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 Kapitel 6 - Zwiespalt

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AutorNachricht
Mika


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Di Feb 28, 2012 11:15 am

no not anymore
'cause the truth is my lie

Erst zwei hatten sich ihm angeschlossen und ehrlicherweise erwartete Mika auch nicht mehr, auch wenn es schön gewesen wäre. Vielleicht dachte noch jemand nach? Die dunklen Seelentunnel glitten unauffällig über die Versammelten. Es waren nicht mehr wirklich viele übrig, die ihre Meinung noch nicht gesagt hätten. Kartane würde sowieso zu Blake halten, Lonato schien sich eher nach der Mehrheit zu richten und Kimba haute ab. Nun gut, diese drei waren kleine Schwächlinge, aber man hätte sie irgendwie trotzdem aufbrauchen können. Ein kurzer Seitenblick galt seinen beiden schwarzen Kompagnons. Ein Mitläufer und ein Mitzweifler, dass hörte sich wenigstens vielversprechender an, als er es sich vorher ausgemalt hatte. Der Bunte nahm jedes kleinste Detail in sich auf mit aufgerichteten Ohren, auf mittlerem Maß gehaltener Rute und einer lockeren, aber gestreckten Körperhaltung. Der Wolfshybrid war nicht wirklich zufrieden, hatte aber trotzdem nicht mehr erwartet. Er wusste, dass er anfangs entscheidende Schritte gemacht hatte, die ihm nun behinderten, aber damals hatte er ja auch noch andere Ziele gehabt. Ziele, die ehrlich gesagt ein wenig zu hoch gestochen waren, aber egal. Jetzt war sein Ziel simpler und gab ihm mehr Bewegungsfreiheit. Notfalls gab es immer noch tausende Methoden um das zu erreichen, was er erreichen wollte. Samir könnte in dem Fall vielleicht ein bisschen im Weg stehen, doch wenn alles mit seinem Plan A gut laufen würde, war er die Schlüsselfigur überhaupt. So oder so war er gut zu verwenden, auch wenn er ihm gegenüber aufpassen musste, was er sagte. Früher waren sie Gegner gewesen außerdem wusste Mika, dass Samir ihm nie im Leben vertraute und ihm auch nicht auf lange Distanz folgen würde. Der Schwarze schien eher nur seine Gedanken zu teilen, die verdammt noch mal die Wahrheit waren und keine Lügen. Aber tja, da hatte er sich selbst die Pläne durchkreuzt. Sie glaubten er sei ein Lügner, doch hatte er je sie angelogen? Pah. Elendes Gesinde mit ihrer übersprühenden Fantasie die irgendwelche Verschwörungstheorien entwarfen. Die Fakten und Argumente, die er genannt hatte, waren pure Wahrheit gewesen. Klar war ein wenig Schauspiel bei der Rede dabei gewesen, doch das gehörte zu der Rhetorik eben auch dazu. Manchmal wäre es schädlich, sein gänzliches Selbst zu geben. Der tiefschwarze Blick glitt hinüber zu Nuran. Klar, Mika hatte ihn damit umschmeichelt wie schlau und gescheit er ihn eigentlich hielt, aber so dachte er nie im Leben in Wirklichkeit. Er schätzte Nuran so ein, dass ihm er selbst am nächsten Lag und das Wohl des Rudels ihm eigentlich so ziemlich am Hintern vorüberging. Der gute, alte Selbsterhaltungstrieb. Naja, jedenfalls konnte man mit ihm auch so einiges anfangen und wenn er ihm störrisch daherkam, dann wäre es auch nicht schwer ihn mit ein paar Tricks in die Richtung zu bugsieren, in der er ihn haben wollte. Die verschiedenen Stränge seiner Planung und Möglichkeiten strickten sich in seinem Kopf munter weiter, doch ließ der Bunte die Knüpfarbeit erst einmal ruhen um das weitere Geschehen verfolgen zu können.

Nuran schwieg, was Mika nur einen billigendes Nicken in seine Richtung abrung, weiter nichts. Wahrscheinlich wog er die Situation ab, auch wenn er ziemlich gelangweilt schien. Egal, er würde mitkommen, das war das Einzige was gerade zählte. Aus den Augenwinkeln bemerkte Mika eine Bewegung und drehte seinen Kopf so, dass er Ramyla mit ihrer Tochter gerade noch mit zitternden Läufen und zugekniffenen Augen davonrennen sah. Sie flüchtete. Schadenfreude überflutete Mika, doch er gönnte sich das höhnische Lachen nicht, lachte sie nur in seinen Gedanken aus. Die Beta flüchtete, sie flüchtete vor Samir, aber gleichzeitig auch vor Mika. Denn ohne ihn wäre Samir noch wahrscheinlich eingie zeit geblieben. Die Fäden des Nebelwolfes reichten eben weit. Apropos Bindungen - wo zum Teufel steckte Noreya, wenn man sie brauchte? Leicht Wut kochte in ihm hoch, er konnte seine kleine Schwester riechen, doch nicht sehen. Na toll. Da zog er die grandioseste Show seit langem ab und sie bekam es nicht mit. Plötzlich hatte er das Bedürfnis, laut zu prusten. Tja, es war genauso wie damals, als er das Rudel niedermassakeriert hatte! Noreya hatte den besten Teil der Vorstellung nicht zu sehen bekommen. Nur noch die Überreste des Theaterstücks, die zerstückelten Überbleibsel hinter dem Vorhang, die er, der Regisseur, hinter sich gelassen hatte. Welch eine Ironie, oh welch eine Ironie. Die Amüsiertheit war ihm wohl anzusehen gewesen, doch es kümmerte ihn nicht, da er dabei niemanden abgesehen hatte und man es so deuten konnte wie man es wolle, es hatte sich auf niemanden anderen als Noreya bezogen.
Aber bald wurde seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet, was seine Amüsiertheit wahrscheinlich nur verstärkte, auch wenn sein Mienenspiel wieder ernst war. Wenigstens hatte Blake ihn nicht unterbrochen und hatte mit seiner Meinung gewartet bis die niveaulosen - ein eindeutiger Blick zu Raziel - ihr sinnloses Geschwafel und Geschimpfe beendet hatten. Es war wirklich schön zu sehen, wie er da hoch aufgerichtet, mit gesträubtem Nackenfell und angewiedertem Gesichtsausdruck stand. 'Wahrscheinlich hatte er eher abgewartet, wie die Fronten waren, bis er sich äußerte.', dachte Mika kurz angebunden und es erschien ihm nur plausibel. Belustigt beobachtete er, wie Blake den Alphafelsen erklomm. Vielleicht war es nicht die beste Idee gewesen, die Rede von dort zu halten, doch es war zweifelsohne der beste Platz um von allen gesehen und gehört zu werden. Tja, alles hatte eben seinen Preis, dass wusste der Altwolf. Es tat ihm gut zu beobachten, wie sich die einzelnen Regungen auf Blakes Miene abspielten und wie er auf seine Worte auf lächerliche Weise antwortete. Na, wenigstens war er nicht umbedingt auf dem Niveau wie Raziel, Blake wusste wenigstens was es hieß, höflich zu sein ( auch wenn es ihm an anderen wichtigen Eigenschaften eher mangelte ). Er bedankte sich. Wie süß! Er hörte seine Worte zuende, bevor er auf den Grauen zutrat. Ein keckes Lächeln lag auf seinen Leftzen und er schüttelte seinen Kopf ganz leicht.

"Nein, im Gegenteil, mein Freund. Es war alles hier in meinem Kopf, die Worte flossen schon von selbst.", erwiederte er regelrecht freundlich aber leise, die weiter weg stehenden mochten es wahrscheinlich gar nicht hören.

Auf das übrige Gerede des Alphas nickte er nur neutral. Auch dies war einkalkuliert gewesen, denn Blake hatte eigentlich keine andere Wahl, als Mikas Worten zu wiedersprechen um seinen Rang und sein Ansehen als Alpha zu verteidigen. Kurz wurde Mika nachdenklich. Wenn man sich so den Inhalt der Beiträge der einzelnen Wölfe ansah, so kam es ihm vor, als würde Blake seine Beweggründe am meisten erkennen. Es war ein ungutes Gefühl welches sich in ihm breit machte. Blake kannte ihn schon zu gut. Doch dann spülte die nächste Welle der Selbstgefalligkeit wieder über sein Gemüt. Ja, er kannte ihn - aber nicht gut genug.

"Ich hatte nie gesagt, die Himmelswölfe müssten mit dir untegehen, Blake.", wisperte er leise, nachdem er noch zwei Schritte auf ihn zugetan hatte, sodass nur er ihn hören konnte. Die dunklen Augen wurden unentzifferbar kalt. "Ich lüge nicht. Meine Lüge ist die Wahrheit. Ich dachte, du hättest vor einigen Tagen gesagt, du würdest mich kennen? Lass dir diesen Satz lange und köstlich durch den Kopf wandern, Blake. Merk es dir gut. Meine Lüge ist die Wahrheit."

Damit zog sich kurz ein spöttisches Lächeln, nur für Blake sichtbar über seine Leftzen, bevor er sich mit zufriedener Miene wieder umwandte und zu seinem schwarzen Doppelgespann zurücktrat, wieder Distanz zwischen sich und den Alpha bringend, damit das Gesindel nicht gleich durchdrehte. Doch aus den Augenwinkeln beobachtete er Blake noch aufmerksam und die schleichende Angst die aus seinen Bewegungen und dem Seuftzen sprang erfüllte ihn mit Genugtuung. Doch genug von Blake - Mika wandte sich seinem Bruder zu und musterte seine Züge kurz, die aber nichts als Härte aufwiesen.

"Sie sind blind." , antwortete der Achtjährige einfach und nickte Samir leicht zu. Dann sprangen seine Seelentnnel weiter. Der Braune. Raziel. Pfui. Eine endlose Zeit starrte er ihm wortlos in seine orangefarbenen Augen und fragte sich, wie die Natur solch eine Missgeburt gebären konnte.
"Manchmal ist es angemessener zu schweigen.", bemerkte er dann nach gut mehr als einer Minute des spöttischen Starrens ins Raziels Augen zu Samir hin, dann schnippte er mit den Ohren und wandte sich ruckartig um. Sein massiger Körper machte einige Schritte und er hob seinen wuchtigen Schädel, ließ seinen Blich ein letztes Mal gleiten. Er konnte sich nichts mehr von dieser Gruppe Hornochsen versprechen, dass wusste er. "Wir gehen.", warf er rasch seinem Gefolge hin und bedachte sie mit einem kurzen Blick. Dann trat er noch einmal hervor, sodass ihn jeder gut sehen konnte und hob seine Stimme etwas lauter.

"Also meine Freunde! Verlasst euch nur auf euer gutes Sicherheitsgefühl. Ihr werdet noch schnell genug von uns hören, seid euch gewiss. Adios Amigos!", er lachte kurz auf, ohne jeglichen Hohn in der Stimme und wandte sich dann gemütlichen Schrittes um und Schritt den kleinen See entlang in den Wald hinein.


{ Nuran & Samir | dann Blake | dann wieder Nuran & Samir }

_____________

the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mi Feb 29, 2012 3:28 am

Noch während sich der weiße Rüde umsah, passierte das, womit man oder besser gesagt er nicht gerechnet hatte. Irgendetwas kam schnell auf ihn zu, in der Größe eines zu groß geratenen Hasens und knallte genau gegen sein Vorderbein. Anstatt irgendetwas großartiges zu unternehmen, sah er einfach nur nach unten und sah bereits in die großen, kindlichen Welpenaugen eines Wolfes. Die kleine, schwarze Fellkugel saß auf dem Boden und sah verdutzt zu dem Weißen hoch, sagte aber nichts.

Azzardo legte die Ohren ein bisschen an und legte den Kopf schief. Er hatte schon eine ganze Zeit über keinen Welpen mehr gesehen. Dennoch war er mit Welpen aufgewachsen und sich teilweise um die Kleinen gekümmert. Er wusste eigentlich, was er zu tun hatte.
Er sah die Kleine neugierig an und richtete dann seine Ohren wieder auf. Freundlich sein, war die erste Regel, wenn man mit Welpen unterwegs war. Freundlich sein oder so tun.

"Na, wo sind denn dei-"

Er brach ab. Sein Kopf richtete sich auf, er lauschte und legte denn misstrauisch die Ohren an. Er ging etwas näher auf die Schwarze zu, so dass die Kleine unter ihm lag und er sie somit beschützen könnte, denn erneut kam etwas auf den Weißen zu. Er spitze die Ohren und sah, wie eine bräunliche Fähe aus dem Gestrüpp glitt und ihn darauf hinwies, dass er in dem Revier der Heaven Wolves war.
Anstatt ihn misstrauisch zu mustern, kam sie ihm freundlich entgegen. Seine erste - und vollkommen nachvollziehbare - Reaktion auf dieses Verhalten war es seine weißen Ohren noch dichter an seinen Kopf zu drücken und den Kopf leicht zu senken um sein Misstrauen, der Braunen gegenüber zu zeigen.

Warum war sie nicht misstrauisch? Es verwirrte den Weißen komplett und dann fragte sie noch höflich, warum er hier war. Warum war er denn hier?
Azzardo spürte seine schwarze Seite von innen an sich stoßen. Sein Monster wollte die Fähe anspringen und sie fragen, warum sie so verdammt freundlich zu ihm war. Warum. Ein kehliges Knurren machte sich in seiner Kehle breit, aber er unterdrückte es gekonnt. Schließlich richtete er seinen Kopf auf und blickte die Braune an.

"Ich wandere."

Die einzig schlaue Antwort, die er hätte geben können. Er hatte ohnehin nicht vor jetzt großartig viel zu sagen. Es reichte schon, dass er überhaupt eine Reaktion auf dieses - zugegeben seltsames - Verhalten gezeigt hatte. Es reichte für heute..
Warum war sie eigentlich alleine? Azz neigte wieder den Kopf. Diese Fähe war schon mal nicht normal. Mal sehen, wie ihr Rudel so war...




{ Kalucy && Kimba && AZZARDO }
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Lonato


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mi Feb 29, 2012 6:19 am

    Das ganze Hin und Her und der Schlagabtausch, den sich Raziel, Namid, Mika und nun auch Blake lieferten war ein wenig verwirrend. Lonato verstand nicht alles von dem was sie sagten, da es sich zum Teil auf Sachen bezog, die in der Vergangenheit passiert waren. Von manchen hatte er einmal gehört, dass sie über Kovu sprachen, doch wer es war, wusste der junge Rüde nicht. Seine braunen Augen schnellten hin und her, immer zum jeweiligen Redner. Dabei achtete er darauf in Namids Nähe zu bleiben. Auf eine gewisse Weise fühlte er sich ein wenig sicherer bei dem Alten als allein, da es vermutlich niemand wagen würde den Altwolf anzugreifen und somit auch ihn niemanden angreifen würde. Weshalb auch? Er hatte weder etwas gesagt, noch sich überhaupt viel bewegt. Das einzige was er nun getan hatte, war die Seite zu wählen. Und zwar die Seite von Blake. Blake war in seinen Augen ein guter, gerechter und vor allem gütiger Alpha. Gern hätte er sich auch zu Mikas Worten geäußert, doch er hatte zu viel Angst vor dem Hybriden. Außerdem wusste er nicht, ob er sich dem Beistand des Rudels sicher sein konnte. Schließlich war er erst seit kurzem ein Teil des Rudels und wusste nicht, ob es überhaupt jemanden gab, der ihn mochte oder wenigstens kannte. In letzte Zeit war er einfach nicht der Gesprächigste gewesen, was er noch nie gewesen war.
    Mit gesenkter Rute und leicht gesenktem Kopf ging er näher zu Blake. Er wollte ihm seine Zugehörigkeit nochmals mit Worten klar machen. Ihm sagen, dass er sein wahrer Alpha und vor allem ein guter Alpha war. Mit seinen braunen Seelenspiegeln schaute er ihn nun von etwas weiter unten her an. Er unterwarf sich eindeutig. Sowieso hielt er nicht viel davon, wenn sich Wölfe so aufplusterten wie Mika vor wenigen Minuten.
    “Blake, mein Alpha.“, begann er mit vorsichtiger und leiser Stimme. “Du bist einer der gütigsten und gerechtesten Wölfe, die ich jemals kennen lernen durfte. Mit Freuden würde ich mich erneut deinem Rudel anschließen, wenn du es möchtest."
    Als Lonato geendet hatte trat er einen Pfotentritt zurück und musterte Blakes Gesicht. Würde er ihn wohl wieder in seinem Rudel haben wollen? Er war wohl kein wirklich guter Verbündeter im Kampf oder bei der Jagd, doch würde diese Tatsache für Blake überhaupt zählen? Würde er es abwägen, wen er gebrauchen konnte und wen nicht? Nein – das wäre absurd.


{bei Namid, Raziel, Blake # beobachtet # spricht zu Blake}

_____________


by icewolf
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do März 01, 2012 3:45 am

    Der große schwarze Rüde Raziel begann erneut zu sprechen und riss Nuran aus seinen Gedanken. Skeptisch lauschte er seiner Stimme, zugegeben, das hätte er sich verkneifen können. Unsinniges Gerede war ja wohl das, dass ihm am aller wenigsten zu interessieren vermochte und noch weniger die Meinung von irgendeinem ihm eigentlich vollkommen fremden Wolf.

    "War das alles was du zu sagen hattest?"

    Erwiderte er dann auch schon in einem spöttischen Tonfall, ehe er seinen Blick Samir zuwand, der ziemlich traurig rein glotzte. Ähm... Stimmte vielleicht irgendetwas nicht? Ach auch egal. Nuran hatte noch nie die Gefühle anderer verstanden oder sich für solche interessiert, aber trotzdem. Er sollte sich seinen 'Kameraden' zum Freund machen, also...

    "Alles inordnung Samir?"

    Wand er sich dann auch schon an den Schwarzen mit einem gespielt besorgten Tonfall. Ehe er dann auch schon bemerkte das sein neuer Boss sich vom Rudelplatz entfernte.

    "Huh? Komm Samir wir wollen doch keine Zeit verschwenden!"

    Schnell wand Nuran sich dann auch schon um, ehe er seinem neuen Alpha gespielt treu und mit viel Zuverlässigkeit folgte, wobei er da seine Zweiflungen hatte. Würde das nicht gut enden, dann würde er sich eben irgendwelchen anderen Wölfen anschliessen, so wie er es sonst auch immer getan hatte. So viel erwartete er nun auch schon wieder nicht, aber sicherlich mehr interessante Erlebnisse die ihn vielleicht sogar unterhalten konnten.


[ ZUERST BEI MIKA, SAMIR UND RAZIEL | FOLGT MIKA ]
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Kalucy


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do März 01, 2012 6:40 am

~ Who are you?
And where are we here?
Who are you?
Help me face my fear..
~


    Das kleine Wolfsherz pochte so heftig, dass Kalucy ein paar Momente lang nichts anderes hörte als dieses schnelle, angsterfüllte Klopfen. Der erste Schreck wirkte noch nach und ließ den Welpenkörper leicht zittern. Im schwindenden Abendlicht wirkte der helle Rüde auf die Kleine wie ein weißes… Monster. Natürlich spielten die Schatten, die um sie herum immer dunkler wurden, dabei eine große Rolle. Kalucy mochte die Dunkelheit nur, wenn ihr Freund, der Mond, da war und ihr zumindest ein wenig silbernes Licht gab. Im Moment breitete sich nur langsam eine graue Nacht aus und ließ den Weißen vor ihr als einzigen hellen Fleck irgendwie unwirklich werden.
    Erst als der andere zu sprechen begann, begriff der Welpe, dass die Körperhaltung seines Gegenübers in keiner Weise bedrohlich war. Viel eher freundlich. Auch in der Stimme des Rüden lag diese Freundlichkeit. Ein riesiger Teil der Anspannung viel von Kalucy ab und sie zuckte vorsichtig mit den flach an den Körper gepressten Ohren, wedelte ganz leicht mit der kleinen Rute. Was genau der weiße Wolf gesagt hatte, das hatte Kalu nicht mitbekommen. Aber der Fremde war ohnehin unterbrochen worden. Ein riesiger Stein fiel der kleinen Schwarzen vom klopfenden Herzen. Diese Fähe kannte sie doch… diese Wölfin gehörte zum Rudel. Gut kannte Kalucy sie nicht, aber es war eine nette Wölfin. Ganz sicher. Mama Myla hatte vorhin doch…
    Mama! Was war mit Mama, lag sie immer noch irgendwo alleine? Diese Fähe… Kimba… ja, Kimba. Kalu war froh, sich den Namen gemerkt zu haben. Kimba konnte Mama helfen. Bestimmt konnte sie das. Doch Kalucy konnte sich immer noch nicht ganz rühren, blieb still liegen, während Kimba zwischen sie und den weißen Fremden trat. Verwirrt zuckten die hellen Welpenaugen zwischen der kleineren Fähe und dem Rüden, den sie nun nicht mehr so gut sehen konnte, hin und her. War es etwa doch gefährlich? War dieser Wolf gefährlich?
    Kimba sprach den Weißen an und diesmal passte Kalu gut auf. Bewunderung legte sich in den naiven Blick. Wie gut die Fähe Worte fand. Kalucy wollte das auch können. Jetzt stellten sich die schwarzen Ohren erwartungslos auf, um auf die Antwort zu lauschen. Der Fremde sagte nur zwei Worte, doch auch diese waren gut gewählt. Sollte sie wirklich etwas sagen? Ja. Sie musste. Sie wollte zurück zu Mama, sie wollte, dass Mama nicht mehr weinte… Aber im Moment wusste Kalucy nicht einmal mehr, wo Mama Myla war und ob sie überhaupt zu der Stelle zurückfinden würde, wo ihre Mutter zuletzt gewesen war. Sie konnte zwar theoretisch ihre eigene Spur zurückverfolgen, doch war sie in so etwas überhaupt nicht gut. Trotzdem. Sie musste es versuchen und vor allem musste sie jetzt etwas sagen.
    Ein kurzes Fiepen, das eher kläglich als um Aufmerksamkeit bittend klang, kam aus dem Welpenfang, bevor Kalu sich zusammenriss und sich noch etwas unsicher aufsetzte.

"Äh… ich - ich b-bin Kalu…- Kalucy."

    Brachte der kleine Welpe leise heraus und versuchte, die Stimme etwas anzuheben und fester werden zu lassen - was nicht wirklich gelang.

"K-kimba… Kimba, hast du - vielleicht… Mama Myla getroffen…? Sie liegt… irgendwo d-da drüben und… und.."

    Sie wusste nicht, wie sie den Satz beenden sollte und verstummte ratlos. Schüchtern suchte sie Kimbas Blick und hoffte einfach, dass sie verstand. Und dass sie Mama Myla ganz schnell finden konnte.
    Sharouk würde wahrscheinlich längst um Kimba herumspringen und sie dazu drängen, Mama zu suchen. Oder er würde die Fähe sogar einfach zu ihr führen, weil er seine Spur mit Leichtigkeit zurückverfolgen konnte. Aber Kalucy fühlte sich gerade nur klein und hilflos. Ihre Mama und Sha waren die einzigen Wölfe, bei denen sie freier sprechen konnte. Bei denen sie nicht stotterte und wo ihre Stimme nicht brach.
    Ihr eigener Herzschlag hallte Kalucy noch in den Ohren und ein einzelnes Wort, dass sie noch flüsterte:

"Bitte."



[Kimba & Azzardo ~~ redet unsicher]

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Kartane


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do März 01, 2012 9:38 am

Kartane schluckte schwer, als Blake einen eher kühlen Ton Sachi gegenüber anschlug. Doch bevor sie die kleine Schwarze erneut in Schutz nehmen konnte, drang eine bekannte Stimme an ihr empfindliches Ohr. Eine Stimme voller Hass, der tiefer nicht sein konnte.. Die Fähe drehte erwartungsvoll den Kopf und entdecke Mika, der es sich erdreistete, voller Selbstbewusstsein auf dem Alphafelsen zu stehen. Auf dem Platz, der Blake gebührte. Der Altwolf wagte es sich tatsächlich, diesen Platz mit seiner puren Anwesenheit zu entweihen. `Was denkt sich dieser Wolf eigentlich? Kennt er überhaupt so etwas wie Respekt?` Das war das einzige, was sich die weiße Schattenkriegerin momentan denken konnte. Sie konnte einfach nicht glauben, was gerade in diesem Moment geschah. Siekonnte sich auf nichts anderes mehr konzentrieren, als auf Mika's Dreistigkeit. Somit bemerkte den entschuldigenden Blick von Blake nur aus dem Augenwinkel. Viel zu spät erkannte sie dann auch, dass Blake nun neben Mika auf dem Alphafelsen Platz genommen hatte und sich eine deftige Auseinandersetzung mit seinem Konkurrenten vor dem Rudel lieferte.

Mit einem Knurren drängte sie sich ohne Rücksicht an den anderen Wölfen vorbei - was normalerweise so gar nicht ihrer Art entsprach. Sie atmete schwer ein und aus; ihre Wut ließ sich keineswegs unterdrücken. Am Liebsten wollte Kartane diesem hinterhältigen Altwolf an die Kehle gehen. Sie wollte ihn leiden sehen. Doch dann fiel ihr Blick wieder auf Blake. Nein. Sie würde den Kampf gegen ihre innere Wut keineswegs verlieren. Allerdings befürchtete sie, dass sie sich bald selbst verlieren würde. Ihre Gedanken wurden klarer, als sie Mika ein wenig zurückzog. Allem Anschein nach hatte er zwei schwarze Wölfe aus Blake's Rudel gerissen und für sich gewonnen...gewonnen.

Mit einem Mal fasste die Schattenkriegerin einen Entschluss, der sich nie wieder rückgängig machen lassen würde. Stolz erfüllte ihre Brust und mit hoch erhobenem Kopf trat sie mit sicheren Schritten auf Blake zu. Mit leiser Stimme wandte sie sich an ihn.
"Blake, du solltest wissen, dass ich deinem Rudel immer folgen würde. Aber du musst auch wissen, dass mich alles hier innerlich zerreißt. Du gibst mir Zuneigung, doch manchmal klingt deine Stimme wieder so eiskalt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich an deiner Seite falsch bin. Und ich weiß selbst, dass ich nciht im Geringsten das Recht habe, deine Nähe genießen zu dürfen, da du der Alpha bist und ich nur ein Neuankömmling. Und vielleicht wäre es für dich und dein Ansehen gegenüber Mika besser, wenn ich seinem...Rudel folgen würde. Ich stehe dir sonst nur unnötig im Weg herum."
Die Weiße erwartete keine Antwort. Seltsamerweise fühlte sie sich unheimlich ruhig und ihr einziger Gedanke war der, dass Mika das Gespräch vielleicht mitbekommen hatte.
Aus ihren dunklen Seelenspiegeln sah sie den Alpha an. Den Wolf, für den sie zum allerersten Mal in ihrem sonst so trostlosen Leben etwas empfand, das man als Liebe bezeichnen konnte.


[ bei Blake | wütend auf Mika | spricht mit Blake ]

_____________


I don't wanna hear the bad news when I was a little girl In front of the mirror I couldn't understand a thing There were tears falling down my cheeks no matter How much, I washed my face, I couldn't wash my soul.

Blake.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do März 01, 2012 12:19 pm

„Erzähl' mir, Vater, von der Sünde,
vom letzten Tag im Paradies.
Erzähl' mir, Vater, und verkünde,
von deinem Gott, der Dich verstieß.“

Und wer hatte mal wieder recht gehabt? Wer konnte seinen Instinkten vertrauen ohne großen Problemen? Wem erzählten sie so oft die Wahrheit, dass ein Fehler ausgeschlossen war? Wer hatte eben einfach Recht behalten in dieser so grotesken Lage die rein gar nichts mit Recht zu tun hatte? Er. Natürlich er. Wer denn bitte auch sonst?
Die Ohren spitzten sich und neugierig blickten die Augen von Sprecher zu Sprecher, sprangen dabei immer wieder auf das Gesamtgeschehen und beobachtete die Reaktionen und Haltungen. Über so etwas hielt er nie Wetten, dachte nicht groß nach. Wozu? Sie würden es eh zeigen, so wie sie es jetzt zeigten. Wie offensichtlich sie alle damit umgingen. Wie leicht sie es machten einen zu deuten. Er lachte nur. Nicht mehr innerlich, er konnte gar nicht mehr anders. Es kam einfach so aus ihm heraus. Es lachte einfach und klang über den Rudelplatz hinweg. Vom Wind wieder in seine Richtung getrieben, aber dennoch kam das Lachen gegen diesen Gegner an und verteilte sich.

Wie lustig sie waren! Die reinsten Redner, mehr Kopf und Verstand, angehaucht mit etwas Herz. Oder einer überstürzenden Art, kein Gedenke. Sie waren wie er und zugleich ganz anders. Kein Fellstückchen würden sie an ihn erinnern und dann auch wieder doch – das war absurd. Verrückt.
Und er lachte nur. Er lachte einfach und freute sich seines Lebens über diese Winde, die sich da entlang zogen. Aufeinander prallten, parallel liefen und sich dann wieder Schnitten. So viele Schnittmengen trotz Parallelitäten. Welch grausame, wundervolle Welt.
Tief atmete Maral durch, bevor er sich wieder beruhigte und die Augen für Sekunden schloss. Impulsiv – er nicht. Niemals. Die Lefzen verzogen sich zu einem Grinsen und der graue Sturm erhob sich langsam. Den Kopf zog er zurück und verschwand hinter den Blättern der Weide. Sie wussten eh, dass er da war. Es war vorbei, das kleine Versteckspiel. Das muntere herum gelaufe – nun würde er sich wohl endlich bewegen müssen und etwas tun. Es war Zeit. Zeit sich zu präsentieren.

„Erzähl' mir von Erkenntnis,
von den Sternen und dem All,
erzähl' mir von der Nacktheit,
erzähl' vom Sündenfall.“

In aller Ruhe trat er aus der Weide hinaus und näherte sich dem kleinem Hügelrand. Die Ohren nach oben gespitzt und nach vorne gerichtet. Mit stolz erhobenen Kopf und einer aufrechten Körperhaltung ging er in aller Ruhe auf das Rudel zu, bevor er kurz stehen blieb und die grauen Augen über die Anwesenden blicke ließ. Die Seiten hatten sich klar hingestellt und es stand zur Zeit drei gegen eine Überzahl. Oder umgekehrt? Es amüsierte ihn, doch er machte keine Anstalten eine Regung zu zeigen. Er blickte sie nur an, Blake und Mika – und sehr kurz seinen Freund: Breitarsch. Er hatte sich zu dem eigentlichen Alpha, der Blake genannt wurde, gesellt. Und der andere, den er auch im Berg getroffen hatte – dieser Samir – zu Mika. Eine faszinierende Konstellation. War sie schon immer so oder hatte sich etwas in einigen kleinen Universen gewendet, der Wind hatte gedreht – nicht wahr?
Vielleicht. Dies war etwas was er nicht wusste und wohl nie wissen würde. So war das eben, der Wind verriet fiel aber so vieles konnte er auch nicht sagen. Er setzte wieder die Schritte voran. Gezielt und in aller Ruhe. Die Augen bekamen ein seltsames Funkeln und die Lefzen öffneten: „Das war eine wirklich wundervolle Rede, Knochengestell.“ Gab er süffisant bekannt und in einer leisen Lautstärke, dass es soeben alle hören konnten. „So richtig rührend. Wie weit wird dich dein Körper wohl noch bringen?“ Er schnupperte leicht in der Luft, als er sich den dreien näherte und neigte den Kopf in einer drohenden Gebärde, nein einer reizenden. Die Ohren neigten sich nach hinten, das Fell auf der Schnauze verzog sich und er entblößte die Zähne als er zischte: „Blut wird dich nicht wieder verjüngen, Vätterchen.“ Dann wandte er sich ab, nur den Kopf und passierte sie um weiter zu gehen.

Die Muskeln waren gespannt, der Gang locker und federnd. Aber alles achtete darauf, ob ein Angriff von Hinten passieren würde. Die Ohren lauschten, auch wenn sie nur seitlich abgerichtet waren. Sie lauschten eben beiden Seiten und die Nase sog die Luft ein. Es knisterte in ihr. Es lag Spannung drin. Er war in seinem Element.
Vor der Gruppe, die sich um den Alpha versammelt hatte, blieb der graue Sturm stehen. Leicht neigte er den Oberkörper, diesmal lag ein freundliches Lächeln auf seinen Lippen und er zeigte seinen Respekt. Respekt – besaß er so etwas eigentlich? Natürlich. Nur eben in anderen Formen.
„Ich bin nicht umhin gekommen, eure... Debatten mit anzuhören. Sehr faszinierend. Diese unüberlegte Herzensliebe. Sie können sich sehr darüber freuen, über soviel Solidarität sowie Loyalität.“
Der Blick wanderte zu dem schwarzen Rüden und er kam nicht umhin zu lächeln, sarkastisch. „Mein alter Freund aus den Bergen. Schön, du scheinst... von der geistigen Umnachtung dich kuriert zu haben.“ Es schien als würde er noch Breitarsch formen, oder zu sagen. Aber dieser Schein stand nur für Raziel. Denn in Wahrheit, blieb er stumm, was hinsichtlich der Ansprache zu ihm ging.


[Maral | lacht sich kaputt | bewegt sich zu dem Rudel | spöttelt über Mika | gratuliert Blake | kotzt Raziel an]
Lyrik: Saltatio Mortis - Sündenfall
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Sharouk


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do März 01, 2012 9:55 pm

Mit kleinen Pfoten ging der kleine junge Rüde voran. Ihm war es gerade richtig, scheiß egal das es nun bald dunkel wird. Eigentlich war es ja schon dunkel und bald würde es noch dunkler würden. Oh Gott, wenn das passieren würde und er alleine ist und nun bemerkte er ist ganz alleine im Wald würde er kleine in Angst verfallen und dann würde erst mal in eine Starre verfallen.
Sharouk hatte einfach Angst im Dunkeln und noch dazu wenn er alleine ist, immer wenn es dunkel war versteckte er sich bei Cabe oder seiner Mutter oder auch kuschelte er sich zu Kalu.
Seine kleine Schwester, wie lieb er sie hatte und wie lieb er auch Sachi hatte.
Mit Sachi konnte er einfach spielen und wenn Kalu mal nicht mochte war er immer bei ihr und sie tollten rum. Wie schön das war! Einfach rum zu tollen und zu spielen bis man müde zusammenbricht. Sha war es auch egal das eigentlich Sachi viel älter war oder gar größer. Was macht es schon einen unterschied, sie war eine tolle Spielgefährtin und Cabe erst. Er mochte seinen Paten sehr und liebte es überhaupt nicht, wenn jemand mit ihm redet und er keine Aufmerksamkeit kriegt.
Dann muss er natürlich was anstellen um Aufmerksamkeit zu kriegen, egal was. Er wollte halt einfach Aufmerksamkeit und das kriegte er auch. Immer noch ging der kleine Tief in den Wald, schaute nach links und nach rechts nach seinem Freund Puk. Verflixt wo war er? Wenn dieser jetzt beim Rudel war würde er was zuhören von Sha kriegen und er würde mit ihm nicht sprechen. Sha schnaubte ärgerlich, er konnte seinen Fantasyfreund nirgendwo finden. Naja früher oder später würde sich Puk ja zeigen und dann, dann kann er sich auf was gefasst machen.

Der Kleine hatte ja gar keine Ahnung, dass irgendwas von hinten kam. Er war einfach zu beschäftigt hin und her zu gucken, dass er nicht mal ein Geruch aufnahm. Seinen Riecher einzusetzen, nein daran hatte er gar nicht gedacht. Er konzentrierte sich auf das war er sah. Auf einmal der Kleine zuckte zusammen und man konnte einen Fiepsen des Welpens hören.
Jetzt war es aus, ein Adler oder gar das ein schreckliches Monster hatte ihn gepackt.
Nun würde er im Magen dieses Tieres enden und Mama, Papa und alle anderen nicht mehr wider sehen. Der Kleine wollte nichts sehen und schloss die Augen ganz fest zu.
Doch dann zuckten seine Ohren und er nahm die Wörter von Cabe an.
War er hier ihn zu retten? Er öffnete seine Augen einen kleinen Spalt und schaute nach unten.
Oii er schwebte? Wie na das? Aso ja er wurde ja vom Monster gepackt. Aber dann sah er unter sich graue Pfoten die entlang liefen und nun machte es klick.
Pure Erleichterung durchströmte den Kleinen, es war Cabe, welcher ihn gepackt hat. Er lauschte die Wörter seines Paten und hörte es undeutlich, da dieser nebenbei ihn trug.

Kurz musste der Kleine kichern „Hihi, Cabe Mama hat immer gesagt mit vollem Mund spricht man nicht.“ bemerkte der Kleine. Aber als der Kleine das Wort Fangen hörte wedelte seine Rute, die gerade rumflog „Ohja! Und Sachi muss auch mitspielen! Eeeh…Cabe wo ist Sachi eigentlich?“ Doch bevor er noch was sagen konnte, sah er einen Busch. Oh Gott gleich würde er Blätter im Mund haben, jedoch anstatt dieses flogen sie über den Busch. Die Augen des Kleines weihteten sich voller Bewunderung das ein aufgeregtes Winsel von sich gab.
Oh Gott, sie waren gerade geflogen. Wie cool ist das denn, er wollte nochmal! „Nochmal! Nochmal! Cabe ich will auch fliegen lernen! Du musst mir das beibringe! Ich will auch fliegen! Redete er zu Cabe voller Begeisterung und zappelte hin und her bis er auf seinen Poh viel. „Oii!“ Kam aus dem Munde des Kleines, der in einen Busch voller Laub viel und verschwand. Gut getarnt war der Kleine in solch ein Laub das konnte man sagen. Der Kleine war überhaupt untergetaucht in diesem bis er kläffend auftauchte und ihn diesem rumsprang und versuche diese zu fangen.
Er schnappte nach den Blättern und ja er hatte nun Blätter ihm Mund.
Er konnte es einfach nicht lassen und kaute auf ein Blatt rum das er dann würgend und mit verzerrendem Gesicht ausspuckte. „Bäää wie können Grassfresser die essen?! Bää das ist ja eklig. Cabe versuch nie Blätter zu essen, die schmecken nicht. Die Schmeck doof…“ Schaute er hoch zu seinem Pate „Caaaabeee suchen wir Sachi? Ich glaube sie wartet schon ungeduldig aus uns und du weißt das ist nicht gut. Nicht gut. Nein, nein, nein gar nicht gut.“ Wartend schaute er zu seinem Pate, das sie Sachi suchen sollen.


{bei Cabe / zappelt rum und fällt aus Cabes Maul und fällt in ein Laubhaufen / versucht ein Blatt zu fressen spuckt aber dies raus / Ergebnis: Blätter schmecken nicht / will Sachi suchen}

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Fr März 02, 2012 5:52 am

Sobald er eine Reaktion auf ihre Worte zeigte, war Kimba gespannt wie ein Bogen. Es fiel ihr schwer, nicht vollkommen unbeweglich zu verharren. So ein aufgeschlossenes Verhalten war für die Fähe nicht gerade normal, aber den kleinen Welpen konnte sie nicht schutzlos sich selbst überlassen. Sie beobachtet jede Regung des Weißen und nahm seine angelegten Ohren natürlich nicht gerade gut auf. Doch sie wusste, dass sie nun keine Schwäche zeigen durfte und ihre eigenen Ohren stellten sich aufmerksam auf, ihre Rute streckte sich ein Stück nach oben, jedoch nicht angriffslustig. Ihm war anzusehen, wie seine Gedanken arbeiteten und die Fähe stellte fest, dass sie ihn allem Anschein nach überrascht hatte. Entweder mit ihrem Auftauchen oder ihrem Verhalten. Doch im nächsten Moment änderte sich etwas an seiner Ausstrahlung. Sie spürte den leichten Wechsel seiner Stimmung und musste an sich halten, um nicht instinktiv zurück zu weichen. Sie wusste nicht, was sie tat, als sie auf diesen Umschwung reagierend die Leftzen etwas hochzucken ließ. Es war lange her, dass Kimba jemandem drohte, oder sich zumindest feindselig zeigte, obwohl diese leichte Reaktion nicht wirklich aggressiv erschien, sondern eher ein Hinweis auf ihre eigenen Verfassung: Obwohl seine Reaktion eigentlich nachvollziehbar war, machte es die Fähe wütend. Das musste sie sich nicht bieten lassen. Überraschend, woher dieser Sinneswechsel in ihrem Inneren kam. Seine kurzen Worte waren wohlgewählt und ruhig, also entschied Kimba, ebenfalls ruhig zu bleiben. Anscheinend hatte er nicht vor, anzugreifen. Gut so, das würde für die Fähe schlecht ausgehen.

Bevor sie sich jedoch etwas ausdenken konnte, wie sie nun vorgehen sollte, erklang ein leises Winseln hinter ihr am Boden. Sie drehte sich aus einem Reflex halb um, jedoch so, dass sie den Fremden im Auge behalten konnte. In einer anderen Situation hätte sie Kalucys Worte vielleicht etwas lustig gefunden, wie sie sich diesem weißen Wolf vorstellte, der so viel größer und älter als sie selbst war. Als sie jedoch Kimba selbst ansprach, war die Fähe vollkommen ernst und achtete sowohl auf die Worte des Welpen, als auch auf den weißen, von dem sie sich nur hlab abgewandt hatte. Sie fühlte sich unwohl dabei, ihn auch nur ein Stück aus den Augen zu lassen. Natürlich suchte Kalucy ihre Mutter. Es musste ungewohnt für sie sein, auch nur diesen Moment von Ramyla getrennt zu sein. Doch Kimba war sich nicht sicher, was sie nun tun sollte. Schnell überschlug sie ihre Situation. Hier stand ein fremder Rüde, im Moment anscheinend nicht gefährlich und auch nicht sehr gesprächig, aber schwer einzuschätzen, was er als nächstes tun würde. Und dann war dort Kalucy, die ihre Mutter suchte und hier gerade nicht sehr gut geschützt war. Ihr letztes leise geflüstertes Wort gab für Kimba schließlich den Ausschlag. Der Welpe hatte Vorrang, wo sie mit dem Fremden sowieso nicht viel anfangen konnte, wo sie selber erst so kurz zu diesem Rudel gehörte und kein Recht hatte, Entscheidungen zu fällen. Und sie war ihm unterlegen, also sollte sie sich und besonders Kalucy in Sicherheit bringen. Mit einem Luftzug wich Kimba ein Stück zurück.

"Falls du vorhast weiter zu wandern, würde ich dir raten, dies schnell zu tun. Unser Rudel wird für Neuankömmlinge gerade nicht sehr offen sein."

Ihre Worte würden ihn verwirren, das war Kimba klar. Nicht gerade eine gute Reaktion auf einen Fremden, aber sie wusste nicht, was sie mit ihm anfangen sollte. Ihr war in diesem Moment eigentlich nur wichtig, dass er ihr und Kalucy nicht folgte, wenigstens nicht in bösen Absichten und das war schwer abzuschätzen. Und bevor er viel unternehmen konnte, wandte sich die Fähe ab, nahm kurzentschlossen den Welpen vorsichtig zwischen ihre Fänge, obwohl Kalucy eigentlich schon zu groß dafür war, aber Kimba fiel keine andere Möglichkeit ein, sie hier schnell fortzubringen. Und im nächsten Moment glitt sie zwischen den Büschen hindurch in den Schutz der Bäume, wo sie von den Schatten der hereinbrechenden Nacht verschluckt wurde. Mitsamt Kalucy, die hier sicherer war, als vor den Pfoten des weißen Rüden. Ihr war bewusste, dass dieser lediglich ihrem Geruch zu folgen bräuchte, wenn er sie angreifen wollte, aber sie hatte ein Gefühl, dass dies eher unwahrscheinlich war. Als sie ein paar Schritte gegangen war, setzte Kimba Kalucy ab, damit sie allein laufen konnte.

"So, und wir werden jetzt deine Mama suchen, in Ordnung? Komm, wir folgen ihrer Fährte."

, forderte sie den Welpen auf und hoffte einfach, dass er ihr folgen würde. Wenn sie Ramyla gefunden hatten, musste Kimba keine Angst mehr haben, dass der Weiße Kalucy etwas antun konnte, denn zu zweit wären sie immerhin in der Überzahl.


[Kalucy & Azzardo | redet mit ihm | verschwindet mit Kalucy | sucht nach Ramyla]
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Fr März 02, 2012 8:06 am

The straight and narrow has snakes in the shadow
And the shade where you sleep is formed by the gallows
Where a man with an arrow was hung by the shallow
little boys and their toys; little boys who became what they feared


Langsam wurde die ganze Sache hier lächerlich und es schien keiner zu bemerken. Samir blickte in den Wald und verdrehte unmerklich die Augen. Wie sie alle redeten, sich zu verteidigen versuchten und versuchten den Sinn von Mikas Worten zu verstehen. Konnte denn hier keiner zuhören? Zugegeben, sogar Samir fand, dass Mika einige Stellen seiner Rede mit speziellen Worten verschönert hatte, dennoch entsprach das meiste der Wahrheit. Blake war unfähig, andere Wölfe zu töten, dass müsste jeder wissen, der schon länger im Rudel war. Er war unfähig, andere zu bestrafen und sich durchzusetzen. Er war unfähig, ihn, Samir, als einen richtigen Bruder anzusehen. Und wie sie sich alle auf Blakes Seite stellten. Lonato, Namid, Raziel, Kartane ... und mittendrin natürlich Blake persönlich. Und Samir war hier, still bei Nuran und Mika. Drei Schatten, die sich von dem Licht absonderten. Alle der gleichen Meinung und doch so unterschiedlich. Die Pechfarbene zog leicht die Stirn kraus, als Kartane etwas zu Blake sagte. Gott. Wie diese kleine, unwichtige Fähe Blake umschwärmte. Das hatte er gar nicht verdient. Ob es bei ihm und Ramyla auch früher so gewesen war? Als er daran zurückdachte, verkrampfte sich sein Magen und wurde eiskalt. Nein, er wollte nicht mehr daran zurückdenken, was gewesen war. Er war sein eigener Herr. Und das würde auch so bleiben.

Still legte sein Blick sich auf Mika, der wieder mit Blake redete. Ein halbes Grinsen legte sich auf seine Lefzen. Niemals hätte er gedacht, dass der Hass zwischen zwei Wölfen so groß sein könnte. Auch Samir hatte Mika gehasst. sie hatten sogar gekämpft. Und Samir hatte das alles nur für Ramyla getan. Seine Lefzen zogen sich etwas angeekelt hoch. Wie konnte er nur so dumm gewesen sein? Seine einzige große Liebe musste Moira bleiben. Für sie hätte er alles getan. Alles. Wäre Moira die Fähe an seiner Seite gewesen, wäre es wohl nie so weit gekommen, wie es nun war. Aber sie war tot, sie kam nicht wieder. Die einzige Möglichkeit sie zu sehen, waren seine Träume, seine Halluzinationen, wenn sie früh morgens vor ihm war und ihr süßer Duft ihn benebelte. Doch wenn er nur einen Schritt auf sie zutun wollte verschwand sie wieder und schmerzhafte Realität holte ihn ein und machte ihn kalt. Alles war kalt. seine Gefühle, seine Gedanken, seine Mimik. Früher war er der warme, herzliche Wolf gewesen. Doch nun wollte er von all der verdorrten Liebe nichts mehr hören. Die Einzige, die es wohl mal geschafft hatte, etwas von dem Eis, dass sein Herz langsam umschloss, wieder zu schmelzen war Jazuac. Wieso verließen ihn eigentlich alle, die ihm etwas bedeuteten? Lag es an seinem Blut? Dem Blut der Himmelsgötter? Vielleicht, denn auch Blake hatte selten Glück gehabt. Man bekam eben das, wovor man sich am meisten fürchtete. Alles Glück war nur eine Illusion, ein Hirngespinst. Irgendwann verschwand es. so war immer.

"Ja. Sie waren nie etwas anderes.",

antwortete er auf Mika, ohne ihn anzublicken. Seine Stimme war leise und kühl und doch voller Zustimmung. Als der Altwolf noch hinzufügte, dass es besser sei zu schweigen, nickte Samir nur einmal knapp. Als Nuran fragte, ob mit ihm alles in Ordnung sei, zog der Pechfarbene die Augenbrauen hoch und wandte sich zu dem Rüden um. Eines musste man diesem Mitläufer lassen, er konnte perfekt mit Mimik und Masken umgehen. Der helle Blick Samirs huschte über Nurans Züge und er konnte fast den Spott in den gelben Seelenspiegeln lesen. Sein fang öffnete sich ein wenig und er ließ sich Zeit mit der Musterung. Schließlich antwortete er.

"Alles bestens. Und jetzt los."

Nuran schien es eiliger zu haben und Samir war sich sicher, dass die geheuchelte Freundlichkeit des Schwarzen noch einige Probleme mit sich aufziehen würde. Doch vorerst würden sie sich vertragen müssen. Oder viel eher, Samir würde Nuran einfach ignorieren und er hoffte, dass es auch umgekehrt sein würde. Der schwarze Rüde war einfach eine Schlange, die aus dem Schatten kam und wenn es brenzlig wurde, würde sie sich einrollen und zurückziehen, sodass niemand denken würde, dass sie etwas getan hatte, obwohl ihr Biss todgiftig war. Einen Augenblick blickte Samir der falschen Schlange nach, ehe er sich erhob und den beiden Rüden folgte, ohne noch einen letzten und endgültigen Blick auf sein Rudel zu werfen. Dies war das Ende. Sein Ende bei den Himmelswölfen.


[Bei Mika & Nuran; folgt ihnen]

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Gestern stand ich noch am Rande des Abgrunds.
Heute bin ich schon einen Schritt weiter.
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa März 03, 2012 12:10 pm

The sea that we saw was a desert of snowfall
The children of frost marched into the deadly dawn
In their great awe they found an old seesaw
And as they sat down, the season of dark had come

Still beobachtete Blake sein Rudel. Er bemerkte, wie traurig Raziel zu Samir blickte, der vollkomme kalt bei seinen neuen Kampagnen saß. Blake wandte sich enttäuscht ab und lauschte Raziels Worten. Letztendlich nickte er und brachte ein halbes Lächeln zu Stande, auch wenn es ihm nicht gefiel, dass sein Beta nun den Alphafelsen erklomm - seinen Platz, von den Pfoten Mikas beschmutzt. In Zukunft würde er darauf achten, wer sich da oben hinstellte. Niemand würde dort mehr rauf dürfen. Es war sein Platz. Nur seiner. Die Tatsache, dass Mika dort oben gestanden hatte, löste eine Art besitzergreifen auf diesen Platz, der eigentlich auch nur ihm zustand, aus. Selten ging es Blake so. Er atmete tief aus, wie so oft wenn er wütend war und lockerte ein wenig die Gliedmaßen. Es ging ihm nicht gut. Er fühlte sich elend und erniedrigt. Er hatte Angst, dass seine Wölfe sich Mika anschlossen und noch viel mehr Angst hatte er vor dem, was Mika scheinbar plante. Er hatte zwei starke Wölfe an seiner Seite, wahre Taktiker und Denker. Und sie würden sich mit Sicherheit nicht einfach nur still zurückziehen, das wäre ein absurder Gedanke. Blakes bernsteinfarbene Seelenspiegel waren dunkel vor Sorge um sein Rudel. Man müsste sich nur vorstellen, was geschehen würde, wenn einer der Wölfe, oder noch viel schlimmer, einer der Welpen dem Trio begegnen würde. Sie würden kein Mitleid haben, da war er sich ziemlich sicher. Vielleicht Samir, schließlich waren diese Wölfe hier ja seine Freunde ... oder? Würde Samir jeden hier töten, wenn er eine Gelegenheit hätte? Blake spürte Angst vor seinem eigenen Bruder aufstiegen. Samir war stark und intelligent und es war mit Sicherheit nicht ohne Grund gewesen, dass er sich seinem früheren feind angeschlossen hatte. Unwohlsein und Selbstzweifel fuhren durch Blakes Gliedmaßen und er zuckte verzweifelt mit den Ohren. Ein Versuch, seine Selbstzweifel nicht nach außen dringen zu lassen. Was sollte er nun tun? So weiter leben wie zuvor? Die drei einfach ignorieren und vergessen bis sie wiederkamen? Weiterziehen? Das wäre eine schöne Möglichkeit, aber Blake wollte nicht weglaufen. Nicht schon wieder. Das tat er oft genug und er wollte Mika nicht noch einen Grund liefern, sich über ihn lustig zu machen. Das höhnische Lachen des Altwolfes schmerzte in Blakes Seele, auch wenn er sich einredete, dass es nicht so sei. Doch sein Feind verunsicherte ihn in einer Art, wie es kein anderer konnte. Natürlich war es schwer für Blake, dass einfach zu ignorieren, auch wenn er es ehrlich versuchte, doch er schaffte es einfach nicht. Jedes Wort, das Mika gesagt hatte, hatte ihm tief in die Seele geschnitten wie eine Glasscherbe in die Ballen. Ob er nicht doch Recht hatte? War Blake wirklich ein so schlechter Alpha? Dass er keine Wölfe töten konnte, wusste dank Mika nun jeder, doch das war eher Nebensache. Auch die Tatsache, dass er vielleicht wirklich in Migina einen Treffpunkt, falls etwas passierte, aussuchen hätte sollen. Doch wenn er nun seinem Rudel vorschlug, sich immer beim Alphafelsen zu treffen, wenn zum Beispiel wieder ein Erdbeben kam, würde nur beweisen dass Mika Recht gehabt hatte und das Blake sich zu viele Gedanken um die Worte des Alten machte. Himmel, was dass alles verwirrend. Der Graue schüttelte leicht den Kopf, um die düsteren Gedanken zu vertreiben, in denen er zuvor versunken war. Doch die Gedanken waren zu schnell für seinen Kopf gewesen, alles schien sich zu drehen. So bekam er zu spät mit, dass Mika ungewohnt nah vor ihm stand. Er konnte dessen stinkenden Atmen riechen, seinen Geruch vernehmen, direkt in die endlos tiefen Augen sehen. Es schien kein Ende zu geben. Der Hass auf die Welt hatte alles in Mika niedergedrückt. Aber was machte Blake sich darüber Gedanken? Er brachte ein hässliches Grinsen auf seine Lefzen, so dass man seine Zähne sehen konnte und legte die Ohren zurück. Die Kälte in Mikas Augen hatte sich bei dem Blickkontakt direkt auf Blakes übertragen. Wie zwei Spiegel, so waren die verschiedenfarbigen Seelentunnel gerade. Topas gegenüber Obsidian.

"Deine Lüge ist die Wahrheit? Wir werden sehen. Ich kenne dich besser, als du denkst, Bastard ... lass dir das durch deinen Hundekopf gehen."

Ein ebenso leises Flüstern wie das von Mika brachte Blake zwischen unterdrücktem Knurren heraus. Vielleicht hatte er ein bisschen übertrieben, was den Altwolf anging. Vielleicht kannte er ihn nicht so gut. Und doch wusste er mehr über Mika als andere. Vielleicht sogar mehr als Noreya. Er wusste das Mika die Welt hasste und alles was darauf lebte und atmete. Das Rudel war noch in dem guten Glauben, dass der Hybrid nur das Rudel hasste, doch so war es nicht. Das hatte Blake in einem schwachen Moment erfahren. Vielleicht war dies der Grund, weshalb ihn er Mika die Sorge um die Wölfe hier nicht abnahm. Noch ein letzter Blick voller Hass und Eiseskälte, dann ging Mika wieder auf Abstand und zog sich zu Samir und Nuran zurück. Mit neuer Wut und einem neuen Ozean aus Hass starrte Blake seinem Erzfeind nach. Sie würden wiederkommen. Und es würde nicht gut enden. Was sollte er tun? sein Rudel auffordern, sie zu töten? Das ging nicht ... sie waren zu dritt und zu stark und Ramyla würde niemals zulassen, das jemand ihren eigentlich Gefährten tötete. Bei dem Gedanken an die Beiden verfassten ihn Zweifel. War seine Beta wirklich so treu? Sie liebte Samir und früher war sie ihm überall hin nachgelaufen. Auch umgekehrt war es so gewesen. Sie hatte für ihre Liebe gekämpft und nun rutschte sie ihr durch die Pfoten davon. Konnte es vielleicht sein, dass Myla sich ebenfalls anschloss? In letzter Zeit war sie vollkommen verändert. Nicht mehr die Myla von früher. Sie war kühler geworden, vertraute nicht mehr jeden und distanzierte sich von allen. Würde sie vielleicht tatsächlich Samir hinterher laufen...? Blake spürte erneute, extrem starke Zweifel in sich aufkommen. Er beschloss still, seiner Beta nicht mehr so Recht zu trauen. Auch die Tatsache, dass sie nun einfach abgehauen war und ihn und Raziel im Stich gelassen hatte, obwohl sie gebraucht wurde, löste in Blake Enttäuschung aus. Das würde noch ein langer, felsiger Weg werden. Wenn sie überhaupt bis zum Ende kommen würde. Zurzeit schien es eher nicht so. Die Gedanken in seinem Kopf spielten gerade fangen und er war so versunken, dass er ertappt zusammen zuckte, als ihn jemand ansprach. Lonato, so hieß er. Doch bei den Worten des Braunen, zierte ein Lächeln Blakes Lefzen und ihm wurde wärmer ums Herz. Sein eines Ohr zuckte und die warme, gerechte und sanftmütige Gestalt kam wieder aus dem Grauen heraus.

"Ich danke dir für deine Worte, Lonato. Du warst nie ein Ausgestoßener, doch ich heiße dich gerne erneut Willkommen.",

meinte er freundlich und neigte leicht den Kopf. Dann erhob er sich und begab sich zu Raziel, der etwas entfernt saß, um die Situation nochmal zu besprechen, als er endlich den grauen Wolf bemerkte, er sich ihnen näherte. Hatte er etwa gerade mit Mika geredet? Blake hatte es gar nicht mitbekommen. Sein Nackenfell stellte sich auf, als der Graue sich näherte. Als er ihm regelrecht zu seinem Rudel gratulierte, zog Blake nur leicht die Brauen hoch und schnippte etwas verwundert mit einem Ohr. Dem Grauen konnte man nicht so Recht über den Weg trauen. Auch er schien ein starker Gegner zu sein. Als er schließlich Raziel ansprach, warf Blake nur einen verwunderten Seitenblick zu seinem Beta und Freund. Er kannte den Fremden? Seine Stirn krauste sich leicht. Die ganze Situation hier fing an Blake zu überfordern. Er wusste nicht einmal, was er alles Nächstes tun sollte. Er wusste ... gar nichts. Obwohl noch eben so viele Gedanken in seinem Kopf gewesen waren, schien dieser nun leer zu sein. Er überlegte ein paar Sekunden, was er antworten könnte und wie er überhaupt reagieren sollte. Noch nicht einmal richtig verstanden hatte er die Worte. Waren sie höhnisch und ironisch gemeint, oder wirklich ernst? Kurz musterte er dem Grauen und schien ihm schließlich seine Worte abzunehmen.

"Ja. So viel Loyalität erlebt man nicht immer ... von einigen Ausnahmen zu schweigen."

Ein deutlicher Blick zu seinem Bruder und Nuran, die gerade abzogen. Blake bekam noch mit, wie Samir noch einige Sekunden zu zögern schien, aber schließlich zu dem wartenden Nuran aufschloss. Mit einem leichten Knurren blickte er zur Seite und atmete abermals aus.

"Welcher Weg führt sich überhaupt hierher, Fremder? Was willst du hier?",

fragte er schließlich ehrlich und blickte in die grauen Augen des Rüden. Doch dann erregte etwas anderes seine Aufmerksamkeit. Eine weiße, durchaus hübsche Fähe kam auf die drei Rüden zu, wobei der Fremde sie wohl noch nicht sehen konnte. Blakes Augen wurden groß und er blickte die Weiße einige Sekunden lang an. Kurz nickte er Raziel und dem Rüden zu, um sich kurz zu entschuldigen. Er ging Kartane entgegen, doch sie war schon nah bei Raziel und dem fremden Grauen. Er blieb vor ihr stehen, das Gesicht ausdruckslos und die Augen groß. Sein Herz klopfte automatisch schneller, wie immer wenn sie in seiner Nähe war. Ihre Worte waren wie Stiche in sein Herz. Nein! Er wollte nicht, dass sie ging! Er wollte nicht, dass sie sich schlecht fühlte und er wollte nicht, dass sie dachte, sie sei etwas Unbesonderes, nur weil sie noch nicht so lange im Rudel war. Er wollte ihr ein Gefühl von Sicherheit geben und er wollte ihre Nähe um sich haben. Das sie nicht glücklich in diesem Moment war, erfüllte sein Herz mit tiefer Trauer. Er wollte alle ihre negativen Gefühle nehmen und begraben, er wollte dass sie glücklich war. Lange blickte er in ihre dunklen Augen. Sein Herz schlug nach wie vor schnell und es sollte nicht enden - es sollte nur für sie schlagen. Wieso dachte er so etwas eigentlich? Seine Gedanken waren doch sonst nicht so ... so voller Liebe? Ja, er glaubte, er liebte sie. Doch das sollte sie nicht wissen. Nicht jetzt. Später einmal vielleicht, wenn alles vorbei war und sie bei ihm blieb. Selten hatte er so intensive Gefühle für eine Fähe gespürt. Da war Ayana gewesen, eine wundervolle Schönheit, doch er hatte sie verloren. Und in keinem Fall wollte er nun Kartane verlieren. Erst recht nicht an Mika.

"Kartane", flüsterte er und senkte etwas den Kopf, um ihr näher zu sein, "Ich will nicht, dass du gehst. Ich will, dass du hier bleibst, hier bei mir. Ich möchte dich nicht an Mika verlieren. Niemals würdest du hier im Wege stehen. Und bitte denke nicht, dass du kein Recht dazu hast, in meiner Nähe zu sein. Ich möchte dich nicht verlieren ... bitte bleib bei mir."

Blake redete fast leise, so wie zuvor mit Mika, doch nun war seine Stimme sanft und seine Bernsteinaugen voller Sorge, sie zu verlieren. Er drückte seine Schnauze in ihren wunderbaren, weißen Pelz. Wie eine Wüste aus Schneefall, so war sie. Er wollte sie ... nicht auch noch verlieren.


[Erst bei Raziel, Namid, Lonato und Mika || Bei Raziel und Maral || Bei Kartane (in der Nähe von Maral und Razi)]

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   So März 04, 2012 1:49 am

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair
I will destroy your absolute soul


So. Das war dann nun auch vollbracht, ausser jemand lief ihm noch nach. Man musste immer irgendwelche Komplikationen einkalkulieren, aber bis jetzt war es eigentlich ganz gemütlich gelaufen. Ein gutes Zeichzen dafür, dass die Pläne des Buntfells gut voranliefen. Nur ganz kurz flatterte der tiefschwarze Obsidianblick des Rüden hinüber zu Nuran, ohne eine leiseste Spur von Ärgernis darin. Er würde ihn besser im Auge behalten müssen, scheinbar machte er nicht gerne einen Hehl daraus, wenn er andere bespöttelte. Gut, dies tat Mika unter normalen Umständen auch nicht, aber jetzt hieß es gründlich durchdacht zu handeln. Bei Samir hatte er in diesem Punkt keine Bedenken, doch wenn er sich Nuran so ansah, dann hatte er das gefühl, ein Auge auf ihm behalten zu müssen. Das würde er auch zweifelsohne tun, ebenso wie bei Samir. Sie waren starke Wölfe, die ihm sehr gut behilflich sein würden, doch sie waren auf ihre eigene Art auch Ware, mit der man mit äußerster Vorsicht umgehen musste. Jedenfalls schien sich Nuran mit Samir ein wenig einspielen zu wollen, wobei er den Besorgten ziemlich gut miemte. Hmmh. Schauspielern konnte er schon mal gut, dass sollte sich der Hybrid am besten mal merken. Man wusste ja nie, wann einem solch eine Fähigkeit gut kam. Aus den Winkeln seiner tiefschwarzen Seelentunneln bemerkte er wie Kartane auf Blake zutrat. Die Worte, die seine Ohren auf die kurze Distanz hörten machten ihn zufrieden. Wahrscheinlich würde Blake sie davon überzeugen hier zu bleiben, doch wenn die kleine Prinzessin kommen wollte, dann sollte sie nur. Sie würde sie alle ein wenig behindern, doch dagegen wusste Mika das Allheilmittel ja recht gut.
Ein grauer Rüde mittleren Alters trat hinter einem Hügel hervor, was Mika wenig überraschte. Er hatte seinen Geruch schon öfters im Revier wahrgenommen und hatte ihn auch wahrend seiner Rede ein wenig stärker gespürt. Wahrscheinlich hatte dieser zugehört und abgewartet, bis die Gemüter sich ein wenig beruhigt hatten. Amüsiert und selbstbewusst stolzierte er schließlich auf Mika zu, der ihn nur mit einer leicht hochgezogenen Braue erwartete. Die Leftzen seinen massigen Hauptes mit den Knochenbrecherkiefern verzogen sich zu einem sanften Lächeln und er nickte mit einer einladenden Geste.

"Vielen Dank, aber ich würde es bevorzugen, wenn du deine aufreizenden Komplimente lieber den Damen vortragen würdest. Ich habe es nicht nötig, mir soetwas anzuhören.", antwortete er überraschend freundlich und deutete mit seiner Schnauze auf Kartane, da sich fast alle anderen Fähen nach seiner Rede überraschender Weise aus dem Staub gemacht hatten. Egal, ihn hatten Fähen sowieso meist nur wenig interessiert. Ach herrje, der Graue schien ja richtig einen Tango mit dem Sarkasmus zu tanzen, wobei er nicht unterließ das Lied des Spottes zu trällern. Als der fremde Rüde seine Fänge entblößte machte Mika jediglich zwei entschiedene Schritte auf ihn zu und hob den Kopf. Die kalten, endlosen Seelentunnel bohrten sich in die grauen seines Gegenübers. "Weit genug.", antwortete er knapp und seine Leftzen verzogen sich zu einem selbstbewussten Lächeln. Der Graue schien ziemlich durchgelöchert und vernarbt zu sein. Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Vielleicht war es besser, dass er weiter zu Blake und seienr Crew zog. Mika hatte keine Lust, sich mit so einem abzugeben. Da waren seine beiden Lakaien ihm doch hübsch genug. Ein dunkles Doppelgespann, da hätte ein Gräuling nur gestört. Scheinbar gut gelaunt drehte sich der massige Rüde um und verfiel in einen leichten Trab, sodass er die Bäume bald erreichte und ihre Schatten die Körper der drei Rüden in der Dämmerung fast gleichzeitig verschluckten. Der dunkle Blick musterte nun Samir. Der Rabenschwarze hatte sich entscheidend geändert, was ihn eigentlich ziemlich verwunderte. Er wusste nicht wirklich, was der Grund für diese Veränderung in dem Himmelsblut war, doch interessierte es ihn auch nur wenig. Doch die Zustimmung des Riesen gefiel ihm ganz gut, jedenfalls war er nun ein angenehmerer Begleiter als er früher gewesen war. Damals, als sie sich beide geprügelt hatten, ach ja. Wie schnell sich manche nur veränderten.



Is there a reason for your existence?
I will destroy nothing but your existence
Is there nothing you can do?
It seems like, even if, it's not much, not that I care


Er erklomm einen kleinen Pfad der eine felsige, aber moosüberwachsene Böschung hinaufführte und wo kleine Wasserrinnsale sich ihren Weg hindurch suchten. Sein Ziel war eine versteckte Kanzel, die von Farnen verwachsen war. Irgendwann war dort eine der kleinen Höhlen eingebrochen und nun war dort eine zugewachsene, gut versteckte Erniedrigung, in der sich auch ein wenig Wasser sammelte. Mika blieb stehen und senkte seinen Kopf zu dem klaren Wasser um mit einigen großen Schlücken zu trinken. Der etwas längere Weg nach oben hatte ihn ein wenig erschöpft, aber nicht so, dass es sehr leicht zu bemerken wäre. Als er geendet hatte drehte er sich um und seine Augen suchten die Gestalten der beiden Schattenwölfe. Der Wind, der hier weiter oben ein wenig heftiger wehte, konnte in der Vertiefung nicht wüten und so herrschte hier windstille. Ihr Geruch könnte nicht weit getragen werden, doch könnte jemand sehr wohl ihrer Fährte folgen, wenn er sich ihnen anschließen wollte.

{ Nuran & Samir }

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the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   So März 04, 2012 9:36 am

it's all a game,
avoiding failure
when true colors will bleed


Das Knacken unter seinen Pfoten, als er landete, rührte zum Glück nur von den zerbrechenden Zweigen und kleinen Ästen her, die durch die plötzliche Wucht des Auspralls ihren Geist aufgegeben hatten. Den pelzigen Kleinen immer noch im Maul zögerte der Nebelgraue und richtete seine nougatfarbenen Augen in die Schatten des Waldes und dann hoch zu dem immer düsterer werdenden Himmel. Er sog die kühle Luft in seine Schnauze und wunderte sich ein wenig, als sie nicht nur von dem wahrscheinlich bald kommenden Regen kündete. Irgendetwas war da doch nicht in Ordnung oder. Auf diese Distanz konnte er die Stimmen vom Rudelplatz zwar nicht hören, doch konnte er riechen, wie sich viele Gemüter erhitzten und auch einige Spuren von Angst lagen teilweise in der Luft. Cabezans Seelenspiegel weiteten sich erschrocken und seine Läufe spannten sich an. Er hatte keine Ahnung ob er nur überreagierte oder nicht, jedoch hatte er ein besonders ungutes Gefühl in der Brust, fast wie eine Schlaufe die sich immer enger um sein Herz zog. Die Gedanken in seinem Kopf rasten für einen Moment panisch im Zickzack daher. War irgendetwas schief gegangen, während er weg war? Er konnte einige Fremde riechen. Vielleicht wurde das Rudel angegriffen? Aber dann hätte er doch Schreie oder etwas ähnliches hören müssen? Warnrufe? Kampfgetümmel? Er wusste für einen Augenblick nicht wo sein Kopf stand und ließ den braunen Welpen dabei unsanft zu Boden plumpsen, da er vergaß, dass er noch in seinem Maul hing. Eins war klar : Irgendetwas war da am Rudelplatz nicht in Ordnung. Sein Blick zuckte zu Sharouk und leichte Furchen trieben sich in seine Stirnhaut. Er würde sein Patenkind nicht dahin bringen, wo irgendetwas seltsames von statten lief. Bei ihm im dunklen Wald war er doch sicherer, oder? Er war sich nicht ganz sicher und die Zweifel drohten ihn fast zu ersticken. So viel Verantwortung, es wunderte ihn, dass er nicht schon ohnmächtig geworden war. Es war eindeutig nicht gut für seine Nerven und er würde eh wieder eine falsche Entscheidung treffen und alle würden auf ihn wütend sein und vielleicht machte er sich unnötig Sorgen und, oh Gott, wenn sie jetzt angegriffen würden und er Sharouk nicht verteidigen konnte und wenn sie ihn wegnahmen und... VERDAMMT, er musste sich beruhigen und einfach die Entscheidung fällen die ihm am nähesten lag.
Der keuchende Atem des Rüden wurde leises und das panische Klopfen des Amselherzes ruhiger, während er die Augen für einige Momente schloss. Sie würden langsam durch den Wald schlendern und Sachi suchen. Dann könnten sie vielleicht ein wenig Richtung Rudel und gucken, was los war. Vielleicht... Wenn es bis dahin sicher erschien. Keine Grund für Panik, ohhh ja. Tief einatmen, tief ausatmen, tief ein, tief aus, tief... Oh. Verdammt! Wo war Sharouk hin? "SHA-", setzte er schon schreiend an, als er bemerkte wie etwas aus den Blättern vor seinen Pfoten kullerte und es Bernsteinäuglein hatte. Ein erleichterter Seuftzer entfuhr seinen Leftzen und er schubste den Kleinen gleich mal ärgerlich zurück in den Blätterhaufen. Einfach so tun, als wäre alles in Ordnung. La, la, la...


"Äh. Wie - was?", plapperte er verwirrt, als ihn die Piepsstimme des Welpen ablenkte und sein abgelenkter Blick fand nur schwer den des Kleinen. Voll verpeilt mal wieder, mhh. "Äh. Äh. Ja. Genau. Sachi. Öhhh.... Die ist... Sachi ist im weiß-nicht-wo. Oder so.", antwortete er ihm ein wenig neben der Bahn während seine Augen wieder ein wenig nervös die Umgebung musterten. Oh, stimmt ja! Er war so ein Dösel, am liebsten hätte er sich selbst über die Schnauze gehauen. Er wollte doch so wenig wie möglich von seiner...ähm... schlechten Vorausahnung (?) zeigen! Dummer Cabezan. Und jetzt würde er sich schön Konzentrieren. Mei, mei, was war sein Hirn schon wieder ein Chaos! Er senkte seinen Blick und blies Sharouk belustigt über die Stirn, als er sah, dass sein Maul vollgestopft mit Blättern war. "Das habe ich mich auch schon immer gefragt, Kleiner. Aber weißt du, ich glaube die Pflanzenfresser sagen auch 'Iiiih' zu dem Fleisch, was wir so essen.", erklärte er, wobei er seine Stimme so sorglos wie möglich hielt und eigentlich auch stolz auf das Endergebnis war. Er gab Sha ein etwas zu strahlendes Lächeln, wohinter er seine nagenden Sorgen versteckte. "Äh ja. Gehen wir Sachi suchen. Weisst du, auch wenn sie ein großer Fellklotz ist, muss man trotzdem um sie sorgen.", meinte er und packte Sharouk am Kragen.
"Du meintest, du wolltest fliegen? Na dann pass mal auf!" Das Amselherz grinste und trat einige Schritte zurück. Okay, das war jetzt einw enig gewagt, aber egal. Er schleuderte den Braunen in die Luft, sodass er in einem hohen Bogen in den weichen und federnden Blätter haufen flog. Da hatte er seine Flügel. Und jetzt konnten sie abhauen. Cabezan wollte nicht zu lange an einer Stelle verweilen. Erneut prüfte er die Luft, konnte aber nichts genaueres entdecken als letztes Mal. Sollte er jetzt erleichtert sein oder dem trügerischen Gefühl nicht trauen? Ach, das war alles so verdammt verzwickt! Um Sachi machte er sich nun auch Sorgen. Was, wenn ihr etwas passiert war? Oh je, oh je. Er würde sich wahrscheinlich gleich von einem Felsvorsprung der Eulenzunge werfen. Aber was würde dann aus Sharouk... Aaaaah, er durfte doch gar nicht sterben! Denn wenn er starb, hätte er Schuldgefühle wegen Sharouk - er würde doch so traurig sein, Trauma, Kindheit kaputt - und deswegen müsste er sich noch einmal umbringen. Also quasi ein doppelter Tod. Aber Sharouk würde das auch nicht helfen, dass hieß, er müsste am Leben bleiben. Nur wie sollte er das hinkriegen, wenn Sachi etwas passierte? Ach, herrje, wieso gab es denn keine dritte Option zwischen Tod und Lebendig?! Dumme Natur. Ließ einem aber auch keine Alternativen, pah. Abgelenkt wandte er seinen Blick wieder zu Sharouk um sich von seinem dümmsten Gedankengang seit Tagen abzulenken. "Na? Wo würdest du denn als erstes suchen, Sha?", fragte er ihn fordernd. Schließlich musste er doch auch etwas für seine Erziehung tun. Oh, wenn er nur wüsste wie das ging, erziehen. Er wurde ja selbst nicht erzogen, wie sollte er dann jemanden bitteschön erziehen?


{ Sharouk ;; im Wald }

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Di März 06, 2012 7:19 am

    Die Lippen des Schwarzen zogen sich zu einem freundlichen Lächeln, als Samir zu ihm blickte und ihm kurz daraufhin zustimmte, nur um anschließend auch dem Wolfhybrieden zu folgen. Nuran war schon immer ein distanzierter Wolf gewesen, geprägt von desinteresse und lediglich auf sich selbst. Das Schauspiel lag ihm durchaus im Blut, er hatte seinen Körper perfekt unter Kontrolle und wenn er wollte, könnte er wohl selbst seinen größten Feind als Freund rüber kommen. Noch einmal ließ er seinen entschuldigenden Blick über die Menge schweifen während er den Schluss der dreier Gruppe bildete, ein Rudel das er nicht kannte, allerdings wollte Nuran es sich nicht verspielen und wenn es wirklich der Fall war, würde er vielleicht sogar wieder zurück kehren, wobei er das bezweifelte. Man sollte keine voreiligen Schlüssel ziehen und Mika schien in der Tat ein guter Anführer zu sein oder zumindest ein guter Redner. Nur einige Sekunden sollte dieser Moment anhalten, schnell wand er seinen Blick wieder ab, ehe er zu dem älteren schwarzen Wolf aufholte und neben ihm her schritt. Die drei Gestalten verschwanden im Schatten der Bäume, wenn jemand ihnen nun folgen wollte, sollte er es jetzt tun, bevor es zu spät war. Aber im Grunde interessierte es Nuran relativ wenig. Genau genommen hätte er das Treiben lieber noch etwas beobachten sollen und vielleicht nicht den ersten Schritt wagen sollen. Das hatte ihn sicherlich sehr unbeliebt bei den Wölfen gemacht, was ihm ja ohnehin das gelaber von Raziel bestätigt hatte. Aber nun gut, konnte man eben Nichts machen. Seine nächsten Schritte würde er sich nun jedenfalls gut durchdenken, die beiden Älteren würden wohl nun sein weiteres Leben bestimmen, wobei, nein er würde es sich nicht durch einen Fehltritt nehmen lassen, vielmehr würde er sich einfach von ihnen trennen, wenn es tatsächlich notwendig war. Das neue Rudel war ein abgeschlossenes Kapitel für Nuran und nun würde er sich mit zwei weiteren Wölfen durchs Leben schlagen müssen, wenn es keinen weiteren gab, welcher sich ihnen anschloss. Nur zu schade, das sogut wie alle Fähen weggelaufen waren, wirklich. Es wäre sicherlich amüsant gewesen, eine Fähe dabei zu haben oder mehrere. Aber wer wusste schon, vielleicht würde Mika es ihnen ja verbieten sich mit ihnen zu amüsieren, schließlich war er doch der ´Alpharüde´ und es war ja nicht normal, das ein ´gewöhnliches Rudelmitglied´ an die Fähen ranmacht. Naja, auch nicht der Weltuntergang. Eine neue Party würde beginnen und Mal sehen wie lange dieses Fest anhalten wird.

    "Ach und... Freut mich Samir das du uns begleitest, ich hoffe Mal das wir gut miteinander klar kommen werden."

    Wand er sich dann auch schon mit einer gestellt ´freundlichen´ Stimme an den Rüden.
    Natürlich interessierte es ihn nicht ob sie sich nun gut verstehen würden oder nicht. Hauptsache die Zusammenarbeit würde gut verlaufen und es würde keine sonderlichen Auseinandersetzungen zwischen ihnen geben, denn darauf hatte Nurn nun wirklich keine Lust. Erneut zog sich ein freundliches Lächeln auf die Lippen des Schwarzen. Nichts, wirklich Nichts würde seine wahren Gedanken und Absichten preis geben. Keiner dieser beiden törichten Wölfe würde bemerken wie er wirklich war und es würde sicherlich ein amüsantes Schauspiel abgeben. Mal sehen zu was sie es brachten und ´hoffentlich´ würde die ´Musik´ bei ihrem ´kleinen´ Tanz nicht ausgehen. Denn das wäre sicherlich ´jammerschade´, nicht?
    Hoffentlich würde ihn das ganze auch unterhalten können. Denn Langeweile hatte er ja schon genug im alten Rudel erlebt. Ehrlich gesagt war das auch wirklich dass einzige gewesen, was wirklich interessant war. Wobei die Rudelmitglieder sich nicht so ´toll´ benommen hatten, wie Nuran es eigentlich gewollt hätte. Alle Fähen waren im Wald verschwunden, vielleicht trafen sie ja auf eine? Ach auch egal. Genauso wie diese minderbemittelten Welpen, oder wo sie sonst hingelaufen waren... Die Rudelmitglieder sagten Nichts sonderlich interessantes und der ´Alpharüde´ hätte ja noch nicht einmal versucht die beiden Mitläufer aufzuhalten in ihre neue ´Zukunft´ zu laufen. Echt schade, aber was hätte man auch schon erwarten sollen?
    Eine Weile später fanden sie sich dann auch schon an einem ´sicheren´ Platz wieder. Machten sie hier nur eine Rast oder wollten sie hier nun gänzlich bleiben? Der ´Boss´ lief zu einer Wasserstelle und gönnte sich ein paar kräftige Schlücke. Nun gut, Nuran hatte das ganze um ehrlich zu sein nicht so sonderlich angestrengt, wobei zu erwähnen galt, das er hier ja auch mit zwei ´Herren´ unterwegs war und wohl auch Samir vielleicht etwas ausser Atem sein würde. Obgleich Mika einfach nur Durst haben konnte, Nuran kannte ihn zu wenig, als dass er nun ein Urteil schaffen konnte, so das es bei einer einfachen Spekulation bleiben musste. Aber nun gut. Weitere Gedanken darüber würde der Schwarze sich sicherlich nicht machen, dazu war es einfach viel zu uninteressant...

    "Bedauerlich das dir niemand richtig zugehört hat, Mika."

    Ergriff Nuran dann auch schon gewählt die Stimme um jene unangenehme Stille welche sich zwischen den Dreien gelegt hatte zu legen. Doch wirklich ´schade´ oder ´bedauerlich´ fand Nuran es nicht. Mika konnte von Glück reden das Blake ihn nicht den Garr ausgemacht hatte, es wäre ein leichtes für den Alpha gewesen, oder etwa nicht? Bekanntlich waren doch die Stärksten die Rudelanführer. Aber nun gut... Blake hätte ihn bestimmt nicht getötet. Er hatte es die ganze Zeit zuvor nicht getan, warum also jetzt? So schnell änderte sich niemand und vorallem nicht was das anbelangte. Im Gegensatz zu Blake hatte Nuran nicht das geringste Problem damit irgendjemanden zu töten, vielmehr lag sein Problem darin die Gefühle anderer nachempfinden zu können oder sich gar an jemanden zu binden. Einen Moment sah er sich in der Höhle, in welcher sie sich befanden um. So schlecht war das eigentlich gar nicht um ehrlich zu sein...
    Jedenfalls würden sie bestimmt nicht so schnell von einen fremden Wolf gefunden werden.


[ SAMIR & MIKA ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mi März 07, 2012 3:13 am

Nuray schaute in den Himmel und dachte dabei an ihre Zukunft, oder hatte sie keine? Aber das war ja eigentlich auch egal schließlich lebt sie im jetzt. Langsam setzte die junge Fähe eine Pfote nach der anderen auf den Boden und lief weiter immer weiter, so weit wie ihre Pfoten sie tragen würden einen Weg zurück gibt es so wie so nicht. Ein Geräusch riss sie aus ihren Gedanken und schaute in den Busch der sich bewegte, schnell sog Nuray die Luft ein und witterte ein Kaninchen. Sicherlich hatte das Tier dieses Geräusch verursacht aber nach Jagen war ihr nicht. Endlich hatte sie einige Minuten zeit für sich, wo Nuray nicht die Rebellin spielen musste sondern sich so zeigen wie sie eigentlich ist. Nur zu gerne würde Nuray ihr wahres Ich zeigen aber was wenn sie als Schwächling bezeichnet werden würde? Nein das kommt nicht in Frage. Nuray hatte es bis hier her geschafft, so wie sie es sich wünschte und das gibt sie nicht auf. Nach dem ganzen denken hat Nuray ganz vergessen wo sie sich eigentlich befand und wo sie überhaupt hin wollte verwirrt schaute die Fähe sich um.

''Das war ja wieder logisch, nie weiß ich wo ich hin möchte geschweige den wo ich bleiben kann.''

Verloren irrte sie weiter durch die Gegend bis sie ein Geruch wahr nahm der eindeutig von fremden Wölfen kam. Genau wusste Nuray nicht ob sie sich freuen sollte oder doch eher weiter ziehen soll, aber irgendwie war es doch egal. Eine Abfuhr nach der anderen kann nicht schaden denn was eh schon verloren ist kann einem nicht zweimal genommen werden. Unsicher lief die weiße zu dem Geruch und wartete erst etwas ab, schließlich musste Nuray sich ein Bild von der Sache machen. Drei fremde Gerüche lagen in der Luft und alles nur Rüden. Mit Entschlossenheit trat die Fähe aus den Büschen und entdeckte etwas weiter abseits die Rüden, aber einer von ihnen sah nicht nach Wolf aus zumindest nicht wirklich. Mischling schoss es ihr durch den Kopf aber komplett sicher war Nuray sich nicht. Mit gemischten Gefühlen trat sie näher aber angst hatte Nuray nicht, im gegen teil, aber wenn das ein Rudel sein sollte warum denn so wenig und nur Rüden? Und wenn überhaupt warum interessierte sie sich dafür. Was andere machen konnte ihr doch egal sein damals war Nuray auch auf sich alleine gestellt nach dem sie ihren Vater ermordet hatte. Schuldgefühle wurden bis heute nicht geweckt und das wird sich nicht ändern niemals, später kann es sein das Nuray von ihrer Vergangenheit eingeholt wird aber daran muss man nicht denken was geschehen ist, ist geschehen. Nuray Sayari beobachtete die Rüden etwas und bleckte leicht ihren Fang, doch schloss ihn wieder.
warum sollten die mich verletzen? Und wenn, dann lernen sie mich Kennen.Sie werden doch sicherlich merken das jemand in der nähe war oder etwa nicht? Und wenn nicht, dann ist die Nase der drei nicht gut.


[ sieht Mika, Samir & Nuran]


Zuletzt von Nuray Sayari am Do Apr 26, 2012 12:53 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa März 10, 2012 7:05 am

Sharouk hang wider mal in Cabes Maul, wider mal. Gerne würde er ja selber gehen, er würde bestimmt mithalten können mit seinem Paten. Da war er überzeugt, seine Läufe waren doch stark genug und er war doch der beste Läufer im Rudel. Okay eigentlich ganz und gar nicht, aber er war schneller als Kalu oder doch nicht? Ach egal, jedenfalls war er der Beste Punkt und der schönst das konnte man nicht leugnen. Denn er hatte die Schönheit seiner Mutter, das braune Fell und ihre Augen oder die Augen nicht? Jedenfalls aber das Fell und er würde bestimmt so groß und stark werden wie sein Papi Samir. Er war ja schließlich der Sohn von Samir, einem Krieger der so stark war, das er mit allen aufnehmen konnte. Sogar einem Bär! Gerne malte sich Sharouk Fantasien aus, wo er schon groß war, so groß wie sein Vater und er an seiner Seite einen richtig großen Bären besiegten. Aber auch träumte er meist von Cabe, wie er mit ihm Wälder durchstreifte und richtige Biester besiegte. Der Kleine hang nun mal an seinen Paten und liebte diesen wie sonst keinen, es war als ob dieser sein zweiter Papi wäre, wenn Samir mal keine Zeit hatte.
Ja Papa musste immer irgendwas machen oder war einfach zu faul um mit Sharouk zu spielen und genau da war nun mal Cabe da. Er war für den Kleinen immer da und spielte mit dem wann immer Sha wollte, auch wenn manchmal der graue Rüde sogar selber müde war.

Irgendwie war der Kleine nun mal so versunken in den Gedanken, das er gar nicht Cabe zuhörte sondern die Blätter anstarrte und dann fragend zum grauen hochguckte „Umm was hast du gesagt?“ Wie manchmal der Kleine aufpasste kaum in Gedanekn versunken bekam er nichts mehr mit. Okay er hat die Hälfte eigentlich mitbekommen mit Sachi, Fleisch und Ihh aber ansonsten nichts mehr. Und nun da waren wir schon wider der Kleine war im Maul des Rüdens. Was aber Sha einzige Sorge war, das der graue Rüde nicht auf sein Fell sabberte. Ihh Sabber überall das ihm Fell klebte, aber nur zu gut das dies nicht ein einziges Mal passierte als Cabe ihn tragte. Das wär auch irgendwie, ja irgendwie wää wenn der Kleine voller Sabber war, obwohl Sha manchmal Cabe das Gesicht mit seiner kleinen Zunge abschlabberte. Okay das war nun ja was ganz anderes, für einen Welpen war es halt okay einen anderen anzuschlabbern. Damit zeigte er nun mal das er jemanden lieb hatte und er hatte nun mal Cabe lieb. Wieder flogen sie über Gebüsche und wider rasste das Herz des Kleines voller Glück. Er musste einfach auch mal lernen zu fliegen, genau wie Cabe und dieser musste es ihm beibringen.

Sofort, nicht sofort sondern nachdem sie Sachi gefunden haben. Der Kleine schloss die Augen, denn der Wind schlug gegen das Gesicht des Welpen, das sie Augen zu tränen angefangen haben. Wie konnten die anderen dies nur aushalten, jedenfalls er nicht. Auf einmal sah er war, was ihn Fipsen lies und wie wild zappeln lies damit er sich befreien konnte von Cabes Fängen. Schon wider zappelte der Kleine rum und fiel mit dem Po nicht gerade schön auf den Boden. Das Ergebnis sein Po tat ihm weh, aber dies war im egal. Als er das sah und laut, glücklich und kläffend zu der braunen Fähe sprang „MAMA!!!!!! MAAAMAAA!! MAMI!! Und stürzte sich nur auf seiner Mutter und kuschelte sich in ihr Fell ein, was das blöde war. Wo war Kalu, er drehte sich im Kreis und schaute zu seiner Mutter „Mama wo ist Kalu? Und hast du Sachi gesehen? Ich glaube sie denkt wir spielen verstecken und ist davon gerannt…umm ja das ist wegen dem, das ich ja mein Puk gesucht habe. Aber Cabe hat mich gefunden und nun ja jetzt sind wir hier und also hast du Sachi gesehen Mama?“ Schaute der Kleine zu seiner Mam hoch und dann wider zu Cabe.


{bei Cabe / hat gar nicht mitbekommen was Cabe gesagt hat / sieht Myla und befreit sich aus Cabes Fang wider mal und landet unweich auf den Po und rennt zu Mama und labbert sie voll}
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mo März 12, 2012 2:17 am

erinner mich an liebe
zeig mir, wer du wirklich bist
erinner mich daran, wie es sein kann



Der Weiße sah zu der Fähe und sah immer wieder in ihre Augen. Eine Weile blieb er regungslos stehen und starrte sie einfach nur an. Seine dunklen Augen ertasteten ihre und kurz darauf auch ihren Körper, der mit mehreren Schichten Fell zugedeckt worden war. Ihn hätte interessiert, was sie getan hätte, wenn er geknurrt hätte oder wie ein Welpe auf sie zugegangen wäre und ihr von oben bis unten abgeleckt hatte. Es wäre eine lustige Idee gewesen, aber das hatte er sich jetzt versaut.
Somit hörte er nur ihren Worten zu und ein seeliges Lächeln strich auf seine Lefzen. Das war nun der Zeitpunkt dem Monster in sich ein wenig Freiheiten zu geben. Also meinte er mit einer leicht bedrohlichen Stimme;

"Wenn dein Rudel unter verschlossen eine Körperhaltung, so wie du sie hast und die Worte, so wie du sie gewählt hast versteht, wundert es mich, dass dein Rudel noch am Leben ist."

Langsam zog er seine Lefzen hoch und zeigte seine Zähne ein wenig. Sie näherte sich ihm um an den Welpen zu kommen, der angefangen hatte zu stottern. Ruhig beobachtete, wie das Kleine am Kragen hoch gehoben wurde und die Fähe es wegschleppte. Sie suchten nach der Mutter des Welpen.
Sie ließ Azzardo einfach so alleine. Ha! Er hätte sie von hinten angreifen können. Dummes Blag, sagte eine Stimme in seinem Inneren.
Mit angelegten Ohren schlug er ihre Richtung ein und folgte der Kleinen durch einen großen Abstand. Er bahnte sich einen Weg zwischen den Pflanzen her, um nicht ihren gehen zu müssen. Vielleicht würde etwas passieren und er folgte ihr nur, weil sie ihm gegenüber ein wenig offen gewesen war.




{ folgt Kimba }


ich folge dir
ich passe auf dich auf
ich bin da

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa März 17, 2012 1:13 am

Laini trottete gedankenverloren über einen kleinen, erdigen Hügelkamm. Abwechselnd blickte sie nach links und nach rechts, obwohl sie nicht einmal selbst wusste, wozu sie sich überhaupt umsah. Lange schon hatte sie keine Wölfe mehr zu Gesicht bekommen und sehnte sich nun nach ein wenig Gesellschaft.

An einem kleinen See senkte sie den Kopf um ein wenig von dem klaren Wasser in sich aufzunehmen und um ihren Durst zu stillen. Nachdem sie lustlos einige Schlucke getrunken hatte, machte sich auch der Hunger langsam bemerkbar und sie hob die Nase um mögliche Beute zu wittern. Ein paar Meter vor ihr vermutete sie einen nichts ahnenden Wildhasen im Gebüsch, der weitgehend mit fressen beschäftigt war. Eine leichte Beute, aber mager dachte sich die weiße Wölfin, deren Hunger nun fast unerträglich war. Seit Tagen streifte sie in einer Art "Betäubung" umher, die ihr keinen Anlass zum Jagen oder Fressen gab. Der Verlust ihrer Familie saß tief in ihrem Herzen, zu tief um ihn verdrängen zu können.

Laini atmete einmal tief durch, stellte die runden Ohren auf und kauerte sich dann in ihre gewohnte Jagdstellung nieder. Schleichend kroch sie vorwärts, immer bedacht den Hasen nicht aufzuschrecken und keine Geräusche zu verursachen. Blind vor Hunger gab sie den Anschleichversuch aber bald auf und stürzte mit einem grollen in ihrer Brust mitten ins Gebüsch. Der Hase reagierte sofort und hob die Hinterläufe um seinem angeborenem Fluchtinstinkt zu folgen. Laini jedoch war schneller und presste ihn mit ihren kräftigen Pranken rechtzeitig zu Boden. Schließlich versenkte sie ihr Gebiss in dem Nacken des Hasen und brach ihm das Genick. Nun hing er schlaff in ihrem Maul, das Blut tropfte an ihm herunter und seine Augen blickten leblos ins leere.

Froh ihren knurrenden Magen zu füllen, verschlang Laini den Hasen hastig und leckte sich mit ihrer rauen Zunge ums Maul. Ihr Hunger war nicht vollständig gestillt, aber für den Anfang würde es reichen. Sie lief noch einmal zu dem See zurück aus dem sie ein, zwei Schlucke trank bevor sie ihre Wanderung über den Hügelkamm fortsetzte.


Sie war nicht einmal fünf Hasensprünge weit geloffen, bevor sie einen eigenartige Geruch bemerkte. Laini blieb sofort stehen und erkundete mit wachsamen Augen die Umgebung. Der Geruch kam ihr bekannt vor, er schien so heimatlich und beschützend. Wolf! erkannte sie nach einigen Momenten der Unwissenheit. Sofort hob sich ihre Laune und ihre sonst so trüben und traurigen Augen nahmen einen neuen Glanz an, den man bei ihr schon lange nicht mehr sehen konnte. Sie versuchte genauer zu riechen und erkannte, dass es sich wohl um eine einzelne Wölfin handelte. Die Rute hoch erhoben, stolzierte sie der Geruchsspur hinterher und hielt nach der vermuteten Wölfin Ausschau.


[Alleine | kleiner Hügelkamm | Nimmt Neys Geruchsspur auf]
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa März 17, 2012 12:48 pm

Forgive me
I have but two faces
One for the world
One for God
Save me
I cannot cry 'cause the shoulder cries more
I cannot die, I, a whore for the cold world


Mit eisernen und zugleich vollkommen federleichten Schritten ging Samir voran. Nur die, die den Wolf in und auswendig kannten würden sehen, dass seine Körperhaltung von unbennenbarer Last niedergedrückt wurde ... doch zum Glück gehörte keiner dieser Wölfe hier zu denen, die ihn kannten. Für sie war er nur ein Rüde, der selbstbewusst dem größten Feind des Alphas folgte ohne Reue oder Mitleid. Die Einzige, die ihn wirklich gut kannte wäre Moira gewesen. Er hatte das Bild genau vor sich, wie sie vor ihm saß und aus ihren großen, blassen Bernsteinaugen zu ihm aufsah, wie ihre Augen regelrecht durch ihn hin durchblickten in die Tiefen seiner Seele. Es war etwas gruselig für ihn gewesen und zugleich unglaublich faszinierend. Kurz schloss er die Augen. Moiras Tod früher war unnötig gewesen. Wieso nahm das Schicksal immer solch wundervolle Fähen wie sie? Erneut kam die Sequenz in seine Gedanken, wie die Weiße auf den Abgrund zu rutschte und er noch unabsichtlich in sie hineinkrachte. Den Moment hatte er nie vergessen und er würde ihn nie vergessen. Mit einem Mal war alles Adrenalin durch seinen Körper gepumpt wurden, sein Herz war stehen geblieben nur um in fünffacher Geschwindigkeit weiterzuschlagen. Oh nein, dieses Gefühl könnte er niemals vergessen. Der schwarze atmete aus und öffnete die Augen wieder. Sie näherten sich einem Wäldchen und hatten Blakes Revier verlassen. Gut so. Er wollte die Gerüche der Anderen nicht mehr in der Nase haben. Eigentlich wollte er nichts riechen, nichts sehen, nichts hören. Er wollte irgendwo liegen und schlafen, von Moira träumen um ihr endlich einmal wieder nahe zu sein. Seine Halluzinationen von ihr hatten sich verringert, als seine Liebe zu Ramyla stärker geworden war, nur um anschließend ganz zu verschwinden. Er hatte es teilweise nicht bemerkt und verdrängt, nie daran gedacht. Doch jetzt fiel es ihm auf. Deutlicher als je zuvor. War sie etwa böse auf ihn? Weil er eine andere liebte ... oder geliebt hatte? Nein, das passte nicht zu ihr. Doch wieso war sie dann verschwunden? Er wollte sie endlich wieder sehen, er wollte ihren Geist spüren, auch wenn jener immer verschwand wenn er sich zu sehr näherte. Der Pechschwarze beschloss für sich, sich einen ruhigen Platz zu suchen, sobald Mika Rast machte und dann einfach zu schlafen. er war zwar sehr skeptisch gegenüber Nuran, doch Mika würde nicht zulassen dass er einen so starken Mitstreiter wie ihn umbrächte. Eingebildet? Vielleicht.

"Mit Sicherheit."

Der Schwarze wandte sich zu Nuran um, der ihn abermals angesprochen hatte. Samir hatte keinen Nerv dazu, jetzt viele Worte an seinen mit Masken spielenden Freund zu verschwenden. Nurans falsche Freundlichkeit war ja fast schon so ekelig wie Honig. Und doch beeindruckend. Er müsste sich vor dem Maskenspieler in Acht nehmen, so viel stand fest. Kurz huschte sein Blick über das verstellte Gesicht des Schwarzen, ehe er sich wieder wegdrehte um die Umgebung in Augenschein zu nehmen. Sie hatten eine Art Bucht erreicht. Eine eingestürzte Höhle vielleicht? Er trat näher an das Wasser heran, aber weit genug weg von Mika, der scheinbar von dem Lauf erschöpft war und trank. Samir blickte in sein eigenes Spiegelbild, vom Wasser zerstückelt und verschwommen. Die hellen Augen hoben sich deutlich vom Pelz ab. Er sah aus wie immer, oder? Er hatte sich nicht verändert. zu mindestens nicht äußerlich. Er beugte seinen Hals und fuhr mit dem Fang einmal durchs Wasser ehe er sich ebenfalls einige Schlucke gönnte. Nuran durchbrach währenddessen die Stille und Samir verdrehte unmerklich die Augen. Damit würde er bei Mika wohl kaum punkten können. Der Rüde hob den Kopf wieder und schleckte sich die letzten Himmelstränen von den Lefzen. Dann umschlich ein fremder Geruch seine Nase. Seine Ohren zuckten zurück und sein Nackenfell stellte sich leicht auf. Fast rechnete er damit, dass es Ramyla war, doch sie roch anders. Irgendwie nicht so süßlich. Es verwunderte ihn, dass er enttäuscht darüber war, dass es eben nicht Ramyla war, die sich näherte, sondern irgendeine Fremde. Eine Fremde, die auch noch süßlich roch, schwächlich, so konnte man es nennen. Seine Augen huschten von Mika zu Nuran und schließlich auf das Gebüsch, wo sich schließlich eine relativ kleine, weiße Fähe zeigte, eine Narbe über dem Auge und vollkommen schwach gebaut. Himmel. Was wollte sie denn? War sie wirklich so töricht zu glauben, sie könnte sich einfach so mal drei Rüden nähern, die bei Weitem stärker waren als sie es war? Leicht hob er die Augenbrauen hoch und blickte die Fremde kühl an.

"Was willst du hier?"

Seine Stimme war genau wie sein Auftreten: Kühl, klar und verschlossen. Er blickte in ihre Augen und wusste noch immer nicht Recht, was er von ihr halten sollte. Einerseits war sie dumm, weil sie sich ihnen näherte und andererseits auch mutig, weil sie es überhaupt wagte. Er war unschlüssig, in welche Schublade er sie stecken sollte. Vorerst wohl in gar keine. Als wartete er nur auf ihre Antwort und auf die Reaktion Mikas.


[Bei Mika & Nuran || Bemerkt Nuray]

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Gestern stand ich noch am Rande des Abgrunds.
Heute bin ich schon einen Schritt weiter.
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mo März 19, 2012 7:23 am

Raziel blieb still sitzen, blieb still neben seinen Rudelführer sitzen. Was sollte er auch weiteres sagen etwa alles wird gut? Sie werden uns oh bestimmt nicht angreifen? Haha da fällt sogar der Habbicht lachend vom Ast, reine Lüge wenn sie konnten würden sie dies machen. Sie würden jeden einzelnen umbringen und bestimmt würde Mika das machen. Ohne zu zögern jemanden einfach so dir nichts umbringen. Vergebung? Gnade? Nein, diese Wörter waren dem Altwolf bestimmt fremd. Jedoch wollte Raziel nichts mehr an Gedanken verschwenden, er wollte einfach jetzt seine Ruhe lassen. Aber irgendwie spürte er noch den Zorn in ihm. Gerne würde er jemanden reißen, er würde sich einfach abreagieren. Er lies seine Gedanken einfach kreisen, wusste nicht an was er denken sollte. Seine Gedanken sein Erinnerung alles war in Unordnung und kreisten herum, mal tauchten schöne Bilder manch hässliche auf. Kurz schloss der Rüde seine Augen, um sich zu ordnen. Doch es gelang ihm einfach nicht. Genervt zu sich selber knurrte er, es war für niemanden bestimmt. Für niemanden, nur für sich selber. In den Rüden herrschte nun mal das totale Chaos und er wusste nicht was er tun sollte oder gar kann, was konnte er schon jetzt unternehmen? Etwa Samir nachlaufen und ihm zu bieten er solle bleiben? Er hatte gerade seinen Freund an diesen hässlichen Bastard verloren und dies trieb in zu Rage. Die Wut kochte auf, er musste sie schürren oder sie würde bald einen Unschuldigen treffen. Er musste sie schürre, er musste sich sammeln besser an einem ruhigen Ort. Aber jetzt alleine rumstreuen, wo dieses Pack von Abschaum rumstreifte? Nein, zu gefährlich obwohl vielleicht er es mit alle dreien würde aufnehmen. Okay er war ja auch nicht mehr der jüngste und was war dann mit Mika? Der war auch nur ein Fell aus Knochen und Falten, er stank nur regelrecht vor Verwesung des Alters.

Seine Ohren waren gerade nicht empfänglich für irgendwas in der Art von Gespräche auch hörte er nur Bruchstücke. Er war gerade einfach zu Unaufmerksam aber sah wie die Meute in dichten Gebüsch verschwand. Erleichternd atmete er auf, es war vorüber und bald würde wider ein bisschen Ruhe hier herrschen. Aber trotzdem würde das Rudel in Alarmbereitschaft sein. Seine Augen schweiften zum Himmel und sahen nur, wie die Sonne langsam sank. Bald würde die Nacht heran brechen und schon waren auch die ersten Sterne zu sehen. Doch die Frage war, konnte er überhaupt noch schlafen? Oh Gott, als ob das ihm schon nicht reichte kam doch dieser mit dazu in die Partie. Raziel war immer noch angespannt und der Hass glühte frisch auf, er kannte diesen Wolf. Er verabscheute diesen Wolf, er würde ihm sofort an die Kehle sprengen wenn er konnte. Er würde es einfach jetzt tun, hier und jetzt. Seine Haare sträubten sich wie auf Kommando, seine Muskeln spannten sich ein. Er würde gleich diesem hässlichen Rüden seine Kehle ausreißen, doch hielt ihn was zurück. Nur Hass spiegelte in den Augen des Rüdens und seine Lefzen zuckten nur regelrecht. Diese Stimme verursachte nur nach mehr dem Wollen in ihm, den Rüden gleich anzuspringen. So einen schlechten Zeitpunkt konnte sich ja niemanden aussuchen Raziel gerade nur aufzufordern.

Wenn auch nicht dieser Rüde ihn noch mehr reizte er wusste genau was er am Schluss des Satzes formte und meinte. Nein, das war zu viel. Ein drohendes Knurren kam aus dem Lefzen des schwarzbraunen Rüden „Du last dich hier noch blicken?! Verschwinde hier so grauer Klump oder ich mach dir Beine.“ Wie auf Kommando sagte ihn im was er solle dem Rüden in den Boden drücken und das tat er auch, es war einfach nicht voraus sehe bar nicht berechenbar gerade. Der schwarzbraune Rüde drückte den Grauen regelrecht in den Boden, seine Augen waren voller Hass, seine Ohren nach hinten gelegt und seine weißen Fängen waren zu sehen. „Reiz mich lieber nicht du Kotzpopel, sonst wird es deine letze Tat sein.“ Und dann lies er von diesem grauen dummen hässlichen Rüden ab und ging einfach ohne ein Wort zu sagen. Wenn Blake diesen aufnehmen würde, würde Raziel ohne ein Wort gehen. Er konnte nicht mit solch einem Arschloch zusammenleben. Soll er sich bloß aufmucken dieser Graue Rüde, die anderen wussten nicht was er gerade gesagt hat aber getan. Was sie dabei denken werden, war bestimmt das Raziel nur seinen Rang unter beweis stellte. Wenn dieser es wagen würde noch einmal ihm so zu kommen würde er sehen, wo er bliebe. Ohne nach hinten zu sehen ging er zu seiner Gefährtin, sie lag an einem Baum. Der Rüde ging still zu ihr und legte sich neben ihr hin und drückte seine Schnauze in dessen Fell. Sie war wie Balsam für seine Seele, aber trotzdem blickte er den Rüden feindlich von der Seite und fletschte noch einmal die Zähne für ein Zeichen der Warnung. Er schaute zu Sakura und schnaufte kurz und legte danach seinen Kopf in die Pfoten „Heute geht ja auch alles schief. Er das und jetzt kommt dieser Graue Mistgeburt daher. Wenn ich könnte würde ich sofort reißen…wenn du wüsstest wie sehr ich ihn hasse. Irgendwie geht zurzeit einfach alles schief. Ich glaube langsam die Welt stellt sich gegen uns. Und glaube mir wenn Blake diesen Abscheulichen Rüden hier aufnimmt geh ich ohne ein Wort…“ Und blickte noch kurz zu Sakura bis er dann sein Blick irgendwo anders schweifen lies.


{hört gar nicht mit was die andere labbern – sieht Maral – wird Aggro- motzt diesen an – drückt diesen überraschend zu Boden und bedroht/warnt diesen – lasst von diesen ab – geht zu Sakura um zu lästern und sich zu beklagen}

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Mi März 21, 2012 9:28 am

Das große Spiel war eröffnet und nun würde für eine kurze Zeitdauer wohl erst einmal Ruhe einkehren müssen. Trügerische Ruhe natürlich, eine Ruhe in der eine krampfhafte Anspannung lag. Die Ruhe vor dem Sturm, wie man so schön sagte. Sie mussten sich organisieren und einen Plan ausarbeiten. Vor allem musste er aber gute Überzeugungsarbeit leisten. Der Altrüde war sich immer noch nicht sicher, wie weit Samir ihm folgen würde. Mikas Absichten liefen alle irgendwie auf einen Angriff des Rudels hinaus, auch wenn seine eigentliche Absicht nur Blakes Tod war. Mit zwei Wölfen, auch wenn es erfahrene und muskulöse Kämpfer waren, konnte er nicht sonderlich viel gegen ein ganzes Rudel ausrichten. Es war natürlich möglich, aber es bestand ein gewisses Risiko, wenn sie so in der Unterzahl waren. Er musste einfach darauf hoffen, dass sie noch irgendwelche fremden Wölfe abfangen konnten und für ihre kleine Gemeinschaft überzeugen konnten. Wenn es sein musste, dann mit Manipulation. Er musste nur aufpassen, dass Nuran und Samir davon keinen Wind bekamen. Bei Nuran wäre es nicht mal ein so großes Problem, doch Mika hatte das Gefühl, besonders bei Samir vorsichtig sein zu müssen. Wie auch immer, er durfte nicht zu viel von seinem wahren Wesen und wahren Intentionen zeigen, sonst könnte es leicht geschehen, dass er die Treue seiner Begleiter verlor. Sie lagerten nun in einem der Ausläufer der Eulenzunge und würden so ohne große Probleme die Machenschaften im Rudel wenigstens ein wenig im Auge behalten können. Was wirklich nützlich sein könnte, wäre ein Spion, aber dafür müsste er sich der Treue dieses Exemplars vollständig sicher sein. Außerdem dürfte das Rudel den Spion nicht kennen. Jedenfalls wäre es so oder so praktisch, wenn noch ein paar potentielle Wölfe bei ihnen antänzeln würden.

Das oberflächige Geblubber Nurans aus dem Hintergrund nervte den Bunten ziemlich, jedoch ignorierte er dies gekonnt. Schleimerei wie der Schwarze es praktizierte, war Mika ja eigentlich zuwieder und er überließ es eher den Schnecken und anderem Ungeziefer. Das dunkle Augenmerk des Nebelwolfes, glänzend und schwarz wie Obsidian wechselte schließlich doch zu Nuran hinüber, als dieser das Wort erhob. Der kühle Gesichtsausdruck änderte sich kaum und er nickte nur leicht, ohne jegliches Anzeichen von Interesse. Über das gleiche Thema hatte er schon mit Samir einige Worte gewechselt und es reizte ihn nicht sonderlich jetzt auch Nuran auf diese Aussage zu antworten. Also beließ er es erstmal dabei und ging nicht weiter darauf ein. Er klopfte mit seiner buschigen Rute kurz auf den Grund der kraterähnlichen Grube und blickte die beiden Schattenrüden ernst an.

"Es ist kein schlechter Platz hier. Ich bin mir noch nicht sicher ob wir durchgehend hier lagern werden. Wir werden mal sehen, aber bestimmt werden wir noch etwas herumziehen. Wir müssen uns mit dem Terrain der Eulenzunge besser bekannt machen und andere sichere und strategisch gut gelegene Orte finden., erklärte er leise, während er seinen Blick zu dem immer düsterer werdenden Himmel schweifen ließ. Heute war es nicht mehr so praktisch, sich noch auf eine Unternehmung einzulassen. Die Gedanken sollten erst einmal reifen und geordnet werden, dann konnten sie weiter sehen. Schließlich konnten sie heute immer noch planen oder was auch immer.

Der muskulöse Rüde wandte sich langsam um, als ein feiner Fähengeruch an seine Nase schlug. Sie schien nicht zum Rudel zu gehören, eine Fremde. Ein Glücksfall? Vielleicht auch nicht. Es gab so manche Zicken unter den Fähen. Er trat zwischen seinen beiden Kompagnons hindurch ein paar Schritte auf die Fremde hinzu. Die graue Rute war auf alphaart erhoben und er musterte sie aus schwarzen Seelentunneln. Ihr schneeweißes Fell war sehr auffällig in der Dämmerung und sie war auch nicht sonderlich kleinwüchsig. Eine Narbe zog sich über ihre nussbraunen Augen, welche ziemlich misstrauisch dreinblickten. Der eiserne Körper Mikas gepaart mit seinem Blick sollten der Fähe klar machen, dass sie kein sonderliches Recht hatte, hier grundlos ihre Fange zu blecken. Kurz flatterte die Aufmerksamkeit des Wolfshybriden zu Samir hinüber, der mit eisig stählernen Verschlossenheit die Fähe gleich anblaffte. Nur sehr kurz glitt tadelnde Missbilligung in seinen Blick, welche eher ein wenig spöttisch gemeint waren, als ernst.

"Na, na. Nicht gleich so barsch, mein Freund.", lachte er kurz und trat einen weiteren Schritt auf die Fremde zu, begann sie langsam aus einer gewahrten Distanz zu umrunden. Nachdem er einen Halbkreis gegangen war, schritt er genauso beherrscht und mit geschmeidigen Bewegungen wieder zurück zu seinem schwarzen Doppelgespann. Die Fähe war gar nicht mal so schwach, wie einige andere ihrer Art, weder war sie jung. Die vielen Narben zeugten davon, dass sie in Kämpfe verwickelt worden sein musste, auch wenn sie ebenso gut nur zusammengeschlagen worden sein konnte.

"Ich bin Mika und das ist mein Gefolge. Es ist ein wenig dreist, sich einfach so anzuschleichen, doch die Welt gehört, wie man so schön sagt, denen, die etwas wagen.", damit lächelte er der Fähe gleichgültig zu und wartete auf die Reaktionen die folgen würden. Es war wichtig, so schnell wie möglich ein Bild von ihr zu bekommen, sie irgendwie einzuschätzen. Auch wenn sie eine Fähe war, konnte sie immer noch nützlich sein. Man würde ja schon sehen.


{ bei Nuran & Samir & Nuray | Eulenzunge }

_____________

the bird underneath his paws ;; Cabezan
THE WORLD IS NOT AS BLACK AND WHITE
AS YOU NAIVELY BELIEVE

That's what happens when you cling to hope
You set yourself up for despair


Es lebe der Milchshake!
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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Do März 22, 2012 2:35 am

Aufmerksam beobachtete die Fähe die drei, auf die Frage des schwarzen Rüden kam sie nicht zurück. Warum auch? Schließlich hatte sie ganz andere sorgen und der fremde Wolf kam näher auf sie zu und spielte sich wie ein Alpha auf, gut vielleicht war er auch einer? Trotzdem stellten sich ihre Nackenhaare leicht auf.

„Ich heiße Nuray Sayari, aber nennt mich Nuray. Wohl war jedoch gehe ich nur meinen Weg und habe mich nicht angeschlichen, mag sein das ihr es so empfindet.''

sagte sie kühl und schaute Mika genau in die Augen, er war nicht klein und schien auch nicht ungefährlich, genauso wenig wie sein Gefolge. Aber das konnte doch kein Rudel sein? Es waren doch nur drei Wölfe und alles Rüden. Nuray witterte noch andere Wölfe aber sie rochen anders, ganz anders. Sie spannte ihre Muskeln an und beobachtete Mika, wie sie ihn einschätzen soll wusste die Fähe noch nicht, aber bei dem schwarzen musste sie etwas vorsichtiger sein, oder doch nicht? Aber geheuer war ihr das alles nicht, schließlich war ein ganzes Rudel in der nähe und sie nur zu dritt andererseits kann es auch sein das sie von dort kamen? Nein ein Alphawolf würde fremde doch nicht einfach so in das Revier kommen lassen, oder wurde Mika und sein Gefolge daraus verdrängt? Ein kleines Lächeln legte sich auf ihre Lefzen, und endlich bewegte sie sich auch von der Stelle langsam drehte sie sich in die Richtung von Mika. Ungewollt stellten sich ihre Nackenhaare wieder auf, Nuray fing an ihre Lefzen zu heben aber senkte sie wieder.

Warum lassen die mich nicht einfach weiter?

Mulmig wurde ihr nicht, weder angst noch Unentschlossenheit zeigte Nuray. Sie war entschlossen hier zu bleiben und zu warten, wegrennen würde sie nicht auch wenn man sie angreifen würde. Niemals.


[beoachtet alle drei/ antwortet Mika/]

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Kalucy


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa März 24, 2012 2:36 am

~ 'Til your bubble bursts

And the true you's first 

You're always coming last
~


    Was hätte der Welpe nur darum gegeben, wenigstens ein bisschen selbstbewusster zu sein… Das war einfach nicht normal für ein junges Geschöpf. Den jungen Wesen auf dieser Welt war Lebensfreude und Leichtigkeit wie sonst niemandem gegeben, vor allem bei den Wölfen war dies normalerweise der Fall. Um aufzuwachsen, an körperlicher Stärke zu gewinnen und schlussendlich ein vollwertiges Mitglied des Rudels zu werden. Manch einem Wolf passierten auf diesem Weg schlimme Dinge, sodass die welpenhafte Lebenslust und Unbekümmertheit im Laufe ihres Lebens gedämpft wurden - aber bei Kalucy konnte man das kaum als Grund für die Unsicherheit nennen. So lange währte ihr Leben noch nicht und in dieser kurzen Zeitspanne war ihr kein wirkliches Leid widerfahren. Höchstens wage. Dinge, die sie am Rande mitbekommen hatte. Nicht alle Wölfe im Rudel waren nur freundlich. Auch wenn Kalu das nicht gerne einsah. Was hatte man denn davon, Böses zu wollen, Böses zu tun? Das hatte doch keinen Sinn… für niemanden. Das musste einem doch selbst weh tun. Oder? Direkt hatte sich nie Böses gegen Kalucy gerichtet. Mama Myla hatte sie davor beschützt, immer. Weil sie wusste, dass ihr kleiner Schützling daran zerbrechen würde, würde er wirkliches Leid erfahren.
    Doch jetzt… jetzt war es Mama Myla, die litt. Die in ihrem Leid ertrank, sodass sie Kalu nicht mehr beschützen konnte. Deshalb lag es nun an dem Welpen, Mama Myla zu beschützen. Aber wie… wie nur?
    Die Gedanken schwirrten im Kopf des dunklen Welpen herum wie aufgeregte Glühwürmchen, hielten keine Sekunde still. Ruhig… sie musste sich beruhigen. Diese Wölfin hier… Kimba… Kimba war lieb zu ihr. Das war eine liebe Wölfin. Und der weiße Rüde? War er lieb, oder… Kalucy konzentrierte sich lieber auf Kimba. Etwas verloren blickte der kleine Welpe zu der Fähe auf, mit angelegten Ohren, die Körperhaltung unterwürfig. Zuerst sprach die Wölfin wieder zu dem Weißen, bevor ihre Schnauze sich Kalucy näherte und der Welpe reflexartig die Augen schloss. Gleich darauf spürte sie das vertraute Gefühl, hochgehoben zu werden, als wäre sie noch ein vier Wochen alter Babywelpe. Kalucys Hinterläufe schleiften leicht am Boden, weil sie einfach schon zu groß war, aber das machte nichts. Sie war so froh, von Kimba weggetragen zu werden. Es fühlte sich nach Sicherheit an.
    Vorsichtig blinzelte Kalu und beobachtete, wie sie zwischen den Bäumen hindurch getragen wurde, immer weiter. Die Nacht war hereingebrochen und in ihrem Schutze suchte sich eine Wölfin mit einem Welpen den Weg durch die Schatten. Folgte ihnen der weiße Wolf? Kalucy hatte nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, bevor sie wieder Boden unter den Pfoten spürte. Leicht unsicher schielte die Kleine zu Kimba auf. Mama suchen. Ja, das war jetzt wichtig - nur das. Lag sie immer noch da, wo Kalucy sie zurückgelassen hatte. Zurückgelassen. Sie hatte Mama zurückgelassen. Hätte sie bleiben sollen? Nein, nein, nein… es war gut, so wie es jetzt war… Kimba würde wissen, was zu tun war, sie würde Mama helfen und trösten und dann wäre alles wieder gut.
    Der weiße Wolf. War er in der Nähe? Nicht darüber nachdenken. Mama suchen. Kimba würde sie beschützen. Aber irgendwie… hatte der Weiße traurig ausgesehen. Oder nicht? Kalucy zögerte noch einen Moment, bevor sie den Kopf so heftig schüttelte, dass die kleinen Ohren flogen, und sich endlich vom Waldboden aufrappelte, auf dem sie zusammengesunken war. Sie wollte zurück zu Mama, so schnell wie möglich. Alles andere war jetzt nebensächlich. Sollte sie Kimba antworten? Aber… es würde doch nur wieder Gestotter aus ihrem Welpenfang kommen. Doch war es nicht unhöflich, einfach gar nichts zu sagen? Schließlich hatte Kimba ihr doch mehr oder weniger eine Frage gestellt. Und außerdem musste sie eines noch loswerden, das auf dem Welpenherz lag:

"D-danke. Vielen Dank…"

    Flüsterte Kalucy und blickte mit nichts als Dankbarkeit in den hellen Augen zu Kimba auf.
    So. Mama Mylas Fährte… War sie hier irgendwo? Ratlos zuckten die dunklen Ohren, bevor der Welpe die Augen schloss und tief einatmete. Der Geruch ihrer Mutter war Kalu so vertraut, dass sie nicht einmal wirklich sagen konnte, wie Mama Myla roch. Beschämt senkte Kalucy den Kopf.

"Riechst - riechst d-du sie vielleicht…? Ich bin… n-nicht gut in s-sowas…"

.oO(…oder in sonst irgendetwas…)

    Ein Geräusch, ein leises Rascheln, schreckte sie auf und der Welpe flüchtete sich hinter Kimbas Vorderlauf. Von dort aus lugte die kleine Schwarze in die Schatten und kaute auf ihrer Lefze herum. Entschuldigend schielte sie zu der Wölfin auf. Trotzdem blieb Kalucy, wo sie war. Bei Kimba, das war im Moment der sicherste Ort. Mit aufgestellten Ohren lauschte Kalu in die Dunkelheit. Vielleicht war es ja auch Mama Myla gewesen…? Doch wahrscheinlich hatte sie sich gerade vor einem kleinen Nachtwesen zu Tode gefürchtet. Unnötig wie immer. Angstwelpchen.



[bei Kimba (Azza in der Nähe?)]
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Sa März 24, 2012 3:19 am

~

    "Warum… bist du mir gefolgt?"

    murmelte sie. Es klang weder neugierig, noch gar vorwurfsvoll, sondern einfach nur dankbar… und verwirrt. Sie erwartete keine konkrete, klare Antwort, wollte es einfach nur gefragt haben. Weil es einfach zu… unbegreiflich war, warum er es getan hatte. Plötzlich hatte Ramyla das Gefühl, dass sie es einfach aussprechen musste. Hier und jetzt… es sich auch selbst bewusst machen musste.
    Die Fähe schluckte trocken, bevor sie zaghaft ansetzte:

    "Samir…"

    Einen Moment brauchte sie noch, um sich zu sammeln, dann flüsterte sie leise, aber mit fester Stimme:

    "Samir, ich liebe dich… Bei allen Wolfsgöttern… ich liebe dich…"

    Wieder schloss sie die Augen und drückte ihm die Schnauze in den Pelz. Egal, was jetzt passieren würde, sie hatte es gesagt. Sie hatte es wirklich gesagt…
    Eine Sekunde verging. Noch eine. Er legte seinen Kopf auf ihren Hals und schloss die Augen.

    "Ich... ich liebe dich auch. Und ich wollte es dir nicht sagen. Ich hatte Angst... Angst, dass du mich dann verlässt. Ich liebe dich."

~

~ I would stop running
If I knew there was a chance
It tears me apart to sacrifice it all
But I'm forced to let go…
~


    Wie aus einer anderen Zeit… einem anderen Leben.

    Er würde nicht kommen, das wusste Ramyla. Diesmal nicht. Er würde ihr nicht folgen, wie damals. Nein, diesmal würde er… Mika folgen. Mika. Gerade… Mika! Erneut fühlte es sich an, als würde ihr Herz zerfetzt werden. Sie verstand es einfach nicht, wollte nicht verstehen. Hatte sie ihn zu sehr fest gehalten… oder nicht genug? Hatte sie ihm nicht oft genug gesagt, dass sie ihn liebte… oder eher zu oft? Was hatte sie falsch gemacht? Viel zu vieles. Doch selbst wenn sie die Kraft hätte, die Zeit zurückzudrehen… sie wüsste nicht, was sie anders machen sollte.
    Vielleicht… vorhin… als er zu Mika gegangen war… Überdeutlich sah sie die Szene vor sich. Kurz hatte er zu ihr geblickt. Die Sterne in seinen Augen waren erloschen gewesen. Was hatte sie zum Verglühen gebracht? Was, verdammt?! In diesem Moment hätte sie zu ihm laufen müssen. Zu ihm laufen und ihm zum letzten Mal "Ich liebe dich." sagen müssen. Flüstern, obwohl sie es am liebsten herausgeschrien hätte. Wusste er es? Wusste er es, dass sie ihn noch genauso liebte, wie am ersten Tag? Egal, wie sehr er sich verändert hatte… und sie selbst… Er würde es nie schaffen, sich soweit zu verändern, dass sie ihn nicht mehr liebte. Die tiefste Seele eines Wolfes war unveränderbar. Und Ramyla hatte sich in die Seele ihres Wolfsengels verliebt. Sie hatte sein Lächeln geliebt. Seine leuchtenden Augen. Seine sanfte Stimme. Ja… das alles… und alles war nun weg. Samir lächelte nicht mehr. Seine Augen waren leer. Seine Stimme nicht mehr sanft. Doch seine Seele war noch die eines Engels, auch wenn Ramyla sie nicht mehr fühlen konnte, auch wenn er sie nicht mehr in sein Herz ließ… sie liebte diese Seele und dieses Herz.
    Die Tränen wollten nicht aufhören, über Mylas Schnauze zu kullern. Endlich hatte sie begriffen, warum es so sehr weh tat. So unendlich. Es war nicht der Schmerz darüber, dass er sie nicht mehr liebte. Es war der Schmerz über das Wissen, dass irgendetwas das Lächeln, die Augen, die Stimme ihres Engels… verschwinden lassen hatte. Irgendetwas tat ihrem Engel Leid an. Und sie konnte nichts dagegen tun. Viel schlimmer - sie hatte es nicht einmal versucht. Sie hatte ihn nicht einmal angesprochen. Sie hatte zu viel Angst gehabt… Zu viel Angst davor, selbst verletzt zu werden. Und jetzt? Jetzt war nichts mehr geblieben. Außer schmerzende Erinnerungen, die ihr Herz zerfetzten.

    Eine Stimme drang wie von weit her zu ihr - obwohl sie eigentlich recht laut in der stillen Nacht war. Ein ganz anderer Teil in Myla regte sich - der mütterliche Instinkt, der durch die Stimme ihres Welpen ausgelöst wurde. Sie selbst rührte sich nicht, versuchte jedoch, die Tränen zurückzuhalten, hielt die Augen geschlossen. Sharouk kuschelte sich an sie und es war Ramyla, als würde sie aus einem Albtraum aufwachen. Was… machte sie denn da? Heulte herum wie eine liebeskranke Einjährige…
    Kalu? Es durchzuckte Myla so heftig, dass sie die Augen aufriss. Kalucy! War sie etwa nicht mehr da…? Sie würde doch niemals weglaufen, nicht Kalu! Sachi… was war mit Sachi? Das war jetzt nicht wichtig. Kalu! Kalu… Ramyla war nicht dazu fähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Leer starrte sie in die Schatten, obwohl alles in ihr danach schrie, aufzuspringen und ihren Welpen zu suchen. War Sha etwa alleine hier? Nein. Cabezans Geruch streifte Mylas Nase. Die Beta schloss die Augen und suchte ihre Stimme.

"Sharouk…"

    Sie hoffte, dass er ihr zuhörte.

"Bitte… bleib bei Cabezan, ja? Bitte."

    Es war selten, dass Ramyla so eindringlich sprach.

"Ich muss deine Schwester suchen."

    Bei den letzten Worten brach ihre Stimme wieder. Sie sollte längst schon aufgesprungen sein und die Fährte ihres Welpen aufnehmen. Doch hatte sie es noch gar nicht richtig realisiert, was das bedeutete. Kalucy allein… irgendwo im Wald… Panik hämmerte ihr gegen den Kopf. Panik, die ihre Beine lähmte. Irgendwie schaffte sie es dennoch, sie hochzurappeln. Leicht zitternd stand Ramyla da und ein, zwei Tränen tropften auf den Boden vor ihr. Sie war so verdammt schwach. Sie konnte nicht einmal auf ihren Welpen Acht geben… Sie war nur mehr wie eine leere Hülle. Die wahre Ramyla war in den Erinnerungen zurückgeblieben. Dort würde sie ewig leben. Aber die Myla hier… war nur mehr ein elendes, heulendes, gebrochenes Etwas.
    Erbärmlich.


[Sha (& Cabe)]

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BeitragThema: Re: Kapitel 6 - Zwiespalt   Di März 27, 2012 7:42 am

„Unterwegs bin ich nun mehr
Umzukehren war noch nie mein Begehr
Es ist als ob, mein Kahn nie sinkt
Auch wenn dein Fluch mich in die Knie zwingt“

Die grauen Augen blickten ruhig auf den Trupp der sich zu lösen schien. Der Sturm wütete nicht, die See war ruhig. Seine Seele war im Einklang mit sich und konnte somit in aller ruhe beobachten, was hier passierte. Die Reaktionen waren simpel, eindeutig und einschlägig. Leicht blinzelte der Rüde und sah immer wieder zwischen Raziel und Blake hin und her.
Endlich blieb er wieder ruhen, der Blick, zwischen den beiden Wölfen. Die Ohren zuckten leicht und der erste begann seine Worte in aller Ruhe zu sprechen. Er lauschte ihnen, den samtigen Klang der ihn fragte, welher Weg ihn denn hierher führen würde und was er wolle. Den offenen Blick erwiederten die grauen Augen, sahen tief in die Seelenspiegel des anderen zurück. Noch waren es … angenehme Gesellschaften hier. Die Anzahl war gerade ertragbar und selbst wenn – sie schienen die Unruhen zu packen und sich zu lösen. Die weiße Fähe war schon weg, das dreier Gespann längst gegangen und auch Breitarsch schien nicht in seiner Gesellschaft verweilen zu wollen. Nur gut so.

Der stürmischgraue neigte den Kopf leicht, unwohlsein machte sich in ihm breit, er mochte dieses untertänige nicht. Aber es war ein muss – er kannte die Regeln, die Ordnungen und doch hasste er diese Sozialitäten.
Was fragte der Alpha was er hier machte? Es war doch offensichtlich. Ein leichtes und die Antworten so sinnfrei. Dennoch ging er der stillen Bitte und Pflicht nach und beantwortete sie. Die tiefe Stimme klang leise aus der Kehle heraus, etwas rau. Nicht vom Alter, aber wohl von den Erfahrungen die er schon in der Zeit gesammelt hatte. “Es waren keine Wege die mich führten. Es sind nie die Wege. Ich lausche dem Wind und lasse mich von ihm leiten. Er ist mein Wegweiser und ich nur das lebendige Wesen, welches ihm willenfrei folgt. Bisher brachte er mich zu vielem und diesmal hierhin, zu euch.“
Der Blick war ernst, der Körper gespannt und dann aber auch wieder freundlich locker. Er sprach die Wahrheit und alles an ihm deutete darauf hin. Die ruhige Rute, die leicht gehoben war, aber immernoch straff nach unten hing. Die Ohren, die sich aufmerksam nach vorne gewandt hatten und in die Höhe gespitzt. Die wachen Augen und entspannten Gesichtszüge.
Auf die zweite Frage hin öffnete er das Maul, setzte zur Antwort an: “Was ich hier möchte?...“ er brach ab und wurde unsanft in den Boden geschmissen.

Es war Breitarsch. Sein Freund, Helfer und Schatz. Ach kann Liebe fabelhaft sein., spottete der Gedanke in ihm. Der schwarze drückte den grau-beigen zu Boden, die Pranken schienen ihm die Luft weg zu schnüren und alles. Doch es passierte nichts der gleichen. Maral ließ es über sich ergehen, er ließ sich in den dreckigen Boden drücken, das Fell verschmutzen und anknurren.
Maral wusste nicht wieso, er verstand sich selber für diesen einen Moment.
Er war nicht wie sonst, er wurde seinem Namen nicht gerecht. Er war nicht der Sturm er war nur eine laue Briese. Schwach und simpel, die sich von alles und jedem in die Knie zwingen ließ. Die Muskeln im Körper spannten sich an, doch er regte sich weiterhin keinen Zentimeter. Er ließ den schwarzen ihn ankläffen, angiften und verwarnen.
Der graue Sturm ließ es einfach zu, sah zu, wie der schwarze wieder von ihm abließ und sich auf und davon machte. Na das war mal eine kurze und knappe ansage. Und dann auch noch so widersprüchlich mit diesem Abgang. Eine ganze Weile blieb er noch liegen, beobachtete wie Blake sich zu der weißen Fähe bewegte und diese ansprach.

Sie hatten sich getrennt und Maral war alleine dort. Sie hatten ihn zurück gelassen mit einer Warnung und einer Enthaltung. Der Rüde erhob sich schließlich, setzte sich wieder auf und schüttelte den Dreck vom Fell. Die Ohren zuckten leicht, nach hinten und dann nach vorne. Was nun? Was würde der Alpha von der ganzen Sache nun halten und ihn bewerten? Der flüchtige Blick ging zu diesem der immernoch mit der reinweißen Beschäftigt war. Egal.
Es war egal. Er würde entweder weiter Streunern, oder nur um Breitarsch zu ärgern zu diesem anderem gehen oder in der Nähe bleiben. Das Rudel würde ihn jagen, ihn hassen. Es war gleichgültig. Niemand mochte ihn je – aus unterschiedlichen Gründen.
Nun müsste er nur warten.


[Bei Blake und Raziel | antwortet Blake | wird von Raziel in den Boden gedrückt | wartet ab – in der Nähe Blake]
Lyrik: Ignis Fatuu - Nordwind
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