifelte immer mehr. Das gestand sie sich nicht ein, sie sah eine Herausforderung darin, aber... Hoffnungslosigkeit. Kapitulation. Aufgabe. Niederlage. Das war der Geschmack, der Geschmack von allem, was sie so sehr hasste. Sie musste sich zusammenreißen!


"Also, wenn du fertig bist, können wir dann mal los?"

Die Worte des Fuchses halfen ihr, die Fassung wieder zu gewinnen. Von einem auf den anderen Moment war alles wieder vorbei.

"Bitte, warte noch auf mich... Nur noch ganz kurz?"

Sie schenkte ihm einen kurzen Blick mit einem Lächeln, das Steine erweichen konnte und Eis zum schmelzen brachte. Auch Samir verbreitete deutliche Aufbruchstimmung, was eigentlich gut war- aber sie konnten Raziel doch nicht zurücklassen, einen - zumindest körperlich - uneingeschränkten, Wolf! Vorsichtig trat sie zu Raziel. Der Rüde war riesig. Sie selbst war so winzig, so unendlich klein, schwach und hilflos...
Was war das, was war es nur, was sie dazu zwang ihre Ängste zuzulassen? Gerade hatte sie es noch gesagt, Größe war nicht alles, sie durfte das nicht akzeptieren, musste besser sein, stärker, schneller, härter, musste es ihnen und sich selbst beweisen, sie war nicht das, was sie zu sehen glaubten, sie musste dieses Denken abstellen, die Gedanken umkehren, musste sich vor Augen rufen, was sie alles schon geschafft hatte. Dies war eine neue Herausforderung, nur eine in der Reihe der unzähligen, die sie immer erfolgreich gemeistert hatte. So würde es auch mit dieser sein, aber sowas kam nicht von selbst, sie musste kämpfen!

.oO(Kämpf! Kämpf!, Na los doch, Kämpfe!)Oo.

Sie schloss kurz die Augen, sperrte das alles aus, das alles, was sie halb wahnsinnig machte.
Dann war es vorbei. Sie hatte sich gefangen, es war vorüber, auf einmal war sie wieder die alte Jazuac, zielorientiert und taträftig. Also, los! Sie verschenkten viel Zeit, unnötig, sie mussten weiter.
Sie musste die Sachen in die Pfoten nehmen.
Jazuac warf dem Fuchs einen vorwurfsvollen Blick zu, bevor sie sich wieder Raziel zu wandte. Wenn er schon nicht half, sollte er wenigstens das Maul halten, sonst würde sie ihre Einstellung zu ihm nochmal gründlich überdenken und sich grundlegend anders verhalten, mal sehen, wie ihm das schmecken würde!

"Komm schon, Raziel. Raziel, hörst du mich?"

Sie war an den Rüden herangetreten, wusste nicht einmal, ob er sie gehört hatte. Trotzdem sprach sie weiter.

"Du bist ein Wolf, wir sind alle Wunderwerke der Natur, stark, anmutig und jeder auf seine eigene Weise schön. Du bist ein Wolf Raziel, du solltest das wissen. Also steh auf, damit wir diesen grauenhaften Ort endlich verlassen können!

Jazuac wusste, dass sie gerade gequirlten Blödsinn redete. Sie war eigentlich strikt gegen sinnloses Geschwafel, aber sie sah keinen anderen Ausweg. Nicht mal seine Rudelmitglieder waren besonders hilfreich... Ihr Blick huschte zu Samir, er schien sich wenigstens nicht beeindrucken zu lassen von Raziels Anfällen, er nahm die Sachen in die Pfoten, aber er half ihm nicht, wollte ihn einfach zurücklassen. Die Anderen... Ihr Blick huschte weiter zu den restlichen Wölfen, denen sie kaum Beachtung geschenkt hatte und das hatte einen Grund. Anstatt Raziel, einem von ihnen zu helfen taten sie nichts, sie hatten nicht ein Wort gesagt, unternahmen nichts und waren damit keine große Hilfe. Was sie hier tat, war nicht ihre Aufgabe und trotzdem tat sie ihr möglichstes, auch wenn sie gerade erst dazu gestoßen war.

"Du bist groß... und stark. Alle brauchen dich! Du kannst es alleine schaffen. Kämpf dagegen an! Es gibt zu wenige wie dich, die helfen können, aber du bist einer davon, du kannst es! Steh auf, ich kann dir dabei nicht helfen, ich bin zu klein und zu schwach..." Oh, wie bitter diese Worte schmeckten! "...aber du bist stark. Also steh auf und komm mit!"

Jazuac hatte nun alles getan, was in ihrer Macht stand und was sie zu tun bereit war. Würde das nicht ausreichen, wäre es nicht mehr ihr Problem. Zur Not würde sie Raziel eben zurücklassen.


[verteidigt Vaki; fragt nach seinem Namen; bittet ihn noch kurz zu warten | geht zu Raziel und versucht ihm zum Mitkommen zu überreden]
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Nov 15, 2011 6:57 am

Samir wartete ungeduldig, noch immer starr vor Schmerzen - die sich mit jedem seiner Schritte zu verschlimmern schienen - darauf, dass die anderen ihm endlich folgten. Mittlerweile war er wirklich genervt und die anderen offenbar genauso. Unbeeindruckt legte Samir bloß bei dem Lärm die Ohren an und man sah leichte Wut in seinen Augen. Die neue Fähe, Jazuac, redete mit Raziel und mit Vaki. Samir zog eine Augenbraue hoch, als sie meinte, dass sie Vaki mochte. Nichts gegen den Fuchs aber... wer mochte denn bitte Vaki? Keiner hier, so fand er. Natürlich ging er eigentlich mit allen Dingen und Geschehnissen neutral um, doch der junge Fuchs nervte ihn zunehemend und seine Stimme war wie Glut für die Ohren und Nerven. Der Schwarze blickte Jazuac verständnislos und keinesfalls begeistert an. Ihre Idee war anscheinend, sich bei Vaki gut zu reden, so dass der Fuchs ihnen den Weg zeigte. Doch Samir brauchte ihn nicht, genauso wenig wie das ganze Rudel. Sichtlich herablassend blickte Samir die Braune Fähe an.

(Pass auf, dass du nicht ausrutscht.),

dachte er still und meinte damit ihre Schleimspur, die sie unsichtbar überall hinterließ. Gerade den Moment schien Raziel zu nutzen. Er begann zu schreien wie ein Welpe und warf sich letztendlich auf den Boden. Ein genervtes Seufzen entfolh Samirs Kehle und er blickte Raziel kühl an. Jazuac eilte zu ihm und ließ einen ebso genervten als auch ungeduldigen Vaki zurück. Samir blickte kurz zu dem Fuchs, ehe er wieder sehnsüchtig in den dunklen Tunnel starrte. Verdammtes Pack. Konnte sie sich denn nichtmal beeeilen? Er müsste Schmerz ertragen beim Laufen, doch das war es ihm wert. Er brauchte Wasser,s eine Kehle brannte und Hunger hatte er auch. Doch sie alle hielten ihn auf, hielten ihn davon ab weiterzugehen. Es war wirklich zum Kotzen.

"Raziel. Beweg dich endlich. Willst du nicht zu Sakura? Wenn du jetzt nicht kommst, siehst du sie vielleicht nie wieder."

Das war sein Plan und seine Taktik. Mit Sicherheit würde Raziel auf das Wort 'Sakura' anspringen, es war schließlich seine Gefährtin. Erneut dachte er an Myla und die Welpen, ehe er seinen Kopf wieder wandte und in Richtung Tunnel marschierte. Sein Gang war schleifend und zugleich verkrampft. Erneut brannte der Schmerz in seinen Wunden wie heißes Feuer und verwandelte seinen Körper in einen heißen Stein. Doch er ließ sich nichts anmerken, gab keinen Laut von sich und auch sein Gesicht blieb regungslos, wie man es neuerdings von dem Himmelswolf kannte. Mitllerweile war es ihm egal ob die anderen ihm jetzt folgten oder eben nicht. Sollten sie doch machen was sie wollten. Samir wollte diesne Entschluss eigentlich asuch behalten, doch kaum hatter er den dunklen, steinigen Tunnel durchquert, blieb er stehen und seufzte abermals.

"Jetzt kommt endlich. Wir müssen erstmal hier raus. Und wenn die kleine Stinkmorchel gelogen hat -",

Samirs Worte gingen in einem leichten Knurren über und wurden lauter.

"- bring ich ihn um. Und jetzt los. Ich will meine Kinder vor meinem Tod noch sehen."

Fast gelangweilt setzte er sich wieder in Bewegung, geradeaus, wie Vaki es gesagt hatte. Seine hroßen Pfoten kickten kleine Steinchen umher und ein einziger kleiner Sonnenstrahl stahl sich durch ein Loch in der Decke. Auf einmal war es pure Verzweiflung, hier drin zu sein. Dem Himmel so nah und nur durch eine Steinschicht davon getrennt. Der Lichtstrahl fiel ihm direkt in die hellen Bernsteinaugen und es war das Schönste, was Samir seid langer Zeit gesehen hatte. Wie ein Lichtblick mit Schattenseiten. Er wollte raus hier. Er wollte Ramyla sehen. Er wollte die Kleinen sehen. Und er wollte sein ganzes Rudel sehen. Verdammte Höhle. Sehnsüchtig blickte er durch das Loch und es ließ ein kleines Stückchen Himmel sehen. Die Sonne schien gerade aufgegangen zu sein, der Strahl fiel senkrecht zu Boden und wurde am Ende breiter. Staubkörnchen tanzten darin ihr Spiel. Viel lieber wäre er hiergeblieben anstatt sich der Dunkelheit zu widmen, doch sie mussten weiter. Irgendwo musste es ja diesen scheiß Ausgang geben. Oder?


[Jazuac, Raziel, Vaki (Pandora & Namid) || Gemervt; will weiter || Sagte twas zu Raziel; geht los; sieht ein winziges Loch in der Decke und bleibt stehen]

_____________



Gestern stand ich noch am Rande des Abgrunds.
Heute bin ich schon einen Schritt weiter.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Do Nov 17, 2011 9:09 am

Der graue Rüde erschien Kimba etwas merkwürdig. Er wirkte mit den Gedanken weit abwesend. Das ganze Rudel, oder besser der Teil, der hier war, wirkte zerrüttet und alle schienen mehr oder weniger verwirrt. Für Kimba war das nicht unbedingt das, was sie suchte. Doch besser ein wenig Gesellschaft als ewig allein herum zu irren. Sie wusste noch nicht, wie lange sie hier bleiben würde, aber vorerst waren ihr die anderen Wölfe lieber, als die Einsamkeit. Und Schutz boten sie ihr außerdem, was der jungen Fähe zusätzlich Sicherheit gewährte. Bei seinen netten Worten, erschien ein Lächeln auf ihren Zügen. Es freute sie, dass die Wölfe so nett zu ihr waren, das hatte sie bis jetzt nicht besonders häufig erlebt. Dadurch fühlte sie sich hier gleich etwas geborgener. Sie folgte seinem Blick zu dem Waldrand, wo die Fähe mit den Welpen verschwunden war.

„Ich möchte mich ja nicht einmischen, aber wollt ihr sie mit den Welpen ganz allein losziehen lassen? Wer weiß, was sie hier erwartet.“

Vielleicht war es ihr ausgeprägter Sinn für die Gemeinschaft, vielleicht war es auch die Tatsache, dass sie Welpen nun einmal immer beschützen wollte. Oder auch daran, dass sie nicht zusehen wollte, wie sich auch diese Wölfe hier trennten. Es schmerzte sie, dies mit ansehen zu müssen. Sie wusste natürlich nicht, was hier letztendlich vorgefallen war, doch ihr Instinkt sagte ihr, eine Trennung zu verhindern. Und dagegen konnte sie nun mal einfach nichts tun. Plötzlich vermisste sie ihre eigene Familie aufs Neue ungewöhnlich stark. Lange war es ihr nicht mehr so ergangen. Die Welpen und die vielen Wölfe um sie herum erinnerten sie an die Vergangenheit. Sie war schön gewesen, ohne Frage. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie eben verstoßen wurde. Der Wunsch nach einer neuen Familie, neuen Freunden und Vertrauten nagte in diesem Moment besonders heftig an ihr.

„Was habt ihr nun vor? Kann ich irgendwie helfen?“

Sie wollte nicht weiter so unnütz herum stehen. Endlich bekam sie mal wieder die Gelegenheit, etwas Sinnvolles zu tun, etwas beizutragen. Die wollte sie nutzen, solange sie noch greifbar war. Hinter die Wölfe trat eine rotbraune Fähe, die eindeutig noch nicht so ganz wissen zu schien, was sie hier eigentlich wollte, oder sollte. Irgendwie … desorientiert. Wenn Kimba sie kennen würde, hätte sie ihr sofort geholfen. Fremde Wölfe mochte sie nicht besonders, doch diese Fähe erschien so hilfesuchend. Aber natürlich stand dies Kimba nicht zu, ganz sicher würde sie sich hier nirgends einmischen, ohne dass sie wenigstens ein wenig Boden gefasst hatte. Unauffällig lächelte sie der fremden Fähe aufmunternd zu, vielleicht half ihr das, vielleicht war es auch völlig sinnlos – Kimba wusste es nicht, sie handelte nach ihrem Gefühl. Hoffentlich war das das Richtige. Sie wollte noch etwas sagen, doch sie fand nicht die richtigen Worte. Gleichzeitig wollte sie auch nicht verkrampft auftreten. Sie saß noch immer, allerdings nun deutlich entspannter, wenn auch immer noch wachsam. Ihre Ohren zuckten umher, auf die Reaktionen der anderen achtend. Was würde sie hier erwarten? Würde sie überhaupt hier bleiben? Oder wie lange? Für immer? Für wenige Tage? So viele Fragen, auf die sie noch keine Antworten hatte. Doch sie war zuversichtlich, endlich einmal wieder seit langer Zeit der Wanderung.


[bei Cabezan, Noreya, Kische (Sachi, Cheza, Ramyla) // denkt über Ramlyas Verschwinden nach //redet mit Cabezan // denkt über ihre Vergangenheit nach // bietet Hilfe an // bemerkt Kische und "nimmt" sie freundlich wahr]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Do Nov 17, 2011 9:44 am

    Sakura lief hinter den anderen Wölfen hinterher und hing ihren Gedanken nach. Aber nach einiger Zeit schüttelte sie kurz den Kopf und verdrengte die Gedanken an ihre verstorbenen Freunde, sie sah sich um aber es schien sich nichts geändert zu haben Blake redete noch immer mit der Fähe und die andere schien sich dem Gespräch angeschlossen zu haben.
    Sie waren eine kleine und wie sollte man sagen, bedauernde Gruppe? Sie und Kovu waren verletzt sie hatten zwei neue dabei und die böse Prinzessin Mika. Beste Gruppe. Man konnte sich nichts besseres vorstellen als mit Mika um sein überleben zu Kämpfen. Sakura wünschte sich das Samir, Ramyla Raziel oder sonst wer aus dem Rudel überlebt hätte Anstatt das was neben ihr lief. Aber nun konnte sie dagegen nichts ändern, die Götter wollten es wohl so. Aber wollten sie auch dass das halbe Rudel ausgelöscht wird? Das nur noch eine Pfote von Wölfen übrig bleibt? Das man alles verliert? Wer weiß das schon aber vielleicht wendet sich ja noch alles zum guten, irgendwann.
    Als sie wieder zu Mika sah schien er sich wieder mit Blake zu 'streiten' aber das passierte ja nun nicht allzu selten. Man könnte sagen es gehörte nun zu seinem Lebensstiel. Damit sein Leben erfüllt ist. Damit er Glücklich ist? Sie sah einen für einen kurzen Augenblick weg und dann passierte eines nach dem anderen so schnell das sie kaum mitkam. Plötzlich stand Mika bei Kovu und hatte ihn zwischen seine Fängen … Er war … tot. Es ging alles so schnell, es schienen alle geschockt zu sein, war ja auch klar wieder war ein Mitglied des Rudels gestorben … Sakura kannte Kovu zwar nicht wirklich aber sie trauerte trotzdem um den Verlust des Rüdens.

    Nach und nach fasten sich alle wieder bis auf Sakura. Sie sah einfach nur zu Kovu hinab und das Blut tropfte aus seiner Wunde. Wenigstens hat er jetzt keine Schmerzen mehr … und kann nun unter den Himmelswölfen weilen. Sie redeten auf Mika ein, am liebsten würde die weiße Fähe diesem Rüden an die Kehle springen und ihn in Stücke reißen. Aber vielleicht würde er ja mal qualvoll sterben. Das wäre irgendwie besser … Das Sakura solche Gedanken kamen machte ihr irgendwie Angst … aber gegen Gedanken konnte man nichts machen schließlich würde sie so was nicht machen … oder etwa doch? Blake zog ihn schließlich an den Rand und sagte sie müssen weiter gehen. Sie zogen weiter aber Kura blieb noch dort stehen und ging zu Kovu der nun auf einem festgetretenen Pfad lag. Viele Knochen waren gebrochen und er hatte viele offene Wunden, er war einst ein stolzer Rüde gewesen und nun? Lag er hier vor ihr völlig entstellt. Diesen tot hätte die weiße Fähe niemanden gewünscht.

    .oO(Ruhe in Frieden …)Oo.

    Dachte sie sah kurz zum Himmel hinauf und trottete dann der Gruppe hinterher. Es dauerte nicht lange bis sie bei den anderen angekommen war sie sah kurz zu Mika der sich wieder mit den anderen zu 'unterhalten' schien aber sie versuchte gar nicht herauszufinden worum es ging. Das Rudel schien jeden Tag kleiner zu werden, und Blake … schwächer? Er schien dran zu verzweifeln … es machte ihn auf jeden Fall nicht Glücklicher. Der weißen Fähe tat Blake leiht, sie wollte nicht in seiner Haut stecken, er muss den Rest des Rudels leiten sich um neue Mitglieder kümmern und mit dem Verlust des alten Rudels zurecht kommen. Wie sollte man mit den ganzen Gedanken noch klar Denken? Es würde sie nicht wundern wenn er Mika irgendwann erschlagen würde oder ihn auf irgendeine weiße verletzt. Wenn er nicht langsam mit seinen Sprüchen aufhören konnte. Mika hatte wahrscheinlich eine große Schnauze aber nichts dahinter. Er versucht mit dem tot von Kovu Nachdruck zu machen, aber sie hatte keine Angst vor ihm. Soll er sie doch töten. Wenn er dadurch Glücklicher wird. Vielleicht wird seine Mama dann ja stolz auf ihn sein. Oder er hatte nie genug Aufmerksamkeit bekommen und versucht sie nun so zu bekommen. Mit tot, Streit und Feinden. Das ist natürlich die beste Lösung dafür.


[Bei Blake, Mika, Kovu, Neeraja und Kartane || verabschiedet sich von Kovu]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Sa Nov 19, 2011 10:38 am

Nur Bla Bla Bla hörte Raziel gerade, okay nicht ganz er hörte schon manchmal der Fähe zu. Doch irgendwie hatte er gerade gar keinen Bock irgendwas zu machen oder gar irgendwen zu zuhören. Raziel war einfach gerade einen Kartoffelsack der nur da lag und blöd auf die Erde starte. Verdammt, warum musste er genau jetzt so drauf sein. Genau in den Moment, wo die anderen in als klaren und starken Führer brauchten. In diesen Moment macht er schlapp, war das wirklich Raziel, der einfach so auf den Boden lag und von sich her träumte. Hoffentlich träumte er nicht von bunten Smarties, das wäre ja noch was ein Geistes gestörter Wolf der von Smarties träumt.
Besser kann es wirklich nicht werden. Raziel schaute zu der Fähe, was sollte er machen? Toll sie faselte er sei groß und stark und so weiter und sofort.
Aber was nütze es, wenn der Rüde gerade so Psychisch drauf war? Warum musste er sich auch so eine Blöde Kopfverletzung zufügen, dass ihm wohlmöglich das Gehirn rausgehauen hat.

„Echt tolle Lage Raziel, echt toll. Du bist nicht geistesgestört und das weißt du! Aus dir spricht nur die reine Panik sie kontrolliert dich. Finde dich doch selber und lege den Clown oder ja okay die Panik in ketten. Du bist ein Wolf mit gesundem Verstand. Und nicht ein Irrer der aus der Irrenanstalt geflohen ist und nun die ganze Welt nach ihm sucht. Raziel wach aus von deinem High Zustand. Und beweg deinen knackigen Hinters aus diese Transe. Oder bist du etwa wirklich ein Waschlappen, der zu nichts gebrauchen ist.“ Redete sich sein noch gesunder Verstand immer wider ein.
Es war als ob ein kleines Männchen der nüchtern war ihn einredet er solle sich mal bewegen und was unternehmen und das andere Männlein war betrunken und nicht bei Verstande, das auch auf ihn einredete. „Komm Alter, lass es sein. Warum die große Mühe machen? Hier ist es doch auch schön gemütlich und wahrscheinlich sind alle verreckt. Wozu seinen Hintern in Bewegung setzen, wenn alles keinen Sinn. Alle tot und ganz ehrlich hier scheint es doch ganz nett zu sein.
Außer dieses kleine Wölfchen, einfach nur nutzlose Viecher. Als ob du in einer Freakshow gefangen wärst. Lass sie ziehen, sie werden doch eh nie wider rauskommen. Drum ein schöner Ort zu sterben oder?“

„Nein, das darf nicht sein. Halts die Klappe! Nein, sie sind nicht nutzlos! Nein sie sind meine Familie und ich werde sie bestimmt nicht in Stich lassen. Sie brauchen mich drum halt dein bescheuertes Mundwerk.“ Irgendwie seltsam, wenn man gegen sich kämpfte, gegen einen anderen Teil von sich oder wie gesagt gegen das böse Männlein.

In dem Moment, wo er den Namen Sakura hörte wurde sein kleines böses Männlein besiegt. Er würde bestimmt nicht hier elend verrotten. Er wollte zu seiner Gefährtin, er wollte zu seiner Familie. Sie waren nicht tot da war er sich hoch prozentig sicher. Nein, er würde nicht aufgeben. Er würde jetzt seinen Hintern schwingen und das Rudel wie auch immer hier raus bringen. Auch wenn er auf die Hilfe des Fuchses angewiesen wäre. Nun war der Moment wo, der eigentlich Raziel, der wahrhaftige wider von seinem Schlafe erlöst war. Ja er war fast wider ganz den Alten, okay außerdem paar Kratzern. Okay paar, er hatte eine Kopfwunde die ihm fast das Gehirn weggehauen hat, vielleicht sogar ein Teil seines Wissen und wer will dies schon haben.

Langsam rappelte er sich auf, er spürte wie in dieser Zeit seine Glieder sich für den Tod vorbereitete haben. Nein heute wär nicht der Tag um zu sterben.
Heute ist der Tag, wo er von dieser Gott verdammten Höhle rauskäme und nicht zu einer Freakshow zu verenden. Raziel schaute zu Jazu und gab ihr ein Lächeln zurück, nun sprach wider Raziel „Es ist egal, wie groß man ist. Es kommt auf die Innere Werte. Jeder Wolf ist ein Geschenk der Natur und niemand ist schwach. Und glaube mir, wenn man klein ist hat es sehr viele Vorteile.
Klein aber Fein würde man sagen.“
Raziel nickte kurz und ging dann voraus, zu Samir. Mit besorgten Blick schaute er den Rüden an und bat sich zum anlehnen an. „Geht es mit den Schmerzen oder kannst du noch ein Stück laufen? Wir werden früher oder später eine Pause machen. Dies alles hier hat jeden schwer mitgenommen.
Sogar mich um den Verstand gebracht…“
Raziel schaute kurz zu den anderen und erhob auch seine Stimme „Wir müssen nun zusammen halten. Hier ist Teamwork gefragt, als einzelnen schaffen wir es hier nicht raus und glaubt mir ich will nicht als eine Freakshow hier enden.
Doch wenn wir zusammenhalten ein Ganzes werde, ein Rudel, auch wenn wir klein sind können wir es hier raus schaffen. Bitte wer will hier schon enden und ich will meine Familie widersehen.
Nichts hier raus würde ich mal sagen.“
Raziel drehte seinen Kopf zu Vaki und lächelte, aber blieb immer noch neben Samir hilfsbereite stehen. „Na Großer wohin müssen wir lang gehen?“ Raziel war wider der Alte, doch wie lange würde dies halten?


[hat in seinen normalen Zustand gefunden – redet mit Jazu – redet nachdem mit Samir und dann zum Rudel – fragt Vaki- ist neben Samir]

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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Nov 23, 2011 4:59 am

Das Amselherz unternahm den kläglichen Versuch ein halbwegs optimistisches Lächeln auf seine Leftzen zu zaubern. Damit hätte er wohl einen besseren Eindruck gemacht, wenn es geklappt hätte. Aber wie es aussah, war es ihm nicht gegönnt. Vielleicht sollte er sich einfach natürlich benehmen, ja. Obwohl, wenn er sich natürlich benahm, wurde ja alles noch schlimmer... Wenn man es recht bedachte war das Unnatürlich-Verhalten das natürliche Verhalten Cabezans. Bei den heiligen Boten des Himmels, was dachte er nur wieder für einen Stuss zusammen. Hatte er sich nicht eben vorgenommen, sich zusammenzureissen? Wieso musste er nur immer so verstreut sein? Besonders in Situationen wie diesen wäre es irgendwie ganz passend von ihm selbst gewesen, sich endlich mal nicht zu benehmen wie ein Holzklotz. Er wusste nicht einmal, was das Wichtigste in diesem Moment war, auch wenn er das Gefühl hatte, dass zu wissen was das Wichtigste war, das Wichtigste war.
Sehr schlau formuliert. Der Nebelgraue hätte sich aus Frust zerfleischen können. Was war nur los mit dieser Welt...

Er spürte den Atem eines Wolfes in seinem Nacken und hörte ein leichtes Keuchen. Abgelenkt wandte er seinen Kopf in die Richtung aus der er es vernahm und zuckte unwillkühlrich ein bisschen unter dem Fell errötend zurück. Kische! Schnell senkte der Vierjährige seinen Blick und biss sich auf die Leftzen. Was sollte er nur sagen? Sollte er fragen ob es ihr gut ging? Nein, das hörte sich doch bedeppert an. Aber er konnte sie doch nicht einfach ignorieren, dass wäre einfach zu... Er hatte selbst keine Ahnung. Sein Blick wollte immer wieder zu ihrer rotbräunlichen Gestalt zurückkehren, aber wenn er sie anschaute wurde das Chaos in seinem Gehirn noch größer. Ehrlich, Cabezan fühlte sich schwindelig in diesem Moment. Aber wie würde das aussehen, wenn er jetzt zusammenklappte? Nein, das durfte er um Gottes willen nicht tun!

"Ki..Ki...?Ki..?"

Da kam das Gestottere schon. Die nougatfarbenen Augen waren nervös geweitet, währed er ein leicht unsicheres Lachen aus seinen Fängen ließ. Ihr Name blieb ihm einfach in der luftröhre stecken! Das gab es doch nicht, nein. Er. Musste. Es. Schaffen. Er konnte es schaffen! Konnte, konnte, konnte, konnte...

"Ki...sche. D-Du. Ähm. Es ist... Froh, ich... Öh. Äh. Ja..."

Oh. Nein. Bitte. Nicht. Der Nebelgraue kniff seine Seelenspiegel schmerzhaft zusammen und wandte seinen Kopf traurig schüttelnd von ihr ab. "Vergiss es.", setzte er leise, mehr zu sich selbst hinzu. Er war viel zu verwirrt um klar denken zu können. Irgendetwas lief hier schief, oder auch nicht und es war einfach seine eigene Unfähigkeit. Kurz gab er Kimba einen gehetzten Blick und leckte sich nervös über die Leftzen.

"Das... Oh, Mist. Du - Äh, Ihr meine ich - habt recht. Oder auch nicht? Äh. Keine Ahnung. Ach, wisst ihr... Gehen wir erst einmal einfach von hier weg, okay?"

Er redete wahnsinniges Zeug zusammen. Wirklich. Er sollte sich schämen. Wenn er Blake je wiedertraffen würde, würde er ihm seine Kündigung verabreichen. Dann würde er sich ein tiefes, tiefes Loch buddeln, sich hereinlegen und er würde die Grabpredigt des Rudels anhören. Mit seinen letzten Worten würde er dann Kische... Cabezan schüttelte heftig den Kopf. Nein, nein, nein, nein, nein! Klar denken. Nicht abweichen. Nicht überreagieren. Er darfte noch nicht sterben.

"Folgt mir einfach!", versuchte er so enthusiastisch wie möglich ( es klang so falsch als würde Raziel eine Arie aus der Zauberflöte singen ) zu rufen und drehte sich in die Richtung um, wo die Flussmündung war. Blake hatte irgendwannmal erwähnt es gäbe dort irgendwo Wasserfälle. Sie mussten ja irgendwo anfangen zu suchen... Nicht wahr? Oh gott, man merkte wohl wirklich wie sehr Cabezan momentan mit den Nerven am Ende war... Ihm rauchte ja förmlich der Kopf. Als er an Kische vorbeikam stoppte er kurz und murmelte leise.

"Kommst du auch...? Wir müssen Blake und die Anderen finden... Ich kann das nicht alleine. Bitte."

Wahrscheinlich konnte es niemand anderes hören, wenn doch könnte man ihn doch gleich hier begraben. Manchmal hasste sich Cabezan dafür, dass er so schwach war. Mit leichten Schritten, die gleichzeitig eine seltsame Schwere hatten lief er einige Meter vorran, um sich dann nach den Übrigen zurückzudrehen. Hilfe.


{ Noreya & Kimba & Kische ( Sachi & Cheza } | ruft sie auf ihm zu folgen ( AUCH CHEZA UND SACHI!!!!!) }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Fr Nov 25, 2011 5:20 am

Neeraja wollte noch die Schnauze wegziehen, als ihr die Pfote von Mika entgegenflog und sie hart traf. Neeraja ignorierte es gekonnt, sie würde sich diesem Rüden niemals ergeben, sie war nun wieder in Angriffsposition, aber als er sprach merkte di Fähe, dass er viel zu Feige war, um wirklich gegen sie zu kämpfen. Sie hätte sich am liebsten ihre Wunden an der Schnauze geleckt, aber sie würde ihm nicht zeigen, dass er ihr wehgetan hatte, sie würde niemals vor diesem Rüden irgendeine Schwäche zeigen. Neeraja hörte den Worten Mikas nicht mal richtig zu, sie war mit ihren Gedanken bei Blake, er hatte einfach nur gesagt sie sollen weitergehen. Warum tat er nichts? War er innerlich schon so zerstört, weil er sein Rudel verloren hatte. Weil er alles verloren hatte? Noch während Mika mit Neeraja redete ging die Fähe ignorierend an diesem Rüden vorbei, mit ihm war sie fertig, für immer.

Neeraja hörte zwar noch die Worte, aber sie verkniff sich sämtliche Kommentare, was sollte sie nur tun, sie hatte wich wirklich ein wenig daneben benommen, aber sie hatte einfach nicht anders gekonnt, aber nun wollte sie sich bei Blake irgendwie entschuldigen, sie hätte ihn zuerst handeln lassen sollen. Sie fühlte sich ein wenig wie ein geprügelter Hund und legte die Ohren an und folgte Blake mit leicht eingezogenem Schwanz, sie wollte mit ihm reden. Also lenkte die Fähe ihre Schritte neben den Rüden, er sah so verdammt zerbrechlich aus und auf einmal folgte die Fähe ihrem Herzen und stupste Blake leicht gegen seine Schnauze und dann sprach sie ganz leise Worte zu ihm:

„Blake, es tut mir leid. Ich habe deine Autorität als Alpha verletzt. Ich hätte dich zuerst handeln lassen müssen. Ich habe mich falsch verhalten, aber ich konnte nicht anders…
Blake, ich weiß, dass du es nicht glauben kannst, aber wenn du deine Rudelmitglieder nicht hast sterben sehen, dann darfst du nie den Glauben aufgeben, dass sie noch leben…
Glaub mir, das wäre ein großer Fehler…“


Neeraja sah geistesabwesend in den Himmel während sie Blake diesen Rat gab. Irgendwie wollte sie ihm helfen, ihm zeigen, dass es immer Hoffnung gab und das man nie aufgeben sollte. Schon wieder wollte sie ihm ein Rat geben, er war der Alpha, er würde sie bestimmt eh fortschicken, sie hatte sich einfach zu viel geleistet, bei diesen Gedanken, legte Neeraja ein wenig deprimiert wieder die Ohren an den Kopf und schlich eher neben dem Rüden her, während sie sich Vorwürfe machte.



[bei Blake | geht neben ihm her]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Fr Nov 25, 2011 9:24 am

Wo geht ihr hin?
Wo geht ihr hin?
Wir ziehen fort - es schlägt die Stunde
Was ist das Ziel?

Was ist das Ziel?
Uns treibt der Wind, der Sturm trägt Kund


Der schwarze Fellknäul starrte den anderen schwarzen Ballen an.
Kein Reaktion. Nada. Keine Antwort. Nichts.
Unruhig schob sie sich fiepsend über den Boden. Oh wie sie es hasste. Wie ihr Körper rebellierte. Nicht liegen bleiben. Nicht ruhig bleiben. Bloß nicht. Los, bewegen. Bewegen bewegen bewegen.
Die Frage war vergessen, der Schmerz vergessen. Der Sonnenschein sprang schließlich jammernd auf und hopste einfach zurück zu Cabezan. Unruhig schwirrte sie nun um das Gespann herum. Immer im Kreis, links, rechts. Etwas tun etwas tun.
Irgendwas!


Dann sprach er, etwas stockend. Doch
Sachi war nicht nach wegschmeißen vor lachen. Zu unruhig war sie innerlich. Sie wollte wieder laufen. Sich wieder bewegen und Spaß haben. Jetzt sofort! Erst als der Graue etwas von weggehen sagte, blieb der Jungwolf stehen. Die Ohren zuckten und die gelb-goldenen Augen wandten sich zu ihm. Er hatte ihre volle Aufmerksamkeit. Für vielleicht.. 10 Sekunden.
Denn dann sprang sie auf einmal los, laut jubelnd hüpfte sie wie wild hin und her, rannte in die eine
Richtung..

>Folgt mir einfach!<

Vernahm sie schwach. Irre kichernd warf sie sich herum, stromerte wieder zurück und wollte Cabezan enthusiastisch folgen. Doch kurz vor ihm stockte sie und hob wimmernd die Pfote. Zu sehr hatte die dumme Fähe den Fuß belastet und durfte
nun die pulsierende Rache spühren. Die Ohren legte sie verunsichert an und es schien, als würden die Augen noch größer werden. Hilfe suchend blickte sie von einem zum anderen und winselte leise.

Sobald der Graue sich aber wieder in Bewegung setzte, sprang sie aufgewühlt nach. Der wirre Geist war hin und her gerissen zwischen Schmerz und Sonnenschein. Bewegung.. Bewegung! Lalala, schien der Körper glücklich zu singen. Nur die Pfote, die humpelnd hin und her geworfen wurde sang: Schmerzen.. Schmerzen – Schalalalala..
Der Jungspund schien es nicht mehr mit zu kriegen oder vollkommen durch zu sein. Denn weiterhin sprang sie zwischen durch auf und ab. Von links nach rechts und immer von dem einem zum anderen Wolf.

„Wohin gehen wir? Wohin gehen wir?“

Fragte sie dabei so enthusiastisch und kindlich wie es ihr möglich war. Und das kam verdammt nah an einen Welpen heran.

„Was machen wir? Was machen wir?“

Die Ohre stellten sich auf, zuckten herum, der Kopf warf und ruckte herum. Blickte immer wieder neugierig von Wald zu Wolf. Zu Wolf und dann zum Wald. Hin, her, her, hin und hierhin und dorthin. Es war, als wäre sie auf irgendein Kraut.
Manchmal hüpfte sie nur auf allen dreien, so zum Beispiel als sie dumm fragte: „Spielen wir? Was denn? Was passiert jetzt?“
Alles wirr und durcheinander gehauen. Hauptsache dabei. Hauptsache Bewegung.



[Sachi wendet sich von Cheza ab | zu Cabe | rennt los | kommt zurück & wimmter | rennt wieder los (um die anderen herum) | fragt dummes zeug]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Sa Nov 26, 2011 3:38 pm

Mich hält hier nichts. Bringt mich einfach fort.

Die Veränderung, die gerade mit dem grauen Rüden stattfand war gewöhnungsbedürftig, sogar für ihn selber. Bei weitem sah er nicht mehr aus wie der Alpha, der die Heaven Wolves gegründet hatte. Stattlich, stolz und voller Selbstbewusstsein war der damals gewesen, man hatte ihn respektiert und anerkannt und er war beliebt gewesen. Doch mittlerweile war der Rüde in Trauer und Schmerz versunken wie in Treibsand. Die Schuld, die auf ihm lastete, war unerträglich. Keiner sah sie, nicht einmal er, aber er spürte sie. Wie Steine, die er auf den Schultern transportierte und die nicht herunterfielen, so sehr er sich auch bemühte. Nur am Rande bekam er mit, wie Sakura noch eine Weile bei Kovu blieb und wie Mika herum pampte. Blake war gereizt und genervt und traurig und er hatte absolut keine Lust, sich noch irgendetwas von irgendwelchen Wölfen anzuhören. Er hatte verloren! Es war okay! Er brauchte nichts mehr, er brauchte nicht mehr leben, es gab nicht mehr, was ihn an der hiesigen Welt hielt. Und dann wurde er noch zugemüllt. Mit halbem Ohr registrierte der Rüde, dass Kartane nun an seiner Seite war. Sie stellte ihm eine Frage, wo es nun hin ging. Seine Ohren zuckten lustlos und er trottete neben der Weißen her.

"Nach Cataracta.",

kam die knappe Antwort hervor und er blickte der Fähe nur kurz in die Augen, ehe er weiterging. Mika war ihm egal, alles war ihm egal. Sein Leben zog an ihm vorbei und er konnte nichts dagegen tun. Er war allen hilflos ausgeliefert, vor allem Mika. Genau. Seine Ohrmuschel drehte sich nach hinten, um gerade noch den letzten Satz des Altwolfes zu hören. Ihm würde irgendwann keiner mehr folgen? Wirklich merkwürdig. Also zwei Jahre waren sie ihm immer gefolgt, ohne das er sie darum gebeten hatte. Aber jetzt gab es keinen mehr. Na gut, Kartane und Neeraja hatten sich ihm noch angeschlossen und auch Sakura folgte ihm noch. Und Mika sowieso, der lief ihm ja hinterher wie ein Schoßhündchen, doch ansonsten... keine Familie mehr. Keine Freunde. Das Leben war schon beschissen. Ohne sich umzudrehen, erhob der Rüde wieder eine merkwürdig kalte, für ihn unbekannte Stimme.

"Ach, Mika. Sie sind mir zwei Jahre lang gefolgt. Du mir eins. Ich glaube du solltest dein Maul nicht ganz so weit aufreißen."

Mit einem genervten Schnauben lief der Rüde weiter. Sein Hass auf Mika war dadurch, dass er Kovu getötet hatte, extrem gesteigert worden. Doch Blake war zu müde, zu genervt, zu gereizt, um sich jetzt in einen erneuten Wutanfall hineinzusteigern und immer wieder aufs Neue zu versuchen, Mika die Leviten zu lesen. Blake hatte es mittlerweile aufgegeben, den Rüden irgendwo zu treffen. Es machte keinen Sinn und irgendwann gab auch Blake mal auf. Sollte Mika doch weiter labern, wenns ihm Spaß machte.
Blake wäre fast zusammen gezuckt, als plötzlich wieder Neeraja neben ihm auftauchte, mit eingezogener Rute. Kurz beäugte er die Fähe, fragte jedoch nicht, wieso sie so unterwürfig zu ihm kam. Er erwiderte nur kurz ihren Blick, bis sie ihm mit ihrer Schnauze über seinen Fang fuhr. Huch? Blakes Augen weiteten sich etwas Erschrocken. Diese Geste war ihm fast schon unbekannt. Selten war jemand so zu ihm. Etwas verunsichert zuckte er mit den Ohren und blickte die Wildfarbene kurz an. Sie sprach schließlich mit leiser Stimme und entschuldigte sich. Dann redete sie wieder davon, dass er die Hoffnung nicht aufgeben durfte. Das hatte er schon längst. keine Götter mehr, kein Rudel und erst recht keine Hoffnung. Mit einem Schnauben besiegelte er ihre Worte und starrte düster geradeaus.

"Schon gut.",

meinte er leise auf ihre Entschuldigung und fuhr mit dem nächsten Atemzug fort.

"Und wo sind sie dann? Wo sollen sie hin gelaufen sein? Wir kamen nur knapp mit dem Leben davon, Sakura ist verletzt und Kovu lag bereits im Sterben. Wie soll es den anderen ergangen sein? Den Welpen? So einfach ist das nicht. Ich weiß, dass sie tot sind und ich brauche keine Hoffnung mehr. Ich habe den Jagdtrupp ins Gebirge geschickt und die Steine sind hinunter gefallen wie Blätter. Ich habe meinen eigenen Bruder in den Tod geschickt. Weißt du wie es ist, diese Schuld zu tragen? Ich habe meine Familie verloren. Ich brauche keine Hoffnung mehr."

Auch wenn Blake genauso leise sprach wie Neeraja, da dies für ihn eine private Unterhaltung war und er keine Lust hatte, dass Mika wieder mit dummen Kommentaren kam. Beleidigungen gegenüber seiner Familie war nun das letzte, was Blake brauchte. Erst jetzt fiel ihm auch auf, wie unhöflich er sich doch Neeraja gegenüber verhielt. Sie wollte doch nur helfen und ihn aufmuntern und er redete dann auch noch so mit ihr. Wirklich taktlos von ihm. Der Rüde schüttelte den grauen Kopf und blickte Neera entschuldigend aus seinen Bernsteinaugen an.

"Es tut mir leid. So hätte ich nicht reden sollen. Danke. Für deine Worte."


[Kartane & Neera || Genervt, gereizt und in Gedanken; antwortet Mika || Redet mit Neera]

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   So Nov 27, 2011 7:18 am

Vaki stand mittlerweile genervtund gelangweilt da. Nicht nur, dass Raziel sich jetzt auf den Boden herumwälzte und offenbar keinen Schritt mehr gehen wollte, nein, Jazuac versuchte ihn auch noch zu verteidigen. Natürlich schmeichelte ihm das, aber dass sie ihn jetzt so gut redete ging dann doch zu weit. Wo war ihre kühle Mut-Seite? Die wollte er sehen! Das war, was auf was er stand! Da versteh doch einer die Fähen, im einen Moment sind sie so, im anderen wieder so. Der junge Fuchs seufzte. Wirklich stressig. Jazuac fragte ihn schließlich nach seinem Namen und er blickte ihr lange in die schönen Augen. Als würde er darin etwas suchen, aber das tat er nicht. Eigentlich fand er nur ihre gräulichen Augen schön. Schließlich ließ er sich zu einer Antwort für die schöne Fähe herab.

"Vaki, ich heiße immernoch Vaki."

Er grinste, mit hochgezogenen Lefzen und seine spitzten Zähnchen blitzten geradezu hinaus. Kurz darauf ließ ihn Jazuac aber stehen und lief zu Raziel. Na ganz toll! Jetzt wurde er auch noch ersetzt! Niemand ersetzte einen Fuchs wie ihn! Mit einem eifersüchtigen Knurren blickte er Raziel an und setzte sich beleidigt auf sein hinterteil. Als ob er warten würde. Vaki wartete nie. Er zog weiter. Er war ein Wanderer und verflucht nochmal, er würde immer einer bleiben. Jazuac redete nun auf Raziel ein und Samir machte kurz mit, ehe der große Schwarze weiterzog. Vaki erhob sich wieder, warf Jazuac einen blitzenden Blick zu und wandte sich um, um Samir hinterherzugehen. Verflixte Bande von Vollidioten, nein wirklich! Sollten sie doch weitergehen oder zurückbleiben, es interessierte eh keinen. Vor sich hin grummelnd lief das kleine Bündel aus Schwarzsilbernen Fell also weiter, die großen Augen auf den Boden gerichtet. Oder eher in die Schwärze. Es gab hier schließlich kein Licht. Oder doch? Tatsächlich tauchte vor ihm ein Lichtstrahl auf, vor dem Samir stehen blieb und diesen anstarrte.

"Sagmal, hat's dir das Gehirn ausgebrannt? Geh weiter! Und du brauchst nicht so laut rufen, ich stehe hinter dir!",

rief er wütend. Vaki war nun wirklich gereizt. Erst ließ Jazuac ihn einfach stehen, jetzt lief hier auch nichts mehr rund. Diese Streite hier nervten ihn wirklich. Und es ging noch weiter! Raziel kam dazu und stellte sich neben Samir, als wolle er diesen stützen. Gott. Jetzt ging die Gemeinschaft wieder los. Dann hielt ihn auch nichts mehr hier. Vaki wusste wo es langging. Und die anderen offenbar auch. So wollte er den Weg mit denen auch nicht weitergehen. War ja langweilig. Mit einem weiteren Seufzen ließ er sich wieder niederplumpsen auf die kurzen Beinchen. Raziel lächelte ihn nun an und Vaki verzog nur das Gesicht und hob die Augenbrauen.

"Das Grinsen in deiner Fratze kannst du dir sonst wohin stecken. Ihr wisst doch, wo es langgeht, also hopp hopp, schwingt die Kufen!"

Zur Unterstreichung seiner Worte ließ er den langen, buschigen Fuchsschwanz über den Boden witschen und stand schließlich wieder auf und ging an Samir und Raziel vorbei. Selbstbewusst war seine Rute nun erhoben und wie ein stolzer Pfau lief er weiter, bis er an einen kleinen Tunnel kam, der nach links führte. erst jetzt fiel ihm auf, dass auch dort Licht rausströmte. Bei Nacht hatte er dies garnicht gesehen und da es windstill war und seine Nase von Dreck und Staub benebelt war, hatte er auch die Gerüche nicht vernommen. Ein ehrliches Lächeln tauchte auf seinen lefzen auf und kurze Zeit später leuchteten seine Orangenen augen vor lauter Schadenfreude. Er würde hier rauskommen! Er, aber die anderen nicht! Das Loch war gerade richtig für ihn, er würde mit etwas Krichen hindurch kommen, im Gegensatz zu den Wölfen. Haha! Das wurde ja immer besser. Er drehte seinen Kopf schwungvoll zu Samir und Raziel um und grinste.

"Tüdeli, hab meinen Ausweg gefunden! Schönes Leben noch, ich hoffe, ihr findet hier raus! Wenn ich euer Rudel finde, grüß ich auch schön!"

Mit diesen Worten schob sich der kleine Fuchs durch die Felsöffnung. Das Letzte was man sah, war seine schwenkende Rute und schließlich garnichts mehr. Er war frei! Er war verdammt noch mal frei! Heilige Fuchsgötter, das Leben musste ihn lieben, dass man ihm dies ließ! Draußen atmete er mit geschlossenen Augen die wunderbare, frische Luft von E'Deverus ein und blickte sich um. Die aufgehende Sonne zeigte ihm, dass Migina ein Ort der Katatrophe war und man das von der Eulenzunge aus perfekt überblicken konnte. Von dem einstmals atemberaubenden und eindrucksvollen Sumpf war kaum etwas übrig. Sogar die riesige Eiche, die den Geschichten nach Miginas Geist besaß, war gefallen. Traurig, wirklich. Dieser schöne Ort. Es würde nie wieder so sein, wie früher. Betrübt blickte sich der junge Fuchs um und sah weiter unten plötzlich eine braune Gestalt, die sich der Eulenzunge näherte. Vaki kniff die Augen zusammen und erkannte einen Wolf. War dies ein Wolf von Raziels Rudel? Ohne großartig zu warten, stürzte Vaki den Berg hinunter und bemerkte erst jetzt, wie gefährlich dieser war. Unter seinen kleinen, aber geschickten Pfoten, rutschten die losen Steine weg. Schließlich blieb ihm ekien andere Möglichkeit, als zu springen. Mit allen vier Pfoten landete er auf dem Boden udn verzog zugleich das Gesicht.

"AU! Das nenn ich schmerzhaft!"

Der Fuchs schüttelte den dichten Pelz und ließ seinen Blick schweifen. Da war die Fähe ja! Und es war tatsächlich eine Fähe, mit Welpen im Maul. Igitt, Welpen. Vaki blickte sie kurz an, räusperte sich und setzte schließlich sein typisches, freundliches Lächeln auf. Seine ganze Mimik und Gestik spielte mit, als ob vorher nichts gewesen wäre. Locker hielt er auf die Fähe zu, blieb aber vorsichtig. Anders als bei Pandora oder Jazuac spürte er aber keine Drang der Liebe. sie war offenbar vergeben und außerdem hatte sie Welpen.

"He-hey, na wie gehts wie stehts? Ich bin Vaki. Rudel verloren oder warum zu alleine?",

fragte er gut gelaunt und blieb stehen. Seine Rute schwang von einer Seite zur anderen, seine Beine waren jedoch angespannt, um rechzeitig aus dem Verkehr zu springen, wenn die Braune ihre Beherschung verlor.


[Genervt von Jazu; redet || Läuft Samir hinterher; redet || Findet einen Ausgang für sich; entdeckt Myla; bei ihr]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Nov 29, 2011 4:34 am

Der graue Cabezan schien mit den Gedanken schon gar nicht mehr hier zu sein. Erst wirkte er weit abwesend und dann stand dort die braune Fähe, die Kimba noch nicht kannte und Cabezan schien sowohl sie, als auch ihre Fragen und alles andere vergessen zu haben, als er die fremde Fähe bemerkte. Kimba blieb erst mal nur ruhig sitzen und wartete ab, ob er sich wieder an sie erinnern würde, aber die schwache Fähe brauchte seine Hilfe eher als sie. Kimba entnahm seinen Worten, dass sie Kische hieß. Okay, dann würde sie sich eben erst mal etwas hintergründig halten. Cabezan warf ihr einen gehetzten Blick zu und sie registrierte, wie er sich über den Fang leckte. Er war eindeutig gestresst, aber vor allem überfordert. Es drängte die junge Fähe, hier mal etwas einzuwerfen, was den Rüden wieder ins Hier und Jetzt befördern würde und in ihrem alten Rudel hätte sie in so einer Situation einfach selbst die Führung übernommen, wenn das notwendig schien, doch sie war sich nicht sicher genug, um das auch hier zu wagen. Zwar hielt sie sich deshalb zurück, aber es machte sie etwas hibbelig und zugleich ärgerte sie sich sogar etwas über diese Verwirrung, die hier herrschte. Sie hasste es, wenn es keine Klarheit gab und alles durcheinander und ungeordnet schien. Oh, wie sehr sie das hasste.

(Ruhig bleiben, Kimba. Zu bist hier erst seit so kurzer Zeit. Was hast du zu verlieren, wenn alles ein großes Durcheinander ist?)

Ja, was hatte sie eigentlich zu verlieren? Nichts, also würde sie sich fürs Erste nun mal damit abfinden müssen. Auch wenn es ihr Leid tat, als Cabezan die schwache Kische allein ließ und alle aufforderte, ihm zu folgen. Es war mehr als offensichtlich, dass er dieser Rolle des Führers nicht gewachsen war. Kimba verschluckte sich bald an den Worten und Gedanken, die sie krampfhaft unterdrückte, um keinen schlechten zu dominanten Eindruck zu machen. Sie stupste die fremde Fähe sanft und kaum spürbar an, da sie so zerbrechlich wirkte und lächelte ihr aufmunternd zu, dann folgte sie Cabezan. Mehr jedoch auch nicht, denn sie war sich nicht sicher, wie gut man sich letztendlich auf seine Führung verlassen konnte. Sie hörte seine Bitte an Kische natürlich und verbiss sich wieder einen Kommentar. Die Fähe sah mal einfach so gar nicht danach aus, als ob sie ihm helfen könnte. Sie schien mehr mit sich, vielleicht auch mit Cabezan beschäftigt zu sein, als irgendjemanden zu suchen.

„Wo willst du nach dem Rudel suchen? Kann ich euch nicht irgendwie helfen?“

Sie war sich durchaus bewusst, dass sie das schon einmal gesagt hatte, aber das schien er nicht so ganz mitbekommen zu haben. Und er brauchte Hilfe, das stand fest. Wenn sich also hier niemand anders fand, sollte sie ihn dann einfach seinem Schicksal überlassen? Sie konnte es ja wenigstens versuchen. Sie erinnerte sich wieder an ihre eigenen Gedanken. Sie hatte nichts zu verlieren, also würde sie einfach ihr Bestes tun, um hier irgendwie behilflich und nützlich sein zu können.

Da sprang die kleine schwarze Fähe dazwischen. Zwischen die ganze Situation, als wäre hier nicht alles schon durcheinander genug. Sie war noch jung, ein Jährling, das war eindeutig, doch an ihrem Verhalten würde man sie eher noch für einen Welpen halten. Kimba beobachtete sie aus dem Augenwinkel und bemerkte, wie die kleine Schwarze die Pfote schonte, dabei jedoch weiterhin wie wild herum sprang und wirres Zeug dazwischen Fragte, jedoch ständig in Bewegung blieb. Oh Gott, das war ja ein wirklich wilder Haufen, in den sie da hinein geraten war. Sie überließ die Kleine noch einen Moment ihren Sprüngen, dann konnte sie das nicht länger mit ansehen.

„Hey, komm mal her. Ist alles okay mit dir? Was ist mit deiner Pfote?“

Kimba wusste, dass sie sich auf dünnem Eis befand. Hier lief alles verquer und sie war in der falschen Position um für Ordnung zu herrschen. Doch sie konnte es auch nicht ganz ignorieren. Also gut, mit kleinen Wunden kannte sie sich einiger Maßen aus, da konnte sie der Fähe vielleicht weiter helfen. Doch die schien vor allem nur weiter Laufen und wie verrückt herum springen zu wollen. Der Fähe wurde bewusst, dass diese Gruppe ihre besten Chancen vergeben hatte, als sie die Wölfin mit den kleinen Welpen hatte davon gehen lassen. Das war ihr eigen gewähltes Schicksal gewesen, aber Cabezan hatte sich damit nicht gerade einen Gefallen getan. Wieso hatte er sie einfach gehen lassen? Sie schien der einzige Wolf hier gewesen zu sein, die noch nicht völlig den Kopf verloren und das Zeug zur Führung hatte. Und nun war sie verschwunden. Doch vielleicht würden sie noch ihre Fährte finden, wenn sie sich mal ein bisschen beeilten? Himmel, das war ja wirklich einfach nur alles ein riesengroßes Durcheinander und sie mitten drin. Ja, die verschwundene Fähe wird an ihre Welpen gedacht haben und sich um den Schutz derer kümmern und Cabezan sollte sich nun um den Rest kümmern? Kimba atmete tief durch und streckte ihren Körper. Also los.


[bei Cabe, Kische, Sachi (& Noreya, Cheza) // beobachtet Cabe und Kische // wartet ab // ist etwas genervt // spricht mit Cabe // folgt ihm // will Sachi helfen // denkt nach]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Nov 29, 2011 6:18 am

Die Maskenträgerin verlor sich urplötzlich in ihren Gedanken. Die triste Welt verschwamm vor ihren Augen. Die Bäume. Der Boden. Die anderen Wölfe. Die Altfähe wusste nicht, was mit ihr geschah, doch sie tat nichts gegen dieses Gefühl. Kämpfte nicht. Gab sich hin. Fast als wäre sie ihren Sinnen beraubt, verfolgte sie mit stumpfen Blick das Gesehen um sich herum. Cabe und die Neue. Dann Kische. Die Fähe war einfach da. Ohne einen Laut. Als hätte sie schon immer dort gestanden.
Noreya schüttelte den Kopf und es sah aus, als würde sie zucken, doch eigentlich wollte sie nur aus dieser seltsamen Starre aufwachen. So blinzelte die Wölfin und tat das, was sie am besten konnte: sie nutzte ihre Maske. Mit einem freundlichen Ausdruck im Gesicht wand sie sich als um und sah sich um. Ihren Blick wandte sie schließlich an Cabezan, der ihr am nächsten stand. Als er sich langsam in Bewegung setzte und einige Schritte trabte, bewegte auch Noreya ihr Pfoten und setzte zielsicher eine vor die andere. Sie passte ihre Geschwindigkeit an und drehte ihren Kopf dann zu dem Grauen.

"Cabe? Wo willst du hin? Ich weiß, dass wir nicht hierblieben können. Wir brauchen den Rest des Rudels. Aber woher kennst du den Weg?"

Ihre Stimme klang leise und gedrungen. Sie hatte einen vorsichtigen Ton gewählt, da sie den Rüden keinesfalls unterschätze und sie selbst den Weg ohnehin nicht besser kannte - woher denn auch? Aber die Fähe dachte daran, dass sie nicht vorhatte, allzubald zu sterben. Sie zweifelte auch nicht an seinen Führungskünsten, das konnte er wahrlich besser als sie - es war nicht immer leicht für die Altfähe, den richtigen Weg zu finden. Zudem war sie neu im Rudel, daher die Vorsichtigkeit.

"Nun, es ist so. Ich würde die gerne helfen, wo ich kann. Aber versprechen kann ich leider nichts. Wenn du mich brauchst, dann werde ich hinter dir stehen"

erklärte die Wölfin noch einmal, nickte dann sanft und ließ sich wieder hinter den Anführer der kleinen Truppe fallen. Sie gesellte sich zum Rest, hielt aber den Mund. Sie würde einfach abwarten. Und wenn jemand nach ihr verlangen würde, dann würde sie zur Stelle sein. Ihre Augen wurden wieder von einem leichten Schleier überzogen und sie gab sich erneut ihren Gedanken hin. Wo wohl der Rest des Rudels war und wie es ihm wohl ging. Und ob wohl weitere neue Wölfe dazugestoßen waren? Sie wusste keine Antwort auf diese Fragen und trottete einfach weiter.

{ Cabezan & Kimba & Kische ( Sachi & Cheza ) | redet mit Cabe | denkt nach
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Kartane


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Nov 29, 2011 6:40 am

Die schneeweiße Wölfin trabte - oder schlich viel eher - neben dem grauen Alpha und der anderen Fähe her. Ihre Beine waren noch immer schwer und auch ihre Augen schienen ihr bald zu zufallen. Wer auch immer diese Welt zu lenken schien, der wollte allem Anschein nach, dass die Schattenkriegerin ruhig und bedacht blieb. Bedacht...so sollte es sein. Daher folgte sie still Blake und hielt die Ohren hoch, damit ihr nichts entging. Sie konnte wenigstens aufpassen, dass niemand die kleine Gruppe angriff. Natürlich hatte das niemand von ihr verlangt, doch die Wölfin dachte sich, dass sie wenigstens einen Dank bringen sollte, wenn sie schon im Rudel aufgenommen wurde.

oO Rudel...wohl er Haufen. Aber wie wenig Wölfe es auch sind - auf eine gewisse Weise sind wir doch alle ein Rudel...oh Tane, werde bloß nicht so nachdenklich. Was hat Vater mir beigebracht? "Sei immer aufmerksam und erlaube es dir nicht, abgelenkt zu werden"....er hat Recht. Jetzt konzertrier dich gefälligst! Oo

mahnte sie die Fähe und schüttelte kurz den Kopf, um klar denken zu können. Wachsam folgte die dem Alpha weiterhin und sah sich immer wieder in der Gegend um. Es war nicht leicht für sich, ihren Platz hier in dieser kleinen Welt zu finden. Aber irgendwie musste sie es schaffen, und vielleicht konnte sie ja hier bleiben. Ihr Rudel finden. Ihren Platz in der Welt, der ihr vorher bestimmt war...sie musste es einfach schaffen...irgendwie.

{ Blake & Noreya | denkt nach | bleibt ruhig}

_____________


I don't wanna hear the bad news when I was a little girl In front of the mirror I couldn't understand a thing There were tears falling down my cheeks no matter How much, I washed my face, I couldn't wash my soul.

Blake.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Do Dez 01, 2011 5:04 am

All what is forgotten, will be remembered.


Eigentlich fühlte der Hüne sich im Moment ja ganz gut, jedoch war seine zum Scherzen aufgelegte Laune verschwunden. Diese Wölfe waren Langweiler. Vor allem wenn Blake ihn ignorierte wurde es öde. Die Anderen trauten sich mittlerweile ja sowieso nicht mehr, überhaupt einen Muks von sich zu geben. Der Gemischtfarbene seuftzte leicht und wandte seinen Kopf an den Horizont der die nahe Ankunft des Morgens verkündete. Kam das mit dem Alter so? Stimmungsschwankungen, wo man kurz nach einem strahlenden Hoch in ein Tief rutschte? Naja, es war ihm jedenfalls egal. Über soetwas lohnte es sich keine Gedanken zu machen, es war nur Verschwendung von anders nutzbaren Zeit. Aber wann hatte Mika seine Zeit schon so genutzt, dass es sich gelohnt hatte? Er hatte nichts erreicht und bereute es auch nicht. Alle die glaubten sie müssten etwas in ihrem Leben erreichen, etwas erfüllen, lagen falsch. Es konnte aber auch sein das Mika derjenige war, der falsch lag, dass sollte ihm auch recht sein. Denn sein Weg war ihm selbst richtig. Es war ein Weg, den er nicht hätte wählen müssen. Ein Weg, der in die Einsamkeit führte, nicht immer der schönste Weg. Der eiskalte Engel war sich jedoch sicher, dass er nie das Verlangen spüren würde, seine Entscheidung zu ändern. Der Weg den er gewählt hatte, hatte ihn vergessen lassen. Vergessen, wie alles angefangen hatte und vergessen lassen, wer er eigentlich war. Aber die vollständige Erinnerung war nicht mehr fern. Er spürte es schon jetzt, wie er zu dem zurückkehrte, was ihn vollenden würde. Eine Gottheit, die sich von der übrigen Taubenschar mit seinem blutroten Gefieder abhob. Er hatte sich über diesen Abschaum erhoben. Wenn er dann endlich sein volles und ganzes Ich wiederbekam, würde er strahlen wie nie zuvor. Würde dies die zweite Blütezeit seines Lebens werden? Wer wusste das schon, oh, wer wusste das schon. Mika wusste schon lange, dass die Existenz von puren Göttern nur Wunschvorstellungen waren. Jeder war sein eigener Gott, jeder, der diese Erkenntnis erfasste. Nun, wie es aussah war er allein mit dieser Erleuchtung. Sei's drum.
Eine erneute Frage wollte ihn eigentlich beschäftigen, jedoch verscheuchte er sie halbherzig in die hinteren Gegenden seines Bewusstseins. Er zügelte nun etwas weiter hinten hinterher und beobachtete die Wölfe vor ihm ein bisschen genauer. Blake unterhielt sich mit jener aufmüpfigen Fähe Neeraja, auch wenn er noch einige müde klingenden Worte in Richtung des Hybrids warf. Dieser ignorierte die Bemerkung aber gekonnt, leise seinen Kopf über die unpräzisität des Grauen schüttelnd. Er war doch erst seit dem Frühling dabei. Das zählte wohl nicht als ein ganzes Jahr. Aber der Mischling hatte besseres zu tun, als sich über Blake zu ärgern. Naja, 'ärgern' in dem Sinne den man sich da gerne reininterpretieren darf. Kartane lief am weitesten von ihm entfernt und schwieg offensichtlich vor sich hin. Laaaangweilig. Dann viel der dunkle Blick der Seelentunnel auf die Gestalt Sakuras und mit einem feinen Lächeln auf die Leftzen gemalt ließ er sich zu ihr zurückfallen.

"Naa, worüber denkst du nach Süße?", warf er ihr in einem angenehmen Plaudertom hin und hob eine Augenbraue leicht an.

Naja, viel konnte man von dieser Schildkröte von Fähe wohl nicht erwarten, aber das hatte Mika auch gar nicht vor. Schließlich war er jetzt ein bisschen - wie sollte man sagen ? - versöhnlicher geworden nach Kovus Tod. Hach, hach.


All what is lost will be found again

{ denkt rum | spricht Kura an }

_____________

the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mo Dez 05, 2011 2:02 am

"Mit deiner Kraft ich weiter geh.
Mit deiner Liebe Kraft ich weiter geh."

Die Ohren zuckten wild und die Nasenflügel zitterten als die kleine so wild und unregelmäßig atmete, die Gerüche einsog und gespannt zugleich auf die antworten wartete. Doch sie kamen nicht. Sie blieben einfach aus, als sei sie nicht da. Weg. Nicht vorhanden.
All dem Tat sie keinen Bruch, da sie gerade etwas neues für sich entdeckt hatte, als etwas irritierendes durch den Wald lautete. Nicht all zu laut, aber auch nicht leise. Keine direkte Ansprache, einfach so hinein an irgendwen oder irgendwas. Mit dem nächstem Bocksprung wirbelte das Freudenfeuer herum und die gelb-goldenen Augen blickten in das direkte Antlitz der Wölfin, die die Frage gestellt hatte. Doch an wen?
Als sei jeglicher geistiger Sinn von der schwarzen genommen worden, stand sie da, aufrecht und neugierig was nun passierte, die Rute fegte sinnlos durch den Wind und bekundete ihre Freude. Es dauerte, bis die kleine endlich raffte, dass SIE gemeint war.

„Pfote?“

Kam die Stumpfsinnig Antwort. Nun, es war eher eine Zweisilbige Frage. Aber sie klang immer noch verdammt Stumpfsinnig. Aus einer Eingebung heraus senkte sie den Kopf und sah auf ihre Füße hinab. Verwirrt von links nach rechts und von vorne nach hinten. Dann sprang sie wieder hin und her bis:

„AUAUAUAUUOOWW“

Nun jaulte sie doch wieder und hob die Pfote, die die andere schwarze noch zuvor erwischt hatte. Unsicher legte Sachi die Ohren an, hatte sie denn etwas falsch gemacht? Wieso tat es wieder weh? Und wieso tat es überhaupt weh?!
Die Lefzen zogen sich nach unten und die Augen bekamen einen Mitleidigen Ausdruck, auch die Ohren fielen einfach zu den Seiten herab, als wäre sie ein begossener Hund im Starkregen. Vorsichtig näherte sie sich Kimba. Nicht aus Angst vor ihr, eher vorsichtig wegen dem Schmerz der nun wieder in der Pfote pulsierte. So bewusst und stark, dass reine Willenskraft ihn nicht mehr weg denken konnte.

„Tut weh...“

Kam dann die kindische Trauerantwort, als sei soeben ein Spielgefährte am verschlucken von Steinen verreckt. Dass sie noch eine Wunde im Hals-Brustbereich hatte, wusste das Dummchen nicht. Das dichte Fell versteckte den Kratzer auch gut.


[Bemerkt Kimbas Frage | rafft nach Ewigkeiten wer gemeint ist | Versteht die Frage nicht | Hüpft rum und bemerkt den neuen Schmerz | antwortet & geht zu Kimba]
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Cabezan


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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mo Dez 05, 2011 2:43 am

Die Stirn besorgt runzelnd blickte er die scheinbar wahllos zusammengewürfelte Truppe von Wölfen an. Erwartung und Unsicherheit zugleich lag in seinem Blick. Eine lähmende Müdigkeit überkam ihn plötzlich, wie ein Sturm in einer Sommernacht. Er wusste, dass niemand ihm antworten würde. Aber dennoch konnte die Stimme in seinem Kopf nicht aufhören zu fragen ; Wieso musste es passieren? Wieso uns? Wie soll ich das schaffen?. Und die ganze Palette weiter, ihr wisst ja schon. Hörten die da drüben überhaupt auf ihn? Wenigstens waren Noreya und Kische da. Die übrigen Fremden, naja. Wenigstens schienen sie auf ersten Blick nicht bedrohlich. Vielleicht waren sie dies doch, aber Cabezan verspürte in diesem Moment nicht den Elan dazu sonderlich misstrauisch zu sein. Er fühlte sich unsicher und kalt. Blake hatte ihn zu einem Delta gemacht, ja. Aber da hatte sich sein grauer Alpha wohl geirrt, denn der Nebelgraue war jenem Titel nicht gewachsen. Er war doch nur ein schwacher Feigling und Nichtsnutz. Das war er schon immer gewesen. Nun, wenigstens Sachi schien ihn gehört zu haben. Er gab der dunklen Jungwölfin ein fahles Lächeln, als sie um ihn herumtobte. Leicht stubste er sie mit seiner Schnazenspitze an, eine Geste die sie beruhigen sollte. Wahrscheinlich würde es aber eh nichts nützen. Mit seinen nougatfarbenen Seelenspiegeln verfolgte sie die überdrehten und von Energie übersprühendne Bewegungen der Goldäugigen, da er anderes nicht zu tun hatte. Schließlich wollten die Anderen scheinbar nicht kommen. Vielleicht war es auch eine unsinnige Idee. Vielleicht wäre es das Beste, sich jetzt auf den Boden plumpsen zu lassen und zu warten wie sich die Dinge entwickelten...
Nein. Es wäre nicht richtig, das wusste der Nebelgraue nur zu gut. Wenn er die Truppe jetzt nicht zusammenhielt würden sich ihre Wege wahrscheinlich binnen weniger Tage oder sogar Stunden trennen. Außerdem konnten sie doch nicht die einzigen Überlebenden sein, oder? Sie mussten doch wenigstens versuchen, die Übrigen zu finden. Die Frage war nur, ob das Amselherz stark genug dafür war. Sachi riss den Rüden schließlich aus seinen trüben Gedanken und Cabe machte einige unsichere Schritte auf sie zu. Sorge trat in seine Seelenspiegel und er blickte den Jährling nervös an.

"Ist etwas mit deiner Pfote, Sachi? Ich bin kein Heiler, aber versuche sie so wenig wie möglich zu belasten und vom Dreck wegzuhalten. Vielleicht, wenn... Wenn... Wir Wasser finden, dann kannst du sie reinhalten. Ich glaube das wird.... helfen."

Der Schatten eines Lächelns strich wieder über die feinen Züge des Rüden und er hob seinen Kopf an. Aber Sachi hörte scheinbar nicht auf ihn und rannte und sprang weiterhin um ihn herum. Kein Wunder, Cabezan war ja auch keine sonderliche Autorität auf den jemand hören würde. Er war eine Niete, dass wusste jeder letzte Jungspund. Kurz verfiel der Nebelgraue wieder in zerrissene und unsichere Gedanken, bevor er die Frage der Dunklen zögerlich beantwortete.

"Wir gehen erst einmal zur Flussmündung. Über die Hauptinsel natürlich, dort haben wir eigentlich immer gewohnt. Vielleicht finden wir ja Spuren? Sie können ja nicht vom Erdboden verschluckt....sein....oder? Und nein, wir spielen nicht, Sachi."

Spann er vor sich hin, zögernd und voller Zweifel. Gehörte er hier wirklich hin? Der Nebelgraue warf einen sehnsüchtigen aber ängstlichen Blick hinüber zu Kische. Wie kam sie eigentlich mit der ganzen Sache klar? Er hatte Angst. Angst vor sich selbst und Angst um die Anderen. Aber vor allem Angst um Kische... Auch wenn er es sich noch nicht richtig erklären konnte, wieso. Es herrschte einfach solch ein Chaos in seinem Kopf. Wenigstens schienen die übrigen Wölfe endlich zu kapieren wolang sie laufen mussten. Kimba, auch eine Neue , folgte dem Delta und dem überdrehten Jungspund schon. Auch ihr schenkte der Rüde ein leicht zögerliches Lächeln, bevor er seine Schritte drosselte um sie aufolen lassen zu können. Er schüttelte leich tseinen Kopf und blickte zu der Insel hinüber. Im Wasser schwammen überall Trümmer von Gesteinsbrocken und Baumstämmen und Zweigen herum.

"Erst gehen wir zu der Insel da vorne. Ähm, durch das Wasser meine ich. Der See ist nicht sonderlich tief auch wenn es einige Stellen gibt, die versumpft sind. Öhm, ähm...Aber...äh... Natürlich nicht auf unserer Route. Wenn wir da keine zeichen finden, gehen wir zu der Mündung des Flusses, der... ähm. Ja, eben des Flusses der den See speist."

Erklärte er nun das zweite Mal in Folge, so dass auch Noreya es hören konnte, die nun mit Kisch ezusammen ebenfalls zu ihnen aufgeschlossen hatte. Leicht verwirrt starrte er die Gruppe an, dann entschied er sich, sich einen Ruck zu geben. Sonst würden sie für ewig hier rumstehen und einander anglotzen.

"Äh." , startete er wieder ganz souverän und blickte dann jeden Einzelnen an. "Also haltet einfach ausschau nach Anzeichen von Wölfen. Fährten, Spuren im Sand oder... auch... etwas anderes. Jedenfalls, ja. Dann... Öh, Kommt mal einfach. Rein ins Wasser und so."

Ohne zurückzublicken platschte er in das von der Nacht noch kühle, aber nicht umbedingt eiskalte Wasser hinein und watette in die Richtung der Insel, die zu seiner Heimat geworden war und nun zerstört da lag. Und in seinem Herzen sangen die Amseln ihr Trauerlied.


[center] { Noreya ; Kimba ; Sachi ; Kische | auf dem Weg zur Insel }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mo Dez 05, 2011 10:26 am

~ I’ll find you
Wherever you are.
But will you be happy
To see me?
~

    Die Schritte der bunten Wölfin waren schnell und entschlossen, gleichzeitig jedoch fast vorsichtig, um die Welpen in ihrem Fang möglichst ruhig halten zu können. Sie wollte auf keinen Fall, dass die Kleinen allzu sehr durchgeschüttelt wurden. Es war so und so viel zu früh für die beiden… Sie sollten gar nicht hier draußen sein. Sondern sicher und geschützt in einer Höhle.
    Ramyla schluckte die aufsteigende Wut, die sich gegen niemand bestimmten richtete, hinunter. Weil sie wusste, wenn sie nach einem Schuldigen suchte, würde sie nur sich selbst finden. Ein fast schon naiver Gedanke trieb sie voran: Wenn sie erst einmal alle zusammen waren – die Welpen, Samir und sie – dann… dann würde alles gut werden. Irgendwie. Oh ja, das war naiv. Egal. Weiter, einfach weiter… dem Gebirge zu.

.oO(Und… wenn er mich nun gar nicht sehen will? Wenn er mich fragt, warum ich mit den Welpen hier bin, wo ohnehin schon alles drunter und drüber geht?)

    Der Gedanke ließ die Fähe langsamer werden. Ein lautloses Seufzen ließ einen Teil der Entschlossenheit aus dem zierlichen Wolfskörper weichen und Ramyla spürte die Zerrissenheit in sich wachsen. Wohin? Weiter, zurück, hierbleiben? Langsam setzte sich die Bunte wieder in Bewegung, hielt den Blick jedoch gesenkt. Mylas Gedanken schienen auf die Wölfin selbst einzureden.

.oO(Unsinn, Myla. Wie kommst du auf so eine blöde Idee? Er ist dein Engel. Er liebt dich. Natürlich wird er froh sein, dich zu sehen. Zu sehen, dass mit dir alles in Ordnung ist. Er macht sich sicher auch Sorgen um dich.)

    Verstimmt, weil es nichts nützte und die Unsicherheit blieb, ließ sie die Beta auf die Hinterläufe sinken. Erst mal nachdenken. Egal, wo sie im Moment war. Sie wollte sich gerade ganz hinlegen und ihren Welpen wie auch sich selbst eine Pause gönnen – da nahm sie einen Geruch in der Luft wahr.
    Fremdes Raubtier – aber kein Wolf. Ramylas Muskeln spannten sich automatisch an, argwöhnisch huschte ihr Blick umher. Fuchs. Ganz eindeutig. Keine Gefahr, eigentlich, aber man konnte mit zwei Welpen nicht vorsichtig genug sein. Füchse waren listig, gleichzeitig aber auch feige. Gerissene kleine Diebe.
    In diesem Moment plumpste auch schon etwas vor ihr auf den Boden. Sollte wohl ein möglichst dynamischer Auftritt werden, sah aber eher nach einer Bruchlandung aus. Die bunte Fähe legte den Kopf leicht schräg und betrachtete die graue Gestalt vor ihr abwartend.

"AU! Das nenn ich schmerzhaft!"

.oO(Och, armes Kleines.)

    Um Ramylas Lefzen zuckte es leicht belustigt. Gleich darauf zuckte sie jedoch irritiert mit den Ohren. Warum lächelte sich der graue Fuchs so katzenfreundlich an? War ja geradezu verstörend. Hm.

"He-hey, na wie gehts wie stehts? Ich bin Vaki. Rudel verloren oder warum zu alleine?"

    Klang ja fast wie eine Anmache. Was kam als nächstes? Ein Rotkehlchen, das ihr einen Heiratsantrag machte? So nächstes Problem: Wie mit den Welpen im Fang sprechen? So ließ sich Ramyla ganz auf dem Boden nieder, legte ihre zwei Kleinen sorgsam zwischen den Pfoten ab und behielt sie so dicht wie möglich bei sich, während die Bernsteinaugen über den Fremden vor ihr huschten.

„Ich scheine ja wirklich eine begehrenswerte Schönheit zu sein, wenn sogar Pfotenabtreter – ähm Füchslein auf mich abfahren.“

    Bemerkte sie sarkastisch, ohne seine Frage zu beantworten doch war der kleine Seitenhieb nicht unbedingt böse gemeint. Es war nur ein Test, ob das einer dieser großkotzigen Flohfänger war, mit denen man nichts anfangen konnte. Wenn dem nicht so war, wenn man mit dem Fuchs reden konnte – vielleicht wusste er ja von ein paar Wölfen, die hier in der Gegend verschollen waren… vielleicht hatte er sie sogar getroffen. Man konnte nie wissen.

„Kannst mich im Übrigen Myla nennen.“

    Fügte sie noch mit einem schiefen Lächeln auf den Lefzen hinzu. Wollte den Kleinen ja eigentlich nicht beleidigen. Der sollte sich von Mylas Art mal nicht auf den Schwanz getreten fühlen.



[mit den Welpen auf dem Weg zum Gebirge ~ trifft auf Vaki]

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Dez 07, 2011 2:17 am

Neeraja lauschte den Worten des Alpharüden und fühlte eine schwere Last, welche auf seinen Schultern lastete, vielleicht war dieses Last so schwer, dass sie ihn erdrücken würde, auf jeden Fall schien dies so und Neeraja fühlte diese harten Worte in ihrem Herzen und sie fühlt eise immer tiefer dringen, in eine Region, welche nur die wildfarbene Fähe kannte. In ihre Vergangenheit, welche Niemand kannte, denn alle welche die miterlebt hatten, waren in die Tiefen des Universums verschwunden und eine davon, hatte die Fähe auf dem Gewissen. Was glaubte dieser Rüde eigentlich wer er war, oder das er so anders war als sie. Das nur er Schuld an etwas hatte, dass nur er sich schuldig fühlen durfte, bevor die Fähe eine bissige Bemerkung von sich geben konnte, entschuldigte sich Blake auch schon und Neerajas Blick glitt zu dem Rüden. Er hatte sie veranlasst an ihre Vergangenheit zu denken, warum eigentlich, was war das denn für ein Grund, gab es überhaupt einen, noch an ihre traurige Vergangenheit zu denken oder gab es keinen. Ihre Familie war es nicht wert, ihre Familie hatte ihr nie das Gefühl der Geborgenheit gegeben, ihr Eltern hatten ihr nur das Gefühl gegeben, dass es andere nicht wert waren zu leben und schließlich hatte sie ihre Mutter getötet. Die Fähe schüttelte ihren Kopf, um ihre Gedanken zu vertreiben und nicht in Gefahr zu laufen, diese auszusprechen, aber plötzlich öffnete sie ihren Fang und ihr blick glitt abwesend zum Himmel, sie dachte an die schönen und geheimen Spiel mit ihrem Bruder Varun und ihr Blick wurde Sehnsüchtig und Traurig, ihre Stimme war leise und sie klang anders, sie klang hohl und schmerzerfüllt:

„Du glaubst also, dass das was du getan hast ein Verbrechen war?!
Eine Last ist, dessen Recht du hast zu tragen?!
Sei froh, dass du ihn nicht getötet hast, mit deinen Fängen…
Denn dann hättest du wirklich Schuld an seinem Tod, so besteht die Chance das er den Steinen entkommen ist.
Glaub mir, es gibt viel schlimmere Lasten als Deine.
Meine Mutter hat Varun getötet, meinen Bruder….
Und Ich…
Ich habe sie auf dem Gewissen, durch meine Fänge...“


Nach diesen Worten wandte sich Neeraja ab, sie wandte ihren Blick ab, ihren ganzen Körper wandte sie ab. Sie wollte weder etwas von Blake hören noch sehen, deswegen beschleunigte sie ihre Schritte ein wenig und hielt ihren Blick starr geradeaus. Neeraja wäre am liebsten geflohen, sie wäre am liebsten gegangen nur um nicht zu wissen, was dieser Rüde nun von ihr denken würde. Was dieser Rüde von ihrer Familie denken würde. Ja, sie hatte ihre Mutter getötet, um ihren Bruder zu rächen, aber er war nicht wiedergekehrt, stattdessen waren viele andere schlimme Dinge passiert und schließlich waren sie alle gestorben, schnell verdrängte Neeraja wieder diese Gedanken und sie fühlte sich auf einmal so erschöpft und leer, wie nie zuvor.



[zunächst neben Blake | dann allein an der Spitze der Gruppe]
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Kapitel 5 - Neues Leben

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