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 Kapitel 5 - Neues Leben

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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Dez 07, 2011 7:28 am

.. no i'm serious. fuck off!


Er konnte nicht aufstehen, Warum er das gemacht hat ? - Er weiß nicht. Aber schon alleine das er das gemacht hat, zerreißt ihn. Sein Blick war nach unten gerichtet. Warum er nach unten sah ? Weil er mit den Tränen Kämpfen musste. Break fühlte sich schwach und schloss die Augen.
Langsam öffnete er diese wieder und hob seinen Körper an, dieser war schlapp. Ruhig hob er seine Vorderpfote und trat neben dem Gesicht eines anderen Wolfes. Er sah sie an und leckte über ihre Schnauze. Sie war tot , seine Gefährtin. Er würde sie nie aufgeben, den sie bleibt in seinen Herzen.
Genau das trieb ihn aus sein altes Rudel.

Er war schon eine Kleine Weile unterwegs und bei dieser Reise hatte er noch nie mehr gelächelt.Ob er ein anderes Rudel suchte ?`- Ja . Er wusste nicht , was ihn dazu trieb schneller zu laufen aber irgendetwas sagte ihm, dass er sich beeilen sollte. Seine Schritte würden größer und seine Geschwindigkeit nahm zu, bis er zu laufen begang. Seine Pfote drückten sich in die Erde und hinterließen Spuren. Mit den Hinterpfoten hob er die Erde hoch und katapoltierte sie auf sein Fell oder zu den Seiten. Dann stoppte er und heulte laut auf.

Eine Träne auf der Wange und den Blick in den Himmel. Er dachte an Sie. Veilleicht findet er ins Lichts , er gestand sich das er nicht mehr weiter weiß. Leider würde sie ihn nicht nur Heute fehlen, sondern so ein Erlebnis verfolgt ein das ganze Leben lang. Nun sank er wieder seinen Blick und leckte sich über die Lefzten. Langsam begab er sich weiter und senkte den Kopf immer weiter nach unten als er fremde Wölfe witterte.

Windig war es, fand er und vielleicht war das was ihn so antrieb. Der Wind oder die anderen Wölfe. Als er dann einen sah , sah so als würde es der Alpha sein , knurrte er leicht und kam auf ihn zu. Er hatte keine Böse absichten , es sollte einfach nur Schutz sein.

Wer bist du und wo bin ich hier ?"




[ Läuft herum und trifft Blake]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Dez 07, 2011 7:50 am

Lonley
Wenn du damit beginnst,
dich denen aufzuopfern,
die du liebst, wirst du damit enden,
die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.


Blut. Das Blut spritze nur so durch die Gegend, als der 7 Jährige Wolf anfing an seiner erlegten Beute herum zuzerren um ein Stück abzureisen. Er rammte seine spitzen Blut übersäten Zähne wieder und wieder in das Fleisch des Hirsches. Niemals hätte Cloud diesen Koloss alleine töten können, deswegen hatte er Glück das dieser junge Hirsch von seiner Herde zurückgelassen wurde, da er ein gebrochenes Bein hatte. Schnell hatte der Bunte seinen Beute erlegt und nun machte er sich daran einzelne Stücke rauszureisen, um diese dann besser fressen zu können. Als der junge Wolf es endlich geschafft hatte, etwas abzureisen beschloss er erstmal dieses aufzufressen und dann weiterzumachen. Seit Tagen hatte Cloud nichts mehr gegessen und nun hatte er wirklich Hunger. Er packte das dünne Bein und trug es zu einem schattigen Platz am Waldrand, den Rest seiner Beute ließ er vorerst auf dem Feld liegen.

Im Schatten angenommen ließ er sich Wortwörtlich fallen und fing an, an seinem Fressen herumzukauen. Der Junghirsch schmeckte nicht besonders gut, aber besser als gar nicht. Nach ein paar Minuten hatte Cloud sein Mahl verspeist und ließ sich auf die Seite fallen. Ein Seufzen trat über seine Lippen hervor und die Augen des Wolfes fielen langsam zu, bis er sie schließlich schloss. Keine Gedanken verschwendete der Rüde, sein Kopf war leer. Alles war schwarz, aber kein Wunder wenn er die Augen geschlossen hielt. Auch als er seine Augen wieder öffnete war noch alles schwarz. Cloud rappelte sich schnell auf. Warum sah er nichts mehr? Mit meinem Kopfschütteln versuchte er seine Sehkraft wieder zugewinnen, wobei er die Augen noch einmal zusammen kniff. Als er sie dann wieder öffnete sah er nur einen großen Schatten. Noch einmal schlug er die Augen zusammen und erkannte dann was dieser 'Schatten' war.

Groß, Braun, riesige Tatzen und ein weit aufgerissenes Maul, so stand der große Bär über der erlegten Beute von dem Wolf. Sofort fletschte Cloud seine scharfen Zähne und rannte auf das riesige Ding zu. Von Hinten sprang er an seinen Rücken und biss sich in seinem dicken braunen Fell fest. Der Bär erschrak und drehte sich in Kreis, da er den Wolf packen wollte. Als der Rüde losließ flog er ein paar Meter und landete aber auf seinen vier Pfoten. Ein tiefes Knurren kam aus der Kehle des wildes Wolfes. Der große Bär, der immer noch auf zwei Pfoten stand, senkte seinen Kopf und fing an auf vier Pfoten auf Cloud zu zulaufen. Plötzlich bewegte sich der Wolf nicht mehr, er stand da als ob er am Boden festgeklebt wäre. Der Bär kam immer näher und näher, doch Cloud rührte sich nicht. Keine Sekunde später hatte das große Tier den Wolf gepackt und bis ihm in den Brustkorb. Ein tiefes Jaulen ertönte und Cloud strampelte sich los. Schnell rannte er los, wobei er die Schmerzen nicht beachtete.

"Scheiße..."
Jeder verdammte Schritt tat so unendlich weh, kaum eine Pfote aufgesetzt und der stechende Schmerz in der Brust wurde noch doller. Es blutete nicht so doll, aber dafür tat es höllisch weh. Nun beschloss der Rüde in Gebirge zulaufen und dort nach etwas kleines Nahrhaftes zusuchen, wenn er es überhaupt bis dahin schaffte. Cloud erhöhte sein Tempo und raste dann schon bald wieder wie früher umher. Seine Beine bewegten sich fast von selbst und sein buntes Fell wehte im Wind. Er war schon fast an seinem Ziel angekommen. Ohne sein Tempo zu zügeln rannte der 7 Jährige um die Ecke. Auf einmal spürte er etwas weiches, was ihn bremste. Ein andere Wolf etwa oder vielleicht wieder ein Bär? Cloud hatte seine Augen für einen kurzen Moment geschlossen, als er sie wieder aufschlug erkannte er eine Fähe, neben ihr kleine Welpen.

"Tut mir leid, ich hab dich.. euch nicht gesehen.."
Er hatte sich entschuldigt? Was war nur mit Cloud los, das tat er doch sonst nie, auch nicht Fähen gegenüber. Schon den ganzen Tag war er ganz komisch und jetzt die Begegnung mit dem Bär, wo er einfach aufgegeben hatte und weg gerannt ist und jetzt entschuldige er sich auch noch? Eigentlich hätte er die Fähe vor sich angefahren, warum sie denn so blöd im Wege stehen musste. Komisch. Der Rüde verhielt sich zurzeit echt total merkwürdig. Mit aufgestellten Ohren und aufrichtigen Blick schaute Cloud seine Gegenüber an. Den kleinen Fuchs bemerkte er erst jetzt und nickte ihm kurz zu, auch das war unglaublich, sonst beachtete der Braune niemanden und interessierte sich nicht für das Wohl anderer. War bestimmt nur wieder eine seiner Phasen.


frisst | kämpft mit einem Bären | haut ab | rennt gegen Myla
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Dez 07, 2011 10:17 am

Jazuacs Ohren zuckten belustigt, als sie Vakis Knurren als durchaus eifersüchtig interpretierte. Oh, was bildete sich dieser Wicht - nur ein? Aber nun gut, sie war nicht diejenige, die ihn zurechtweisen würde.

Jazuac entging Samirs missbilligender Blick nicht. Oh, wenn er nur wüsste! Wenn er nur wüsste, wie sie wirklich war! Aber eigentlich war es ihr so ganz recht, sobald sie hier raus war konnte sie umdrehen und gehen wohin sie wollte, was scherte sie die Meinung eines eingebildeten, riesenhaften Rüden, der offenbar glaubte, er hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen? Normalerweise wollte sie niemanden in Schubladen stecken, aber in diesem Fall... Es war allzu offensichtlich, wie aufgeblasen und selbstgefällig er war, und offenbar konnte er es sich leisten – wahrscheinlich aufgrund seiner Körpergröße.

Sie hatte sich all das einmal verdient, den Respekt, der ihr gebührte - doch das konnte er ja nicht wissen und es war ihr auch ganz recht so. Sollte er sie nur falsch einschätzen, wenn es drauf ankam, konnte ihn sein Fehler schwer zu stehen kommen... Samir konnte es nicht sehen, aber vielleicht waren sie gar nicht so unterschiedlich, wie er glaubte.

.oO(Ach, denk doch was du willst! Hauptsache, ich komm hier heil raus, und du bist nicht gerade hilfreich!)

Sakura? Wer war Sakura? Eigentlich auch irrelevant, Hauptsache, es brachte Raziel wieder auf seine vier Pfoten.
Jazuac verdrehte genervt die Augen. Sollten sie Vaki doch so viel beleidigen, wie sie wollten, der Fuchs war ihr verfallen und würde sie sicher nicht zurücklassen. Sollten sie nur sehen, was geschah, wenn sie noch länger auf der Suche nach einem Ausweg umher irrten, doch diese Erfahrung konnten sie gerne ohne sie machen!
Doch das, was Samir hinzufügte, stimmte sie etwas milder. Kinder? Welpen? Hatte er sie denn noch nicht gesehen? Wahrscheinlich drehten sich seine Gedanken gerade ganz um was anderes, sodass es nur selbstverständlich war, dass er keinen Kopf für dieses Theater hier hatte.
Das war es auch, was sie dazu brachte, sein Getue gänzlich unkommentiert zu lassen.
Ihr Blick richtete sich wieder zu Boden, Raziel hatte sich noch nicht gerührt. Hatten ihre Worte ihre Wirkung verfehlt? Oder hatte er ihr gar nicht zugehört? Wenn Samirs Worte nichts brachten, dann wusste sie auch nicht weiter... dann würde sie umdrehen und gehen. Sie war doch nicht die Weltretterin vom Dienst! Wenn dieser Haufen Verrückter sich umbringen wollte, Bitteschön – aber ohne sie.

Doch plötzlich, vollkommen unerwartet, richtete Raziel sich auf. Jazuac atmete erleichtert auf, doch eine Restanspannung blieb – sie traute dem Braten noch nicht. Was kam als nächstes? War er wirklich wieder bei klarem Verstand oder würde er sich als nächstes auf sie stürzen und einen Kampf auf Leben und Tod anzetteln? Mittlerweile traute sie den Wölfen hier alles zu. Absolut alles. Sie hätte gehen sollen, als sie es noch konnte. Sie handelte doch sonst nicht so unüberlegt! Waren das die Tage der Einsamkeit, die aus ihr sprachen? Der Wunsch, endlich wieder unter ihresgleichen zu kommen?
Sie warf einen Blick auf Vaki. Hatte sie es wirklich nötig, sich bei einem Fuchs gut zu stellen? Normalerweise hätte sie ihn kommentarlos gefressen und den Ausgang dann selbst gefunden, vor allen anderen. Das war die Jazuac, die sie kannte, die sie sein wollte, und nicht... das hier.
Sie blickte auf und traf Raziels Blick. Irrte sie sich, oder war das ein Lächeln?
Es war eins. Und bei seinen anschließenden Worten wuchs sie innerlich, auch wenn sie das selbst kaum mitbekam. Jazuac hatte schon immer die Bestätigung und die Anerkennung anderer gebracht, nur aus diesem Grund war sie schlie0lich so geworden wie sie war – ehrgeizig und durchaus auf gewisse Weise auch erfolgreich.
Jetzt hörte er sich nach dem Führer an, die dieser Haufen hier brauchte. Sie selbst hätte es nicht besser ausdrücken können. Zustimmend wandte sie sich an Vaki.

Ja, los, zeig uns den Weg!

Wo das alles nun endlich geklärt war, lief sie hinter dem Fuchs her. Ihr Schritt war federnd und verriet, die innere Hochstimmung, die nun von ihr Besitz ergriffen hatte. Fast hätte sie angefangen zu summen., Sie würde diesen Ort hier verlassen, das Tageslicht wieder sehen, den Himmel über sich spüren und die Erde unter sich, wo sie hin gehörte - nichts versperrte mehr ihren Weg, sie wäre frei zu gehen, wohin sie wollte.
So in Gedanken, realisierte sie viel zu spät, was Vaki gerade gesagt hatte. Unwillkürlich sprang sie vor, wollte sich auf ihn stürzen, doch es war zu spät, er war bereits entwischt und durch das Loch außerhalb ihrer Reichweite. Blitzschnell richtete sie sich auf hechtete ihm hinterher, doch es half nichts.

Oh du, verdammter...! Komm zurück, komm sofort wieder hier her, hörst du?!

Ganz ohne ihr Zutun waren ihre Zähne gebleckt und ihr gesamtes Rückenfell stand kerzengerade in die Höhe, sodass sie von einer auf die andere Minute an Größe und vor allem Muskelmasse zuzulegen schien.
Jetzt würde er aber mal eine ganz andere Seite an ihr kennen lernen. So sprang man nicht mit ihr um, niemand!

Wenn ich dich jemals in die Pfoten kriege, ich schwöre dir bei den Göttern, wird das dein letzter Tag gewesen sein, ich reiß dir all deine kümmerlichen Stummelbeine einzeln aus, ich zieh dir das Fell über die Ohren und werfe dich den Insekten zum Fraß vor! Dein verdorbenes Fleisch ist es nicht mal wert mir als Nahrung zu dienen. Verabscheuenswerte Kreatur, du sollst meinen Zorn spüren und meinen Schmerz teilen! Ich werde... !

Sie redete einfach immer weiter, warf ihm die schlimmsten Flüche und Verwünschungen an den Kopf und wurde immer, lauter. Dabei warf sie gegen die schmale Öffnung, Jazuac war klein, aber nicht so klein. Sie konnte beide Beine und ihren Kopf hin durchzwängen, doch selbst mit Schwung war ihr Brustkorb einfach zu breit, zu sperrig, er wollte einfach nicht hindurch passen.
Das war Enttäuschung. Herbe Enttäuschung – und sie schmeckte Jazuac gar nicht. Man ließ Jazuac Stormcatcher nicht einfach stehen!

Jazuac brüllte sich die Lunge aus dem Leib – doch der Fuchs war längst über alle Berge. Das hatte sie davon – einem Fuchs vertrauen, was hatte sie sich nur dabei gedacht? Jetzt hatte sie keinen Ausweg und auch einen leeren Magen, sie hätte ihn gleich fressen sollen.
Wenn sie jemals wieder hier raus käme, würde sie seine Witterung aufnehmen und seiner Spur folgen, um ihn zur Strecke zu bringen, auch wenn sie ihren Lebtag nichts anderes mehr machte. Das ließ sie sich nicht bieten. Jazuac war tief in ihrem Stolz verletzt. Sie war diejenige, die mit anderen spielte, sie verließ sie, nicht umgekehrt! Sie hasste dieses Gefühl. Sie hasste es, sie hasste es, sie hasste es!

Die Fähe atmete langsam tief durch. Stück für Stück bekam sie wieder einen klaren Kopf. Was war das gewesen? Ein Wutanfall? So etwas hatte sie noch nie gehabt... zumindest nicht in diesem Ausmaß. Vermutlich ihr Überlebensinstinkt. Sie wollte nicht sterben und hatte sich einen Moment der Verzweiflung hingegeben, aber jetzt war er vorbei, und sie könnte die ganze Sache wieder ganz in Ruhe betrachten.

Jazuac war es gerade vollkommen egal, was die anderen Wölfe zu ihrem 'heißen Blut' zu sagen hatten. Akribisch glitt ihr Blick an dem Loch entlang, testete, ob es sich vergrößern lassen würde, damit sie sich auch hindurch zwängen könnte.
Ein bitter-süßer Zug erschien um ihr Maul. So viel zur Körpergröße! Bei ihr brauchte es nicht viel, aber dieser Riese Samir müsste noch ein ganzes Weilchen werkeln, bis er da durch passen würde. Sie sah nicht über die Schulter, beachtete die anderen kaum.
Als sie aufstand, pochte ihre Schulter, es war kein Richtiger Schmerz und es würde sicher schnell vergehen. Sie schnupperte, hob dann eine Pfote und kratzte vorsichtig etwas Erde ab.
Sie würde hier herauskommen, auf die eine oder andere Weise... ansonsten war es vielleicht ganz gut, dass sie hier drin verreckte, wo niemand sie fand. So würde keiner von ihrer Schande, ihrem Versagen erfahren.


[überdenkt die Situation | freut sich auf 'Rettung' | will Vaki nicht entkommen lassen, doch ist zu langsam; schreit ihm Flüche und Verwünschungen nach | fängt sich wieder und sucht nach Ausweg]
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Do Dez 08, 2011 12:36 pm

(Jzuac: ò__Ó - Samir & Raziel: o.o)

Noch immer stand der Schwarze da, den hellen Blick ins Licht gewendet. Der Sonnenstrahl löste eine solche Enttäuschung und Verzweiflung in ihm aus, wie selten zuvor. Gereizt zuckten seine Ohren, als Vaki wieder losbölkte, doch Samir hatte besseres zutun, als sich mit Jazuacs Traumfuchs ein Wortgefecht zu liefern. Schließlich kam Raziel wieder dazu, der scheinbar wieder auf eigenen vier Pfoten stehen konnte und wieder in sein altes Ich war. Samir war schon froh, endlich wieder den normalen Raziel zu haben, doch diese mindere Freude ließ schon wieder nach, als der Schwarzbraune sich neben ihn stellte, als wolle er ihn stützen. Mit hochgezogenen Brauen blickte Samir an die Schultern des Betas, die ihn offenbar stützen wollte. Da hatte Raziel ihn aber ganz schlecht eingeschätzt. Natürlich hatte Samir Schmerzen und Verletzungen und es tat ihm weh, zu laufen oder sich zu bewegen, vorallem wenn der Schädel brummte. Doch mit Sicherheit und niemals würde er sich von einem anderen Wolf stützen lassen. Er war sein eigener Herr und er war ein Jäger und die durften keine Schmerzen zeigen. Also blickte er Raziel nur kurz an, ehe er den Blick abwand, ohne sich andernweitig zu bewegen oder Anstalten zu machen, sich helfen zu lassen. Schließlich traf auch die kleine Jazuac dazu. Samir betrachtete sie kurz, ehe sich etwas in seinem Blickwinkel regte und seine Augen zu Vaki flogen, der sich gerade zu einem Ausgang schob und dabei sehr fröhlich war. War das klar? Mit großen Augen sah Samir der verschwindenden Fuchsrute nach und die Enttäuschung darüber, dass dieses Vieh dort durch kam, aber sie allesamt nicht, war erschlagend.

Jazuac war hervor gestürmt, doch Samir bewegte sich nicht. Vaki war weg und er besaß mit Sicherheit nicht die Güte, nochmal zurück zukommen. Dann wäre er kein Fuchs. Diese kleinen Biester waren verdammt hinterhältig. Sie hätten ihm nicht vertrauen sollen. Was für eine Dummheit es doch war! Kopfschütteld knurrte er, doch das war harmlos im Gegensatz zu dem,w as Jazuac jetzt abzog. Die kleine Fähe schien wortwörtlich mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Sie versuchte sich durch den schmalen Spalt zu zwängen, wo vielleicht der schmale Körper von Vaki hindurch gepasst hatte, aber kein Wolf. Sie schrie und brüllte und verschimpfte den Fuchs aufs Übelste und erst jetzt fiel Samir auf, dass sie äußerst temepramentvoll war. Das hätte er ihr garnicht zugetraut. Doch genug davon, langsam nervte ihre Stimme. Nur ein einziger Satz ließ ihn die Ohren spitzen. Hatte er diesen Satz nicht vor gar nicht allzu langer Zeit gesagt? "Verabscheuenswerte Kreatur, du sollst meinen Zorn spüren und meinen Schmerz teilen!" Aus irgendeinem Grund fühlte Samir leichte Sympathie zu der Wildfarbenen Fähe aufsteigen.

"Und was haben wir gelernt?"

Ernst blickte er Jazuac an, ehe leichter Schalk in seinen Augen glitzerte und ein seltenes Schmunzeln auf seine Lefzen trat. Wenn sie jemals wieder anfing, dass der Fuchs sie doch hier rausholen könnte, würde er ihr den Kopf abreißen. Obwohl er nicht glaubte, dass er Jazuac nach dieser Höhlen-Aktion noch mal wiedersehen würde. Samir war sich sicher, dass sie sie nur ausnutzte, um selber hier rauszukommen, danach würden sie getrennte Wege gehen. Eigentlich schade. Oder gut. Je nach dem. Eigentlich war es ihm auch egal.

"Wir müssen uns jetzt zusammen reißen. Wir finden den Ausgang. Kommt jetzt."

Ruhig setzte der Rüde sich der Rüde in Bewegung, ohne Autorität. Er ging einfach, weil er hier rauswollte und wenn die anderen nicht mitkamen, war das ihre Suppe und mit Sicherheit nicht seine. Schwerfällig vor Schmerzen und nun wieder mit glasigen Augen verließ er Vakis Ausgang und die Decke mit dem Loch und fand sich gleich darauf wieder ind erdrückender Dunkelheit wieder. Die Luft hier war stickig und roch alt, staubig und nach widerlichen Pflanzen, die in der Schwärze wachsen konnten. Samir blinzelte mit schmalen Augen und atmete schwer. Die Luft hier war schlecht und er bekam kaum den nötigen Sauerstoff. Doch wenn Vaki und Jazuac hier durch gekommen waren, würden sie das alle schaffen. Wartend blieb der schwarze Rüde stehen. Wieso wartete er? Er wollte doch alleine weitergehen? Doch trotzdem. Raziel und er waren in einem Rudel und eine Fähe zurücklassen gehörte sich nicht. Und Jazu schien nicht gerade dumm zu sein, also würde sie ihnen eh folgen, wenn sie etwas Geruchssinn hatte. Still und Schweigend wartete er also auf seine beiden Gefährten, endlich ohne den nervigen und vorlauten Fuchs.


[Jazu, Raziel, Vaki || Redet || Geht weiter]

_____________



Gestern stand ich noch am Rande des Abgrunds.
Heute bin ich schon einen Schritt weiter.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Fr Dez 09, 2011 6:57 am

Die Fähe beobachtete den schwarzen herum hüpfenden Jährling eine Weile voller Ruhe. Der Kleinen, die ja eigentlich nicht viel älter als Kimba selbst war, schien sie erst gar nicht bemerkt zu haben. Also wartete sie ab, was geschah. Natürlich würde sie es vermeiden, aufdringlich zu sein. Sie wollte helfen, sich jedoch dabei niemandem aufdrängen. Allzu große Hoffnungen, dass sie hier vielleicht eine neue Familie finden würde, machte sie sich sowieso nicht. Das lag nicht daran, dass sie es sich nicht wünschte, doch sie wollte nicht wieder enttäuscht werden.

Die Schwarze schien sie dann doch irgendwann bemerkt zu haben und wenig später war auch wieder deutlich zu sehen, dass sie noch immer Schmerzen in ihrer Pfote hatte. Da konnte Kimba vielleicht helfen. Zwar hatte sie davon nicht viel Ahnung, aber als sie damals mit noch nicht einmal einem ganzen Jahr ihren Bruder gepflegt hatte, lernte sie ein paar Dinge. Sie hatte alle seine Verletzungen behandelt, ihr wirklich Bestes gegeben, doch es hatte alles nichts geholfen. Er hatte sie tagelang gequält und seinen Verletzungen dann doch erliegen müssen. Anfangs hatte sie geglaubt, es läge an ihrer Behandlung. Vielleicht hatte sie doch etwas falsch gemacht? Doch die anderen ihres Rudels hatten lange genug auf sie eingeredet, bis sie sich schließlich mit ihrem Gewissen versöhnt hatte. Nun erinnerte sie sich wieder an diese langen Tage, wo sie um das Überleben ihres Bruders gekämpft hatte. Wäre er damals nicht gestorben, wäre alles anders gekommen. Und sie war sich ziemlich sicher, dass sie das Rudel dann nicht verlassen hätte. Oder zumindest nicht allein, denn ihr Bruder wäre ihr bestimmt gefolgt. Trauer stieg in Kimba auf und rief alte Erinnerungen wach, sodass ihr der Rachen eng wurde.

Reiß dich zusammen! Es ist vorbei und zwar schon lange. Finde endlich wieder in die Gegenwart zurück!

Ja, das konnte sie. Und sie würde es sich selbst beweisen. Vollkommen von ihren Gedanken befreit wurde sie, als die Schwarze angehumpelt kam. Es schmerzte also doch mehr, als gedacht. Kimba winselte auffordernd, damit sie näher kam und um sie ein wenig zu beruhigen, dabei wedelte sie ein wenig mit der Rute. Die Kleine weckte mit ihrem Anblick einen tiefen Instinkt in der Fähe, der wohl Fürsorge war. Die kleine Schwarze sah einfach noch viel mehr nach einem Welpen aus.

„Komm her, ich kann dir helfen.“

Sie ging ihr entgegen und beschnupperte vorsichtig die verletzte Pfote, um zu sehen, was dort eigentlich geschehen war. Dabei achtete sie wachsam auf die Reaktion der anderen Wölfin. Bloß nichts falsch machen! Doch nun war Kimba ruhiger. Sie hatte eine Aufgabe gefunden und sofort fühlte sie sich wohler und war damit beschäftigt, anstatt mit ihren quälenden Gedanken.

„Was ist hier denn bloß passiert?“

Sie redete einfach ein bisschen auf den Wirbelwind ein, um ihn zu beruhigen. Vielleicht lenkte sie das ein bisschen von der Pfote ab. Es war eine Bisswunde, dass erkannte Kimba schon bald an dem Abdruck und auch am Geruch. Ein wenig verkrustetes Blut klebte im Fell um die Bissspur herum, aber es schien keine schlimme Verletzung zu sein. Die Wunde war noch nicht alt. Kimba versuchte sich zu erinner, ob sie etwas von einem Kampf bemerkt hatte, doch ihr fiel nichts ein. Es musste bereits geschehen sein, bevor sie die Gruppe erreicht hatte. Vorsichtig leckte sie das verkrustete Blut ab, um die Wunde vor Schmutz und Dreck zu reinigen. Anscheinend hatte die Jungwölfin noch nicht gelernt, dass dies sehr wichtig war, wenn sie sich verletzte.

Wie lange hatte ich damals seine Wunden geleckt … dort lernte ich es wohl.

Kimba schüttelte verwirrt den Kopf. Nicht schon wieder! Sie wollte sich auf die Schwarze konzentrieren. Es reichte jetzt! Sie achtete wieder auf ihre Aufgabe und hob den Kopf kurz zu der Schwarzen hoch.

„Du musst aufpassen, dass kein Dreck in die Wunde kommt, damit sie sich nicht entzündet.“

Dann beschnupperte sie die Pfote erneut und besah sich die Bissstelle. Nicht sehr tief, das würde bald wieder verheilt sein. Vor ihnen hörte sie, wie Cabezan alle aufforderte ihm zu folgen. Sie mussten aufbrechen und Laufen würde der Kleinen wohl noch etwas schmerzen, doch solange sie nicht wieder so wild herum rannte, könnte es so gehen. Die Wunde war sauber und Kimba wusste aus Erfahrung, dass Speichel bei solchen Wunde einfach ein ziemliches Allheilmittel war.

„Geht es so? Aber du musst ein bisschen langsamer laufen, dann verheilt es schnell wieder. War das die einzige Wunde?“

Kimba richtete sich wieder auf und streckte kurz ihren Rücken durch. Dann schüttelte sie das Fell und sah die Schwarze prüfend an, falls es doch noch mehr Verletzungen gab.


[Cabezan, Sachi, Noreya, Kische | denkt nach | versorgt Sachis Pfote | redet mit ihr]
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Fr Dez 09, 2011 7:15 am

Es war schon erstaunlich, dass Neeraja sich Blakes Worte wohl doch zu Herzen nahm, denn sie sah nun ziemlich wütend aus. Nach seiner knappen Entschuldigung schien sie allerdings nicht mehr sauer zu sein. Sie sah eher traurig aus, ihre Augen waren von Schmerz erfüllt. Etwas Erschrocken und verunsichert zuckten seine Ohren und eines klappte sich nach hinten, wie es immer war, wenn Blake überfordert mit einer Situation war. Neeraja sprach nun, nicht mehr so selbstbewusst und hoffnungsvoll wie zuvor, eher hohl und leer. Er blinzelte und blickte die Wildfarbene an, hoffte auf eine Erklärung für ihre Reaktion, die er jedoch nicht bekommen würde. Da war er sich sicher. Sie sprach davon, dass sie ihre Mutter getötet hatte, die ihren Vater und ihren Bruder umgebracht hatte. Verwirrt dadurch, wer hier nun wen umgebracht hatte und um wessen Last es ging, konnte er seine Gedanken und ihre Worte gar nicht so schnell ordnen oder sich eine gescheite Antwort ausdenken. Neeraja lief schon voraus und marschierte nun alleine an der Spitze. Durch seine Verwirrtheit hindurch, spürte Blake leichte Wut in sich aufkommen. Das war sein Platz. Er war der Alpha, der vorne lief und nicht sie. Mit gerunzelter Stirn blickte er sie also kurz an und schüttelte schließlich leicht den Kopf. Na schön. Wenn sie wollte. Er hatte ohnehin kein Rudel mehr zu verlieren, da konnte es ihm auch egal sein, wer bei dieser Reise nun vorne lief. Und obwohl er sich diese herablassenden Gedanken einredete, spürte er große Missmut in sich, dass nun diese Fähe vorne lief. Alleine. Ohne seine Erlaubnis. Nur mit Mühe konnte er ein warnendes Knurren unterdrücken und wand letztendlich ganz den Blick ab. Ihm fiel wieder die weiße Fähe ein, die sich zuvor unbemerkt zu ihm und Neera gesellt hatte, ohne dazwischen zu reden. Kartane, so hieß sie. Blake blickte auf die ruhige Weiße hinab, doch sie war ihm vollkommen fremd, auch wenn ihr reinweißes Fell ihn auf vertraute, aber schmerzvolle Weise an verschiedene, verlorene Wölfe erinnerte. Ayana, seine Geliebte. Valinor, seinen vertrauten Heiler, der weitergezogen war. Oder Stella. Wirklich schrecklich war es für ihn, diese besonderen Wölfe zu verlieren und für einen kurzen Moment war er sich sicher, in Kartanes Augen, die nicht mal auf ihn gerichtet waren, Ayanas Güte und Freundlichkeit wieder zu erkennen. Ein seufzten staute sich in seiner Kehle auf.

"Wie lange gedenkst du uns, zu begleiten, Kartane? Ich weiß nicht wie lange das hier hält, ohne das wir uns gegenseitig an die Kehle springen."

Ehrlich und treuherzig, ohne Humor blickte er die Weiße an. Seine Stimme hatte nichts mehr von dem alten Glanz und klang wie eine völlig andere in seinem Kopf. Blake fühlte sich noch immer genauso leer wie zuvor. Neerajas Worte hatten nichts genützt und Kovus Tod hatte alles um keinen Deut besser gemacht. Abgesehen davon, dass sie nun schneller und problemloser voran kamen. Alle, vor allem er, roch sehr stark nach Blut. Blakes graues Fell war an der einen Seite noch immer vollkommen verklebt und braunrot von dem Lebenssaft Kovus. Und wenn er es sich so genau ansah, ekelte Blake es schon fast, dass so viel fremdes Blut an ihm klebte. Wenn er erst mal in Cataracta war, würde er sich im Wasser wälzen, bis dieser metallisch salzige Geruch endlich weg war. Wobei er wenig Hoffnung hatte, dass der Geruch so schnell wieder wegging. Endlich verließ der im Hals steckende Seufzer seine Kehle. So viel Pech, so viel Unglück. Womit hatte der Himmelswolf das nur verdient?

Blakes Nackenfell stellte sich auf, als ein fremder Geruch seine Nase erreichte. Eine Welle der Enttäuschung traf ihn schwer. Schon wieder kein bekannter Geruch. Schon wieder keine Hoffnung. Er würde sein Rudel nicht mehr wiedersehen. Sonst hätten sie doch hierher gefunden, oder? Mit misstrauischen Augen blickte er dem Schwarzen, der sich ziemlich stacksig näherte, entgegen. Ein leichtes Knurren kam aus seinem Maul, als der Fremde noch näher kam und ohne jegliche Begrüßung fragte wer er sei und wo sie hier waren. Blake blinzelte mehrmals. Aus welchem Loch war der denn gekommen? Hatte er denn nicht mal bemerkt, wie gefährlich es war, sich einem vollkommen fremden Rudel zu nähern und einfach dort hinein zu platzen? Nicht, dass es ein Rudel war, aber Blake fand es doch ziemlich dreist. Aus misstrauischen Augen blickte er den Fremden an, der eher traurig als gefährlich aussah. Doch auf so was konnte man heutzu Tage wohl keine Rücksicht mehr nehmen.

"Wenn du schon so hier rein spaziert kommst, kannst du ja auch erst mal deinen Namen verraten, oder? Was willst du hier?",

fragte er gereizt und musterte den schwarzen Rüden eindringlich. Er sah nicht so aus, als würde er die Kraft aufbringen, sich jetzt auf einen von ihnen zu stürzen, doch Blake hatte keine Lust mehr, immer auf freundlich und höflich zu tun, wie früher. Genauso wenig wie jeden daher gelaufenen hier aufzunehmen. Sie waren kein Rudel mehr. Sie gingen nur zusammen ihren Weg. Mika kam nur mit, weil er seine Beute jagte, Sakura, weil sie niemand anderen hatte und Kartane ... tja, Kartane kam wohl mit, weil sie Schutz suchte. Und Neeraja wohl genauso. Nach wie vor misstraute er dem fremden Rüden. Wieder wurden sie aufgehalten. Verdammtes Leben.


[Neeraja, Kartane || Redet mit Neera, missmutig || Mit Kartane alleine, redet mit ihr || Bemerkt Brèak, misstrauisch]

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Fr Dez 09, 2011 9:24 am

“Have I found myself eternity
Someone has heard my prayers
Now I'll become divine“


Unbewusst blieb, wie sehr das Freudenfeuer doch der anderen Fähe gerade half sich ein zu binden und wohler zu fühlen. Aber so schloss sich eben der Kreislauf des Gebens und Nehmens. Die Findung des Platzes an einem neuem Ort.
Die Muskeln waren angespannt und eine gewisse Unruhe lauerte in der Fähe, was höchstens durch das Feuer in den Augen und den angelegten Ohren ausgestrahlt wurde. Der Schmerz kämpfte innerlich mit dem Willen Spaß zu haben. In ihrem Körper herrschte Krieg. Ein Wunder, dass die kleine selbst kein tobender Krieg war.

>Was ist hier denn bloß passiert?<

Die Worte lenkten nicht wirklich von dem Krieg in Sachi ab. Doch sie fraßen sich in den Kopf und holten sie etwas mit der Aufmerksamkeit näher an die bunte Fähe heran. Was war denn nur passiert? Die Dunkle starrte auf die Nase der anderen, wie sie vorsichtig an der Pfote schnupperte und sie begutachtete. Also gespielt hatte sie. Jaja. Und zwar mit der anderen schwarzen da. Und Spielen wollte sie – so war das. Und plötzlich. Plötzlich hat es weh getan. Erst da und dann dort. Und ehm.. Dann. Dann haben sie nicht mehr gespielt weil es eben weh tat.
Die Ohren sanken bei dem Gedankengang immer tiefer und auch die Lefzen schienen Stück für Stück tiefer zu hängen. Als die Fremde plötzlich über die Pfote leckte zuckte sie zurück. Die Tatze wurde weggezogen und der Kopf verwirrt hoch gerissen. Schmerzen wie kleine Blitze durchfuhren die Nerven und die Stelle.

“we search for a harbour
somewhere to belong“


Die Blicke trafen sich und leise wimmerte die Kleine. Verstand sie doch nicht, was die andere da tat. Es tat nur etwas weh. Denn die Wunde wurde trotz der Reinigung, oder gerade wegen dieser, gereizt.

>Du musst aufpassen, dass kein Dreck in die Wunde kommt, damit sie sich nicht entzündet.<

Wunde? Total verwirrt sah sie wieder runter und reckte den Kopf zu dem Schmerzpunkt. Gleichzeitig fragte sie verunsichert:

„Was ist eine Wunde?“

Doch die Antwort kam nicht sofort. Denn die hellere schien sich wieder auf Sachis Pfote zu konzentrieren und fügte dann hinzu:

>Geht es so? Aber du musst ein bisschen langsamer laufen, dann verheilt es schnell wieder. War das die einzige Wunde? <

Nun zog sie die Pfote doch vollends zurück und wich ein zwei Schritte nach hinten aus. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte. Sie war verunsichert und die Situation war ihr irgendwie zu viel. So was fremdes, was schmerzendes. Aber dann diese sanfte Zuneigung die sie an ihre Familie erinnerte. Unbewusst stellte sich das Nackenfell auf und die Ohren drückten sich an den Kopf. Die Augen bekamen einen Ausdruck, dass Sachi einem Trauerkloß wich.
Sie durfte nicht schnell sein.
Sie durfte nicht hopsen.
Sie war nicht bei Mami oder Papi.
Es tat was weh was sie nicht kannte.
Letzteres hingegen schien wieder zu gehen. Noch bevor Kimba sich vollends durch gestreckt hatte warf sich die Schwarze auf einmal herum.

„Cabezan!“

Rief die kleine und sprang flinker Pfoten weg von der Fremden, der sie aus tieftem Herzen dankte und zu gleich so ein Chaos in ihr ausrief. Sie verstand es nicht und sie würde dem auch nicht nachgehen. Denn das kleine Freudenfeuer stand für wenige Momente davor zu heulen und so hatte der Leib entschlossen etwas angenehmeren nachzugehen. War es doch nicht böse gemeint, was die Schwarze da tat. Es war einfach nur ihr Eifer und die Freude am Leben.

“Don't you wish you were child again
Just for a minute
just for a minute more“


Locker, als sei nie was passiert sprang sie die Worte von Kimba missachtend, oder eher vergessend, zu dem Amselgrauen und nimmt jedes nur erdenkbare Hinderniss mit. Hoch erhoben flog die Rute den gespitzten und aufmerksam nach vorne gerichteten Ohren folgsam mit dem Körper über jede Hürde. Oh wie die Seele frohlockte. Der Körper es genoss. Freudig entfuhr der Jungen ein Jaulen, ein kurzer Freudensschrei, ein Ruf nach Freiheit und Frohsinn.
Noch während der Graue von der Insel und dem Wasser sprach, sprang der Jungspund an ihm vorbei und flink in das Wasser. Lachend schoss das kleine Feuer hindurch und sorgte für ein aufstoben der Wellen sowie einem reichem Regen an frischem Wasser.
Wild fegte die goldäugige vor ihnen hin und her. Zur Insel und auf halben Wege zurück. Erst als die Amsel ebenfalls durch das Wasser watete rief sie erneut:

„Caaaabeeeezaaan!“

Und WUSCH – sprintete das Feuer an dem Rüden vorbei und sprang die Insel begeistert jubelnd hinauf:

“Erste! Erste!“

Kläffte sie tanzend und springend hervor. Wirbelte um sich selbst und in die Luft.
Oh ja, dieser Tag frohlockte geradezu. Der Frohsinn schien aus allen Himmelsrichtungen zu schreien. Und das für die anderen zerstörte Feld war für die kleine Sachi nichts weiteres als ein riesiges Spielfeld.
Für einen Moment schien es, als würde Sachi nicht alleine tanzen. Ihre Seele schien sich von dem Körper zu lösen und mit der kleinen voller Inbrunst in einem zweisamen Riegen daher sprinten, springen und sich im kreise drehen. Dann machten sie sich auf zu einem Wett rennen und sprangen auf jeden Baum, über jedes Loch und über jeden toten Wolf.
Die Musik in ihrem Körper verstummte. Die Seele wurde jäh aus dem Traum und dem Spaß gerissen. Das Trommeln verklang und man hörte nur noch ein:

“Autsch.“

von der kleinen gefallenen Fähe. Auf dem Boden liegend und alle Viere von sich reckend wandte sie den Kopf langsam zurück um sicher zu gehen sich nur geirrt zu haben. Nein. Da lag wirklich einer. Und wie er da lag.
Das dumme kleine Ding robbte über dem Boden heran:

“He.. he du. Du da. He!“

Rief sie dem totem Leib zu und hielt erst inne als sich ihr Körper direkt vor dem anderem Befand. Die Augen blickten über das reglose Fell, durch welches lediglich sanft der Wind noch strich. Die Kleine konnte nicht verstehen und stubste den reglosen Leib an. Die rote Flüssigkeit unter ihr und um den Leib herum nahm sie nicht wahr. Das Blut, welches schon versickert oder verkrustet war heftete sich ungemerkt an das schwarze Fell und die Pfotenballen.

“Was ist denn los, großer? Warum antwortest du nicht? Und wieso liegst du da?“

Hakte das Dummchen nach und stubste ihn erneut an um anschließend den Kopf schief zu legen und auf Reaktion zu warten.


[Im Wald mit Kimba und Cheza dann am See mit Cabe, Kische, Jazu | Lässt Kimba machen | zuckt vor dem unbekannten zurück | Fragt sie was | dreht sich auf einmal und rennt zu Cabe | Springt im Wasser herum | Tanz auf der Insel | Findet die Leiche von Kovu | spricht mit dem Toten]
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Raziel


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Dez 13, 2011 9:29 am

Es war dunkel, dunkel wie es sonst noch nie war. Gefangen in diesen verdammten Miene, wegen diesen Unglück von Erdbeben. Wollten es wirklich die Götter so? Wollten sie das, dass sie hier in diese elende Miene verrotten.
An einem Tod sterben, dem man dem Feind nicht wünschen würde. An einem Tod sterben und nie das Tageslicht zu erblicken. Das schlimmste war dennoch man war mit Verrückten hier eingesperrt. Doch das positive muss man doch dran erkennen, man war nicht alleine. Man starb nicht alleine hier in diesem Drecksloch von nirgendwo. Was ist aber wenn man selber langsam verrückte wird?
Was ist wenn man den Verstand verliert? Was ist wenn man auf einmal Gummibärchen sieht, die ja eigentlich gar nicht da sind. Okay was soll Raziel auch hier mit Gummibärchen?
Das Leben konnte ihn mal so richtig, es war nur für den Arsch. Alles verdorben einfach alles kaputt, er hat jeden verloren. Einfach jeden Blake, Ramyla, Kische, Cabezan und das beste war er hat seine Gefährtin verloren. Oder gab es noch Hoffnung. Durfte man schon jetzt aufgeben? Jetzt, wo sie versuchen hier rauszukommen durfte er nicht aufgeben. Raziel durfte nicht aufgeben.

Sie waren wenige aber besser ein paar vom Rudel lassen ihr Leben als das ganze. Hoffentlich haben sie diesen Gott Verdammte Naturkatastrophe überstanden.
Sie müssten es, sie müssten es einfach. Sie waren ja nicht in einer solchen Zwickmühle wie sie. Und sie hatten es auch sogar viel besser Chancen als sie. Sie waren ja nicht hier irgendwo im Arsch der Welt eingesperrt und dazu noch hatten alle Hunger. Der Moment passte ja so was von, warum musste es jetzt ein Erdbeben. Genau wo es Ham Ham gab. Toll und nun spazierte er hier rum und führte ein Rudel hier raus. Besser kann ja nicht werden!

Oh doch, das bewies sich gerade jetzt. Der schwarz Braune Rüde hob sie Augenbraunen und schaute zu Jazu Man hat ihm Steine in den Weg gelegt und er ist drüber gestolpert und nun ist er hier im Irrenhaus. Er ist mit einem Altwolf Namens Namid zusammen, der wohl möglich in Gedanken versunken ist. Dann ist er mit einer weißen Fähe noch da, die Pandora hieß und wie ausgestorben leise war. Wohlmöglich war sie schon Hirntot, weil sie so leise ist oder sie hatte ihre Zunge verschluckt. Welcher der beiden Fälle zu traf konnte jeder selbst denken.
Jedenfalls war Raziel für Hirntot. Samir war auch noch da, der Griesgram und immer alles ernst nahm. Ein Wolf der wohl gar keinen Humor verstand, okay in dieser Situation würde doch jeder so reagieren?

Wer wollte schon mit einem Wolf wie Raziel, der vielleicht wider seine Rückfälle irgendwann kriegt, weil er irgendwas am Hirn hat. Hoffentlich ist das wirklich nur vorrübergehend, nicht gerade schön, wenn ein Wolf andauernd an seinen Hintern denkt ob er fett ist oder eher knackig. Obwohl Raziels Hintern war knackig. Ein kurzer Blick reichte zu dem Hintern und Raziel amtete auf.
Okay für einen noch nicht ganz jungen Wolf, war er akzeptabel. Wenn seiner noch akzeptabel war, was war dann mit Namids Popo. Oh mein Gott, dann hatte Namid ja ein Faltenarsch. Ein leises inneres Schmunzeln rutschte ihm aus. Er hatte vielleicht einen fetten Arsch für andere, dann hatte Namid aber einen Faltenarsch. Vielleicht hilft ja Anti Falten Creme. Okay, wo soll ein Wolf Anto Falten Creme herkriegen?! Aber der Gedanke war doch irgendwie amüsant. Kurz in Gedanken versunken holte in wider Jazus Geschrei und Flüche.

Ohje wenn ein kleiner Welpe hier war, dies war ja mal nicht welpenfreundlich was sie alles hier rumposaunte. Raziel seufzte und schaute zu Jazu. Ja diese kleine Ratte von Vaki war weg, aber was konnte man schon dagegen machen? Okay Raziel hatte auch in diesen Moment Mordgedanken gegen diese kleine widerliche pelzige Ratte geheckt. Ganz ehrlich besser hätte er ihn gefressen, doch wer hätte schon gedacht dass dieses kleines Mistvieh von Vaki abhaut.
Niemand, ganz einfach. Klein, süß und schon vertraut man denjenigen, doch was lernen wir davon. Der Schein trügt, jeder hatte eine hinterhältige Seite und welch für eine. Doch niemand zeigt sie, okay die Fähen zeigten es ja oft. Fähen waren im regelrecht hinterhältig, so war halt das weibliche Wese.

Die männlichen Wesen waren halt zu dumm um dies zu durchschauen. Nein wie man so schön sagt männliche Wesen sehen besser als zu denken. Warum auch? Warum die Mühe machen zu denken, wenn man dies auf den ersten Blick schaut. Oh Gott, wenn man jetzt das widerholt männliche Wesen sehen besser als zu denken, dann heißt es doch Jazu war auch ein männliches Wesen! Sie ist doch auch auf sein so süßliches Äußeres reingefallen wie alle andere. Vielleicht war sie einmal ein Rüde doch was ist passiert. Kurz schüttelte der Rüde, den Kopf. So was durfte er gar nicht denken! Über was alles Raziel nachdachte, man müsste echt mal in seinen Kopf nachsehen da würde man vieler solchen Sachen finden. Raziel schaute zu Jazu, die vergeblich an dem Loch grub, wo das dumme Vieh von Vaki entwischte. Sie war klein, aber oho man durfte sie nicht unterschätzen. Raziel hatte dies auch nicht getan, aber er hatte nie gedacht, dass sie so ausflippen konnte und solch ein „schönen“ Wortschatz besäße. Woher sie diese ach so schöne Wörter hatte? Raziel ging zu Jazu und stupste sie sanft von der Seite an

“Es wird nichts bringen. Er ist weg und niemand konnte dies voraussehen. Füchse darf man halt nicht Vertrauen schenken. Und wenn du weiter gräbst kann es passieren, das du einen kleinen Rutsch verursachst und dann kommst du nie lebend raus. Es ist ein elender tot unter den Steinen zu sterben, wo man noch ein bisschen Lebensfunke in sich hat. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen bei einer unseren Rudelmitglieder und glaube es ist wirklich ein elender Tod.“

Ja es war ein elender Tod und wie, dies hatte er bei Abla gesehen. Ach Götter warum hat ihr uns sie genommen? Was hat sie böses verbrochen, das sie sterben musste. Raziel Augen schauten zu Boden, immer noch volle Reue wegen dem Tod von Abla war dieser große Rüde. Er hatte sie getötet durch seinen eignen Fängen, er hatte ihr den Leben geraubt. Doch welche Wahl hatte er? Er musste es tun, sonst würde sie voller Schmerzen sterbe. Diese Art einem dem Leben zu nehmen, war eine Erlösung. Dieser Mord war es, wer wolle schon so sterben voller Schmerzen. Noch einmal blickte er zu Jazu und ging dann zu Samir, der schon voraus ging und wartete.

Der Rüde ging vorbei von Samir weiter, sie würden ihm alle folgen, da war er sich hundertprozentig sicher. Denn niemand wollte alleine sein, auch wollte Raziel dies nicht. Er hatte nur sie, bis jetzt dann würde er vielleicht, wenn die Götter gnädig sind, hier raus kommen. Nun hieß er weiter entlang zu gehen bis sie zu der nächsten Kreuzung kämmen und bei der Kreuzung würden sie eine kleine Rast machen. Aber nur eine Kleine, ein paar würden was zu fressen suchen.
Hoffentlich gab es hier Ratten oder Fledermäuse auch mit Wurzeln würde er zufrieden sein. Raziel schaute kurz sich um und blieb stehen und schaute nach seiner kleinen Truppe. Er wollte niemanden verlieren, sie alle lagen ihm am Herzen und es würde ein tiefer Schlag sein, wenn er wider jemand verlor. Was hatten die Götter nur vor? Was wollen sie damit erreicht. Doch es gab noch Hoffnung, sie würden rauskommen. Irgendwie, egal wie sie würden solange hin und her wandern, bis sie diesen Gott verdammten Ausgang finden.

[In Gedanken / redet mit Jazu/ geht voraus / geht vorbei an Samir / geht ein Stück und hält an und wartet auf seine kleine Gruppe]


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Dez 13, 2011 11:27 am

Aus wachsamen Augen beobachtete er, wie die Fähe vor ihm ihre Welpen zwischen die Vorderpfoten legte und ihn schließlich kurz anblickte. Vaki stellte entrüstet fest, dass sie gar nicht so glücklich aussah, fast schon genervt! Also bitte, wenigstens für ihn könnte sie doch ein Lächeln auf ihre Fratze zaubern. Er war immerhin so höflich gewesen, hatte sich ihr vorgestellt und ... naja. Mehr getan hatte der junge Fuchs auch nicht, aber er ließ sie immerhin nicht stehen, wie es jeder andere machen würde. Sie nannte sich schließlich selbst eine begehrenswerte Schönheit und Vaki ließ sien berühmtes Katzenlächeln auf seine Lefzen. Aus kleinen gierigen Augen blickte er sie an und überhörte ihre Bemerkung über Pfotenabtreter,

"Ganz recht. Schönheit.",

quitschte er und lachte mit seinem schrecklich hohem Lachen, dass den meisten Wölfen an den Nerven zog. Fröhlich blickte er sie an, warf aber ab und zu einen vorsichtigen Blick auf ihre welpen. Er hasste Welpen. Wirklich. Immerzu hatte er Angst, dass diese ihn angergiffen und sich mit ihren kleinen winzigen Zähnchen bei ihm festbissen wie Fische. Ein leichtes Schaudern fuhr durch sein Schulterfell. Woher sollte er auch wissen, dass diese kleinen Dinger noch nichteinmal Zähen besaßen und ihn allerhöchstens totlutschen könnten? Okay, genug davon. Die braune stellte sich als Myla vor und dieser Name ließ ihn erneut grinsen. My-la. Mylaaa. Myyyla. Kurz und bündig, aber dieser Name war ja so ... schön!

"Angenehm, meine Liebe."

Fröhlich wippte er hin und her und der Schmerz in seinen Pfoten war bereits vergessen. Endlich hatte Myla auch ihr Lächeln aufgesetzt und Vaki erwiderte dieses strahelnd wie der erste Sonnenstrahl. Und welch Ironie des Schicksals, gerade war die Sonne aufgegangen. Aber der schöne Moment, wo Vaki mit der Fähe alleine war, sollte zerstört werden. Ein großer Rüde kam auf einmal angetrampelt und lief Myla einfach um! Erschrocken und empört sprang Vaki auf und zog leicht die Lefzen zurück. Der Rüde entschuldigte sich und nickte Vaki schließlich zu, doch der kleine Fuchs zog nur eine Augenbraue hoch und fühlte sich mehr als nur überlegen. Also wenn man schon so verweichlicht war, wie dieser Riese da, dann hatte er hier bei ihm und Myla nichts zu suchen. Er räusperte sich und stellte sein Nackenfell auf, um etwas größer zu wirken. Scließlich ließ er sich zu einer knappen Antwort herab.

"Tag auch."


[Myla & Cloud]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Dez 14, 2011 4:23 am

Ein leichter Wind wehte und die Sonne ging auf. Der Wind zerzauste Lonatos grau-braunes Fell und lies es ein wenig wehen. Der Rüde trottete lustlos durch die Gegend und schaute sich die Umgebung nur minder interessiert an. Er fühlte sich ein wenig verlassen. Schon so lange war er auf keine anderen Wölfe getroffen und ihm fehlte Gesellschaft. Beim Gedanken an seine Familie zog sich sein Herz zusammen. Er wollte so gern zurückkehren, doch das würde sein Vater nicht dulden. Er hatte gewollt, dass sein Sohn ein großer Alpha würde, doch genauso hatte er gewusst, dass dies niemals passieren würde. Lonato konnte sich nicht einmal selbst besonders gut ernähren und dann auch noch eine eigene Familie durchbringen und ein Rudel leiten? Nein, danke. Es würde wohl nur in Chaos ausarten.
Mit langsamen Schritten schritt der Rüde über den Boden Cartaractas. Überall hörte man hier das Geräusch von donnernden Wasserfällen und das Tröpfeln kleiner Rinnsaale, die den ein oder anderen Felsen heruntertropften. Es war eine regelrecht paradiesische Atmosphäre, aber noch schöner wäre es mit anderen Wölfen.

Mir ist langweilig und ich bin allein. Kann es noch schlimmer kommen?

Doch plötzlich schlug die Langeweile in Intresse um, denn Lonato hörte etwas - Wölfe. Auf einmal war der Rüde so aufgedreht, wie noch nie. Er freute sich sehr, endlich Artgenossen gefunden zu haben, doch die Frage war, ob sie denn auch freundlich waren. Auf so ein Rudel, in dem er vorher gewesen war, konnte er verzichten. Trotz der Zweifel wurden Lonatos Schritte schneller. Er war nervös, freudig nervös.
Immer näher kam er dem Wolfsgeruch und er hörte ein paar leise Gespräche. Näher, immer näher und plötzlich stolperte Lonato über eine Wurzel oder dergleichen und stolperte einer dunkelbraunen Fähe direkt vor die Pfoten. Schnell richtete der Grau-Braune sich auf und beobachtete die Fähe unruhig.
Mit möglichst netter, schmeichlerischen Stimme sagte er:

“Hallo, Fremde. Mein Name ist Lonato und wer bist du?“

Ihre Augen waren hellbraun, ein sehr schönes hellbraun, wie er fand. Mit träumirischem Blick schaute er sie an, von oben bis unten. Er war so lange keinem Wolf mehr begegnet, vor allem keiner Fähe. Seine Einsamkeit war von einem auf den anderen Moment verflogen und er war einfach nur froh über diese Begegnung.


[wandert durch Cataracta | hört und wittert Wölfe | nähert sich ihnen und stolpert Neeraja vor die Füße | stellt sich vor]

Ich hoffe das ist so in Ordnung.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Sa Dez 17, 2011 5:39 am

Ein Lächeln glitt über Kimbas Züge, als sie der kleinen schwarzen noch kurz mit dem Blick folgte. Sie kannte zwar ihren Namen nicht, doch zu übersehen war dieser Wirbelwind wohl kaum. Wenn ihr Leben ein anderes wäre und Kimba in einem Rudel einen festen Platz und einen Partner hätte, der sie beschützte und sie liebte, so wie sie war, würde die Fähe schon mal darüber nachdenken, Welpen zu bekommen. Es war ein Wunsch, der vermutlich aus ihrer Vergangenheit heraus erwachsen war. Schließlich hatte sie doch immer eine behütete Kindheit gehabt und eine große Familie. Das war vielleicht ihr Lebensziel, wenn man es so nennen mochte. Eine Familie zu gründen. Doch solche Gedanken ernsthaft zu bedenken, gestatte sie sich nicht. In ihrer jetzigen Lage war sie froh, überhaupt ihr Überleben sichern zu können und es war schwierig genug, für sie selbst etwas zu fressen zu finden. Es war wohl ihr Glück, dass sie erst vor wenigen Tagen einen alten Kadaver gefunden hatte, der wohl die Beute eines Bäres gewesen war. Davon war sie mehr als satt geworden und das war auch gut so gewesen, denn allein musste sie sich mit den kleinen Mäusen begnügen, die natürlich keine besonders gute Nahrung abgaben. Vielleicht hatte sie Glück, und gemeinsam mit diesen Wölfen konnte sie mal wieder auf eine richtige Jagd gehen. Als sie sich an den Geruch des Bären erinnerte, dachte sie automatisch an ihren verstorbenen Bruder und schob ihn schnell wieder aus ihrem Kopf.

Sie hing ihren Gedanken noch einen Moment nach, dann raffte sie sich auf und setzte ihren Weg fort. Der graue, der notgedrungen die Führung übernommen hatte watete bereits durch den Fluss und die Jungwölfin hatte schon die Insel erreicht und verschwand gerade aus Kimbas Blick. Sie trabte das letzte Stück bis zum Fluss und trat in das Wasser hinein. Es platschte leise und um ihre Pfoten bildeten sich kleine Wellen. Sie machte noch ein paar Schritte weiter, bis ihr das Wasser bis zum Bauch reichte. Es war eigentlich noch nicht sonderlich tief, doch die Wölfin war nicht so groß gewachsen. Aber das Wasser störte sie nicht im Geringsten. Sie hielt an, senkte den Kopf und trank etwas von dem kalten Fluss. Als sie den Schädel wieder hob troff noch etwas Wasser von ihrer Schnauze und Kimba ging langsam weiter, dieses angenehme Gefühl um ihren Körper genießend. Sie hielt einigen Abstand zu Cabezan und behielt ihn doch im Auge oder eher in der Nase. Nie war sie hier schon einmal gewesen, doch ihr gefiel es, schon allein wegen dem Fluss. Wieder verweilte sie nach einem Moment und hob den Kopf zum Himmel, um den Wind einmal tief einzuatmen. Gerne wäre sie in einem schnelleren Tempo gegangen, das ihren langen Beinen eher entsprochen hätte, doch dann hätte sie Cabezan wohl überholt und das wollte sie nicht. Man musste ja nicht mehr auffallen, als notwendig. Sie sog noch einmal tief die Luft ein und genoss dieses Gefühl der Freiheit. Sie vermisste es, einfach das zu tun, was sie wollte und sich nicht immer verstellen zu müssen. Sie wollte endlich mal wieder sie selbst ein! Einfach das Leben genießen und nicht immer darüber nachdenken, welcher Weg wohl der günstigste wäre. Sie lebte für den Moment, doch nicht so frei, dass sie sich trotzdem Sorgen machte, was sie wohl am nächsten Tag erwarten würde. Dafür kam dieser kurze Moment hier ihrer Vorstellung vom Genießen des Lebens schon mal näher, als die letzten einsamen Tage.

Die Fähe setzte sich wieder in Bewegung und brachte das letzte Stück bis zum anderen Ufer hinter sich, wenn sie das Wasser auch etwas wehleidig verließ, da der schöne Moment damit endgültig verflogen war und sie sich wieder auf ihr Überleben und all den Rest konzentrieren musste. Ihr tat diese Einzelkämpferrolle wirklich nicht gut. Wo war nur ihre Lebensfreude hin und ihre Zielstrebigkeit? Die konnte sie doch nicht einfach verloren haben! Kimba schüttelte sich das Wasser aus dem Fell, das die Tropfen nach allen Seiten sprangen und ihr Fell hinterher trotzdem noch etwas in der Sonne glänzte, wodurch ihre schwarze Rückenzeichung mehr auffiel. Dann ging sie weiter.


[bei Cabezan, Sachi (, Noreya, Kische) | bei Sachi | folgt Cabezan in den Fluss | kommt ans andere Ufer]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mo Dez 19, 2011 8:42 am

Neeraja hing ihren Gedanken nach, ja sie hatte ihre Mutter getötet, aber auch nur weil diese ihren Bruder getötet hatte und nun wusste auch noch Blake diesen Teil und nur weil sie ihren Gefühlsausbruch nicht hatte zurückhalten können. Nur weil er in unglaublichem Selbstmitleid versank und so tat als ob er sein Rudel getötet hätte. Er verhielt sich wirklich unglaublich für einen Alpha, war er wirklich schon so gebrochen durch die Ereignisse und wenn sie Alpha wäre, hätte sie Mika in Stücke gerissen, warum lies Blake den Rüden am Leben, der Kovu getötet hatte. Nun wollte die Fähe einfach nur noch ankommen, ankommen und sich ausruhen und sie wollte mit Niemandem von den Anwesenden mehr reden, kein Wort mehr.

Neeraja war so in Gedanken verschwunden, dass sie den Fremden Wolf zuerst gar nicht bemerkte, bis er ihr vor die Pfoten stolperte, aber seine Art und Weise zauberte bei ihr ein Lächeln auf die Lefzen und die braune Fähe grinste den Fremden an und sie musste sich ein Lachen verkneifen, weswegen es ein sehr breites Lächeln war. Die Fähe beugte sich zu ihm herunter und meinte:

„Hallo Lonato. Ich bin Neeraja, das etwas von uns entfernt, hinter uns, ist mein Alpha. Blake und noch ein paar Wölfe aus seinem Rudel. Ich bin erst seit kurzer Zeit, ein Teil dieser Gemeinschaft…“

Eigentlich hatte sie noch eine Warnung wegen Mika aussprechen wollen, aber sie wollte Lonato nicht verschrecken und als sie hinter sich sah, zeigte sich in ihrem Blick pure Verwirrung, da war auch noch ein Fremder Wolf bei den Anderen, Neeraja sah an dem Blick von Blake, dass der Rüde auch für ihn Fremd war. Aber sie musste sich nun um Lonato kümmern und unter den momentanen Umständen war es ihr egal, was Blake dazu sagen würde, schließlich versank er für ihre Einschätzungen, viel zu viel, in seinem Selbstmitleid. Die Fähe wandte sich wieder also an Lonato und meinte:

„Bist du alleine hier?!“

Dies war wichtig zu wissen, denn vielleicht hatte der Rüde ja noch versteckte Begleiter, auch wenn sie nicht die Witterung eines weiteren Fremden Wolfes ausmachen konnte, wollte Neeraja noch sicherer gehen. Sie blickte freundlich Lonato an und wartete auf seine Antwort.


[bei den anderen | spricht mit Lonato]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mo Dez 19, 2011 9:28 am

Lonato ordnete weiter seine Gleidmaßen während er der Fähe interessiert zuhörte. Er schaute ihr nach und sah den Rüden, der der leitrüde sein sollte. Da er sich gerade in einem gespräch zu befinden schien, wollte Lonato ein Gespräch mit ihm auf später verschieben. Dann schaute er wider zu der Braunen und hörte ihr wieder mit vollem Intresse zu. Als sie ihn fragte, ob er allein sei, war er zu erst erstaunt, doch dann verstand er, worauf sie hinaus wollte. Es war natürlich wichtig für sie und das Rudel.

"Ja, ich bin allein. Ich bin von meinem Rudel weg gegangen und seit dem bin ich allein unterwegs. Das ist jetzt etwa...ähm, eine Jahreszeit her. Also seit Anfang Frühling bin ich allein."

, antwortete er ihr freundlich und setzte sich dann neben sie, damit sie weitergehen konnte und die anderen nicht in sie hineinliefen. Er nickte der Fähe aufmunternd zu und legte dann den Kopf fragend schief.

"Wollen wir weiter gehen? Ich weiß zwar nicht wohin es geht, aber das ist mir eigentlich auch egal. Weißt du wohin die Reise gehen soll?"

Er lächelte Neeraja zu und wandte dann den Blick zum Boden.
Er mochte die Fähe irgendwie. Nun gut, er kannte die anderen ja nicht, aber seit langem war sie der einzige Wolf dem er begegnet war. Die Wölfe seines alten Rudels, also dem nach dem seines Vaters, waren grauenvolle Zeitgenossen gewesen und vor allem waren sie langweilig gewesen. Manchmal fragte er sich, was sie wohl machten, die anderen Wölfe, aber eigentlich war es ihm ja auch egal.


[hört Neeraja zu | schaut zu Blake | antwortet Neeraja | setzte sich neben sie und fragt sie etwas | denkt]
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Dez 20, 2011 9:32 am

~ This place is so empty
Can’t you see
I can’t stand this
Let me flee.
~


    Warum verdammt hielt sie sich noch mal mit dem Fuchs auf? Ach ja. Vielleicht wusste er was. Eine kleine Hoffnung, aber Hoffnung, war das einzige, das Myla im Moment vom Durchdrehen abhielt. Und das Wissen um die Verantwortung, die sie mit den beiden Welpen umher trug.

Ganz recht. Schönheit.

    Die Schnauze der Beta kräuselte sich unwillig und ihre Ohren drehten sich von dem unangenehmen Quietsche-Fuchslachen weg. Wie konnten diese katzenfalschen Viecher nur so nah mit den stolzen Wölfen verwandt sein? Oh nein, Ramyla mochte Füchse nicht wirklich. Sie hatten etwas von einer Kreuzung zwischen Hund und Katze. Und beide Kreaturen waren der Fähe eher zuwider.

    Ein Geruch streifte die feine Wolfsnase. Wachsam stellten sich Ramylas Ohren auf. Ja, sie war äußerst wachsam, seit der Mutterinstinkt in ihr erwacht war. Und das war auch gut so. Die Bernsteinaugen huschten unruhig umher, während sie den Fuchs jedoch genauso im Augenwinkel behielt.
    Blut. Das war der Geruch von fremdem Wolfsblut. Jedes Haar in Ramylas Nackenfell stellte sich auf. Trotzdem war sie nicht genügend darauf gefasst, als plötzlich etwas um die Ecke geprescht kam und nicht mehr richtig abbremsen konnte, bevor es gegen Myla stieß. Die Wölfin hatte instinktiv ihre Welpen abgeschirmt und einen ganz schönen Rempler ab bekommen. Ein Knurren kam aus ihrer Kehle – ein richtig Myla-untypisches, aggressives Knurren.

Tut mir leid, ich hab dich.. euch nicht gesehen..

    Argwöhnisch fixierte Ramyla den Fremden. Ein Rüde. Groß. Leicht verletzt.
    Die bunte Wölfin blieb in Verteidigungshaltung, leicht geduckt, aber durch das aufgestellte Fell ein wenig größer wirkend, als sie es eigentlich war. Wenigstens ein ganz klein wenig. Trotzdem war sie verdammt klein im Vergleich zu dem hinzugestoßenen Riesen.

.oO(Pah.)

    Er schien ihr so klug, lieber nicht anzugreifen oder sonst irgendwas Dummes zu machen. Trotzdem. Den Blick starr auf den Fremden geheftet, tastete Ramylas Schnauze nach den Welpen und stupste sie sanft, bevor sie das Wort an den dritten im Bunde wandte, ohne die Augen von dem Wolfsrüden zu lösen:

„Fuchs. Ich suche jemanden. Hast du hier in der Gegend andere Wölfe gesehen? Es ist sehr wichtig…“

    In diesem Moment nahm die Beta einen Wolfsgeruch wahr, den sie gut kannte. Kurz machte ihr Herz einen kleinen Satz, bevor sie die Witterung ganz einordnen konnte, und erkannte, dass es Cabezan war. Ein klein wenig enttäuscht seufzte Ramyla, schüttelte dann jedoch den Kopf. Cabe. Wie erging es ihm mit den Neuankömmlingen? Den fremden Fähen, die plötzlich haufenweise aufzutauchen schienen?
    Etwas schuldbewusst biss sich Myla auf die Lefze. Sie war Beta. Sie hätte nicht weglaufen dürfen. Mist. Das würde sie wieder gut machen. Erst mal zu Cabe. Und davor noch ein Wort zu dem Wolfsrüden, der so unvorhergesehen hier reingeplatzt war.

„Du befindest dich auf dem Gebiet eines Rudels, Fremder.“

.oO(…daran ändert auch die Tatsache, dass jenes Rudel derzeit „etwas“ zerrüttet ist…)

„Ich würde dir raten, entweder zu verschwinden… oder bei unserem Alpha um Eintritt ins Rudel anzufragen. Wobei ich im Moment auch nicht genau weiß, wo er sich aufhält.“

    Peinlich. Egal. Sollte der fremde Rüde denken, was er wollte. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren oder der Antwort des Fuchses viel Beachtung zu schenken, nahm die Fähe ihre beiden Welpen behutsam auf und lief los. In Richtung des leichten Cabezan-Geruchs. Eine schöne Beta war sie, wirklich. Aber das waren auch keine normalen Zeiten mehr. Gerade in solchen Situationen sollte sie aber doch voll und ganz für ihr Rudel da sein!
    Doch Vorwürfe brachten jetzt niemandem etwas. Es musste was getan werden. Irgendwas. Und zwar von ihr. Das Rudel musste wieder zusammengeführt werden. Irgendwie.



[Vaki & Cloud || redet zu beiden || mit Welpen unterwegs Richtung Cabe & Anhang]

_____________



Zuletzt von Ramyla am So Jan 22, 2012 1:30 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Dez 21, 2011 1:13 am

Vielleicht musste wirklich erst etwas zerstört werden, damit sich etwas änderte, damit etwas Neues begann. Wenn sie die Anderen nur wiederfanden, dann konnten sie die Insel wieder bewohnen. Oder sie lebten in den Bergen ringsum Migina oder in den Wäldern am Ufer. Mylas Welpen würden zu prächtigen jungen Wölfen wachsen undd as Rudel würde gedeihen. Wäre das nicht schön? Der Haken war, dies würde nur passieren, wenn das Rudel wieder zusammenfand. Im Moment war nur Kische und Noreya an seiner Seite, Myla war wahrscheinlich irgendwo in der Nähe, auch wenn er nicht wusste wo. Dann war noch dieser Haufen von Neulingen, die wie verrückte um ihn herum hüpften und er mit seiner mangelnden Führungskompetenz. Ehrlich gesagt hatte der Nebelgraue Angst. Angst vor der Zukunft, der Wahrheit und der Verantwortung die nun auf seinen Schultern lastete. Wie Steine zogen und zerrten sie an ihm hin und her. Er hatte genug, wollte seine Ruhe. Klar, neue Rudelmitglieder brachten immer frischen Wind. Aber warum mussten sie genau dann kommen, wenn der Zeitpunkt am schlechtesten war? Der hochgewachsene Adoniskörper des Rüden teilte das kalte Wasser vor ihm, während kleine Wassertröpfchen leicht in die Luft spritzten. Jetzt musste er erst mal nach Überlebenden suchen. Und wenn es keine gab, dann mussten sie wenigstens Leichen finden, so bitter dieser Gedanke auch war. Cabezans Magen zog sich schmerzhaft zusammen und er ließ seinen Kopf leicht hängen. Würde alles je wieder in Ordnung sein? Er war so voller Zweifel, wie sollte er so für die Neulinge sorgen? Wenn er die anderen nie fand? Würden Sachi, Kimba und so alle abhauen? Was wäre, wenn Myla nicht zurückkam? Würde Noreya gehen, und allerschlimmst... Würde Kische ihn auch verlassen? Nein, das Amselherz hatte die Einsamkeit satt. Er musste eben alles tun was er konnte, sonst würde er enden wie... Wie was auch immer. Aber nicht schön enden, nein. Er musste jetzt hart sein und er wusste es, auch wenn es schwer für ihn war. Kimba hatte sich glücklicherweise etwas um Sachi und ihre verletzte Pfote gekümmert. Sie schien in Ordnung zu sein, soweit er dies beurteilen konnte. Er konnte sich da nie sicher sein, da seine Einschätzungen oft falsch gewesen waren in der Vergangenheit. Sachi jedenfalls brauste schon an ihm vorbei durch das Wasser, als wäre ihrer Pfote nie etwas passiert. Eigentlich benahm sie sich ein wenig zu minderentwicjelt für ihr Alter. Aber naja, es gab ja immer nagzügler. Mit einem unsicheren aber möglichst freundlichen Lächeln beobachtete er, wie sie tobend und seinen Namen rufend aus dem See ans sichere Land der Insel platschte und dort triefend aber strahlend herumtänzelte. Mit einer geschickten Bewegung sprang auch der Nebelgraue ans Land und stubste die Junge leicht an, jetzt ein wenig offener lächelnd.

"Du bist ja fast so schnell wie der Wind!"

Scherzte der Delta, was gleichzeitig ein kleines Lob an die Schwarze sein sollte. Dann wandte er sich jedoch ab, blickte besorgt und müde zu den nachzügelnden Wölfen zurück. Kimba war schon fast bei ihnen angelangt. Noreya und Kische waren noch etwas weiter entfernt. Das Amselherz des Nebelgrauen zog sich ein wenig schmerzhaft zusammen. Kische. Sie war immernoch so... distanziert. Sie schien ihm so unerreichbar, so unglaublich weit entfernt. Was hätte er nur dafür gegeben, den Mut zu haben, sie aus der Einsamkeit in der sie sich scheinbar befand, zu retten? Doch Cabezan war feige, so unglaublich feige und er schämte sich dafür. Er schämte sich, für alles was er war und was er nie sein konnte. Cabezan wandte sich um. Sie waren nun fast an der Flussmündung angelangt und er senkte seinen Kopf um im weichen Uferschlamm irgendeine Fährte zu suchen. Er machte einige Schritte hierhin dorthin und blieb dann aber bald augenblicklich stehen. Bingo! Die Miene des Amselherzes hellte sich auf und ein freudiger Ausdruck trat in seine nougatfarbenen Seelenspiegel. Fußspuren! Einige schmale, wahrscheinlich von mehreren Fähen, eine etas größere von irgendeinem Rüden und schließlich fast monstergroße Spuren, breit und großflächig und trotzdem wölfisch, auch wenn sie ein wenig denen von Hunden ähnelten. Es war ihm klar, wem die letzeren gehörten. Es konnte ja eigentlich nur Mika sein! Schnuppernd untersuchte der Wolf aus dem Amethyst-Tal die Fährte genauer. Also Mika war eindeutig hier gewesen. Dann war da noch Sakura, einige fremde Gerüche, die Cabezan ehrlich Sorgen bereiteten und... Blake!
Innerlich hätte der Rüde jubeln können. Auch wenn der Geruch nach Fremden verunsicherte, wenigstens würden sie den Alpha finden, wenn sie den Spuren folgten.

"Ähm, kommt her! Ich habe Spuren gefunden und Blake - äh, das ist unser Alpha - ist eindeutig hier gewesen! Wenn wir den Spuren folgen, werden wir früher oder später auf sie treffen!"

Rief er enthusiastisch den Nachzüglern hin, während er ein wenig im Stehen herumtänzelte. Seine Rute schwenkte freudig hin und her und ein breites Lächeln zierte seine Züge. Dann stach ihm jedoch ein seltsam metallischer Geruch in die Nase und erschrocken riss er seinen Kopf herum. Da vorne, die roten Schlieren im Gras und Schlamm, war das etwa? Einige Schritte und es war eindeutig : Blut! Wieder vernegte sich das Herz des Rüden, diesmal aus Angst. War ihnen etwa etwas zugestoßen? Besorgt blickte er zu 'seiner' kleinen Gruppe. Wenn sie ihnen folgten, würden sie vielleicht auch in Gefahr kommen. Trotzdem, sie durften das Rudel jetzt nicht in Stich lassen, schließlich konnte man nie wissen, wann man gebraucht wurde. Dann lenkte Sachi seine Audmerksamkeit auf sich, welche sie etwas weiter oben am Flusslauf befand. Mit schnellen Schritten eilte der Rüde zu ihr. Als er neben ihr ankam, blieber abrupt stehen. Vor ihm lag der schlaffe und leblose Körper Kovus, eines Rüden der noch relativ neu im Rudel gewesen war. Der Rote schien nun entgültig rot zu sein, durch die vielen Wunden die seinen Körper verunstalteten. Um ihn herum war der Boden mit rotem Blut gefäbt und Sachi lag mittendrin, die die Leiche ansprach. Wahrscheinlich wusste sie nicht, dass er tot war. Wusste sie überhaupt, was der Tod war? Cabezan biss seine Zähne zusammen und zog sie leicht an ihrem schwarzem Fell zurück.

"Sachi. Das war Kovu. Er kann dir nicht antworten und auch nciht aufstehen, er wird es nie mehr können. Komm, wir können ihm nicht mehr helfen."

Wieso nur? Er hatte den Rüden kaum gekannt, auch wenn er ein netter Bursche gewesen zu sein schien. Einige der Verletzungen waren undefinierbar, doch andere waren eindeutig Bisswunden. Wer konnte nur soetwas grausames anstellen? Nein, Kovu hatte es gewiss nicht verdient zu sterben. Tiefe Trauer erfüllte das Amselherz, während er ihn so betrachtete. Wieso mussten sie alle nur diese Welt verlassen? Wieso auf so grausame Weise? Es war ihm ein Rätsel.


{ bei Sachi & Kimba ( Noreya & Kische ) | findet toten Kovu }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mi Dez 21, 2011 3:48 am

Langsam zog der schwarze Rüde durch das Gebiet des Flusslaufes zum Cataracta. Zwei Jahre, zwei verdammte Jahre war es nun her, das der Rüde von seinem Rudel verbannt wurde. Verstossen, von den einzigen die es für ihn gab. Langsam trottete er seines Weges und dachte über die vergangenen zwei Jahre nach.

"Wäre doch damals alles anders gelaufen, dann hätte ich ein Zuhause und eine Familie die nicht enttäuscht von mir ist."

Der Selbstzweifel begann an dem einst so stolzen Rüden, der die verteidigte die er liebte, zu nagen. Auf einmal blieb er stehen und schaute zum Himmel. Tränen liefen in die bernsteinfarbenen Augen, und letzten Endes lief eine seine Wange hinunter. Sie sah aus wie ein kleiner Diamant, der letzten Endes auf den Boden fiel und in kleine Splitter zerbrach. Kiba holte tief Luft und gab ein lautes Heulen von sich, ein Heulen in dem er all seinen Frust, seinen Kummer und seine Trauer ausdrückte. Wenn er Glück hatte, würden andere Wölfe ihm antworten. Langsam setzte der Rüde seinen Weg der Einsamkeit fort. Würde er jemals wieder ein Rudel finden, das ihn aufnahm ? Das war fraglich, den er war einigen Rudeln begegnet, die nicht gerade freundlich zu ihm waren.

"Wie es wohl Soul und Freedom geht?"

Er konnte einfach nicht anders. Er konnte einfach nicht anders, als an zwei seiner drei Geschwister zu denken. Soul war seine Schwester, die gleich alt war wie er und Freedom, war sein kleiner Bruder und der Jüngste der vier Wolfsgeschwister. Doch verschwendete er an Meda keinen einzigen Gedanken. Sie war immer die gewesen, die ihm nur das Unglück wünschte und ihn hasste.

"Sie war sicher froh, und hat bestimmt eine Party gefeiert als ich verbannt wurde... Miststück !! Wie ich sie doch verabscheue."

Das Fell des Rüden stellte sich auf, er schüttelte sich und zog kurz die Leftzen hoch. Wie sehr er sich nur den Tod von Meda wünschte, doch morden kam für ihn nie in Frage. Immerhin würde sein Vater nicht wollen das er tötete. Und so setzte er seinen Weg fort, immer weiter in Richtung der Wasserfälle, wo er sich ausruhen wollte und etwas trinken würde.


[ allein || denkt an seine Famile || ist unterwegs zu den Wasserfällen || will dort ausruhen und etwas trinken]


Zuletzt von Blake am Di Dez 27, 2011 6:16 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Edit gelöscht. gez. Blake)
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Fr Dez 23, 2011 12:54 pm

Den Blick zum Gebirge gehoben stand der Grau da und zog skeptisch etwas Fell über den Augen hinauf. Die Ohren hingen zur Seite herab und langsam drehte sich der Kopf etwas seitlich. Der Wind erfasste ihn, sein Fell und drückte ihn ohne Unterlass in die Richtung in die er sah, während die Haare leicht nach vorne stoben. Grollend antwortete er auf diese Aktion bevor er die Augen schloss und das linke Ohr mehrmals lauschend zuckte.
Er stand schon längst an dem Fuße des riesigen Steinhaufens und hörte nun auf die Stimmen, die sein Begleiter mit sich trug. Die Krallen gruben sich in das letzte Stück Erde und vibrierend stellte sich das Fell auf. Wenn es so stimmte, wenn es so war, dann sollte nun der Sturm anbrechen, bevor die Erde alles verschlang.
Die Muskeln spannten sich an, jede Faser in seinem Körper schien dem reißen nahe und dann ließ er die gewaltige Kraft in ihm los. Die Ballen drückten sich von der Erde ab, er flog durch die Luft und landete auf einem Stein. Den Schwung nutzend, drückte Maral sich erneut von diesem steinigem Untergrund ab und sprang höher und immer weiter den Berg hinauf. Wie von selbst suchten sich die Pfoten ihren Weg, die Augen wirbelten nur kurz über seinen neuen Halt hinweg, eine kleine und kurzweilige Prüfung ob auch alles stimmte. Der Graue erklomm so den Berg, Sprung für Sprung, Flug für Flug. Mit einer ungeahnten Leichtigkeit schien er von dem Wind dahin getragen zu werden. Desto höher er kam, desto kühler und dünner wurde die Luft. Er merkte es mit jedem Zentimeter, das was die verhassten Zweibeiner nicht so schnell bemerkten. Aber es war nicht schlimm, war es doch nicht so gefährlich, dass es ihm die Luft zuschnüren drohte.
In der Ferne konnte man nur den grauen Punkt ausmachen, eine Mischung aus Farben der sich am Gebirge hinauf hangelte und eifrig von A nach B gelangte, fliegend und so wirbelnd, als sei es ein kleiner Wirbelsturm der sich auf dem Weg in den Himmel verloren hätte.

Wie die Zeit doch vergangen ist. Der Rüde ist auf dem oberen Pass angekommen, als die Pfoten noch schwach vernahmen, was der Wind längst prophezeit hatte. Er war weit weg und doch reichte das Beben bis zu einer gewissen Stärke noch zu ihm. Die grauen Augen blickten in aller Ruhe herab und musterten die Steine, die Felsen und die kleinen Steinchen die den Berg herab kullerten. Außer leicht bewegen tat sich nichts. Hier, so weit weg vom Ursprung des Bebens war er doch sicherer gewesen, als er zunächst gedacht hätte. Langsam reckte er den Kopf wieder hinauf zum Himmel, blickte zu den Wolken und dann über die Wälder, Täler und Felsen hinweg. Uninteressant. Alles war und wirkte so uninteressant. Leblos, still – das war gut. Aber auch so öde und unbrauchbar – das war nicht gut.
Wieder zuckten die Ohren als der Wind ihn sanft liebkoste hier oben. Während des Bebens ist jener Begleiter still gewesen, stumm und leise – doch nun war er wieder da und spielte mit dem Wangenfell. Der graue Sturm blickte langsam über die Steinformationen hinweg, übersah schon fast das schwarze Loch, doch im letzten Augenwinkel bemerkte er es dann doch und musterte es eine Weile. Ein Lächeln schlich sich auf seine Lefzen und mit einer fliegenden Leichtigkeit trabte der Rüde dorthin. Die Läufe flogen nur über die Steine und streiften nicht einen. Ohne hin zu schauen, fand er seinen Weg, mit leicht erhobener Rute und voller Vorfreude.

Eine Schnauze schob sich in die leichte Dunkelheit hinein, dann folgte der Kopf und die Nüstern blähten sich auf, als er neugierig die Luft einsog, die Gerüche in sich aufnahm und verwertete. Leise und sanft wurden die Läufe bewegt und abgesetzt, immer tiefer folgte der Wolf dem Gang und die Lefzen zuckten voller Freude, voller … Hunger. Der Speichel schlich sich schon über die schwarzen Ränder hinweg, hangelten sich am Fell herab nur um tropfend ihr Ende auf dem Gestein zu finden.
Die Augen hatten sich relativ schnell eingefunden und in der Dunkelheit orientierte er sich nun nur leicht dank ihnen, er achtete mehr auf das was er roch und hörte. Die rechte Pfote erhoben und die Ohren gespitzt lauschte er. Es regte sich doch tatsächlich etwas und schien sich selbst in diesem Tunnel verloren zu haben. Gierig schleckt die Zunge über die Zähne, über das kurze, harte Fell der Außenseite, bevor er grollend auf das Etwas zu stürzte. Es hatte keine Chance, dieses kleine verirrte Kaninchen. Kein richtiger Hase, aber auch kein Kind mehr. Es hatte halt einfach nur den falschen Tag und den falschen Feind ausgesucht. Zudem den dümmsten Weg überhaupt: Tiefer hinein. Maral hatte das dumme, kleine, hackenschlagende Tier mit den Fängen gepackt und zugebissen. Das Blut ronn nur aus seinem Maul und verklebten das helle Fell auf der unteren Seite des Gesichtes. Stolz über seine Beute hebt er die Rute und folgt dem Weg etwas tiefer hinein. Der Geruch von dem frischen, warmen Blut war zu auffällig und wer weiss, wer nun noch ihm folgen würde um die Beute streitig zu machen. Für einen Jungbären würde das Loch gerade noch passen.
So kam es, dass der Sturm tiefer hinein stolzierte und an der nächsten Wegegablung sich hinsetzte und die Beute unsanft auf den Boden ausspuckte. Er liebte es, zu betrachten was er getan hatte oder was er gefangen hatte und so war es bei diesen kleinen Erfolgen nicht anders. Leicht neigte sich der Kopf von der einen Seite zur anderen, während er das kleine Kunststück begeistert musterte und es mit der Pfote anstubste. Es war definitiv Tot. Mausetot.
Die Ohren zuckten erneut, warnend und zu gleich interessiert. In die Höhe wurde die Nase gereckt und sog die Luft ein, die hier freudig circulierte als sei es ihr Eigenheim. Und doch, konnte er jetzt noch nicht sagen, was er da wirklich roch. Es waren definitiv einige Gerüche zu viel.


[Vor dem Gebirge | Erklimmt dieses | Auf dem Gebirge, findet den Höhleneingang | in der Höhle | jagt ein Kaninchen | bringt die Beute tiefer hinein | an einer Wegzweigung, bemerkt Geräusche und Gerüche | In der Nähe: Raziel, Samir, Jazuac (Pandora, Namid)]
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Sa Dez 24, 2011 12:25 pm

    Sakura lief hinter der kleinen Gruppe her die nun durch die beiden neuen Wölfe etwas größer war. Blake unterhielt sich mit einer Fähe, was sie allerdings besprachen verstand sie nicht. Alle schienen ein bisschen geschockt zu sein durch den tot von Kovu. Aber auch wenn es kalt von ihr sein mochte, das Leben muss weiter gehen. Sie hatten nun schon so viele verloren, was machte es dann noch wenn ein zwei weniger da sind. Wahrscheinlich wird in ein paar Jahren keiner mehr an die verstorbenen Denken, aber wie gesagt das Leben muss weiter gehen. Nach einiger Zeit fragte Mika sie worüber sie nachdachte. Sie sah ihn für einen kurzen Augenblick an ehe sie ihm Antwortete.

    ''Es wird dich bestimmt nicht 'wirklich' interessieren, aber ich denke über die anderen Mitglieder nach. Aber du wirst sie nicht vermissen oder?''

    Sie konnte sich schon denken was er sagen würde, er hatte sich nie mit jemanden aus dem Rudel angefreundet, und hatte sie auch nicht unbedingt beliebt gemacht bei den Mitgliedern des Rudels, ganz besonders nicht bei Blake. Aber man kann ja nicht jeden mögen und wenn man die beiden so sah wie sich immer streiten könnte man sie für ein altes 'Paar' sehen. Man sagt ja das sie sich in der Zeit immer öfter streiten. Vielleicht wird es sich eines Tages ändern, aber das war wirklich schwer zu glauben, das sich so einer wie Mika mal ändern würde, oder?


[Bei Mika || redet mit ihm]

{Der post ist sehr kurz aber so kann Mika wieder schreiben, ich kann jetzt auch wieder regelmäßig posten}
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   So Dez 25, 2011 7:43 am

„Like the dead
I am on the other side
They're howling in my head
There's no remorse and no redemption“

Die Fähe blickte auf als Cabezan sich ihr näherte und etwas Hoffnungssuchendes lag in dem Blick. Vielleicht konnte ja der Graue den Rüden da vor ihr wecken. Jedoch war die Hoffnung vergebens, denn der graue packte nur nach ihrem Fell und zog das Leichtgewicht weg. Raus aus der roten Pampe die sie erst jetzt regestrierte. Sah und roch und die Ohren sich unsicher anlegten.

>Sachi. Das war Kovu. Er kann dir nicht antworten und auch nciht aufstehen, er wird es nie mehr können. Komm, wir können ihm nicht mehr helfen. <

Er klang so einfühlsam und zu gleich so sachlich. Es biss sich und drang doch tief in die Seele des Wirbelwindes ein. Ebenso in das Herz. Nur langsam verarbeitete die Jungwölfin es. Ließ sich schlaff in den Fängen von Cabe hängen und starrte zu dem Leichnahm.

“Nie wieder?“, fragte sie als sei es ein böser Traum. “Nicht mehr helfen? Kein Stück? Nicht ein wenig?“
Die goldenen Augen blickten zu ihm auf und für einen Moment schien Trauer in ihnen zu liegen. Plötzlich veränderte sich ihr Ausdruck und wandelte sich zum Entschlossenen um. Die Lefzen zuckten und dann warf sie Cabezan etwas ungewolltes entgegen: “LÜGNER!“
Sobald er sie los ließ sprang sie auf und einige Schritte weit weg von ihm:

“Wir können wohl etwas für ihn tun!. Vor den Bären schützen und ihm etwas Respekt zollen!“

Keifte sie den Rüden ohne böse Absicht an. So handelte und dachte der ältere doch nicht richtig in ihren Augen. Vielleicht würde der Wolf da drüben sich dafür nicht bedanken. Vielleicht würde er mit Sachi nicht spielen und niemals wieder seine unbekannte Stimme erklingen. Aber er würde sicher dankbar dafür sein und die schützenden Pranken von oben auf sie legen und ihnen den rechten Weg weisen. Den Weg zu dem Rudel das Cabezan so verzweifelt suchte und aus welchem Grund auch immer, das närrische Freudenfeuer ihm folgte. Es war alles ein Abenteuer. Ein großes und tolles Abenteuer. Und dies hier war ein Tiefschlag. Aber das Dummchen ging damit sehr souverän um, nachdem sie sich so erbost hatte und dem anderem Wolf erklärte was man wohl tun könnte. Doch wie man es genau machte, das war selbst diesem Wirbelwind nicht bekannt. Es mussten wohl die anderen heraus finden wie das möglich war.


[Cabezan (Kimba, Noreya, Kische, Cheza)| wird con Cabe weggezogen | brüllt Cabe an | will die letzte Ehre erweisen]
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Kartane


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Di Dez 27, 2011 6:12 am

Kartane lauscht dem Alpha, der sie ansprach. Der graue Rüde schien ohne jegliche Hoffnung zu sein, was die weiße Fähe leicht einschüchterte. Es war wirklich nciht schwer zu erkennen, dass dieses so genannte Rudel nicht eine Ewigkeit halten würde. Wer konnte das schon wissen? Doch es schein, als würde die Truppe sich wenigstens noch einige Nächte am Leben lassen. So dachte sie über ihre Worte nach, ehe sie ebendiese aus ihrem Fang ließ.

"Zugegeben weiß ich das noch nicht genau. Ich war lange allein unterwegs - zu lange, meiner Meinung nach. Und ich hatte gehofft, mich endlich einem Rudel anschließen zu können. Es..es ist einfach schwer, so lange Zeit allein zu sein. Daher hoffe ich, du wirst meine Anwesenheit noch ein wenig ertragen"

fragte sie höflich, da sie es als Handlung des Respekts ansah, den Alpha sachte darauf hinzuweisen, dasses ihr wichtig war, dass er sie als Teil dieses...Ganzen ansah. Sie fand einfach keine wirklich Bezeichnung für diese Ansammlung an Wölfen. Es fiel ihr wahrscheinlich noch schwerer als all' den Anderen, da sie lange Zeit die Einzelgängerin gewesen war. Doch der Schattenkriegerin war klar, dass dieses sinnlose Grübeln sie ganz und gar nicht weiterbrachte und so beobachtete sie Blake, der mit einer feindlichen Miene einen schwarzen Rüden ansprach. Kartane hielt sich zurück, so wie es sich gehörte und lauschte der Stimme des Alphas.
Vorsichtig ließ sie sich auf dem kalten Boden nieder und zuckte mit den Ohren, um nicht ein Geräusch zu verpassen, dass aus dem Wald kam. Als Blake das Gespräch wohl als beendet ansah, gesellte sie sich wieder zu ihm.

"Was ist mit dem Rest des Rudels geschehen? Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass das hier alle sind. Wobei die andere Fähe meinte, sie wäre auch neu. Ebenso wie der schwarze Rüde von eben. Also, wo sind die Anderen?"

Die Weiße fand die Vorstellung schrecklich, dass dieses Rudel womöglich einmal viel größer war und sie mochte sich gar nicht vorstellen, was mit dem Rest passiert war, da einer der Wölfe irgendwo hinter ihnen tot am Boden lag. Mit einem schwachen Seufzen, von dem sie hoffte, dass der Graue es nicht bemerkt hatte, trottete sie weiter und verscuhte daran zu denken, wie schön das Leben doch sein konnte - ohne jeglichen Grausamkeiten.


[ bei Blake || redet mit ihm || denkt nach ]

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I don't wanna hear the bad news when I was a little girl In front of the mirror I couldn't understand a thing There were tears falling down my cheeks no matter How much, I washed my face, I couldn't wash my soul.

Blake.
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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Do Dez 29, 2011 1:50 am

Offenbar hatte der fremde, schwarze Rüde die Entscheidung getroffen, wieder zu flüchten, nachdem Blake ihn gefunden hatte und ehrlich gesagt hatte der Alpha dagegen auch nichts einzuwenden. Je weniger Fremde desto besser. Mika erfüllte in seinem Leben knapp fünf nervige Wölfe und wenn noch einer dazu kam würde Blake langsam wirklich die Beherschung verlieren. Oder tat er dies nicht bereits jetzt? Seine Ohren zuckten gleichgültig und er blickte wieder auf, als er eine Gestalt aus dem Augenwinkel sah. Oder es waren eher zwei. Einmal Kartane, die Weiße, die sich ihm nun wieder näherte und schon wieder ein fremder Rüde der einfach zu Neeraja gesellte, die nun offenbar schon den Alpha Posten übernommen hatte. Ein Knurren arbeitete sich seine Kehle hoch und sein Nackenfell stellte sich wie so oft auf, wenn Blake wütend war. Na Wunderbar! Jetzt marschierten die Wölfe hier schon Reihenweise rein, als wäre es das Natürlichste der Welt. Okay, sie waren wirklich allesamt schwach und hungrig, hatten etliche Wölfe verloren und der Alpha litt wohl zurzeit unter Komplexen. Trotzdem war das in Blakes Augen noch lange kein grund einfach eben hierherzuspazieren und sich mit der erstbesten Fähe zu zerquatschen. Aber nun gut. Sollte dieses Pack hier doch tun und lassen was es wollte, es konnte ihm ja eigentlich total egal sein. Mit diesem unbefriedigendem Gedanken ließ er seinen Blick zu Kartane schweifen, die sich nun in seine Nähe gesetzt hatte. Er erinnerte sich daran, was sie gesagt hatte. Sie hoffte also, dass er ihre Anwesenheit ertrug. Anscheinend war sie auch die Einzige, die hier irgendwie normal war. Blake blickte auf sie hinab und etwas Freundlichkeit trat in seine leeren Augen. Nun erhob die Fähe wieder die Stimme und stellte die Frage, die er schon von Neeraja gehört hatte.

Eine lange Zeit schwieg der Rüde und hatte seinen Blick in die Ferne gewandt. Bei Neeraja hatte er gesagt, dass sein Rudel tot war. Und das war nur die Wahrheit gewesen. Die kalte, klamme Hand der Trauer erfasste sein herz und drückte zu, dass es weh tat. Blake fühlte sich schrecklicher als zuvor. Jedesmal wenn er nur daran dachte, was gescheen war, wenn er auch nur einen Gedanken an Ramyla oder Cabezan oder Raziel verschwendete wollte dieses schwere Gefühl ihn kaum noch loslassen. Neeraja war wütend geworden wegen seiner Hoffnungslosigkeit und hatte ihn alleine gelassen. Wenn er Kartane nun auch noch die Wahrheit über seine Gedanken verriet, würde die Fähe vermutlich ebenfalls einfach gehen. Obwohl sie keineswegs so aussah. Blake blickte sie nun wieder an und erkannte so viel von Ayana in ihr wieder. Schließlich seuzfte Blake und schüttelte zweimal leicht den Kopf. Er ließ sich zu der Antwort herab, die ihm nun wohl keiner schief nehmen konnte. Vielleicht sollte er wirklich so denken. Das sie nur verschwunden waren.

"Ich weiß nicht, wo sie sind. Ich weiß es wirklich nicht.",

beantwortete er ihre erste Frage. Endlich erhob sich der Himmelswolf wieder und schüttelte seinen dichten, grauen Pelz. Wieder freundlich blickte er Kartane an und machte eine Kopfbewegung auf den Weg. Wenn sie hier herum saßen würden sie nie weiterkommen. Er setzte sich also in Bewegung und hoffte, dass Kartane ihm folgen würde. Ihre Gesselschaft war angenehm. Sie redete nicht all zu viel und es wirklich ernst zu meinen hier zu bleiben. Und sie erinnerte ihn wirklich an Ayana, obwohl diese tot oder wer weiß wo war. Blakes Ohren zuckten leicht und blickte wieder auf Neeraja und den Fremden, die nun auch noch saßen. Gut, wenn sie hier noch einige Tage verweilen wollten wünschte er ihnen viel Spaß, es war ihm nur Recht. Es war schließlich kein wirkliches Rudel mehr, musste er sich selbst dran erinnern. Es war wirklich shcwer für ihn, einfach zuzusehen, wie sich einer nach dem anderen hierzugesellte als sei es der Lauf des Jahres. Zweifelnd blickte er zurück zu Kartane.

"Komm, wir sollten weitergehen. Cataracta ist nicht mehr weit."

Ein leichtes Lächeln unterstrich diese Worte noch und er lief weiter. Irgendwann musste eine Pechsträne doch enden, oder? Jedenfalls würde jedes Pech enden, wenn man erstmal tot war. Was für ein aufmunternder Gedanke.


[Bei Kartane; denkt nach; redet || Will weiter (Kartane)]

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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Sa Dez 31, 2011 2:56 am

Immernoch erfüllte das Herz der Amsel Trauer, als er so auf den geschundenen Körper Kovus herabblickte. Er hätte so gern geholfen, auch wenn ihm nicht einfiel wie er es zustande gebracht hätte. Es war einfach falsch, dass er tot war. Cabezan seuftzte leicht und senkte seinen Kopf ein wenig. Er fühlte sich schuldig und schämte sich. Er hatte nicht einmal versucht, den jungen Rüden kennenzulernen. Er kannte ihn nicht, hatte vielleicht nur einmal paar Worte mit ihm gewechselt. Jetzt war er weg und der Nebelgraue bereute es. Der Rote musste ein Wolf mit Träuen und Erwartungen für die Zukunft gewesen sein, ein Wolf der glaubte noch ein ganzes Wolfsleben vor sich zu haben. Und jetzt? Jetzt lag er da. Ein Kadaver, wie jeder anderer. Immer wieder fragte der Rüde sich, wer ihm soetwas hatte antun können und Angst schnürte seine Kehle zu. Die Gefahr konnte immernoch in der Nähe lauern, sie war immernoch da. Der nougatfarbene Blick wechselte nervös erst zu Sachi und dann über Noreya und Kimba zu Kische. Ihr durfte nichts geschehen! Nein, ihnen allen durfte nichts geschehen! Das würde er nicht verkraften, nein, er könnte so viel Schuld nicht mit sich herumtragen. Nach all dem Guten was passiert war, nach dem paradiesischen Gefühl welches er die letzten Wochen lang gehabt hatte, war nun das gekommen. Das totale Chaos und er mittendrin. Ein Toter, das Rudel zerstreut, wahrscheinlich noch mehr Tote. Nur für einen Augenblick, erwog das Amselherz zu fliehen. Einfach alles und alle zurückzulassen. Aber er wusste, er würde auch das nicht verkraften. Verkraftete er überhaupt etwas? Zweifel nagten an dem Rüden, während seine Augen sich müde von Kische lösten und er den von feinen Blutrinnsalen durchsickerten Boden unter seinen Pfoten betrachtete. Er wusste nicht ob es richtig war, hier zu sein. Er wusste nicht, ob die Anderen ihn überhaupt brauchten. Wahrscheinlich nicht. Jedoch brauchte er sie, dass wusste er nur zu gut. Allein würde er vor sich hin vegetieren, wahrscheinlich wieder in irgendwelche Depressionen versinken. Außerdem konnte er Kische nicht einfach so hierlassen. Er würde es bereuen. Er würde bereuen, alles aufgegeben zu haben, nur weil die Situation sich ein wenig verschlechtert hatte. Ein wenig? Am liebsten hätte er geschnaubt. Die Situation war schrecklich, er war sich nicht einmal sicher ob es überhaupt noch Überlebende außer ihrer kleinen Gruppe gab. Vielleicht führten diese Fußspuren im Schlamm doch nur zu weiteren Leichen. Sollte er es der Gruppe die ihm folgte antun? Zwei von ihnen kannten das Rudel nicht mal, aber Noreya und Kische? Würden sie es verkraften das GANZE Rudel tot zu sehen? Würde er selbst es verkraften? Vielleicht sollte er sie wegführen? An einen sichereren Ort? Aber, was fantasierte er sich überhaupt zusammen! Er konnte keine Wölfe anführen. Er war nur ein kleiner Rüde mit fehlendem Selbstbewusstsein und Können. Er war doch nur ein Nichtsnutz. Selbst wenn er sie an einen besseren Ort geführt hätte, was würde dann sein? Er wollte sich nicht in den ewig Trübsal blasenden Wolf zurückverwandeln, der er gewesen war. Die kleine Gruppe würde sich auflösen, dass wusste das Amselherz nur zu genau. Er fasste den Entschluss, der am sinnvollsten schien. Sie würden der Fährte einfach weiter folgen, komme was komme. Er durfte hier noch nicht schlapp machen, ach was, er durfte auf keinen Fall irgendwann schlappmachen!
Erst jetzt sah Cabezan die kleine Schwarze genauer an. Er machte sich sorgen um sie. Auch wenn sie schon ein Jährling war, schien sie im Geiste noch ein ganzes Stück jünger und er fragte sich, ob dies wohl ihre erste Begegnung mit dem Tod war. Jedenfalls in diesem Sinne. Ein beißender Stich traf sein dunkel befiedertes Herz, als er sie schlaff auf den Leichnam starren sah. Wahrscheinlich hatte er wieder etwas falsch gemacht, er wusste nicht wie man Welpen soetwas erklärte. Hätte er lieber lügen sollen? Sie anlügen, nein das schien ihm falsch. Er war sowieso kein guter Lügner und er tat es auch nicht gerne. Er senkte seinen Kopf auf eine Ebene mit der Kleinen und blickte ihr ernst, traurig und gleichzeitig tröstend in die goldfarbenen Seelenspiegel, auch wenn das Ganze ein ausgeprägt unsicherer Ausdruck begleitete.

“Nein… E-Er ist tot… Er hieß…Kovu.“

Es klang ein weni unbeholfen und er schloss seine Nougataugen. Ja, Kovu war tot und die Kleine war traurig. Ein etwas zittriger und rasselnder Atemzug entwich seiner Lunge und er zwang sich, die Lider wieder zu öffnen. Die Augen Sachis jedoch, waren von einem ganz anderem Ausdruck geprägt als erwartet. Wut, Entschlossenheit. Nervosität keimte in dem Nebelgrauen auf und er verdrehte undsicher die Ohren zur Seite, den Fang ein wenig öffnend, während gestammelte Wörter sich schon in seiner Kehle sammelten. Doch bevor er irgendetwas hervorstottern konnte, wurde er unterbrochen. Schneidend und schmerzhaft hallte die Stimme der Kleinen durch seine Gedanken. Er zuckte zurück, die Augen geweitet und machte einige Schritte rückwärts. Lügner.
Er war kein Lügner. Sein Inneres wand sich leicht, während er versuchte sich zu fassen. Sie war ein Kind. Die Reaktion war wahrscheinlich normal. Und doch quälte dieses eine Wort ihn, gab seinen Zweifeln und selbstzerstörerischen Gedanken neue Kraft um sich aus den Ecken seines Geistes zu erheben und seine Seele mit bösartigen Fäden zu bespinnen. Aber er durfte nicht so schnell nachgeben. Er musste die Gedanken, die sich um dieses destruktive Wort wanden in seinen Hinterkopf, in sein Unterbewusstsein verbannen. Darüber konnte er seinen Kopf zerhämmern, wenn er alleine war und die Zeit dafür richtig war. Der Nebelgraue atmete tief durch dann öffnete er seine Augen wieder und trat auf Sachi zu. Doch bevor er etwas sagen konnte, schnürte ihm die Angst und die Unsicherheit die Kehle zu. Sein Kopf war leer, da war nichts als tiefe Trauer und Zweifel. Was konnte er diesem jungen Feuerfunken schon sagen? Er wollte nicht mit ihr streiten. Er konnte ihr nichts sagen, denn es gab nichts was gesagt werden musste. Ein drängenderer Gedanke schob sich in seinen Kopf. Sie mussten weiter. Die anderen drei Fähen sagten nichts, Cabezan blickte sich auch nicht nach ihnen um. Wenn sie kommen wollten, dann würden sie ihm folgen. Wenn nicht, dann nicht. Das Amselherz hatte die ganze Verantwortung satt. Er konnte es nicht. Also drängte er sich wortlos an den kleineren Körper Sachis und schob sie sanft von dem Kadaver weg, weiter in die Richtung wohin die Fährte führte. Ein letzter Blick galt noch dem geschundenen Körper Kovus.

“Es tut mir leid.“

Sprach er, teilweise an Sachi und teilweise an Kovu gewandt. Dann schob er sie weiter voran, dem Flusslauf folgend, Blakes Spur nachtrottend. Er konnte nur hoffen, dass sie wohlauf waren. Nichts anderes, als hoffen.


{ Sachi & Kimba & Noreya & Kische | fast bei der Gruppe von Blake }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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Raziel


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   So Jan 01, 2012 4:55 am

Raziel konnte fast hören wie sein Herz immer schneller und schneller pochte, als würde es ihm jetzt aus der Brust springen. Warum das so ist? Raziel hatte ein Gefühl ein gutes Gefühl jedenfalls es sagte ihm es gebe Hoffnung, Hoffnung um hier endlich rauszukommen. Endlich draußen zu sein, die Sonne zu erblicken und den Wind fühlen, wie er seinen Fell umspielen würde. Er würde das Gras unter seinen starken großen Pfoten fühlen und er würde endlich wieder ins freie kommen. Frei und nicht eingeschlossen in dieser verruchte Dunkelheit, wo es nur nach Elend roch und dem Tod, der sich ausgebreitet hat. Abla…Ruhe in Frieden. Wie würde Blake reagieren?

Ein Gefühl überkam Raziel Panik und zugleich Angst. Was würde Blake mit ihm tun? Würde er den schwarzbraunen Rüden für seine Tat straffen? Ihn verbannen aus den Rudel ausschließen, ja wahrscheinlich würde Blake ihn verbannen oder gar ihm das Leben nehmen für Abla. Ihr hatte ihre Blicke doch immer gesehen, er empfand was für sie und nun ist sie tot. Durch Raziels Fängen ist sie gestorben, durch ihn ganz alleine ihn. Doch er konnte doch nicht zusehen wie sie qualvoll leidet! Er musste es tun, er musste es einfach. Er würde niemanden solch eine Tod wünschen, okay vielleicht Mika, der hat es ja auch nicht anderes verdient..Oder etwa doch nicht? Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient?

Gedanken viele Gedanken schwirrten den Rüden durch den Kopf und verursachten nur Kopf schmerzen. Prima er hatte ja bereits schmerzen und ganz ehrlich wegen dieser Ladung tat auch sein Hintern weh, obwohl dies es abbremste. Ja er hatte einen Airbag, na und besser als sich seinen Allerwertesten geprellt zu haben. Ein Geruch stieg Raziel in die Nase, Blut. Blut gemischt mit dem Geruch eines Wolfes. Es ging hier raus! Sie mussten diesen Geruch sofort folgen es würde sie ins Freie führen, denn der Geruch musste von dem Ausgang kommen. Er musste es einfach, sie mussten hier raus. Der Drang endlich hier raus zu sein war so groß, das Raziel einfach los glaufen wäre. Doch der Wille hielt inne er wedelte vor Freude kräftig mit der Rute und grinste über beiden Ohren und schaute zu den anderen „Riecht ihr das?! Es ist der Geruch der Freiheit! Nichts hier raus!“ Raziel setze sich sofort in die Bewegung, er war sich hundert pro sicher, das die anderen ihm folgen werden. Denn wer würde so wahnsinnig sein und auch nur eine Sekunde hier bleiben. Noch wenigen Minuten hatte er es geschafft, der Geruch wurde stärker und was er erblickte war ein grauer Rüde.

Er fraß gerade ein Kaninchen und Raziels Bauch knurrte wie ein Bär, er hoffte das es niemand gehört hatte. Der Rüde blieb ein paar Metern vom Rüden stehen und musterte diesen kurz an. Wie er wohl drauf war? Und wie zum Himmel ist er hier her gekommen? Wenn es kein Ausgang gäbe, dann hätten verdammt alle hier ausgeschissen, aber so richtig und das wollte Raziel auf gar keinen Fall! Der Rüde räusperte sich kurz und versuchte aus seiner Kehle was rauszukriegen, die trocken war vor Durst „Sei gegrüßt Fremder. Entschuldige wenn ich dich störe…“ Nein, für Höflichkeiten war die Situation zu doof wider klickte was sich in Raziel um und es würde jetzt wider von neuem Anfangen…Man hätte es doch voraussehen könnte. Raziel würde nicht immer so wie er war bleiben, der Schlag auf den Kopf war einfach zu hart „Verdammt noch mal! Sag mal was macht hier so einer wie du in einer Höhle?! Bist du narrisch?! Weißt du eigentlich das es ein Erdbeben gab und dann noch stopfst sich hier voll? Ey man wie blöde muss man sein, ganz ehrlich?“ Oh oh würden bestimmt welche jetzt denken und was Raziel da faselte gab auch irgendwie keinen Sinn. Wie es wohl weiter gehen würde, wie der graue Rüde wohl reagieren würde. Tja das müsste man abwarten solange würde es wohl heißen Fortsetzung folgt.


{In der Höhle mit den anderen riecht Blut und Maral folgt dem Geruch und redet auf Maral irgendein Schwachsinn ein}

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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   So Jan 01, 2012 2:12 pm

BERGMINE

In der Nähe von Raziel, Samir, Jazuac und Maral war Wasser zu hören. Zwei Gänge entfernt befand sich ein riesiger Wasserfall. Und hinter dem Wasserfall befand sich das, was die Wölfe als Freiheit bezeichneten - die Morgenluft. Dies war ein Ausgang der Höhle, der direkt in Cataracta endete. Nutzt die Chance.

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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Mika


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BeitragThema: Re: Kapitel 5 - Neues Leben   Mo Jan 02, 2012 8:14 am

Määääääh.

Mit dem frischen Blut auf den Leftzen fühlte man sich doch gleich besser, nicht wahr? Zufrieden schritt der massige Rüde gefährlich nah neben Sakura her und ließ seinen dunklen Blick von Zeit zu Zeit auf ihrer Gestalt ruhen. Wie jämmerlich sie doch war, nur eines dieser schwachen Lämmchen, welche Blind ihrem Schäfer folgten. Dabei bemerkten sie natürlich nicht, dass der Schäfer nur ein anderes dummes Schaf war, das Oberschaf Blake höchstpersönlich. Mika war natürlich der Wolf, der sie einen nach dem anderen schön verzehren würde. Hach der Vergleich war viel zu gut, er nahm sich vor, ihn zu merken und demnächst Blake ordentlich anzumähen und sich dabei schlapp zu lachen.

"Ist das Leben nicht schön?", lachte er mit einer gütig klein gehaltenen Portion Spott auf und ließ seine blitzend weißen Fänge in die Richtung der weißen Fähe blitzen.

Ja, er war zufrieden mit sich selbst und der Welt, jedenfalls für diesen Moment. Warum sollte er es auch nicht sein? Blake war anscheinend so wütend, dass er ihn ignorierte, was eigentlich richtig seltsam war. Nun gut, vielleicht hatte Mika es ja auch ein klitzekleines Bisschen zu weit getrieben. Aber was scherte ihn das schon? Er lebte schließlich nur für sich selbst, dieser Fakt würde wahrscheinlich niemanden aus dem Rudel mehr überraschen. Er wandte sich Sakura zu und ließ erst Mal ein amüsiertes Prusten loß.

"Also, bitte! Tz, tz. Was würde dich denn zu dieser Annahme verleiten?"


Er warf seinen Kopf in den Nacken und stieß einen weiteren kleinen Lachlaut aus, während sich in seinen finsteren Seelentunneln die Lichter der langsam verblassenden Sternen spiegelten. Ihr Licht verlor sich irgendwo in dne Tiefen dieses Ganges, aber vielleicht erreichte ja der eine oder andere Strahl seine Seele, sodass er sich wieder den irdenen Geschehnissen zuwand. Er liebte es zu spielen, wurde ihm warscheinlich das millionste Mal in seinem Leben bewusst. Aber was war schon falsch daran, die Wahrheiten auszusprechen? Sich selbst würde er nicht belügen, das hatte er nicht nötig. Schließlich war er selbst und er selbst die dicksten Freunde die es geben konnte, haha!

"Oh, die anderen Schwachmaten. Nö, ich glaube nicht, dass ich sie vermissen werde. Aber Gegenfrage, wirst du sie denn vermissen? Du scheinst ganz gefasst gegenüber Kovus Tod, so scheint es mir...", sprach der massige Hybrid, am Anfang noch
ein wenig kalt, danach aber schon ein wenig weicher.

Er kannte die Kleine neben ihm kaum, auch wenn er wusste, dass ihr Gefährte Raziel war. Wie hatte sie sich nur den Elchkopf angelacht? Unvorstellbar, dass er überhaupt eine Fähe abgekriegt hatte! Dann sollte er auch noch ein gewisser Soul Reaver gewesen sein? Also bitte, da klingelte die allgegenwärtige Schwäche an der Tür. Der Schwarze war genauso ein Weichei wie Blake und seine Crew, da halfen keine Pillen.
Mit einem versteckten Hohn, aber hauptsächlich versöhnlich blickte er auf die kleine Fähe herab. Was für ein wiederlicher Happen, aber sie war besser als der Durchschnitt. Obwohl, das sollte sich ja noch zeigen. Voreilig wollte er nicht urteilen, nein.


{ Sakura | Blake & Co }

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the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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Kapitel 5 - Neues Leben

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