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 Kapitel 6 - Zwiespalt

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do Okt 04, 2012 3:30 am

Nuray sah sich prüfend um. Ein Lächeln huschte ihr übers Gesicht. Nuray war froh ihre alte Freundin wieder zu sehen, wie lange hatte sie darauf nur gewartet? Langsam und immer mehr trat sie aus dem Gebüsch und stellte sich vor Kartane und dem fremden Rüden. Natürlich mit einem gewissen Abstand. Eines wusste die Fähe, der ihr unbekannte Rüde hieß Blake. Eigentlich ein schöner Name, kurz und knapp. Den würde sich jeder merken können und doch hatte dieser Name etwas. Doch bekannt war ihm der Rüde nicht, lediglich Kartane die neben ihm stand. Als weitere Fremde kamen sah sich die Fähe um, mit einem Seitenblick zu Kartane. Es schien so als waren Fremde in diesem Revier Standard. Denn soweit Nuray beurteilen konnte hatte sie wirklich mehrere Wölfe gesichtet. Der Regen drang unter ihren dichten Pelz, ein Schauer lief ihr über den Rücken. Nuray musste sich beherrschen sich nicht zu schütteln um diese eklige Nässe los zu werden. Doch soweit kam es nicht. Das Plötzliche Zusammenzucken von Kartane verhieß nichts gutes, die Worte des Rüden drangen in ihre Ohren. Doch anstatt zurück zu weichen bleckte die Fähe ebenfalls ihre Zähne. Von wem würde sie sich etwas sagen lassen? Schließlich war Nuray nicht mehr die selbe wie sie es einmal war. Dinge ändern sich, wieso sollten sich dann nicht auch Wölfe ändern? Es bestand keinen Grund so zu bleiben um immer Verschont zu werden wenn man auch einmal Angreifen konnte. Bei seinen nächsten Worten entspannte sich die weiße wieder und sah Kartane wieder an. Nurays Blick war entschlossen, sie würde sich nicht verscheuchen lassen. Doch wäre es eine gute Idee zu bleiben? Was wäre mit Mika, sie konnte ihn nicht alleine lassen, oder etwa doch? Schließlich gehörte sie nicht zum Rudel, sie hatte nur die Erlaubnis solange zu bleiben bis der nächste Tag einbrechen würde. Und hier erbot sich eine Möglichkeit einen festen Platz in einem neuen Rudel zu bekommen. Wie sollte sie sich entscheiden?

Langsam schweifte ihr Blick ab und heftete sich einzig und allein auf eine fremde Fähe mit drei Beinen. Andere Wölfe würden vermutlich ständig auf das verlorene Bein starren, doch Nuray sah der Fremden ins Gesicht. Wieder hallten die Worte von Mika in ihrem Kopf. Dieses Rudel sei völlig verloren, sie würden nichts zu Stande bringen... Entsprach das wirklich der Wahrheit oder war es doch nur ein gehabe damit Nuray Sayari sich seinem Rudel anschloss? Letztendlich war es so oder so ihre Entscheidung ob sie bleiben würde gehen sollte. Doch es plagte ihr immer noch die Frage was an Mika so schlimm war? Der Rüde konnte doch nicht wirklich so schlimm sein. Aber andererseits wer versicherte ihr denn das er sein wahres Gesicht nicht bald zeigen würde? Für Nuray stand die Entscheidung noch nicht fest. Sie müsste überlegen ob sie bleiben sollte oder nicht.

,, Blake also, mein Name lautet Nuray Sayari, doch Nuray reicht völlig aus. Ich bin vermutlich dem anderen Rudel begegnet, doch weiß ich nicht ob es dieses Rudel war, von dem du sprichst. Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gerne eine Weile bleiben. Sicher nur solange wie ihr mich aufnehmen wollt. Wenn nicht, werde ich meinen Weg fortsetzen und mir womöglich ein anderes Rudel suchen.''

Mit einem freundlichen und respektvollen Kopfnicken endete sie und sah den grauen eine weile schweigend und fragend zugleich an. Dabei fixierte sie Blake genauestens. Würde der Rüde sie aufnehmen oder wegschicken? Für Nuray gab es keine Wahl, entweder oder. Wenn Blake sie aufnimmt, würde sie nicht zu Mika zurückkehren. Wenn nicht, würde sie ihren Weg fortsetzen und ein anderes Rudel suchen, wie sie bereits preisgab. Vielleicht würde sie sich Mikas Rudel anschließen?


(( bei BLAKE & KARTANE und co. // redet ))
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do Okt 04, 2012 4:38 am

Für einen Moment wurden seine inneren Konflikte überschattet. Er wurde abgelenkt von den drei neuen Wölfen, die vor ihm standen und darum baten, dazuzugehören. Blake wusste nicht so ganz, wohin mit seinen Gefühlen. Einerseits wollte er sie gerne aufnehmen und ihnen einen Platz bieten, andererseits wollte er sie einfach nur wegschicken. Vor allem die Weiße, die so verdächtig nach Mika roch. Er vertraute ihr nicht. Die anderen beiden Fähen hingegen sahen da etwas friedlicher aus. Er fixierte alle drei noch einmal für einige Sekunden und bemerkte erst dann, das Kartane sich wieder näher an seine Seite gestellt hatte. Sie sah etwas verstört aus und er warf ihr einen kurzen fragenden Blick zu. Hatte er etwas falsch gemacht? Sanft fuhr er also mit der Zunge über ihr Wangenfell und rieb seinen Kopf an ihrem, ehe er seine Entscheidung fällte. Kartanes Gegenwart gab ihm Ruhe und neue Kraft, belud ihn mit positiver Energie, die er in der jetzigen Situation benötigte. Die Dreibeinige meldete sich zu erst zu Wort. Sie lag bereits am Boden und er nickte leicht.

„Ich verstehe. So kannst du nicht weiterlaufen.“,

meinte er verständnisvoll und sein Blick zuckten von den beiden Fähen hin und her. Da sie scheinbar zusammen gehörten oder sonst irgendwas, konnte er wohl nur beide aufnehmen. Und sie waren harmlos. Da war er sich relativ sicher. Außerdem würden neue Mitglieder dem Rudel ja nicht schaden, oder?
Aus den bernsteinfarbenen Seelenspiegeln heraus beobachtete er, wie Kartane neugierig auf die Dreibeinige zuging und sie mit wedelnder Rute fragte, was mit ihr geschehen war und sich dabei aufrichtig für ihre Neugierde entschuldigte. Ein sanftes Lächeln spielte um Blakes Lefzen und er merkte wieder einmal, was für eine wundervolle Gefährtin er doch hatte – sie besaß einfach Liebe für jeden in ihrem Herzen.

„Ihr könnt mit uns zum Rudel zurückkehren.“,


erklärte er kurz und lächelte beiden ein wenig zu, ehe er sich der anderen Weißen zuwandte, die nach Mika stank. Ihre Stimme klang klar, doch Blake spürte, dass mit ihr nicht alles stimmte. Alleine dieser feine Geruch von seinem Erzfeind, der an ihr haftete, wollte sie sofort wegschicken. Doch er überlegte eine Weile und als ihr Blick sich so intensiv an seinen heftete, starrte er zurück in die goldenen Augen. Einige Sekunden verharrte er in jener Position, ehe er den Blick abwandte und einen leichten Seufzer ausstieß.

„Na schön, Nuray Sayari. Ich lasse dich bei uns verweilen, aber sei dir bewusst, dass ich dir nicht vertraue. Du stinkst nach dem anderen.“

Seine Stimme war leise und noch immer bedrohlich und es war wohl Kartane zu verdanken, dass er sie nun aufnahm. Ihre sanfte und liebevolle Art tat ihm gut, sie scheuchte die Finsternis, die Mika in ihm hinterlassen hatte davon und brachte ihn dazu, positiv zu denken. Nochmals seufzte er und drehte sich dann um, um Kartane einen sanften Blick zuzuwerfen. Doch mit den nächsten Worten waren alle Wölfe, die sich hier bei ihnen befanden, gemeint.

„Lasst uns zurückgehen“

[Bei Kartane, Aikana, Sideka, Nuray || Wald]

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do Okt 04, 2012 4:59 am

Der Regen... Regen reinigte alles. Er wusch hinfort was war und gewesen ist. Die Welt wurde gesäubert und ein kleiner Neuanfang konnte genutzt werden. Ebenso wie das Leben auch nur durch den Wechsel von Sonne und Regen erblühen konnte. So ähnlich war es jedesmal wenn Sid auf ein Rudel getroffen war. Immer wieder ien kleiner Neuanfang und immer anders als zuvor. Zum Glück war sie es gewohnt flexibel zu sein. Sie schien beinahe ein Blickfang zu sien. nicht nur durch ihr Fell in der Dunkelheit. Offenbar auch, weil sie eine Behinderung hatte und nicht die einzige Fremde hier. Das Weibchen, welches mit ihr gemeinsam aufgetaucht war, kam zu ihr, legte sich neben sie und fragte nach ihrem Namen und woher sie kam. Jene Fähe, die bei dem Rüden gestanden hatte, stand auf einmal vor der Jungwölfin und fragte nach ihrem Hinterlauf. Sideka wirkte nur gelassen. Innerlich war sie aufgeregt, auch wenn die Wölfe freundlich gesonnen schienen.

"Sideka oder einfach nur Sid ist mein Name. Ich bin durch viele Wälder, über viele Berge gewandert und habe viele Täler durchquert. Und ähm... nein, du bist keineswegs unhöflich. Ich hab es lieber wenn man mir Fragen stellt als wenn man mich anstarrt. Es ist nichts mit meinem Bein geschehen. Es ist schon immer so gewesen."

Ihre Stimme war relativ leise. Es war herauszuhören, dass sie diese Fragen wohl schon öfters beantwortet haben musste. Wenn man jemanden das erste Mal so etwas fragte, würde er wahrscheinlich andere Worte wählen. Doch als Nomadin war das recht normal nomadenatrig zu antworten. Deutlich vernahmen ihre Ohren die Worte des Rüden. Er war als einziger geblieben, wo er war. Sie nickte bezüglich seiner Aussage nur und erhob sich als er erklärte, dass sie ihm folgen dürfe. Der Wölfin, welche sich neben sie gelegt hatte, warf sie einen neugierigen Blick zu. Es war das erste Mal, dass Sid nicht die einzige Fremde war.

"Wie ist dein Name? Und was hat dich hierher geführt?"

Der Regen wusch und wusch. Unerbittlich säuberte er alles und hinterließ dabei eine eisige Kälte in der Jungwölfin, der mittlerweile leicht zitterte. Durchhalten war die Devise. Immerhin war sie Schlimmeres gewohnt. Zum Beispiel stundenlang im Winter durch einen eiskalten, teils zugefrorenen Bach oder Flusslauf zu wandern, damit feindseelige Rudel oder Jäger sie nicht verfolgen konnten.

[Blake, Kartane, Nuray, Aikana I beantwortet Fragen I steht auf I spricht mit Aikana]
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Cabezan


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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do Okt 04, 2012 9:46 am

Angespannt schaukelte der Gammarüde auf seinen Pfotenballen vor und zurück, während er mit flatternden Lidern Raziel fixierte. Er war natürlich ungeheuer erleichtert, den Beta angetroffen zu haben, trotzdem war seine Ungeduld noch nicht verschwunden. Er wollte endlich erfahren, was geschehen war um diese schreckliche Ungewissheit loszuwerden, die schon seit so langer Zeit an ihm nagte. Kurz flatterte sein Nougatblick über die Schulter des dunklen Riesen, wo sich der Schemen eines weißen Wolfes abzeichnete, ähnlich unbekannt wie der Fremdling Azzardo hinter Cabezan. Doch die helle Begleitung Raziels war klein und jung, außerdem machte er einen ganz sympathischen Eindruck, wie der Nebelgraue fand. Ganz im Gegensatz zu diesem Azzardo. Er unterdrückte ein Seuftzen und versuchte sich stattdessen an einem kläglichen und unsicheren Lächeln in die Richtung des Fremden. In letzter Zeit kam er sich immer so müde vor, dabei gab es eigentlich keinen wirklichen Grund. Tag ein Tag aus versuchte er sein Bestes, zu funktionieren. Wie eine Maschine, einfach damit er nicht aus der Reihe tanzte, damit man ihn akzeptierte. Doch die Zweifel, die ihn dabei zu zernagen drohten, wurden ihm langsam zu viel. Die Last zog schwer an seiner Brust, so schwer, dass er manchmal einfach alles hinschmeißen wollte und abhauen. Sich in seiner Einsamkeit zu verkriechen und wieder zu einem verbitterten und depressiven Wolf zu werden war natürlich auch keine schöne Aussicht. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, war die beste Aussicht die er hatte, die Heaven Wolves. Sie waren seine Zukunft und er war einfach nur zu schwach dazu, das zu erreichen was er so stark wollte. Das Amselherz schloss die schweren Lider über den müden Augen und konzentrierte sich einige Augenblicke lang auf das leise Trommeln des Regens. Es hatte eine beruhigende Wirkung, ja es klang fast wie ein Lied. Wenn er noch genauer zuhörte, würde er vielleicht Stimmen darin hören. Süße, schöne Stimmen voller Wärme, die verlockend nach ihm riefen, die ihm Geschichten erzählten von einem Leben, welches er nie haben würde. Der hagere Rüde erschauerte leicht und dabei perlten Regentropfen von seinem Fell, welches selbst in durchnässten Zustand alle Nuancen von Grau zu enthalten schien. Er träumte gerne über schönere Tage, über Optionen, die nie möglich sein würden. Deswegen war es umso niederschlagender einige Herzschläge danach die Augen öffnen zu müssen. Man erkannte, dass es alle nur die Sehnsüchte eines schwachen, einsamen Welpen waren. Sehnsüchte, denen man schon sein ganzes Leben lang nachhetzt und die dennoch immer weiter in unerreichbare Distanz rücken. Jeder Lichtblick seines Lebens hatte bis jetzt ein gähnendes Loch der Schwärze mit sich gezogen. Vielleicht würde es ihm besser gehen, wenn er sein Leben immer in dem selben, tristen Grau leben würde. Einfach weiter funktionieren und versuchen, sein Bestes zu geben. Für all die, denen er etwas schuldete und für Alle, die er liebte.

Der erste Blick der nun von Neuem geöffneten Augen galt der schwarzen Welpin, die immer noch an seine Läufe geschmiegt war. Ein warmes Lächeln huschte über seine Züge, bevor er sein Haupt wieder in dei Richtung Raziels schwenkte. Hallo, liebe Sorgen. Mit einem imaginären Seuftzer gab er sich den Problemen hin, die ihm fast den Lebenshauch raubten, Tag für Tag. Seine Stirn legte sich in leichte Runzeln, wahrend sein flatterndes Herz sich wieder für einige nervöse Hüpfer seinen hals hinauf bereit machte. Der Rüde schluckte schwer und zwang sich, Raziel in die leuchtenden Seelenspiegel zu blicken. Welches Grauen durften seine Ohren wohl erwarten? Oh, wehe weh! Am liebsten hätte er jetzt irgendjemanden gebeten, ihm eben jene Ohren abzuschneiden. Es graute ihm vor den erneuten nervenzerreissenden Nachrichten.

"Für dich ist das leicht zu sagen.", bemerkte das Amselherz schrill auf Raziels Kommentar und senkte seinen Blick betreten. "Aber du weisst ja, wie ich bin. Das ist einfach - ach, lassen wir es!", unterbrach er seine eigenen Worte mit düsterer Stimme und schüttelte langsam sein Haupt. Er musste aufhören, sich so lächerlich zu benehmen. Was dachte Raziel jetzt nur von ihm! "Ich hoffe es ist so, wie du es sagst.", gab er schließlich erschöpft hinzu, mit einem schwachen Lächeln in Richtung des Betarüden. Dicht folgte ein ohrenbetäubendes Donnern, wobei seine Schnauze wieder unbewusst den kleinen Welpen zu seinen Pfoten streifte. Ein Blitz erhellte die Züge des Soulreavers und mit einem erneuten Schaudern spitzte Cabezan verunsichert die Ohren. Mit jedem Wort das folgte wuchs die Betroffenheit in seinem Nougatblick und bald waren die Runen des Schocks eindeutig in seinen Zügen zu entziffern. Panisch ließ er seinen angehaltenen Atem aus nur um gleich wieder hektisch rasselnd Luft zu holen.

"E-Er hat W-WAS?!", rief er durchdringend und legte seine Ohren in einer Geste wütender Verzweiflung dicht an seinen Hinterkopf an. Das erste Mal löste er sich von Kalucy. Aufgebracht drehte er eine kleine Runde auf dem vom Regen durchnässten Rudelplatz. Unruhig stellte er sich schließlich wieder über die kleine Schwarze, doch sein Blick galt weiterhin voller Sorge und Unglaube Raziel. "Der Schuft...", flüsterte er rau und biss sich auf die dunklen Leftzen. Seine Schnauze begann leicht zu zittern, während seine Augen weiterhin kugelrund vor Schrecken waren. "Was ma-ma-machen wir denn n-nun...?!", stammelte er fassungslos und wiegte sich wieder leicht vor und zurück. Wieder schüttelte er den Kopf, als könnte er es nicht akzeptieren. Das Rudel gespalten! Mika der Anführer der Opposition! Seine gequälten Augen huschten kurz zu Kalucy zwischen seinen Pfoten und dann wieder zu Sharouk. Er beugte sich näher zu Raziel. "A-Aber Samir? Wie konnte er uns v-ve-verra...", seine Stimme wurde dünn und versagte. Einige Augenblicke lang öffnete und schloss er noch stumm sein Maul bevor er es mit einem bitteren Zusammenpressen seiner Leftzen aufgab.

Völlig aufgelöst zog er nun auch den erschöpften Sharouk näher an sich, der eh schon halb im Schlaf zu sein schien. Er blickte Raziel auf seine Frage hin gar nicht mehr an. "Kimba hat uns v-verlassen. U-und den Namen des Fremdlings kenne ich nicht.", antwortete er ihm leise. Er trieb die beiden Welpen dichter unter eine Tanne und legte sich in den Schlamm. Er zog Sharouk in die Obhut seines weichen Bauchfells und lächelte dann der kleinen Kalucy zu. "Ist dir kalt, Kleines? Schau, Sharouk ist schon ziemlich müde. Deine Mutter wird auch bald da sein. Und Blake. U-und Sachi. Sie a-alle...Komm kuschel dich zu mir.", erneut biss er sich auf die Leftzen und konnte nun sogar Blut spüren. Ihr Vater hatte die Welpen verlassen. Samir, wie konnte er nur! Wütend blinzelte der Nebelgraue die Zornestränen weg, die man aufgrund des Regens eh nicht sehen konnte. Er hatte immer zu Samir aufgeschaut und immer versucht, seine Akzeptanz zu erlangen. Er konnte es nicht fassen. Doch vor allem schmerzte sein dunkel gefiedertes Herz um das Schiksal der Welpen. Sie waren doch noch so jung! Sie brauchten ihren Vater. Jetzt schien Cabezan auch langsam zu verstehen, wieso Ramyla eben in jenem Zustand gewesen war. Erneut schnitt ihm die Verzweiflung ins Herz, als er an die arme Mutter dachte. Er kniff die Augen zusammen und hoffte inständig, dass Blake für sie da war. Er selbst konnte nur eines für Sie tun. Er würde sich um die Welpen kümmern. Mit eiserner Entschlossenheit schleckte er über die beiden Welpenschädel, die natürlich schon klitschenass waren. Blitze zuckten über den Horizont. Es würde eine kalte lange Nacht werden.

{ Kalucy & Raziel & Kiba ( Azzardo & Sharouk ) }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Fr Okt 05, 2012 5:17 am

Dem Anschein nach war das hier nicht der Alltag in dem Rudel. Es würde den Weißen ohnehin wurdern, wenn das hier normal war. Keiner war im Lager, keiner hielt einen mit Gewalt auf und keiner sorgte sich um Welpen, die herum liefen und drohten sich zu verirren. Wäre das hier normal, der ganz normale Wahnsinn des Rudels, würde sich der Rüde fragen, wie dieses Rudel hier überhaupt hatte überleben können. Vermutlich hatte diese Wolfsgruppe hier dann einfach einen unzuverlässigen und viel zu chaotischen Alpha. Schon seltsam.
Der Weiße zuckte mit einem Ohr und blickte direkt in die Augen eines schwarzen Wolfes, der mit diesem Weißen anfing zu reden. Der Weiße war mit einem Mal richtig aufgeregt und begann wieder zu stottern. Bitte, stopft ihm einer das Drecksmaul!, machte sich das böse Herz des weißen Rüden bemerkbar.

Mit dem bernsteinfarbenden Augenpaaren beobachtete er, wie sich der Nebelgraue in den Schlamm sinken ließ und kläglich versuchte einen der Welpen zu wärmen. Azzardo drückte seine Kiefer zusammen, um nicht gleich los zu knurren. Eigentlich legte man sich in seinem Rudel nur in den Schlamm, wenn man ganz tief gesunken war. Wenn man besiegt und nur noch würdig war, den Dreck, in dem man versank zu fressen, dann legte man sich in diese Pampe, aber nicht freiwillig. Das würde den Wölfen, die er kannte nicht in den Sinn kommen.
Ungläubig beobachtete er die Szene und legte den Kopf dezent schief, bis ihn der Schwarze direkt ansprach. Und wer ist dieser Fremde, wenn man fragen darf? Was für eine Frage. Sag mir deinen Namen, Fremder! Los, sag! Das war der Ton in seinem alten Rudel gewesen. Der Weiße antwortete direkt für ihn, wie ein Vorplapperer. Er kannte den Namen des Fremden nicht, nein. Er kannte ihn nicht. Wenn du ihn nicht kennst, dann halt deine Klappe. Azzardos böses Herz schäumte vor Wut, verständlich. Voller Hass schrie es die Worte durch seinen Kopf. Erst musste es sich dieses Bild ansehen. Dieser Wolf freiwillig in dieser Matsche und dann das. Wenn man fragen darf. Bla, bla, wenn man fragen darf!

"Du darfst nicht fragen!"

, zischte es aus dem Fang des Weißen. Voller Wut spuckte er die Worte vor die Pfoten des Schwarzen. Wenn man fragen darf! Was für ein Satz. Man durfte nicht fragen, man fragte einfach! Ende, aus! Fertig! Aber dieses Rudel war ohnehin nicht besonders helle im Kopf, wie es schien. Immer mehr steigerte sich die Wut des bösen Herzens, welche den noch eben ruhigen und ausgeglichenen Rüden immer mehr verscheuchen wollte.
Ein kurzer, innerer Kampf herschte und die Züge des Weißen glütteten sich. Reumütig senkte er den Kopf, was eine weitere, heftige Diskussion in seinem Inneren auslöste. Dennoch blieb der Kopf Azzardos gesenkt. Einen Moment herschte komplette Funkstille, dann spukte der Weiße mit einem gequälten Unterton ein Wort heraus.

"Azzardo."



{ bei Cabezan & so }
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Raziel


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   So Okt 07, 2012 5:14 am

Das Gewitter stürmte immer noch und es sah nicht gerade aus, als ob es jemals enden würde. Das Gewitter war ja der Puderzucker unter all dem was heute geschah, Mika und der Schlafentzug, der nun wirklich seine Spielchen mit Raziel trieb. Der Rüde blickte um sich und nur noch Regen konnte er sehen, der Regen raubte ihm die weite Sicht. Nur noch Regen durchströmte das Land und hoffentlich kam es nicht zu Hochwasser. Hochwasser, oh Gott das fehlt dem Rudel, das gerade alle Hand zu tun hatte. Wo war Blake? Ihm Arsch der Welt, denn hier war er auf einmal nicht mehr. Genervt knurrte er, musste er nun alles hier machen? Ramyla war am Boden zerstört, der Alpha war irgendwo im Arsch der Welt und lies sich nicht blicken, was Raziel das Spiel nicht leicht machte. Toll, ganz toll. Es war nicht so, dass er der Aufgabe nicht gewachsen war, nein er mochte es sich um sowas zu kümmern. Aber dieser verdammte Schlafentzug zerrte an seinen Nerven, die Tauziehen spielten. Seine Augenpaare glitten zu dem Grauen, gut das er noch da war.
Einer aus dem Rudel, den Raziel am liebsten Rudel vom Rudel sah. Eigentlich musste es doch Sakura sein oder? Wo war sie eigentlich? Er wusste es nicht, irgendwie…irgendwie musste er sich auch eingestehen, das es ihm regelrecht egal war. War die Liebe zu ihr erloschen oder was war mit den Beiden? Er wusste es nicht, doch eines war klar, er empfand nicht mehr so, wie früher für die Seine. > "Für dich ist das leicht zu sagen."< Der Rüde hob einer seiner Augenbraunen, gerade hatte Cabezan, wie ein frustriertes Weibchen gelungen, die sich über ihren Liebhaber beklagte und dies der Graue draufhatte wusste Raziel ja, aber das seine Stimme so schrill sein konnte hätte er nicht gedacht. > "Aber du weisst ja, wie ich bin. Das ist einfach - ach, lassen wir es!"< Ein sanftes Lächeln spiegelte sich in den Zügen des Betarüdens, er wollte gerade was dazu antworten. Als ihm ein Donnern das Wort abschnitt und nur die Wörter des Gammarüdens noch vernahm > "Ich hoffe es ist so, wie du es sagst."< „Das hoffe ich auch..,“gab er zu und hoffte wirklich das Sachi nichts zugestoßen ist.

Seine Augen glitten zu Kiba, der immer noch hinter ihm stand. Gut, er ist nicht abgehauen auch fand er den weißen Rüden sympathisch und würde ein gutes Wort beim Alpha einlegen. Er sah noch im Augenwinkel, wie Cabezan sich zu den Welpen wand. Fürsorglich, wie kein anderer aus dem Rudel und auch darum vertraue Ramyla und Samir ihn. Es gab keinen anderen, der besser die Aufgabe erledigen konnte und die Kleinen auch die wie seinen behandelte. Wie sich Cabezan als Vater anstellen würde, wenn es seine eigenen wären. Bestimmt wäre ein guter Vater, ein sehr guter.
Und dann kam es, der Gammarüde vor ihm explodierte in ein Gefühlschaos von Unglaube, Sorge, Wut und allen anderen möglichen Gefühle. Der Graue flippte gerade zu aus, das konnte Raziel auch recht nach empfinden, aber er musste nun einen kühlen Kopf haben bei den all Chaos. > "Der Schuft..."< Schuft?
Nein, das war nicht das richtige Wort für ihn, das wäre noch voller Gnade. Er war viel Schlimmeres als ein Schuft, er war ein dreckiger Mistkerl, der das Rudel in ein Zwiespalt brachte. Aber das andere brachte den Verlust wider an die Oberfläche > "A-Aber Samir? Wie konnte er uns v-ve-verra..."< Dieser Verrat, das hätte er nie von Samir gedacht, er hätte nie dies in Betracht gewogen, das dieser Schwarze das Rudel verriet, seine Familie und dazu noch sein Bruder und ihn, seinen besten Freund.

Für immer verloren, aber dagegen konnte Raziel nichts machen, das war Samirs Entscheidung. Nein, er durfte sich jetzt nicht von der Trauer auffressen lassen „Ja, Samir hat und verraten. Er hat sein eigenes Rudel verraten und dazu noch seine Familie. Er hat uns für alle male den Rücken Gewand und sein Entschluss stehts fest. Er stellt sich mit Mika gegen das Rudel.“ Mit harter Stimme und auch ernst meinte er es und es war auch irgendwie die Wahrheit. „Er steht nun auf der anderen Seite, nun ist er mit Mika unser Feind.“ Es war schmerzend und Raziel wollte es nicht wahr haben, aber es war die Realität. Die Welpen mussten in Sicherheit gebracht werden, auch wo es wärmer war oder wenigsten trocken. Denn hier war alles voller Schlamm und der Boden war durchweicht, wie auch die Felle seiner Artgenossen. Sein eigenes Fell war wie eine schwere Last für ihn, immer wider tropfte das Wasser aus seinem Fell.
Er hörte zu, wie Cabezan ihn noch seinen Bericht schilderte bis sich auf der Weiße zu Wort meldet. Reflexartig zuckten seine Lefzen zurück und entblößten seine weißen Fänge, was bildete sich dieser ein. Alles war angespannt, auch sein Fell war bis auf jedes Haar gesträubt. Auf sowas hatte er null Bock, sich jetzt mit einen Fremden einzulassen und in einen Kampf zu geraten, wegen solcher Dreistheit. Jedoch beruhigte sich der Betarüde und schaute zu dem Rüden mit strengen Blick und hartem Ton „Pass das nächste Mal auf mit wem du hier spricht Azzardo und auch auf deine Ton.“ Dann wand er sich ab, denn der Weiße wusste bestimmt welchen Namen er trug.
Raziel drehte sich um und schaute zu Kiba und lächelte diesem zu bis er sich wider zu Cabezan wand „Und hinter mir ist Kiba. Ich hab in neulich im Wald entdeckt, wie es scheint wimmelt es zurzeit von Neulinge. Gut aber auch wider schlecht. Denn wenn Mika seine Meute vergrößert bedeutet das für uns nichts gutes.“ Kurz machte er seine Pause „Nun, denn hier rum zu stehen hilft uns nicht weiter. Ich würde sagen, wir finden ein wenigen trockenen Ort für die Kleinen, wo sie sich ausruhen können und ein bisschen vom Gewitter geschützt sind. Wer was erblickt sagt Bescheid.“ Ohne weitere Wörter nahm er Sharouk am Nackenfell und behielt dabei Azzardo im Auge. Denn dieser Rüde war ihm nicht gerade geheuer. Dann Schritt der Schwarzbraune an der Spitze in den Wald, hoffentlich begegneten sie dem Alpha. Wenn nicht naja da gab es immer noch das Heulen eines Wolfes um sich zu vergewissern wo es steckte, aber bei diesem Sturm würde es untergehen.

{RAZIEL // redet mit Cabe | ist leicht aggressive auf Azzardos Reaktion | stellt Kiba vor | schlagt vor für die Welpen Schutz zu suchen }



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Kiba


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Di Okt 09, 2012 8:55 am

Der weiße hörte Raziel aufmerksam zu.

"Sind so viele neue hinzugekommen? Vielleicht bin ich ja zu viel und sollte am besten zurück laufen. Blake wäre bestimmt nicht erfreut so viele Neulinge auf einmal begrüßen zu müssen."

In Gedanken versunken blickte er weiter in den Wald hinein. Doch wo sollte ich dann hingehen? Kiba sah gen Himmel, immer noch stürmte, blitzte und donnerte es. Vom Regen ganz zu schweigen. Ruhig blickte Kiba wieder zu Raziel, der ebenfalls in den Himmel sah. Doch dann setzte sich der schwarze Rüde in Bewegung und Kiba folgte ihm.

"Wo gehen wir hin?"

Doch das Donnern schien seine Frage zu übertönen, was ihn nicht wunderte. Vielleicht gingen sie ja zum Rudel? Wenn ja, wäre dies ein super Anfang gewesen. Kiba freute sich tierisch auf neue Gesichter, vor allem auf ein Rudel, das den weißen Rüden vielleicht aufnehmen konnte. Im Regen fühlte er sich sogar noch wohler. Ohne einen weiteren Gedanken an das Rudel zu verschwenden, setzte er eine Pfote vor die andere und sog die Luft einmal kräftig ein. Sie war klar und frei von jeglichen Gerüchen, außer von fremden Wolfsgerüchen. Sein Herz fing an zu hämmern. Was ist denn, wenn sie ihn gar nicht erst aufnehmen? Wenn sie ihgn wieder verjagten oder er gar gegen jemanden antreten muss? Kiba machte sich furchtbare Sorgen und doch weichte er nicht von Raziels Seite. Selbstbewusst schritt er immer näher, näher dem Rudel und seinem Glück. Doch seine Rute war trotzdem nicht hoch erhoben, sie war zwischen die Hinterbeine geklemmt. Als er die ersten Wölfe erkant, legte er seine Ohren an und zog den Schwanz noch mehr ein. Nun hatte er wirklich große Angst. Als er sich umsah, merkte er nicht, dass Raziel stehen blieb und lief volle Kanne gegen den schwarzen Rüden. Oh wie peinlich, dachte er entmutigt. Er kauerte sich auf den Boden und versuchte die Geräusche um ihn herum nicht wahrzunehmen. Ängstlich blickte er auf seine Pfoten und hörte nur Raziel zu, der mit einem anderen Wolf zu reden schien. Doch lange hörte Kiba nicht zu, sondern dachte an seine Familie und an sein früheres Rudel. Betrübt knetete er mit seinen Pfoten den Boden, doch bald hörte er schwach, wie Raziel Kiba vorstellte. Dieser blickte auf und sah verängstigt erst in Raziels Augen, dann in die eines anderen weißen Rüden.

"S-Se-Sehr erfreut."

Aus dem Blickwinkel konnte Kiba erkennen, dass Raziel gerade einen Welpen packte und ihn forttrug. Kiba schritt ihm hinterher und fragte:

"Kann ich dir in irgendeiner Weise helfen?"

[redet mit Raziel || läuft Raziel hinterher und erreicht das Rudel || kauert sich verängstigt am Boden || bittet Raziel seine Hilfe an]

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Zuletzt von Kiba am Mi Okt 10, 2012 9:27 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mika


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mi Okt 10, 2012 2:48 am

Es gab keine Rettung für ihn und er hatte schon lange aufgegeben, darauf zu hoffen oder gar danach zu verlangen. Er hatte sich selbst gerettet, dessen bewusst was er tat. Er hat die Konsequenzen auf sich genommen und er würde nicht nachgeben, nicht nach all dem, was in den Jahren seitdem passiert war. Sein Leben war gelebt und er hatte nur noch einen großen Plan um den sich seine ganze verbliebene Lebensenergie sponn. Er hatte wohl keine Ahnung davon, doch der Grund, wieso sein Körper noch kraftvoll und zum Kampf fähig war, war Blake, dieser einfältige Alpha seines schlecht organisierten Rudels. Die Lungen des eiskalten Engels füllten sich Sekunde für Sekunde nur, um seinen letzten Plan zu verwirklichen. Etwas zu vollbringen, ein letztes Segment dieser Welt zu verändern und beeinflussen, bevor er davonschied. Wenn man es aus einer ganz verrenkten Winkel betrachtete, dann konnte man Mika gleichzeitig egoistisch und selbstlos nennen. Vielleicht war er auch etwas gänzlich anderes. Der Zivilisation fehlte einfach das Wort, um ihn zu beschreiben. Oder eher, sie hatten noch nicht begriffen, dass um das zu vollbringen nur ein einziges Wort fähig war : Mika.
Er wusste genau, oh und wie er es wusste, dass er einzigartig war. Er war eine Kuriosität, ein Gift, eine Waffe, ein Stück Kunst, ein Meisterwerk. Nur der Rest konnte es nicht sehen. Wie jammerschade es doch war! So erbärmlich blind, wie fiepende Neugeborene. So hilflos. Nur dass er, der Halbwolf, kein Mitleid mit ihnen empfand. Sein Leben lang hatte er ihnen die Augen öffnen wollen, er hatte gehofft, endlich einen Ebenbürtigen zu finden unter all diesem Gewürm, nachdem der Einzige, der ihm Paroli bieten konnte, durch seine eigenen Fänge gestorben war. Erneut versetzte ihm sein mit Schimmel durchsetztes, sterbendes Herz einen kleinen Schmerzensstich. Es ärgerte ihn, doch gleichzeitig erfüllte es ihn mit einem sanften, ruhigen Gefühl. Es tat ganz gut, empfinden zu können, nach der langen Zeit, in der er sich in den Hass reingefressen hatte. Denn er hatte gelernt, man konnte nie ganz ohne Herz und ohne Seele auskommen. Der Geist war vielleicht das Genialste, das Kostbarste aller drei Gaben, doch allein konnte man keine Vollkommenheit erreichen. Er bereute natürlich nicht, dass er seine Seele in Ketten gelegt hatte und sein Herz kränkelte. Doch es tat gut, sich wieder an Chizu zu erinnern. Dieses bittere Gefühl war gut, es schenkte Tiefe.

Caves und Mika löstens ich voneinander. Das Blut der Fähe tropfte von seinen Leftzen in den Schlamm, während sein eigenes ihm die Flanken herablief. Sein schwarzer Blick bohrte sich durch den Dunstschleier des Blutes wie benebelt in die Hellbraunen der Fähe. Er konnte den Hass deutlich in ihnen brennen sehen und es gefiel ihm, was er sah. Auch die Züge der Fähe waren mit dunklen Lebenselixir beschmiert und zu einer Grimasse verzogen. Die ganze Klippe stank nach Blut. Und irgendwo, unten im Wasser trieb der Körper seiner Schwester. Ob sie auch blutete? Hatte sie noch einige Augenblicke gelebt, oder war sie sofort gestorben, ihr Genick gebrochen? Hatte sich Chizu damals vor so vielen Jahren dieselben Fragen gestellt? Er sah ihn vor sich, die Augen geweitet und stumm, wie sie nach jenem Vorfall zusammengesessen hatten. Er wusste, er hätte in jenen Seelenteichen ertrinken können, wenn er sich damals schon ihnen hingegeben hätte. Wenn er Chizu damals nicht getötet hätte, wäre er eines Tages ersoffen, da war er sich sicher. Solange Chizu existiert hatte, war er schwach gewesen. Solange Chizu gelebt hatte, hatte es jemanden gegeben, der ihn wirklich kannte und der ihn wirklich liebte. Seltsam, der Gedanke, dass ihn jemand einmal geliebt hatte. Doch Liebe war zerstörerisch. Chizus Liebe hatte ihn fast zerrissen, sie war wie Säure gewesen. Er verscheuchte das nervige Bild des tintenschwarzen Rüden mit den eisig blauen Augen. Durch den Schleier des Regens konnte er die Fähe nun wieder verschwommen erkennen. Ob sie wohl auch so eine Achterbahnfahrt der Gedanken und Erinnerungen durchlebte? Sie schien kein Jungspund mehr zu sein, ungefähr im Alter von Blake. Oder war er der Einzige, dessen Gedanken sich kreiselnd immer höher schraubten und drohten, seine Hülle zu verlassen? Siehe, so stark war sein Geist. Er sprengte fast die Grenzen seiner Marionette. Seine Flanke schmerzte. Er verlagerte das Gewicht leicht von dem Hinterbein weg, aus dem Caves ein Fleischschtück herausgerissen hatte. Die Ohren weiterhin agressiv nach vorne gerichtet fixierte er sie. Hier prallten Schiksale aufeinander, ohne dass sie von ihrem jeweiligen Gegenüber die leiseste Ahnung hatten. Solche Kämpfe faszinierten Mika. Sie waren für ihn eine Art Meditation, in denen er sich weit über seine eigenen Grenzen hinausschwenken konnte. Es passierte nicht oft, dass er eine solch leidenschaftliche Gegnerin fand. Seine breite Brust mit den großen Lungen hob und senkte sich.

"Ich habe mich schon gefragt, wer von uns als erstes sprechen würde.", entgegnete er und seine Stimme klang rau. Die pechschwarzen Augen funkelten leicht, reflektierten das Licht eines zuckenden Blitzes am Horizont. "Nein, ich muss dich enttäuschen. Ich glaube, die Stimmung hat mich einfach mitgerissen."

Amüsiert deutete er mit der Schnauze in den düsteren Himmel, aus dem es immer noch wie aus Eimern schüttete, dann hinunter auf die schlammige, blutbesudelte Klippe auf der sie standen. Gleichzeitig ließ er nie seine Verteidigung sinken, war auf der Hut. Seine breiten Pfoten waren so wie die der Fähe tief in den Matsch eingesunken. Seine Flanken zitterten heiß durch die Erregung, die der Kampf durch seine Flanken getrieben hatte. Seine Augenbraue bog sich leicht nach oben und ein halbes Lächeln erschien auf seinen Leftzen, selbstbewusst wie eh und je.

"Ich muss zugeben, mir gefällt deine Art. Du bist voller Hass, Kind. Allein deswegen denke ich, kann ich dir deine Antworten gerne geben. Ich habe nichts, was ich zu verstecken bräuchte... Für den Moment nicht.", sein Lächeln wurde eine spur tiefer und geheimnissvoller. Die Tunnelaugen schienen Caves regelrecht zu durchbohren. Ihr Fell schien in der Nacht völlig monochrom, doch auch sein eigenes, schlittenhundartiges musste genauso schwarzweiß wirken. Er hob seinen mächtigen Schädel etwas und warf einen leichten Blick über seine Schulter. Unter ihm bog sich Cataracta unter der Gewalt des Sturmes. Die Bäume ächtzten, der Wind heulte und das stetige Rauschen der Wasserfälle hatte sich in ein dröhnendes Donnern verwandelt, doch da sie so weit oben waren, brauchte er nicht die Stimme weiter zu heben als nötig.

"Tatsächlich ist meine werte Schwester, die du leider nur so flüchtig hast kennenlernen können die Erste, der ich das Glück bescheren konnte, sie von einer Klippe zu stoßen. Dennoch kann ich nicht bestreiten, dass ich vor langer Zeit schon mal einer ähnlichen Situation beigewohnt habe. Nur leider kann der Täter uns darüber nicht berichten.", er lachte trocken und meinte, das leise Lachen Chizus aus dem Sturm einem Echo gleich würde ihn begleiten. Doch es war nur Einbildung. Die Kerben, die jener junge Rüde in ihn geschlagen hatte, waren zu tief, als dass er sie verleugnen könnte. Das bohrende Schwarz seiner Augen huschte zurück zu der blutüberströmten Fähe. "Oder war dein Begehr auf eine andere Frage bezogen? Nur zu, nur zu. Ich habe alle Zeit der Welt." Wieder lächelte er ihr breit zu. Alle Zeit. Jedenfalls diese Nacht, denn etwas verriet ihm, dass er es heute nicht mehr nötig hatte, zu seiner Gefolgschaft zurückzukehren. Die Hälfte hatte sich mittlerweile sowieso aus dem Staub gemacht. Nur Samir - ja, er ging davon aus, nur er würde da sein, wenn er zurückkehrte. Doch war es möglich, dass? Sollte er es erwähnen? Nein, noch war es zu früh. Er musste warten, wie es sich entwickelte, mehr Preis geben. Gleichzeitig wollte er sich im Moment nicht groß aufspielen. Bei ihr würde es reichen, sich selbst zu geben, daraus ging er aus. Und wenn es nicht reichte, dann war es eben Schade.

{ Caves | Klippen }

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the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mi Okt 10, 2012 4:13 am

Aikana beobachtete. Wie oft hatte sie das schon in ihrem Leben geran? Ihr fielen sofort zahlreiche Erinnerungen zum Thema beobachten ein. Sie hatte Blätter, Tiere und Naturgewalten beobachtet. Und jetzt beobachtete sie, wie die beiden Wölfe, der Alpha Blake und die Unbekannte sie taxierten, als wollten sie sich nie wieder los lassen, als wollten sie sich gegenseitig an einen Baum fesseln und nie mehr frei lassen. Das interessierte Aikana. Was konnte es geben, das solche Spannungen zwischen zwei Wölfen hervorrufen konnte? Mord? Liebe? Verrat? "Du stinkst nach dem anderen ..." hatte er gesagt. Wer war der "Andere"? Aikana schüttelte unmerklich den Kopf. So würde sie es nie herausfinden, sie musste schon fragen. Dann fiel ihr ein, dass Blake zuerst von einem "anderen Rudel" gesprochen hatte. War dieses andere Rudel die Antwort auf ihre Frage? Sie schreckte plötzlich aus ihren Überlegungen, denn sie merkte, dass Sideka sie etwas gefragt hatte.

"Äh ... was? Ach so. "

Aikana lächelte.

"Ich bin Aikana. Und ich bin eigentlich aus keinem bestimmten Grund hier. Ich bin eben zufällig auf dieses Rudel gestoßen und das kommt mir ja auch nicht ungelegen."

Dass sie der Fähe mit den drei Beinen schon längere Zeit gefolgt war und deswegen jetzt hier war erwähnte sie lieber nicht. Falsche Vermutungen konnten viel zerstören - das Risiko, etwas zu verlieren, wenn es nicht unbedingt nötig war ging sie lieber nicht ein. Obwohl ... was hatte sie denn schon zu verlieren? Ihr Leben? Nein, darum sorgte sie sich nicht so sonderlich, als dass darauf besonders Acht nehmen musste.
Als Blake meinte, dass die Drei Neuen ihm folgen könnte, stand auch Aikana endlich auf. Sie schüttelte ihren Pelz, alles war nass, und folgte dann leichten Schrittes dem Alpha.

[Bei Kartane, Blake, Sideka, Nuray || Wald]
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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mi Okt 10, 2012 11:44 pm

Die Situation überforderte den nebelgrauen Rüden wie üblich etwas und im Moment wünschte er sich nichts sehnlicher, als endlich seine Augen schließen zu können und in einen vielleicht unruhigen aber erfrischenden Schlaf sinken zu können. Natürlich hatte er heute wieder mal so viel Druck abgekriegt, dass dieser Schlaf wahrscheinlich vollgestopft mit Albträumen sein würde, aber er war erschöpft und ausgelaugt, so wie wahrscheinlich der Großteil des Rudels. Man brauchte sich nur mal Sharouk anzusehen, der sonst ja vor Energie platzte! Raziel sah auch nicht gerade fit und munter aus, wenn Cabezan ihn so betrachtete. Er sandte dem ranghöheren ein müdes aber freundliches Lächeln. Er schätzte den dunklen Rüden wirklich und war froh, dass er jetzt hier war. Es war, als wäre wenigstens ein bisschen der Last von seinen Schultern weggenommen worden, auch wenn die Nachrichten, die er gebracht hatte, nicht gerade erfreulich waren. Wenn er an Mika dachte, verengte sich seine Kehle immer noch gefährlich und es wurde ihm unangenehm heiß und unbequem in seinem grauen Pelz, obwohl der Nasskälte, die diese Sturmnacht mit sich brachte. Aus den Augenwinkeln bemerkte er das giftige Starren des weißen Fremdlings und er schluckte heftig, während er versuchte, ihn nicht anzublicken. Er konnte es nicht abstreiten, er hatte Angst vor diesem Unbekannten. Seine Ausstrahlung war unangenehm, sein Verhalten, einfach alles! Doch das Amselherz hatte mit allem gerechnet, nur mit einem nicht. Vielleicht war es, weil er so erschöpft war und einfach vergaß, unsicher zu sein und seinen Kopf zu ducken wie üblich, aber sein Haupt schnappte herum, als er die Worte des Weißen vernahm.

"Das du es wagst...!", entfuhr es ihm entrüstet vom Grunde her und seine Rute schwang unbewusst etwas nach oben, auch wenn er im Schlamm lag. Seine Mimik zuckte aufgebracht und er fixierte Azzardo, wie er sich vorgestellt hatte. Er hatte doch ehrlich vor Raziel Pfoten gespuckt! Wütend gruben sich die Pfoten tiefer in den Schlamm. "Das... das ist der Beta, mit dem du sprichst! B-benimm dich, oder du kannst gleich v-v-von Dannen gehen...!, presste er stockend und immer noch ein wenig aufgewühlt aus sich heraus. Es war wohl das Meiste an Autorität, was er je aus sich herausgequetscht hatte. Er hatte sich halb aus seiner liegenden Position aufgehoben, doch mit einem Blick auf die Welpen an seinem Fell ließ er sich zögernd zurücksinken. Der Nugatblick schwamm zweifelnd in die Richtung von Raziel, der näher zu ihm stand. "Raziel, ich weiß nicht ob es so eine gute Idee ist ihn lange hier zu halten. Was, wenn er ein zweiter Mika ist? Das Rudel ist doch schon jetzt in so einer schweren Lage! Aber natürlich, e-eigentlich kann nur Blake darüber entscheiden. Er senkte seinen Blick zu dem durchnässten Grund und schloss die Augen für einige Sekunden. Das war alles so kompliziert, dass ihm gleich der Schädel explodierte! Die Wasserfälle von Cataracta donnerten nun regelrecht, anstatt dem üblichen, friedlichen Geplätscher. Im der Dunkelheit der stürmischen Nacht konnte man es natürlich nicht sehen, aber es war schon beängstigend genug es hören zu müssen. Dann waren da auch noch die Blitze, der Regen, der alles zu überschwemmen drohte und Mika, die lauernde Gefahr im Schatten. Der kurze freundschaftliche Blick, den er mit Raziel getauscht hatte und sein angedeutetes Lächeln auf seine Worte hin waren das Einzige, was ihn jetzt noch überzeugte sich nicht irgendwo zu verkriechen und sich von der Aussenwelt abzukapseln. Es war einfach diese gähnende Leere. Samir hatte sie verraten. Von Mika hatte er ehrlich gesagt nichts anderes erwartet, aber Samir... Ein bitteres Seuftzen stolperte über die dunklen Leftzen des Nebelgrauen. Das Rudel musste jetzt stark sein und zusammenhalten. Raziels Stimme rettete ihn aus seinen düsteren Gedanken und er hob seine schmale Schnauze wieder in seine Richtung. "H-Hat er Gründe genannt?", fragte Cabezan schwach, auch wenn er sich im nächsten Augenblick schon dafür schalt. Für Raziel musste es nach Ramyla und den Welpen am härtesten sein, Samirs Verrat zu verkraften. Schließlich waren er und der schwarze Bruder Blakes so gute Freunde gewesen. "Vergiss es, es ist nicht mehr wichtig...", murmelte er düster und schüttelte den Kopf. Er wirkte um tausende Jahre älter als er wirklich war. Er folgte dem orange glühenden Blick des Betas nach hinten und lächelte dem weißen Neuling namens Kiba blass aber freundlich zu.

"Hallo, Kiba. Äh. Ich bin Cabezan. Cabezan... Cabe- Oh.", verwirrt riss er sich aus seiner Wiederholung und blinzelte etwas verlegen um seine kleine Panne. Verstummt ließ er seinen Blick kurz auf den durchnässten Welpen ruhen. Sein Fell spendete ihnen Wärme, doch war er selbst schon vollgesogen wie ein Schwamm. Überrascht zuckte er zusammen, als Raziel Sharouk ins Maul nahm. Schnell schnappte er sich die kleine Schwarze im Nacken und rappelte sich aus dem klebrigen Matsch auf. Mittlerweile war er weniger Nebelgrau als braungrau, aber der Regen tat sein bestes um sein Fell wieder sauberer zu kriegen. Mit einem freundlichen Leftzenzucken in Richtung Kiba und einem Stirnrunzeln zu Azzardo stakste er mit seinen langen Läufen durch die Pfützen und Raziel nach. Er hörte die Worte Kibas und wandte sich freundlich zu ihm um. Durch das Fell Kalucys war seine Stimme gedämpft, doch man konnte die Worte bestimmt noch entziffern. "Keine Schorge, blaib du erschma schön bei unsch. Blake waischt nur äuscherscht schelten jemanden dschurück. Wahrscheinlich stotterte er nur nicht, weil er sich so undeutlich anhörte. Die Frage des weißen Rüden, die darauf folgte, schien zwar an Raziel gerichtet zu sein, doch Cabezan nahm sich die Freiheit zu antworten. "Schag einwach Beschei', wenn du Wölfe schiehscht oder einen fomöglich trockenen Ord.",nuschelte er freundlich und immer noch müde. Durch die Kälte zitterten seine Läufe ein wenig, während er Raziel folgte und seine Seelenspiegel so aufmerksam wie möglich nach genau solch einem Ort suchten. Außerdem hoffte er, Blake zu treffen.

{ Raziel & Kiba & Azzardo & Kalucy ( & Sharouk ) | Rudelplatz }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do Okt 11, 2012 11:49 pm

EINSTIEG mit Aquilya


Feiner Regen prasselte in den dunkleren Teil des Waldes, befeuchtete den zuvor trockenen Boden und verwandelte ihn in eine feine Matschstrasse. Tiefe Pfotenabdrücke waren auf dem Weg des Waldes zu sehen. Große Pranken schienen sich durch diesen eigentlich recht unbewohnten Teil des Waldes zu Pflügen. Ein großes Tier suchte hier vielleicht nach beute, oder doch nach einem neuen Opfer seiner Grausamen Taten? Sowas wusste man nie. Nie konnte man wissen was sich hinter der nächsten Ecke versteckte, was in der Dunkelheit auf einen Lauerte, und somit sollte man immer Vorsichtig durch ein unbekanntes Gebiet gehen.
Ein feines, dunkles Grinsen legte sich auf den Fang des Rüden. Seine bunten Augen legten sich auf einen unbestimmten Punkt. Das grelle Blau seines einen Seelenspiegels leuchtete in der Dunkelheit, passend zu seinem Schneeweißen Fell. Reine Muskeln zuckten unter der Haut und die Sehnen spannten sich. Er verharrte an einem Platz unter einem Baum, dort schien er mit der Dunkelheit grade zu verschmelzen. Seine Augen hatte er mittlerweile geschlossen, er konnte mit ihnen so oder so nicht all zugut sehen, oder doch? Doch er konnte sehen, wusste wo er war, doch konnte er das alles nicht zu einem Bild zusammenfügen, so als hätte er die Gewalt über seine Sinne verloren, und ja dies hatte er in der Tat. Gelenkt von Stimmen tat er seine grausamen Gewalten, konnte nur mit Ihnen wirklich "Sehen". Er war anders als die Anderen, war anders als die Bösen die es wohl in diesem Land geben würde. Wer weiß, vielleicht war er ja sogar Grausamer als seine Leidensgenossen? Man wusste es nicht, und Farun war es mehr oder weniger auch Egal.
" Herr, es kommt jemand, Pass auf!"
Ein kribbeln ging durch den Körper des Rüden, seine Ohren zuckten in den Nacken und pressten sich in sein plüschiges Fell. diese Stimme, dieses Flüstern was seinen Gehörgang einnahm es war so vertraut, und dennoch jagte es ihm jedesmal einen Schauer über den pelzigen Rücken. Das lächeln auf seinen Lippen verzog sich zu einem grausamen Grinsen.
Sollte dieser jemand nur kommen, er würde ihn nicht sehen.
Noch näher drückte er sich an den dunklen Baum, wurde nun ganz von der Dunkelheit verschluckt.
"Abwarten" Sprach er mit Dunkler Stimme und verharrte in dem prasselndem Regen.

(Im dunkleren Teil des Waldes - Schweigt - Wartet ab)
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Fr Okt 12, 2012 1:39 am

Ein kleines Kaninchen. Das war es, was der Magen Aquilyas begehrte. Darum hatte sie sich aufgemacht um sich eines zu fangen, doch nun regnete es. Die noch recht junge Fähe seufzte leise und sah sich aufmerksam um. Sie hatte nicht so weit in die dunklen Tiefen des Waldes vordringen wollen - aber was geschehen war, war geschehen.. und konnte auch nicht wieder rückgängig gemacht werden.
Während sie sich so umschaute wurde sie auf eine Tanne aufmerksam, deren Geäst schützend über den Waldboden rangte. Langsam setzte Aquilya sich in Bewegung um dort Zuflucht zu suchen. Dennoch überlegte sie, ob sie nicht lieber umkehren sollte... diese dunklen Gebiete behagten ihr nicht gerade. Hier lauerte schließlich immer etwas Böses.. dieses Gefühl hatte sie zumindest. Und ihr Gefühl drog sie selten. Darum witterte Aquilya nun, ihre Ohren zuckten. Außer das Geräusch des Regens war allerdings nichts zu hören und es lag nur der schwere Duft des Waldes in der Luft.
Einigermaßen beruhigt legte sich Aquilya unter die schützenden Äste und legte für einige Augenblicke den Kopf auf die Pfoten um ihre Lage zu überdenken. Hier in der Nähe hatte sie ein Rudel wahrgenommen, sich aber bisher im Verborgenen gehalten. Sie hatte es nicht geschafft über ihren Schatten zu springen und einem einzelnen Wolf dieses Rudels - angeblich zufällig - zu begegnen und vielleicht sogar mit zum Rudel zu gehen.
Wieder seufzte sie leise.

"Wenn ich doch nur nicht so übervorsichtig wäre!",

dachte sich die Fähe und lauschte wieder in den Wald. Noch immer war nichts ungewöhnliches zu hören und zu sehen - was angesichts der Tatsache, dass die Äste eine bedeutende Beeinträchtigung; was das Sehen anging; waren, nicht gerade ungewöhnlich war. Außerdem störte auch der Regen ein wenig, denn die leisen Pfotenschritte eines bedachten Jägers oder Wolfs konnten so leicht in ihre Nähe gelangen, dass sie ihn bemerken würde wäre vermutlich eher Zufall.

[im dunklen Teil des Waldes, irgendwo in der Nähe von Farun]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Fr Okt 12, 2012 2:33 am

Es vergingen Sekunden, Minuten vielleicht sogar Stunden, Farun hatte noch nie ein gutes Zeitgefühl gehabt, wozu auch? er wartete, und er würde ewig warten, solange bis er das hatte was er wollte. Ein feiner Wind fegte über den Waldboden und lockerte sein Nasses Fell ein wenig auf, brachte Kühle an den erhitzten Körper, auch wenn er nicht lief, so war ihm heiß. Hitze eroberte immer weiter seinen Körper, ließ ihn innerlich Kochen, Hass und Wut, das war es was ihn so brodeln ließ. Doch Farun hatte noch etwas anderes was ihn zu solchen Taten brachte, hatte etwas anderes was seine Sinne und seine Gefühle einnahm. Er war eigentlich nur die Marionette seines Spielers, war nur die Puppe seines Meisters. War nicht mehr seiner Selbst bewusst, er war nur noch eine leere Hülle, ausgefüllt mit etwas was er selber nicht richtig beschreiben konnte, er wusste nur das es in ihm lebte, das es ihn bewohnte.
Wieder kam ein dunkles Grinsen auf seine Lippen, verzog seinen Antlitz zu einer grässlichen Grimasse, verzog es zu einer Fratze die nichts gutes im Sinn hatte. Er hörte etwas, seine großen Ohren zuckten nach Vorne, lauschten nach dem Geräusch was gerade sein Interesse weckte. Noch immer prasselte der regen ungehalten auf den Waldboden, und dennoch vernahm er dieses Geräusch, diese feinen Schritte. Mochte es ein Wolf sein? er wusste es nicht genau, vorsichtig öffnete er seine Augen, Blickte sich um, doch er sah nichts aussehr irgendwelche Gegenstände dir er nicht beschreiben konnte, mit denen er nichts anfangen konnte. Erst als die Bilder in seinen Kopf kamen die ihm seine Stimmen zeigten, sah er die Gegenstände klar und Deutlich, konnte nun sehen was sich vor ihm befand, konnte nun endlich sehen was sich um ihn herum begab.
" Jemand ist gekommen, ist ganz in deiner Nähe, Los such es, LOS!"
Es war diese Stimme die seinen Gehörgang hoch kroch, sich in seinem Kopf breit machte und seine Sinne taub machte. Langsam setzte sich der Weiße Körper des Rüden in Bewegung, mit mächtigen schritten, schien er schon fast durch den Wald zu schweben. Seine Augen waren wieder geschlossen, nur kurz, doch er musste horchen ob es sich wieder bewegte. Es war Ruhig, wahrscheinlich zu Ruhig für den weißen Rüden. Ein tiefes drohendes Knurren glitt aus seiner Kehle, wanderte kurz durch den Wald, doch gleich darauf setzte sich ein Freundliches Lächeln auf seine Lippen. Die Show konnte beginnen.
An einer großen Tanne blieb er stehen, witterte und ganz leicht roch er den Duft eines anderen Wesens. Vielleicht sogar eines Artgenossen. Kurz legte sich Dunkelheit in sein Antlitz, bevor er auf den Baum zuschritt, und kurz davor stehen blieb. Langsam drückte er seine Nase gegen die Äste, bevor er seinen Kopf ganz durch die Äste schob.
"Ein komischer Ort um zu verweilen"
Kalt in Hart erklangen seine Worte, dennoch lag ein freundliches Lächeln auf seine Lippen, Erst jetzt schossen die Bilder in seinen Kopf die ihm zeigten was vor ihm war, eine junge Fähe lag auf dem feuchten Boden, ihr Kopf hatte sie auf ihre Pfoten gelegt. So Lieblich sah sie aus, dennoch, Farun hatte andere Absichten als ihr zu Helfen, doch das konnte sie nicht ahnen.

[bei Aquilya]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Fr Okt 12, 2012 4:35 am

Aquilya wusste nicht, wie lange sie ihren Gedanken nachgehangen hatte, wie oft sie für- und wider des Rudellebens abgewogen hatte und neue Argumente gesucht hatte um sich endlich zum Rudel zu trauen. Doch wirklich in ihrer Entscheidung weiter gekommen war sie noch nicht.
Dann aber raschelten die Äste unter denen sie sich verkrochen hatte und Aquilya sah auf.

"Das ist bestimmt nur der Wind! Kein Grund, sich sorgen zu machen",

versuchte sie ihren Herzschlag zu beruhigen. Doch kurz darauf entdeckte sie eine schwarze Nase, dann ein ganzes Wolfsgesicht. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, als es das sowieso schon tat und schluckte. Sie hob den Kopf von den Pfoten und setzte sich auf um etwas größer zu erscheinen. Sie fürchtete sich seltsamerweise davor, schwach zu wirken.
Eigentlich war sie froh, einen Artgenossen zu sehen.. nein, nicht nur zu sehen, diesen auch zu treffen war es, was sie froh stimmte. Doch dieser Wolf vor ihr war seltsam. Einerseits unsymphatisch, andererseits symphatisch. Dies verwirrte die Fähe so sehr, dass sie seine Worte erst gar nicht mitbekam. Plötzlich schüttelte sie den Kopf, riss sich von seinen Augen los, die sie seltsam in ihren Bann gezogen hatten und die etwas ganz anderes sagten als sein Lächeln.. ebenso seine Worte widersprachen dem, was auf seinem Gesicht geschrieben stand.
Plötzlich schüttelte sie den Kopf und seine Frage drang zu ihr durch.

"Ich wollte nur eine Rast machen....",

antwortete sie lahm.
Immer wieder hörte sie seine Worte, sah diese Augen.. und gleichzeitig dieses freundliche, unschuldige Lächeln. Sie wollte wissen, wer dieser Fremde war, doch traute sie sich nicht zu fragen, sich vorstellen wollte sie aber auch nicht unbegingt. Außerdem wollte sie wissen, was er wollte....
Nach einem Schweigen, dass für die Fähe ewig dauerte überwandt sie ihren Schatten und fragte:

"Wie heißt du?"

Die Frage, was er wollte, stellte sie nicht... denn das schien ihr zu anmaßend.

[unter einer Tanne | bei Farun]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Fr Okt 12, 2012 5:37 am

Farun wusste nicht wie lange er schon in diesem Wald war, wusste nicht wie lange er schon seine Zeit hier verschwendet hatte um irgendwas zu finden was ihm auf irgendeine Art und Weise, seine Sucht hätte Stillen können, doch es gab die ganze Zeit nichts was seinen Spaß hätte unterstützen können. Wer rennt auch schon freiwillig in die Arme eines Killers? Es gibt niemanden der sich freiwillig einen grauenhaften Tod wünscht, es sei denn der jenige wäre ein Psychopath, vielleicht sogar so einer wie Farun es selber war, ein Wahnsinniger, ein Verrückter. Aber dan trat ihm dieser Geruch in die Nase, er konnte Schritte wahrnehmen, ein kleiner Funke von Freude kam über den Mörder. Hoffnung? Nein dieses Wort kannte der Rüde nicht, er hatte nie nach der besagten "Hoffnung" gesucht, hatte nie an diese Geglaubt. Hoffnung war etwas was am Ende grausamer sein konnte als es der Hass war. Den wer der Hoffnung verfallen war, der würde irgendwann daran zerbrechen, einfach weil seine Hoffnungen niemals wahr werden würden.
Was für ein grausames Spiel.
ein kurzes, krankes Kichern kam über seine Lippen, manchmal konnte es echt schön sein wenn man lang genug gewartet hatte, ja, den Manchmal passiert es das das Warten belohnt wird.
Nachdem er Sie gefunden hatte, hatte er sich ebenfalls unter die Tannenäste gesetzt und musste bemerken das hier die Regentropfen nicht so Durchkamen wie vorhin, wenigstens etwas. Seine Seelenspiegel waren anders als bei andere, während das eine Auge in einem eisigen Blau strahlte, so schimmerte das andere in einem kräftigen Braun. Zwei farben die so wohl nicht zu einander passten. Jedoch, fand man in ihnen nichts, sie waren Glatt wie ein Spigel, ließen keine Emotionen hindurch, nur der Hass lag leicht in seinem Blick, ein normales Bild wie er fand. Seine Augen huschten über den Körper der Wölfin, in den vielen jahren wo er diese Stimme hatte, hatte er gelernt wie er die Bilder von ihnen zu einem "fließenden" Film abspielen konnte, und so sah er vor seinem inneren Auge den zierlichen schmaleren Körper der jungen Fähe, weißes Fell zierte ihren Körper, schüchternheit lag in ihrem Blick. Armes Ding!
"Sieh sie dir an, dieses kleine zarte Geschöpf, Bald ist es deines, Bald ist es dein Opfer"
kurz zuckten seine Ohren in den Nacken, so als hätte er hinter sich was gehört, aber dies war nicht so, es war dieses leise Flüstern was seine Ohren hat zucken lassen. ein kurzes Grinsen glitt über sein Antlitz, verzog es zu einer Grimasse, dieser Anblick wärte nicht lange und das feine Lächeln lag wieder auf seinen Lippen.
"An einem so dunklen Ort sollte man nie eine Rast einlegen, man weiß nie was passiert"
seine Stimme klang hart, sein Ton war kühl aber hallend, es war als würde er durch etwas sprechen was seiner Stimme einen dunklen,hallenden Unterton verlieh.
Wieder drangen ihre Worte an seine plüschigen Ohren, seine Augen richteten sich wieder auf ihr Gesicht. Wieder hatte er dieses Lächeln im Gesicht, so Unschuldig, als wollte er damit sagen das sie vor ihm keine Angst haben brauchte.
"Man nennt mich Farun, und wie ist dein Name, junges Ding?"
Fragend hoben sich seine unsichtbaren Augenbrauen. Sie hatte sein Interesse geweckt, hatte sich für ihn wirklich sehr interessant gemacht, vielleicht war das für sie ja ein Fehler, wer konnte dies schon wissen. Dunkel legte sich ein unschuldiges Grinsen auf seine Lippen.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   So Okt 14, 2012 12:31 pm

let the rain wash away,
all the pain of yesterday.




Azzardo war ein bisschen gerührt von der noch freundlichen Rückmeldung zu seinem Beitrag. Es war schon ein bisschen zu freundlich. Er selber wäre seinem Gegenüber am liebsten an den Hals gesprungen, wenn er die Worte von Azzardo vor seine Pfoten gespuckt hätte. Aber Azzardo hätte ohnehin nicht die Worte benutzt, die der Schwarze genutzt hatte. ',wenn ich fragen darf..' Was eine Aussage. Azzardo konnte es noch immer nicht fassen. Er legte seine weißen Ohren noch einmal an und lächelte dann dezent. Er belächelte den Schwarzen.
Er war viel zu freundlich gewesen, viel zu freundlich. Er sollte nicht in dem Ton sprechen und auf seine Worte achten. Der Weiße konnte das Grinsen einfach nicht unterdrücken. Sein böses Herz pumpte das Blut durch seinen Körper, schneller als der Weiße wollte. Das machte ihn wütend. Rasend.

"Hey, böser Junge, ich verrate dir was."

, flüsterte er zu dem Schwarzen herüber und ging ein paar Schritte auf ihn zu. Es fühlte sich gut an, zu spüren, wie jeder Muskel seinen Gedanken gehorchte. Langsam war er vor den Schwarzen getreten und neigte nun seinen Kopf zu dem Betawolf hinüber um ihm etwas in sein buschiges Ohr zu flüstern.

"Ich kann reden wie ich will und ich würde an deiner Stelle dein... Maul nicht so weit aufreißen. Du hast keine Ahnung, wer ich bin und zu was ich in der Lage bin."

Azzardo ließ seine Kiefer aufeinander krachen, so also wolle er in das Ohr des schwarzen Flohsacks beißen, aber zog sich mit drei, vier schnellen Schritten zurück und grinste nur, während er sich noch die Worte des Weißen, den er anfangs als recht freundlich, väterlich eingeschätzt hatte anhören musste. Stotternd brachte der Graue die Worte über seine Lefzen. Azz Inneres kochte erneut vor Wut auf, aber er unterdrückte den aufkommenden Schwall Wut gekonnt. Dem Grauen wollte er nicht besonders weh tun. Auch nicht mit Worten.
Irgendwie war ihm der Nebelgraue sogar ein bisschen sympatisch, auch wenn er stotterte und sich die pure Angst durchgehend in seinen Augen wiederspiegelte. Er wollte dagegen ankämpfen, aber es schien dem Rüden nicht so recht zu gelingen. Arm. Dennoch war der Graue wie ein Welpe, der nichts für seine Fehler konnte, weil er einfach zu unerfahren war. Bestimmt war der Graue erfahren, aber im Reden und bestimmt auch im kämpfen war er kein großer Könner.

"Süß, Schoßhünd'chen, niedlich gesagt. Der kleine Wuffi versucht seinen Daddy zu besützen. Süß. Echt süß!"

, raunte er und ein Grinsen strich über seine Lefzten. Es war einfach niedlich dieses Rudel. Anstatt sich auf einen zu stürtzen und ihn erst zu fragen, was er hier suchte, wenn er am Boden lag und drohte an seinem eigenen Blut zu ersticken, sprach man hier mit den Neuen. Gewalt schien hier keine Lösung zu sein. Die Wölfe hier waren ohnehin ruhiger und hundeartiger. Sie mit ihrer Fürsorge und all dem. Unglaublich. Sein böses Herz war noch immer nicht in der Lage darüber hinweg zu kommen. Es regierte den sonst so einfühlsamen Wolf nun vollkommen und der Weiße war somit nicht mehr zu berechnen.



{ ## Raziel & Kiba & Cabezan & Kalucy | ## Rudelplatz }

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Kalucy


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mo Okt 15, 2012 11:16 pm

xx And maybe
Everything will be okay
Tomorrow…
xx

    Still und unsichtbar. Kalucy hatte tatsächlich das Gefühl, im Regen zu verschwinden, als würden die Tropfen ihre Gestalt aus der Luft mit sich nehmen. Sie stellte sich vor, wie sich die Erscheinung des kleinen schwarzen Welpen, den sie darstellte, ganz allmählich im Gewitter auflöste und zusammen mit dem dunklen Regen in den Boden sickerte. Würde sie keinen Halt an Cabezan finden, Kalu hätte selbst daran gezweifelt, dass sie noch da war. Sie hoffe einfach, dass sie nicht zu sehr störte. In ihrem Kopf geisterten jedoch genug andere Dinge umher, um sie von der Sorge abzulenken, nichts als ein Störobjekt zu sein, zwischen den großen Wölfen, die Wichtiges besprachen.
    Kalucy versuchte einfach, sich auf irgendetwas anderes zu konzentrieren. Doch da war nicht viel. Hier die riesigen Sorgen in dem kleinen Welpenkopf - dort der unruhige Wortwechsel, dem sie nicht zu folgen vermochte, und es auch gar nicht wollte. Dazwischen das trommelnde, fast wütende Flüstern des Regens und der heisere Donner über den Wipfeln der Bäume. In dem vergeblichen Versuch, sich noch kleiner zu machen, als sie ohnehin schon war, kauerte sie sich an der nebelgrauen Pfote ihres Beschützers zusammen und zog das Köpfchen ein, die schwarzen Ohren dicht an den Körper gepresst.
    Erschrocken zuckte das Häuflein Elend zusammen, als ihr Halt plötzlich verschwand, zusammen mit einem schrillen Ausruf. Die verängstigten Bernsteinaugen huschten durch die Regennacht und schafften es nicht, irgendetwas zu erfassen, bevor Kalucy schnell wieder den Blick vor all der Angst zu verschließen versuchte und sich auf den nassen Boden drückte. Cabezan, wo war Cabezan? Irgendwann - waren es Momente oder Stunden? - glaubte sie, ihn wieder bei sich zu spüren. Aber das könnte auch nur Einbildung sein… Kalucy blickte nicht mehr auf, um nachzusehen. Sie hörte nur die Furcht. Die Furcht lag in den Regenstimmen, sie schrie aus der Dunkelheit und ließ Kalus kleinen Körper zittern.
    Furcht… auch die großen Wölfe fürchteten sich. Nein - nein, das durfte nicht sein! Was konnte so schrecklich sein, dass große Wölfe davor Angst hatten? Sie wollte die Antwort nicht wissen. Endlich gelang es ihr, sich innerlich von alldem ein wenig loszulösen. Wegzufliegen, ganz weit weg… ihr Körper blieb hier, aber ihre wirren Gedanken fanden etwas Ruhe in leeren Träumen und so etwas wie Ergebenheit. Egal was geschah, sie hatte ohnehin keinen Einfluss darauf. Es würde passieren. Ganz gleich, ob sie sich nun ängstigte oder nicht. Es würde passieren… und es war schon gut so. Vielleicht würde alles gut werden.
    Es war eine Art Trance, in die sich Kalucy geflüchtet hatte. Am Rande spürte sie dennoch Cabezans tröstende Fürsorge und das vage Gefühl von Sicherheit. Es war okay. Es war gut so. Auch wenn dort böse Stimmen waren und Furcht. Sie konnte Kalucy nicht mehr erreichen. Sie war längst fort, ihr Geist war fortgeflogen von hier…
    Irgendwann wurde sie hochgenommen, aber sie merkte es nicht mehr. Sie nahm die Anspannung nicht mehr wahr, welche die Gruppe umfing wie die Klauen eines riesigen Greifvogels und sie dachte auch nicht mehr an das Chaos, das jeden im Rudel in Atem hielt. Es war ihre einzige Möglichkeit, nicht über all das zu verzweifeln und die Regennacht zu überstehen. So ließ sich der Welpe schicksalsergeben durch die Ungewissheit tragen, mit unumstößlichem Urvertrauen und grenzenloser Hoffnungslosigkeit.


xx Cabezan & Co. xx

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Di Okt 16, 2012 7:24 am

Aquilya nahm den Körper des Rüdens neben sich genauer in Augenschein. Dabei blieb sie jedoch so unauffällig wie möglich.
Sein weißer, kräftiger Körper passte irgendwie zu seiner Art - zumindest dachte Aquilya dies nach diesen wenigen gewechselten Sätzen. Groß war er außerdem, wie ihr auffiel...
Die Fähe unterdrückte ein irritiertes Kopfschütteln. Diese Augenfarben, ein Auge blau, eines braun, verwirrten sie. So etwas hatte sie in ihren zwei Jahren bisher auch noch nicht gesehen. Als plötzlich seine Ohren zuckten ruckte ihr Kopf nach unten und sie schleckte sich kurz zwei mal über die linke Vorderpfote um ihr Gefühl, ihn zu auffällig gemustert zu haben, zu beruhigen und sich wie ein ganz normaler Wolf zu verhalten. Dadurch bemerkte sie sein unheilverkündendes Grinsen nicht, denn als sie aufsah, sah er wieder aus wie zuvor. Keine Veränderung lag in seinen Zügen.
Aquilya zuckte zusammen, als er begann zu sprechen. Dieser seltsame Klang war das nächste, was sie verwirrte... denn seine Stimme passte einfach nicht zu seinem freundlichen Gesichtsausdruck.

"Nun, ich raste hier nur, weil der Regen bestimmt die meisten Tiere in ihre Behausungen vertrieben hat. Vielleicht kann ich doch noch etwas jagen, wenn ich auf dem Rückweg zu meinem.. Lager bin",

erklärte die Fähe und lächelte leicht. Dieser Rüde hier mochte zwar seltsam sein, doch ihn sah sie wenigstens direkt neben sich, sprach mit ihm. Nicht so wie die Wölfe des Rudels, bei denen sie sich nicht getraute einen anzusprechen.

"Ich bin Aquilya",

antwortete sie dann. Sie analysierte das Unschuldslächeln, dass er aufsetzte unbewusst, stellte dann aber fest, dass sie ihm eigentlich glaubte - obwohl er ihr nicht so ganz geheuer war.

"Schon seltsam",

dachte sie bei sich,

"Einerseits finde ich ihn sympatisch, andererseits weiß ich nicht so recht, was ich von ihm halten soll. Vielleicht klärt sich das aber im Laufe der Zeit?"

Aquilya blickte zu den herunterhängenden Tannenästen um diese und ähnliche Gedanken vor den Augen Faruns 'geheim' zu halten. Zwar kannte sie ihn noch nicht sehr lange, dennoch hatte sie das Gefühl, dass er ihr in die Seele sehen konnte...

[noch immer unter der Tanne, sitzend, neben Farun]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa Okt 20, 2012 12:39 am

Seine Augen suchten die Gegend ab, irgendwo musste es doch ein passende Stelle geben, wo er die Kleinen unterbringen konnte und vielleicht, die anderen auch Schutz suchen konnten. Aber das wichtigste war immer noch, das die Kleinen Schutz hatten und sich nichts einfangen würden. Für Welpen und diese kleinen Körper war es das schlimmste was passieren könnte und Myal würde sicherlich, Raziel und Cabe Feuer unterm Arsch manchen, wenn ihren Babys was zustoßen würde. Raziel musste an Myla denken und machte sich Sorgen um den anderen Beta, sie musste viel mehr ertragen als Raziel. Denn er hatte seine, wenn man es noch so nennen kann, seine Gefährtin nicht so verloren. Nein, sie hatte ihm den Rücken nicht zugewandt und doch tat Raziel das was er eigentlich nie erdacht hatte. Immer wider hatte er gedacht, diese Liebe verginge nicht, diese Liebe zwischen ihm und Sakura war das stärkste Band und doch täuschte er sich. Seufzend suchte er mit dem Blick weiter als seine Ohren zuckten blieb er stehen und schaute zu Cabe, der versuchte mit vollem Mund zu sprechen. Amüsiert grinste er in sich hinein was auch schwer fiel mit einem Welpen im Mund. Seine Pfoten versanken fast in den Matsch und sein Fell war durchnässt und schwer und der Regen prasselte immer noch ohne Pause auf sie herab. Verdammt noch mal! Dies war echt ein beschissener Tag, dieser Tag würde aus seiner Erinnerung nicht so leicht verschwinden.

Nein, er würde sich immer daran erinnern, aber meisten würde er sich an dem Tag in der Höhle erinnern, wo er als er sie nicht mehr alle hatte Samir anmachte. Oh Gott hoffentlich passierte dies nie wider. Nie, nie, nie wider! Sowas zu erleben war nun einmal einmalig und die jeder Augenblick seines Lebens war kostbar, nein nicht jeder nur zu der Zeit als er bei den Heaven Wolves ein Mitglied wurde. Sein Fell sträubte sich in diesem Moment, seine Ohren legten sich nach hinten und jede einzelne Muskelfaser spannte sich so sehr, das es schon fast weh tat. Hasserfüllt schaute er zu dem weißen Bastard, der vor ihm stand. Wusste er gar nichts? Nein, er wusste auch nicht wer oder gar war vor ihm stand. Er wusste nichts von Raziel, wusste nicht das er einmal ein blutrünstiger Killer war und noch dazu hatte er kein Respekt gegenüber ihm. Obwohl dieser ein Fremder in Blakes Gebiet war, im Gebiet des Rudels. >"Hey, böser Junge, ich verrate dir was."< Im Inneren wütete ein Sturm in Raziel alles schrie gerade zu ihm seine hässliche Fresse eine schöne Abreibung zu verpassen. >
"Ich kann reden wie ich will und ich würde an deiner Stelle dein... Maul nicht so weit aufreißen. Du hast keine Ahnung, wer ich bin und zu was ich in der Lage bin."< Auf einmal lies Raziel runter und schob diesen Kleinen zu Kiba rüber „KIba kannst du bitte auf ihn aufpassen?“ Dann richtete er seine volle Aufmerksamkeit zu Azzardo, welcher nun sich zu Cabe widmete und dessen Wörter auch verklangen.

Raziel grinste amüsiert und lachte, lachte diesen aus. Ein Akt, das er zeigte dass dieser ein Narr war, dass dieser ihm nicht das Wasser reichen konnte, das er ihm mit keinen Hauch Respekt entgegentretet. Nein, Raziel hatte gar keinen Respekt vor ihm für ihn war er nur ein Wolf der Blut lecken wollte. Seine Stimme wurde nun honigsüß und er lächelte ihn an „Ich würde an deiner stelle dein schmutziges Schandmaul halten und dein Geschwaffel kannst du dir sonst wo hinstecken. Ich sag ja nur großes Maul und nichts dahinter, stimmt‘s Welpe? Und glaub mir gegen sowas wie dich… Sein Blick wanderte rauf und runter bevor er spöttisch lächelte …ist es mal nicht Wert einen Kampf anzufangen und bitte du bringst mich zum Lachen und oh mein Gott ich habe solche Angst. Siehst du meine Knie zittern ja voller Angst und wir brauchen solch einen wie dich nicht. Zieh Leine und wenn du Blut lecken willst, geh und such dir einen Kadaver, wo du dich satt lecken kannst. Denn hier bist du nicht willkommen.“ Mit diesen Worten drehte sich Raziel um dabei wand er sich zu Cabe und zu Kiba und ignorierte Azz. Wenn dieser denn Welpen nur ein bisschen zu nahe kommt oder zu den anderen Beide würde Raziel ihn in Stücke reißen. Er würde ihm zeigen, wo es lang ging und ihn zu Recht weißen. „KIba ich hoffe dir macht es nichts aus Sha zutragen. Dann würde ich mal sagen wir gehen weiter.“ Ohne noch einige Minuten zu verschwenden ging der Beta voran ohne auch irgendwas an den Weißen, denn sie jetzt zurückließen zu sagen.

{Bei Cabe & co – redet mit Azz – ignoriert ihn dann und wendet sich zu Cabe und zu Kiba zu }

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa Okt 20, 2012 9:02 am

Es regnete noch immer. Es war wie ein Schalter, den man umlegen konnte und doch wollte er sich nie ganz für eine Seite entscheiden. Die Sinne einsetzen, alles um einen herum wahrnehmen oder doch die Konzentration auf eine einzige Sache lenken? Der Jungwolf versuchte sich in beidem. Er nutzte den Moment der Stille, um die Umgebung in sich aufzunehmen. Sein Vater hatte ihn die Wichtigkeit dieser Handlung erklärt, seine Mutter gab jedem seiner Sinne einen Grund. Doch sobald sich Meo auf sein Gehör konzentrierte, wollte er die Ohrmuscheln fest an den Kopf pressen und alles ausblenden. Das laute Brüllen des Donners war kam auszuhalten, so sehr erschütterte es seinen gesamten Körper. Er rückte die Krallen instinktiv in die aufgewichte Erde, um einen besseren Halt zu erlangen. Und dann versuchte er, das Krachen auszublenden, es hinaus zu filtern. Da konnte er das Zerplatzen der einzelnen Tropfen wahrnehmen. Wie sie sich ihren Weg durch das Blätterwerk suchten, um dann in beredtem Schweigen zu sterben und eins mit allem zu werden. Auch sie verbannte er für einen Moment aus seinen Gedanken. Auf einmal schien es, als raschele es überall um ihn herum. Er glaubte, die Insekten und Kleintiere sehen zu können, die sich verbargen und ab und an durch die Sicherheit des Unterholzes zuckten. Nachdem Meo auch sie als Teil seines Umfeldes wusste, konzentrierte er sich auf das nächst leisere Geräusch, dass seine Ohren zu vernehmen vermochten. Es war ein Rhythmus, der einen unbeschreiblichen Tanz steuerte. Der taktvolle Herzschlag seines Gegenübers, gefolgt von dem Heben und Senken ihrer Lungen. Doch nicht nur ihrer, auch seinen konnte er vernehmen. Zwei Herzen. Aber wo war das dritte? Hatte die weiße Wölfin nicht noch von einer Schwester gesprochen?

Seine Nase war an der Reihe. Der Duft des Regens schien alles andere zu überlagern, doch als er ihn wie eine Decke zur Seite schob, da traf ihn der zarte Geruch seines Gegenübers als würde er die Schnauze direkt in ihren Pelz pressen. Dann nahm er sich selber wahr, konnte die Unentschlossenheit riechen, die ihn schon seid vielen Nächten plagte und gleichermaßen den weiten Weg, den er bereits hinter sich gebracht hatte. Doch kein weiteres Wesen wie sie es waren befand sich in der Nähe. Er öffnete seine Augen und sah sich um. Kayra war alles, was seinen Blick füllte. Die sanften, ehrlichen Augen lullten ihn ein, ja gaben ihm gar ein Gefühl der Wärme. Und als sie dann von einem weiteren Rudel sprach, das auf sie wartete, da schwappte die Aufregung wie eine Welle über ihn. Er vergaß alles um sich herum und wieder gab es nur die Wölfin für ihn. Der Unterkiefer klappte herunter und die Zunge fiel ihm seitlich heraus. Die Ohren aufrecht, der Schweif spielerisch erhoben. Ungläubig über das, was er gehört hatte, neigte er den Kopf zur Seite. Sollte das heißen, er war endlich an seinem Ziel? Er hatte ein neues Zuhause gefunden? War er nun erwachsen, ausgewachsen, reifer geworden? Das heraus zu finden würde noch einige Zeit bedürfen. Doch schlagartig wurde Meo Amarok klar, dass dieses Rudel, dass diese Wölfin, einmal alles für ihn sein könnten. Obwohl er sie noch nicht kannte, so beschloss bereits etwas in ihm, sein Leben in ihre Pfoten zu legen. In seinem Kopf sah er bereits, wie er mit ihnen rannte, jagte, tobte und kämpfte. Ja, das war leben. Das war sein Leben. Wie eine schemenhafte Gestalt sah er es neben Kayra sitzen, als warte es darauf, dass er ihm folgte.

“Ja! Ja, ich würde liebend gerne dieses Rudel finden, von dem du sprichst!“

Er machte einen Satz in die Luft und drehte sich einmal um die eigenen Achse in Vorfreude. Ohne ein weiteres Zucken preschte er schon los, machte wieder kehrte, trabte zurück und wollte erneut los laufen. Doch da fiel ihm etwas ein. Sein Blick bekam einen ernsteren Ausdruck.

“Aber . . . wo ist deine Schwester?“

[bei Kayra - redet mit ihr - läuft los & hält wieder an]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mo Okt 22, 2012 4:14 am

If you're scared than walk away
'Cause there's no need to feel ashamed
Yeah we all feel the same
I fell in love with rock n roll
Until I found out it was false
And plastered on a face for me

Ein sanfter, ja fast schon liebevoller Ausdruck setzte sich auf Cassians Züge, wie ein erschöpfter Vogel auf einen Ast, als er Sachi bei ihrem wilden Toben beobachtete. Ihr Freudenfeuer hatte ihn in Brand gesetzt, denn der Rüde war vollkommen hin und weg von ihr. Er beneidete sie um ihre Energie und Unschuld...Er würde ihr ein Gedicht schreiben! Ja, genau das würde er tun, sobald er sein eigentlich Ziel erreichen würde. Der Poet spürte wie die kreative Anregung durch seinen Körper strömte, wie das Elixyr der Dichtkunst durch seine Adern floß. Bald würde ihn auch die Muse küssen, jene Muse, welche ihm schon zu so vielen Sprachwerken verholfen hatte. Unzählige seiner Schöpfungen hatte er ihr zu verdanken und nun schien sie ihn wieder seit langer Zeit aufzusuchen, als hätte es einen Auslöser gegeben...hm. Konnte es sein? War es möglich? Hatte die Götter Sachi zu seiner vorrübergehenden Muse auserkoren? Wahrscheinlich war es schon, da der Philosoph sich schon beim ersten Anblick der Schwarzen mit dieser aufgeweckten Seele verbunden gefühlt hatte...ach, wie sollte er sich so ernste Gedanken darüber machen? Er würde ihr etwas dichten, aus welchem Grund auch immer, da war sich der Graue nun endgültig sicher!
Ein eiskalter Schauer, der die fleischliche Hülle des Wolfes durchfuhr, riss Cassian aus seinen Vorstellungen, hervorgerufen durch einen einsamen, kleinen Wassertropfen, welcher sich auf seine graue Schnauze Verirrt hatte. Doch jener Harmlosigkeit folgten auch schon weitere Tränen des Himmels, bis sich plötzlich die gesamte Trauer von Mutter Natur über die drei Artgenossen ergoß. Trotz seiner unsterblichen Verehrung des Sommers, hatte Cassian auf seinen Reisen auch die Liebe zum Regen entdeckt, wenn es denn nicht gerade ein Hagelschauer war. Diese Laune der Wolken rief eine melancholische Ruhe in dem Mischling hervor und er schloß für einen Moment die Augen, um die feuchte Umarmung in all ihrer Intensivität empfangen zu können.
Nach wenigen Minuten richtete Cassian seinen hellen Blick wieder auf Lonato und blickte ihn mit freundlicher Besonnenheit an. Er mochte den Rüden. Den genauen Grund seiner Meinung konnte er zwar noch nicht genau benennen, allerdings beruhte er sich auf seine ausgeprägte Seelenkenntnis. Irgendetwas an seinem Gegenüber ließ den Dichterling glauben, dass es keinen Grund zur Sorge gab, dass man ihm Trauen konnte. Er war vermutlich etwas jünger als Cassian, doch es ging eine intelligente und frische Atmosphäre von ihm aus. Keine Spur von Drohungen, Hochnäsigkeit oder Aggressivität, So stellte sich der Graue einen angenehmen Gesprächspartner vor! Und als Lonato auch noch sein Vertrauen der dürren Liebe gegenüber preisgab, viel dem Schmächtigen ein Stein vom Herzen. Er würde ihn zu den Heaven Wolves bringen! Die Erfüllung all seiner Träume war zum Greifen nah...endlich, nach all den Strapazen und Hindernissen, welche ihn auf seinem langen Wege begleitet hatten, würde Cassian wieder Mitglied eines Rudels! Vorrausgesetzt das Alphatier würde ihn akzeptieren, doch darüber machte sich der Graue nur mäsiß Gedanken. Ein breites Lächeln zierte sein Lefzen, als er Lonato anstrahle wie ein neugeborener Stern am Himmel des Glücks.

"Das würdest du wahrlich tun, Lonato? Welch Freude für diesen einen alten Wanderer! Wie könnte ich mich nur jemals erkenntlich zeigen? Vielleicht bist du der nachvollziehbaren Meinung, dass ich hier etwas übertreibe, jedoch stehe ich tief in deiner Schuld, mein Freund. Lasse diesen Dichter wissen, wenn er dir bei irgendwas behilflich sein könnte!"

Tat Cassian seiner Freude lauthals Kund und folgte seinem neuen Freund mit neu errungener Energie. Nur noch ein paar Pfotenabdrücke trennten ihn von seinem großen Ziel...das Universum zeigte sich wohl nach all dem Leid wohl endlich erkenntlich und sämtliche Himmelskörper lächelten dem Philosophenwolf wohlwollend zu.

Woah, where's your passion
Where's you fire tonight?
I can't believe there's nothing
You're willing to hide
Woah, I want to believe
I set my body on fire so I could be free!


[im Wald | SACHI & LONATO]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mo Okt 22, 2012 7:44 am

    Die Fähe putzte sich noch eine weile das Fell ehe sie sich erhob um zurück zum Rudelplatz zu gehen. Die Jagt hatte ihr gut getan und ihr Magen schien es ihr auch zu danken, er gab kein Knurren mehr von sich und auch ihre Stimmung schien gleichzeitig zu steigen. Sie lief los den Weg zurück zum Rudel, sie fühlte sich unter dem Blätterdach wohl, geborgen. Sie war so in Gedanken das sie gar nicht bemerkte das sie schon am Rudelplatz angekommen war. Die Fähe schüttelte kurz verwirrt den Kopf und ließ sich unter dem Baum nieder wo sie nun stand. Raziel war bei einer Gruppe wo auch Cabe bei war. Die Fähe war am überlegen ob sie ebenfalls dort hin gehen soll entschied sich allerdings dagegen, sie wollte nicht stören. Vielleicht besprachen sie etwas wichtiges …?
    Es war bereits dunkel geworden und die Luft wurde langsam erdrückend. Es würde wohl bald das Regnen anfangen … dachte sich Sakura und betrachtete nachdenklich den Boden unter ihren Pfoten. Eine ganze weile passierte nicht aber dann zuckte ein Blitz über den Himmel und Sakura zuckte zusammen. Es war zu erwarten das bald ein Unwetter auftauchte. Regen ergoss sich über das Land unter dem Baum war die weiße Fähe etwas geschützt. Trotz allem tropften immer wieder Regentropfen auf ihren Pelz und auch auf dem Boden bildeten sich leichte Muster, dort wo die Regentropfen aufprallten.


{Im Wald || geht zurück zum Rudel}

(Ich weiß das ist extrem wenig und ein schlechter post aber ich muss gucken wie ich wieder mit ihr zurecht komme ...)
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   So Okt 28, 2012 9:50 am

Langsam setzte der Rüde eine Pfote nach der anderen fort und fiel in den Trab. Noch einmal einen Blick zurück, noch einmal anhalten und sich vollkommen sicher zu sein das niemand ihm folgte. Es war sicher. Der schwarze konnte weiter gehen, seine Sinne hatten ihn wohl getäuscht. Jetzt, wo sich Shadan sicher ist verlangsamte er seinen Schritt und ging beruhigt weiter. Was oder wer sollte ihm auch gefolgt sein? Schnell verdrängte er seine Gedanken und schaute nach vorne. Wo seine Pfoten ihn auch hintragen würden und egal was ihm bevor stehen könnte, der schwarze war bereit. Entschlossen und Gewollt war er auf der Suche nach einem neuen Rudel. Doch vorerst mussten andere Dinge geklärt werden. Denn jetzt, wo Shadan doch so weit gekommen war, würde er nicht aufgeben und womöglich umdrehen. Mit jedem Schritt wurde der Rüde schneller und seine Muskeln spielten unter seinem dichten Pelz. Den Kopf erhoben und die Rute empor ließ er den Regen auf sein Fell tropfen. Wie es auch weiter gehen mag, das wonach Shadan suchte war bestimmt irgendwo da draußen. Im Moment aber zählte es nicht, für ihn zählte nur heil anzukommen. Mit jeder Sekunde würde er dem Ziel näher kommen. Doch der Hunger der sich durch ein lautes Grummeln bemerkbar machte, würde sich nicht einfach weglaufen lassen. Dafür musste Shadan schon selbst sorgen. Immer weiter wagte sich der schwarze ins Gebüsch auf der suche nach einem Kaninchen oder einem Reh. Die Nase in den Wind und in erwartungsvoller Haltung beobachtete er ein junges Kaninchen, ohne lange zu überlegen pirschte Shadan sich vorwärts und hoffte dass, das Kaninchen ihn nicht sah. Mit Erfolg. Nah genug sprang Shadan auf und rannte dem Kaninchen hinter her, doch der Rüde war schneller und packte ihn an den Hals. Mit einem leichten Biss ins Genick war alles vorbei und der schwarze Rüde konnte seinen Hunger endlich stillen. Shadan fuhr sich mit der Zunge über die Schnauze und leckte sich das Blut von den Lippen. Neu gestärkt bahnte er sich seinen Weg. Nach nicht all zu langer Zeit nahm er einen fremden Geruch war. Er roch zwei Wölfe doch es mischte sich auch ein anderer Geruch dazu, der Geruch nach Blut. Ohne zu erschrecken oder zu überlegen ging Shadan einfach weiter was ihn da erwarten würde, wäre ihm egal. Der Geruch wurde mit jedem Schritt stärker und auch der Wind war auf seiner Seite, er wehte ihm direkt ins Gesicht. So konnten ihn die fremden Wölfe nicht wahrnehmen. Doch Shadan wartete ab, es wäre sicher nicht schlau einfach zu zwei Fremden – und auch noch Kämpfenden – Wölfen zu gehen und sich einzumischen. So wartete er einfach ab. Irgendwann würden sie aufhören und mindestens einer der Beiden würde ihm in die Pfoten laufen. Er musste einfach geduldig sein und warten, wie auf der Jagd...

{Im Wald und läuft allein umher || Jagd und geht weiter || sieht Caves und Mika, wartet ab }
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Jin


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   So Okt 28, 2012 12:14 pm

Blinzelnd öffnete das kleine Wesen seine dunklen Augen. Der zarte Leib war zusammengerollt zu einer kleinen Kugel und lag geschützt in der Höhle eines Baumes. Jawohl, eine Baumhöhle! Jin war mächtig stolz auf sich einen hohlen Baum gefunden zu haben. Es war zwar recht eng, trotzdem genügte ihm der Platz.
Schlaftrunkend reckte der braune Welpe seinen Kopf hinaus. Es war noch dunkel, warum war er also aufgewacht? Kleine Splitter bohrten sich plötzlich in seine Schnauze und liefen wie Krabbeltierchen runter. Angewidert zog der Rüde seinen Kopf wieder ein. Ieh! Es regnete. Mit einem leisen Seufzer legte er seine Pfote über sein Gesicht und wollte weiter schlafen. Er war müde und bei so einem dämlichen Wetter hatte er eh keine Lust sich die Läufe zu vertreten. Es dauerte nicht lange, da war der Welpe bereits in einen neuen Traum geschlüpft. Ein Traum voller bunter Farben, lustigen Gesängen und voller Liebe! Sein Herz wurde umschmeichelt von der Wärme und ließ ihn augenblicklich vergessen, dass in der Realität die Wolken weinten und zornig ihre Blitze auf die Erde donnerten. Merkwürdige Gestalten begegneten ihm, trotzdem wusste Jin, dass sie ihm nichts tun würden. Ganz egal wie hässlich sie aussahen. Er tanzte mit ihnen, tollte mit ihnen und lachte mit ihnen. Der Melierte lief mit einem blauen Troll durch eine waldähnliche Gegend, als er plötzlich wie vom Blitz getroffen stehen blieb. Überrascht, dass diese Welt plötzlich zerlief wie ein Gemälde, welches mit Wasser in Berührung gekommen war. Die Farben liefen in dicken Tropfen runter und hinterließen ein trostloses schwarz-weißes Bild. Da! Im Hintergrund hörte er ein böses Knurren. Jin wollte wegfliegen, doch es klappte nicht! Das Knurren wurde lauter und lauter und –

„Aua!“

Jin war vor Schreck erneut aufgewacht und sprang aus Angst auf seine Läufe, nur hatte er nicht bedacht wo er sich befand und war prompt mit seinem Kopf gegen die Decke geknallt. Murrend zog er seinen Kopf wieder ein und ließ nebenbei seine Augen unruhig umher wandern. Es war immer noch dunkel und es regnete immer noch. Jin wollte sich hinlegen, als er erstarrte! Ein Knurren. Schlief er etwa immer noch? Seine Ohren zuckten unruhig und vorsichtig fing er an zu schnüffeln. Es war niemand in der Nähe, oder? Jin jedenfalls wusste keinen Reim drauf, was das für ein Monster war, welches sich vermutlich hinter dem großen, fetten Baum versteckte und wahrscheinlich auf ihn wartete um ihn zu fressen! Es war sicher ein Verzauberter, der sich unsichtbar machen konnte, damit man ihn auch nicht riechen konnte. Jin wollte sein Hirngespinst grad provozieren, als das Knurren erneut ertönte und er seinen Kopf zwischen seine Läufe presste und auf seinen Bauch sah. Nun wurde ihm einiges klar. Es war sein Bauch, der diese Geräusche gemacht hatte und ihn permanent aus den Schlaf holen musste. Konnte das denn nicht bis morgen warten? Als Antwort erhielt er lautes Rumoren. Jin seufzte gequält. Der Melierte zwang sich aus seiner gemütlichen Höhle und rannte flink zum nächsten Baum, damit die Baumkronen ihn vor dem Regen beschützen konnten!
Während er schnell und tollpatschig von Baum zu Baum lief, streckte er seinen Kopf in die Luft um nach einen Hirsch zu schnüffeln. Er hatte wahnsinnigen Hunger! Wahrscheinlich könnte er eine ganze Herde auffuttern. Oh, oder ein Hase. Ein Hase tats auch. Ohne zögern nahm Jin die Fährte zu seiner Beute auf. Er presste seinen Körper auf den feuchten Untergrund und robbte sich weiter vor. Eine kühle Brise fuhr durch sein flauschiges Fell und brachte gleichzeitig einen interessanten Geruch mit sich herbei. Mh, Blut? Wo Blut war, da musste auch was zu fressen sein! Zumindest war die Drecksarbeit vollrichtet. Ohne auf den Hoppler zu achten hob Jin seinen Körper aus dem nassen, matschigen Untergrund und lief eilig in die Richtung wo sein Festmahl auf ihn wartete. Der Geruch wurde immer stärker und zeigte ihm, dass er auf dem richtigen Weg war. Er spürte schon, dass er ziemlich nah dran war und sein Bauch krampfte sich vor Glücksgefühlen noch mehr zusammen. Der Wald lichtete sich und Jin konnte in der Ferne bereits Gestalten erkennen. Oh Yummy! Hechelnd nahm er noch einen Zahn zu und einige Meter vor den Fremden blieb der Melierte mit erhobener Rute und gekräuseltem Nasenrücken stehen.

„Keine Bewegung!“


{ Mika && Caves }

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mo Okt 29, 2012 10:07 pm

In der Dunkelheit erschienen die tiefen Furchen auf dem Nasenrücken wie pechschwarze Abgründe einer Berglandschaft. Der peitschende Wind stobte den Regen gegen die Flanken, riss an den Wunden und wehte das Blut stellenweise fort, weit fort von ihnen, trotz der Schwere und Dichte. Allein die winzigen Sprenkel und der Geruch von frisch geronnenem Lebenssaft war verlockend genug für diverse Jäger. In all dem Durcheinander an Eindrücken für die Sinne, sprach Mika. Der fremde Wolf übertönte den Donner und wirkte so düster wie der Sturm selbst. Rau und alt, angenehm und kalt. Die Differenzen schienen in einem Tanz der Symbiose zueinander zu stehen und umgarnten die Fähe, die noch einige Jährchen mehr vor sich hatte als der alte Mischling. Es war in Caves Augen schon eine Schande wenn man kein Geschöpf des Himmels war, doch diese Promenadenmischung vor ihr, setzte der Groteskheit den letzten Tupfen auf und begann jegliche Frevel ihrer Vorstellungen. Dennoch musste sie eingestehen, dass jener Schandfleck sich bewies, ihr vielleicht sogar überlegen war. Diese Tatsache kratzte an ihrem Ego, kratzte an ihren Gedanken und ließ sie in Betracht ziehen, ob vielleicht am Ende gerade diese fatalen Mischungen die mächtigsten Wölfe in dieser Kreation der Welt waren. Die mächtigsten Wesen die am ehesten und meisten bewegten.

Mika, auf jeden Fall, machte diesen Anschein. Sein Gebaren, seine Art wie er Sprach. Alles, alles sprach von einer Überzeugung und Selbstsicherheit die Caves anwiderte und faszinierte. Des Himmels Sommergeschrei scharfer Blick lag auf den blutigen Lefzen, wie sie das Wohlgefallen des Männchens aussprachen. Wie sie sich in Sicherheit wogen und in der Bunten keine Gefahr sahen. Der gewaltige Kopf wurde gehoben und sie bemerkte wie der Rüde nach hinten blickte. Skeptisch hob sie auch ihren ein wenig an, ohne die Deckung zu vernachlässigen, legte sie ihn leicht zur Seite und stierte auf den Gegner mit dem linken Auge, als sei es noch immer ein Ahnungsloses Opfer. Die Worte, so grausam sie auch für einen anderen klangen, waren schmieriger Honig den Mika um die schwarzen Lippen der Wölfin schmierte. Bekennungen die sie wohl mit stolz oder einem gewissen Frieden beglücken sollte. Sie vielleicht in eine Art Wohlgefallen und Frieden zu stimmen. Eine komische Art. Leicht zuckten die Lippen, doch die Pfoten verweilten an ihrem schlammigen Platz während das Blut nur so über die langen Beine ronn und der Regen das Maul mit frischem Nass füllte.

Die Worte des halben Schlittenhundes fanden eine unerkannte Erschrockenheit im Gehör der Fähe. Es war nicht die Grausamkeit, die er ihr vor die Augen führte, noch die Bekennung seiner Tat die sie doch selbst miterlebt hatte. Nein, es war viel eher die Tatsache, dass sich die Situation anscheinend wiederholte. Caves schloss die Augen leicht, bis nur noch glimmende Schlitze dem Blitz entgegen blickten und den Mischling so in den Tod stürzen könnten. Welche Ironie verbarg sich hier in diesem Lebensspiel, dass ein Beobachtender eines Tages selbst Täter wird und ebenso zum beobachteten Objekt? Welch grausames Spiel trieb der Puppenspieler am Himmel, dass die Himmelsmischung dem Höllengemisch eine ähnliche Situation nacherlebte? Waren dies die Situationen, an denen aus schwarz und weiß ein undurchdringliches und unzuordnungsbares Grau wurde? Die Unsicherheit die sich durch diese Situation in der Himmelswölfin breit machte zeigte sich nur in einem wegzucken der Ohren. Sie schnippten zurück und richteten sich dann wieder auf den Mörder vor ihr.

Gerüche stiegen in ihre Nase. Unbekannte. Ihre Reaktion war wie gelähmt, noch zu geschockt von dieser Winzigkeit die für den Rüden an eine Kleinigkeit und dem üblichen Narrenspiel des Lebens grenzte. Doch dann, als die dünne Stimme im Sturm kaum an ihr Ohr drang, warf sich die Fähe mit einem lautem Knurren herum. All ihre Sinne standen noch im Kampfmodus, hatten sich einfach nicht entspannt. Wahrscheinlich begann der Sommergeschrei gerade einen Fehler, als sie Mika den Rücken zuwandte, jedoch konnte keiner Ahnen ob die Gefahr, die ihr da von hinten drohte nicht vielleicht ein Teil des Rüdens war, mit dem sie zuvor noch verbittert gekämpft hatte. Die Zähne wurden gefletscht, die Ohren in einem schrägen Winkel nach vorne gereckt, die Augen blickten wild über die Steine die in einiger Ferne zu Bäumen wandelten und der Geifer floß zwischen den Zähnen herab, tropfte auf den Boden. Vor dem Welpen stand nicht mehr als eine wilde Wölfin, die dazu Bereit erschien bis zum letztem Atemhauch ihr Leben zu verteidigen, selbst mit den schon eingesteckten Wunden und schmerzen, die ihren Körper geradezu erzittern ließ.

Der Regen bildete einen gräulich weißen Kranz um die Welpengestalt. Die eventuelle wirkliche Gestalt in Form eines schwarzen Rüdens wurde noch nicht erkannt. Bisher fand sich nur der Knäuel eines tapsigen Kleinkindes, welches noch ganz Grün hinter den Ohren war wieder. Mit den Augen fixierte sie das kleine Opferkind, während die langen Lauscher für eine Sekunde sich zu Mika drehten und dann die Umgebung wie ein Radar nach neuen verdächtigen Geräuschen absuchten. Der Fremde!, schoss es Caves wieder durch den Kopf. Den Schmerz und ein weiteres Aufreißen der Wunde riskierend springt die rotbraune sogleich mit dem nächstem Satz zur Seite, heraus aus der geraden Linie die Mika, Caves und Jin bildeten. Sie wollte sich jetzt nicht auf einem Silbertablett servieren. Wer wusste schon, ob der Welpe nicht als Ablenkung gelten sollte? Leicht sackte die Himmelsmischung mit der Hinterhand ein, bevor sie wieder sicher stand. Nun bildeten die drei Jäger eine Triangel und die aggressive Fähe fühlte sich sicherer mit diesem ergattertem Platz. Sie hatte eine ausreichende Entfernung zu den Klippen, war einige Sätze von Mika entfernt und hatte den Welpen genauso gut im Blick wie den Ausgewachsenen.


“Oh, das tut mir nun aber Leid. Ich habe deine Anweisung missachtet und mich gleich zweimal bewegt.“

,giftete sie die ersten Worte des speienden Sarkasmuses heraus. Die Situation und Lage hatte sich Caves noch nicht ganz erschlossen und so griff sie zur erstbesten Waffe: den Worten. Nur so würde sie die Zusammenhänge verstehen können und sich etwas Zeit verschaffen um dann die richtige Entscheidung zu treffen. Ihr Körper war angespannt. Ihr Körper wies deutlich auf, dass sie bereit war erneut zu Kämpfen und diesmal würde sie sicher töten.

[MIKA && JIN (&& SHADAN) | KLIPPE | Wunden: Bisswunden am Maul, Reisswunde vom Biss an der rechten Flanke, verlorenes Fell und Hautpartikel an der rechten Bauchseite]
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Kapitel 6 - Zwiespalt

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