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 Jequn

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Jequn


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BeitragThema: Jequn   Mo Jan 30, 2012 5:54 am



''Winterkönig

SCHNEE IST WEIß, REIN... UNSCHULDIG. ERST WENN DAS BLUT FLIEßT, ENDET DAS GLITZERN DES GEFRORENEN STAUBES. BLUT VERRINNT, ZIEHT MUSTER UND VERDRECKT DEN SCHNEE. UNSCHULD WIRD SCHULD. EINES TAGES WERDEN WIR ALLE DIE TATEN BESTÄTIGEN, DIE WIR BEGANGEN HABEN, ALS WIR IM RAUSCH GEFESSELT WAREN. WIR ALLE HABEN ETWAS GETAN, AUF DAS WIR NICHT STOLZ SEIN KÖNNEN. DOCH UM ZU ERKENNEN, WAS RICHTIG UND WAS FALSCH IST, MUSS MAN SICH SELBER KENNEN. WENN ES ZU SPÄT IST, GEFRIERT DAS BLUT IN DEINEN ADERN.


NAME Jequn Remiel Kabir
BEDEUTUNG Klicken für Bedeutung
TITEL Winterkönig
    ALTER 5 Jahre
    GESCHLECHT Rüde, männlich
    UNTERART Timberwolf - Grauwolf


Antlitz eines Riesen...


Versuche diesen Rüden zu beobachten, versuche genau, seine Gestik zu deuten. Versuche, jede einzelne Bewegung wahrzunehmen, zu analysieren. So schnell kann es passieren, dass du Jequn aus den Augen verlierst. Nun, du willst ihn beschreiben? Das wird dir mit all den Milliarden zur Verfügung stehenden Wörtern nicht gelingen. Vielleicht ein paar Merkmale aufzählen und dann denkst du, du wärst raus aus der Sache. Aber sie dir den Rüden an, wie schnell sein Antlitz wechselt. Wie schnell seine Aura sich ändert, wie schnell man nur noch leere Augenhüllen sieht. Ja, auf manch einen wirkt er gruselig. Aber nicht im bösen Sinne, nein, viel eher, weil er eine innere Hässlichkeit ausstrahlt. Schon dem einen oder anderen mag er einen kalten Schauer gezaubert haben. Und dies nicht, weil er etwas Abstößiges sagte, nein, weil schon so viele über das in ihm hausende Grauen erzählten. Ob das wirklich stimmt? Wenn du ihn ansiehst, kannst du dir auf den ersten Blick sicher sein, dass du das nie erfahren wirst. Du wirst bei ihm nie auf eine Antwort stoßen, nur auf noch viel mehr Fragen.
Jequn ist ein relativ großer Rüde und überragt mit seinen 91 Zentimetern so manch anderen Wolf. Aber nicht umsonst ist er ein solcher Riese, hat er doch auf seinen langen, sehnigen Läufen immerhin 54 Kilo zu tragen. Doch die Zahl verändert sich immer mal, je nachdem, welche Zeiten anbrechen. Der Rüde ist sehr dünn, weshalb sich in seinem Fell die Muskeln nachzeichnen. Der gesamte recht schlanke Körper ist umgeben von mittellangem bronzefarbenen Fell, welches in der Sonne rostig wirkt und einen leicht Honigbraunen Schimmer hat. Trotz der Muskeln und des eigentlich nicht mageren Körpers sieht man im Brustbereich ein paar Rippen, über welche sich an der linken Seite eine feine Narbe zieht. Der Hals ist kräftig und trägt verstärkt den majestätischen Kopf, welcher das Tier so gruselig scheinen lässt. Noch über der Haut erkennt man die Feinheiten des kantigen Schädels, welche zum Kiefer hin immer gröber werden. Die Augenhöhlen sind groß und dunkel und lassen die reinweißen Augen wie Diamanten funkeln. Die Ohren verlaufen groß und spitz an die Seiten des Kopfes und lassen diesen noch länger und kantiger wirken.
Was ist es nun genau, was den düsteren Eindruck nicht vertreibt? Wer hat die Finsternis auf den Rüden gelegt und was hat sie mit ihm angestellt? Die Aura so schwarz, wie in Pech badende Raben. Reibe deine Augen und überzeuge dich von der Realität des Rüden.

WIR WERDEN ZU STAUB VERFALLEN. EINES TAGES VERSTERBEN WIR. SACHTE FALLEN WIR ZU BODEN. DIE ERDE FRISST UNS, NIMMT UNSERE EINZELTEILE IN SICH AUF. WIR SELBST WERDEN DIE ERDE. WIE SELBST SIND DIE ERDE. AUS UNS WIRD NEUES LEBEN WACHSEN. IM FRÜHLING, NACH DEM SCHNEE, WENN DER WINTERKÖNIG NICHT MEHR HERRSCHT.

...wie ich wirklich bin?



Wie er ist, fragst du mich? Wie er von innen ausschaut? Nun, dass kann selbst ich dir nicht sagen. Ich kann nicht in die Gedanken anderer eindringen und dir erzählen, wie sie ticken. Und selbst wenn ich es könnte... Nimm dir die Zeit, um ihn kennenzulernen. Nur dann wirst du ihn auch verstehen.
Jequn ist ein sehr ruhiger, zurückhaltender Rüde. Mit Gesellschaft und Zusammenhalt hatte er noch nie viel am Hut und hatte es auch eigentlich nie nötig, einem Rudel beizutreten. Trotzdem hatte er sich dazu entschieden, sich praktisch ein Ziel gesetzt und sich ein Rudel zu seiner Aufgabe gemacht. Dennoch sollte man sich niemals einbilden, das er ein besonders freundlicher Rüde ist. Jequn hält nicht viel von Freundschaft. Wenn geholfen werden muss, dann tut er es - wenn auch wiederwillig. Auch wenn er eine gewisse Abneigung Schwachen gegenüber hat, begegnet er ihnen respektvoll und stets höflich, so wie jedem anderen auch. Jedoch hält er sich lieber im Hintergrund, ist für sich allein. Manch einer mag das nicht verstehen. Aber das ist ok, nicht jeder liebt die Einsamkeit, die Stille... Einfach zu hören, welche Geräusche durch die Natur erzeugt werden. Und trotzdem ist die Ruhe nicht da, sie existiert nicht. Genauso wenig wie Einsamkeit. Man kann sich nur für einen kurzen Moment davon überzeugen, daran glauben, dass es sie gibt.

Auf irgend eine Weise ist der Rüde interessant. Wenn man ihn langsam kennenlernt, erkennt man noch so viel mehr an seinem Charakter. Seine Stärken, eben der respektvolle Umgang, die Höflichkeit, er kann sogar charmant gegenüber Fähen sein, wenn er es denn will. Und auch Kämpfen kann er, denn er kennt seinen Körper und ist geschickt und flink. Aber auch Schwächen prägen ihn. Er macht sich viele Vorurteile, handelt manchmal unbedacht. Doch wenn du ihn kennst, kannst du ihm das kaum übel nehmen. Stimmungsschwankungen - Ohne sie wäre er nicht er. Und auf seinem rechten Auge ist er fast blind, sieht nur noch verschwommen und milchig.
+ Respektvoll
+ Höflich
+ Charmant
+ Kämpfe
+ Weise
- Handelt manchmal unbedacht
- Stimmungsschwankungen
- Schnelle Vorurteile
- Ein kaputtes Auge

Jequn liebt flache Bäche, in die er sich hinein legen kann und das kühle Wasser um ihn herum an ihm vorbei fließt. Durch das etwas Gruselige und Geheimnisvolle hat er einen besondere Anziehungskraft auf neugierige Welpen und lässt den Kontakt auch zu, wenn er von den Welpen aus kommt. Und hassen... ich denke das kannst du dir auch so denken. Trotz seiner einzelgängerischen Art ist er nicht überzeugt von Kämpfen, Gemetzeln und sinnlosem Blutvergießen. Er selber sorgt lieber für Gerechtigkeit. Er ist kompliziert, ja, aber mach dir die Mühe, ihn zu verstehen.
+ Neugierige Welpen
+ Flache Bäche, Flüsse
+ Ruhe
+ Sommer
+ Alleingänge
- Lärm
- Aggressivität
- Schwächlinge
- Lange Winter
- Selbstmitleid


wer ich mal war...



Jequn's Vergangenheit ist keine Geschichte, die so spannend wie ein Buch ist. Geboren als Kabir, wuchs er als zweiter Welpe des ersten Wurfes eines Alphapaares auf und verließ somit das Rudel, als er ausgewachsen war. Eine Zeit lang lebte er für sich allein in den Wäldern von Cankada und er selbst muss gestehen, dass das Alleinsein nicht leicht war. Kampfwillige Bären und hungrige Wolfsrudel lauerten an allen Ecken und das Kämpfen um Fleisch und Schlafplätze kam nie zu kurz. Ein Schneesturm brachte ihm damals einen zweiten Jungwolf, mit dem er gemeinsam in ein anderes Land wanderte. Sie waren wirklich lange Zeit zusammen, aber ab hier trennten sich ihre Wege. Kabir schloss sich einem Rudel [Heaven-Wolves] an, in dem er aber nur kurze Zeit blieb. Er war noch jung und naiv und wollte die Welt selbst erkunden. Also zog er weiter.
Da er das Rudelleben nicht gut kannte und auch nicht sonderlich begeistert davon war, folgte er zwei älteren Rüden, die jedoch dem Bösen gesinnt waren. Sie waren darauf aus, andere Rudel auszulöschen, die starken mitzunehmen und die Schwachen zu töten. Eine ganze Weile verbrachte Kabir zwischen Mord und Totschlag. Dabei war es ihm egal, wie viele Wölfe sterben mussten. Er kannte keine Gefühle, woher auch? Liebe gab es weit und breit nicht und Zuneigung konnte er in den zwei Jahren bei den Rüden auch nicht erfahren. Es wurde Kabir beigebracht, keine Gefühle zu haben, einfach drauf los zu töten. Aber die meiste Zeit überließ er das so oder so den anderen.
Eines Tages änderten sich seine Sichten. Nein, nicht etwa, weil er all seine Fehler einsah. Er verliebte sich. Der junge, aggressiv gewordene Rüde verliebte sich. In eine schwache Fähe, die dem Tode nah war. Tag und Nacht beobachtete er sie, versuchte immer, sie vor den anderen Rüden zu verbergen, damit sie nicht getötet wurde. Er wusste, wenn etwas raus kam, war ihr Leben in Gefahr. Er versteckte die Fähe, schaffte dies bis zum nächsten Winter. Doch es kam raus, die anderen Rüden töteten sie. Nur ein Biss in die Kehle, das Leben war zu Ende. Niemals hatte er ihr seine Liebe gestanden, hatte auf den richtigen Moment gewartet. Nun war es zu spät.
Als sich die anderen Rüden über die Trauer Kabir's bewusst wurden, lachten sie. Sie waren nicht bereit, länger mit einem Wolf geprägt von Feigheit und mit der Empfindung von Liebe weiterzuziehen. Sie erzählten ihm von einem ehemaligen Weggefährten, der das gleiche getan hatte und gaben ihm seinen Namen. Und mit diesem Namen trieben sie ihn davon, riefen ihm ins Gewissen, das falsche getan zu haben. Jequn Remiel. Ob dieser Rüde getötet worden war? Was hatten sie mit ihm getan? Nun aber lebte der Name weiter, ähnlich einer Legende.
Aber warum empfindet Kabir, heute Jequn, eine solche innere Abneigung gegen Schwächere, obwohl doch die getötete Fähe ein Schwächling war? Vielleicht möchte er nun nur keine Erinnerungen mehr daran haben. Und er ist zurück in das andere Land gezogen, dorthin, wo er noch normal war. Der Rüde, der einst jung und naiv war.


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Ramyla


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BeitragThema: Re: Jequn   Fr Aug 03, 2012 4:07 am


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