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 j u s t . s m i l e

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Blake


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Do März 29, 2012 11:07 am

Also, ums kurz zu sagen: Faith ist cool. Sie hat so eine, die im echten Leben respektieren würde, aber mit der ich auch nicht klar käme. Aber ich mag es, wie du sie beschreibst ... :3
Sie und Alison erinnern mich aber auch ein wenig an mich und meine beste Freundin xD
Faith' Beziehung zu Alison ist gut beschrieben, finde ich. Auch das Ende ist gut, wobei ich es besser fände, würde es mit dem vorletzten Satz enden ... damit ist zwar nicht klar, dass Charlie das Geheimnis lösen will, aber irgendwie wirkt es dadurch so ... ach, ich hab kein Wort dafür xD
Uhh ... darf ich einen Wunsch äußern? :3 Ich fänds toll, wenn Alison irgendwann nochmal mehr vorkommt. (:

Ein Hoch für Spiegelbildlächeln. Ich tus auch (:


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Fr März 30, 2012 9:57 am





J U S T ;; S M I L E

zeig mir dein wahres ich. zeig mir wer du wirklich bist. zeig mir, was du fühlst. zeig mir dein lächeln und deine tränen. zeig mir deine seele. zeig mir deine kleine welt. nimm mich mit. bitte. ich will nur einmal sehen, wie du es haben willst. ich will dein leben sehen. zeig es mir. bitte. ich will verstehen. verstehen, wer du wirklich bist.

GEHEIMNISSE ;; Als ich am nächten Morgen aufwachte, war es nicht mein Wecker, der mich aus den Träumen riss, sondern das Klingeln der Haustür. Ich sah auf die Uhr. Sechs Stunden und vierzehn Minuten war der Tag nun schon alt. Als ich noch vollkommen verschlafen die Tür öffnete, stand Faith vor mir. Sie sah wie immer perfekt aus. Ihre langen, braunen Haare ruhten auf ihren Schultern und ihre braunen Augen blickten mich ruhig an.

"Scheiße." Das war mein erstes Wort, dass ich zu ihr sagte. Ich sah zur Seite und meinte leise "Komm doch rein." Zur Demonatration öffnete ich die Tür ein wenig weiter und ging vor in die Küche.
Sie folgte mir und mit ihr noch das Rascheln einer Brötchentüte, die sie auf den Tisch fallen ließ. Ich sah auf die Tüte und dann wieder zu Faith. Ich wollte wissen, warum sie hier war.
"Darf ich dir was zeigen?", fragte sie und ihre Stimme war so leise geworden, dass ich sie kaum verstehen konnte. Ich strich mir meine Haar glatt und nickte leicht. Es war komisch ihr, in meiner Küche gegenüber zu stehen und nicht zu wissen, was sie von mir wollte und zeigen wollte.
Sie lächelte und hob ihr gestreiftes Oberteil hoch. Eigentlich verbarg sich darunter ihr flacher Bauch, auf den ich neidisch war und von dem sie in Sport immer behauptete, dass er speckig wäre. Aber sie zeigte mir nicht nur ihren flaschen Bauch. Sie zeigte mir ihren flachen Bauch, der von roten Schnitten durchzogen war. Besser gesagt war es ihr Becken und nicht ihr Bauch, dennoch.

"Ich wollte dir das zeigen", hauchte sie mir tonlos entgegen und senkte dabei ihren tieftraurigen Blick. Sie wirkte zerbrochen. So wie ein Schmetterling, der so eben all die Farben von seinen Flügeln gewaschen hatte, nur damit ich besser erkannte, wie zerbrechlich und dünn seine kaum mal Millimeter-dicken Flügel doch waren. Ich sah sie an und unsere Blicke trafen sich für einen schmerzlichen Moment. Sie lächelte mich an. Ihr Lächeln was so verzweifelt und ihre hilfesuchenden Augen tasteten mein Gesicht nach einer Emotion ab.
Ich schüttelte nur leicht den Kopf und legte dann meine Arme um ihren Hals, um mit ihr, in eine minutenlange Umarmung zu verfallen.

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Blake


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Fr März 30, 2012 10:03 am

Einfach nur ... episch.
Ich freu mich aufs nächste Kapitel ... bin wirklich gespannt wies weitergeht :o

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Cabezan


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AMSELN FLIEGEN TIEF

BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Fr März 30, 2012 10:55 am

Omg o__o im ersten Ding, wo sie vorkam, mochte ich sie nicht so. Jetzt mag ich sie umso mehr und bin verdammt gespannt, wie es weiter geht. Ich mag besonders den Vergleich mit dem Schmetterling <3 Sehr, sehr gut gelungen!

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Behind my smile is everything you’ll never understand.
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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa März 31, 2012 9:02 am





J U S T ;; S M I L E

lass uns etwas machen. etwas geiles. etwas lustiges. etwas legendäres. lass uns pferde stehlen. lass uns tanzen gehen. lass uns zusammen jungs klar machen. lass uns diese nacht verrückt sein. verrückt und geil. lass uns leben. lass uns leben, wie die in den filmen. bilderbuchhaft.

WOCHENENDPLANUNGEN ;; Faith und ich hatten uns erst nach zehn Minuten von einander gelöst und dann hatten wir den Rest der Zeit damit vertan an den mitbebrachen Brötchen zu knabbern. Wir beide aßen nicht viel. Um satt zu werden, aßen wir langsamer. Wir aßen aber auch in Zeitlupe, weil keiner etwas Wirkliches sagen wollte. Was sollte man dazu schon sagen? Sollte ich etwa fragen, warum? Ich machte es selber und hatte selber keine richtige Begründung warum ich es machte. Vielleicht war es bei Faith anders, aber trotzdem fragte man so etwas nicht. Ich jedenfalls nicht.

Zusammen gingen wir zur Schule. Aber wir trennten uns, als wir den Schulhof betraten. Faith ging zu Alison und deren Leute und Fahra kam auf mich zugerannt. Sie drückte mich an sich und fing direkt an zu reden. "Hey heute ist Freitag! Bald ist Wochenende! Was sollen wir machen? Ich hab schon viele Ideen, wir müssen mal schauen, ob-", sie brach erbrubt ab und sah zu mir. Ihre blauen, klaren Augen musterten mein Gesicht "Du hast was."
"Nein, nein", meinte ich nur und sah ihr einen kurzen Moment entgegen "Ich bin nur ein wenig in Gedanken red ruhig weiter. Was wolltest du am Wochenende machen?"
Sie lächelte ein etwas besorgtes Lächeln, fuhr dann aber in der üblichen, guten Laune fort "Also. Ich habe überlegt, dass wir die Nacht durchmachen zusammen mit ein paar Leuten. Irgendwo Party machen oder einfach bei dir abchillen. Dein Bruder hat da doch nichts gegen, oder?"
Irgendwie war ich direkt Feuer und Flamme. Fahra war immer so lebendig und riss mich immer gleich mit. Ihre gute Laune war auf mich übergesprungen, aber mich bremste das mitgehörte Gespräch von David ein wenig "Ich weiß nicht. Ich frag ihn einfach mal."
Sie nickte "Wäre geil, wenn das klar geht. Draußen feiern geht ja Null." Zur Demonstration trat sie mit ihren mittlerweile ausgelatschten Stiefeln in den Schnee und zog ihren Reißverschluss noch höher.

Ich sah, dass es wieder begann zu schneien. Die weißen Flocken legten sich auf die schon weiße Erde und blieben dort liegen. Keine Einzige wagte es zu tauen. In Fahras Haaren verfingen sich die Flocken, genau wie in meinen.
"Faith war heute morgen bei mir", raunte ich leise. Ich sagte es mehr zu mir, als zu ihr, während mein Blick zu der Brünette wanderte, die ein wenig verloren von Alisons Trupp stand und versuchte ihren Mitschülern zuzuhören. Sie wirkte so verloren. Wie der Schmetterling, der seine Farbe von den Flügeln gewaschen hatte. Nun stand sie zitternd und alleine im Schnee und versuchte Anschluss zu finden.
"Warum?"
Ich blickte zu Fahra und zog meinen Ärmel hoch, damit sie die Schnitte sah "Sie malt auch."
"Genau wie wir!" Auch sie legte ihre rötlichen Kratzer frei und ließ den kalten Wind daran lecken. Wenn wir unsere Arme aneinander hielten, gingen die Schnitte ineinander über und bildeten eine Art lange, blutige Linie. Sie wirkten harmlos. So verdammt harmlos, dabei steckte hinter ihnen pure Verzweiflung und eine viel zu lange Geschichte, um sie mit einigen Wörtern beschreiben zu können.

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Zuletzt von Azzardo am Sa März 31, 2012 9:14 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa März 31, 2012 9:07 am

Beim ersten Satz hat sich ein kleiner Grammatikfehler eingeschlichen, oder? :o
Zitat :
Faith und ich hatten uns erst nach zehn Minuten von mir gelöst

Ansonsten ... wunderbar geschrieben, wie immer <3

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa März 31, 2012 9:14 am

Ja, aber ich habe es ausgebügelt, danke <3
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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    So Apr 01, 2012 9:50 am





J U S T ;; S M I L E

ich zähle die stunden. ich zähle die minuten. ich zähle die sekunden. ich warte, bis die sonne auf ihrem höchsten punkt ist. ich warte darauf, dass ich aufstehen kann. ich warte darauf zu gehen. ich warte auf das klingeln. dieses schrille klingeln. ich warte auf das wochenende.

LEGENDÄR ;; Dieser Freitag, war wie jeder andere Freitag auch. Er verging quälend langsam und bis es zum langersehnten Schulschluss klingelte vergingen gefühlte Lichtjahre. In der letzten Stunde hatten wir Geschichte bei meinem Hasslehrer. Er behandelte uns wie kleine Kinder, obwohl wir nur ein paar Monate vor unserem Abschluss standen. Er nervte uns alle ein wenig. Als es dann endlich klingelte, verließ ich als eine der Ersten den Raum. Ich hatte schließlich keine Zeit mehr zu verlieren. Das ging immerhin von meiner Wochenendzeit ab.

Ich traf mich in der sogenannten 'Raucherecke' unserer Schule mit Fleur. Sie war ein hübsches Mädchen, mit blonden Haaren und einem Engelslächeln. So wirkte oft unschuldig, obwohl manchmal ehr das Gegenteil der Fall war. Sie lächelte mich an und ich erwiderte ihre freundschaftliche Geste. Um ihren Hals lag der Arm eines Jungen, der viel zu alt war um noch Schüler dieser Schule zu sein. Fleur selber gehörte ebenfalls nicht auf die Schule, aber wir trafen uns manchmal an der 'Raucherecke'.
Es war der einzige Ort außerhalb meiner Schule, der neben dem Haupteingang klar zu erkennen war. Ein dicker Graffiti wurde vor einigen Zeiten an die Wand gesprüht. Seit her hing dort das Wort 'FreedomForever' an der Wand in den schillernsten Graffitifarben, die ich jemals gesehen hatte.

"Hey. Das ist Jay", begrüßte mich Fleur mit einer endlich-Wochenende-Stimme und deutete mit ihren Augen auf ihren Begleiter.
Ich hob die Hand und winkte freundlich "Und was machen wir nun?"
"Du wolltest ein Abenteuer erleben, Charlie. Wolltest du doch, oder?" Ich nickte. In einer SMS hatte ich ihr geschrieben, dass ich etwas erleben wollte, dass nicht von dieser Welt war. Etwas, dass nicht normal war. Etwas Verrücktes. Mit ihr konnte man so etwas immer tun, also verrückt sein und etwas Unglaubliches erleben. "Na also. Dann machen wir etwas übererdisches. Etwas Legendäres."


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Mo Apr 02, 2012 3:54 am





J U S T ;; S M I L E

die straße ist lang. unendlich lang. sie ist unser weg. der weg ins unbekannte. wir kommen ihm immer näher. bald können wir danach greifen. nach diesem unbekannten. nach dem geheimnissvollen. bald sind wir da. bald schon.

WELLENGESANG ;; Ich spürte den weichen Sand zwischen meinen Füßen. Er fühlte sich kühl an. Der Wind und die Kälte mussten daran Schuld sein, dennoch hatte ich meine Schuhe für ein paar Minuten ausgezogen. Ich wollte die Sandkörner spüren. Jedes Einzelne.
Ich hörte das Meer rauschen und sah, wie die Wellen immer wieder auf den Strand rollten. Es sah fast so aus, als wollten sie ihre wässrigen Finger nach uns ausstrecken, nur um uns gierig in die Tiefen zu ziehen. Ich beobachtete das Spiel eine ganze Weile, wie sie sich erst ausdehnten, nur um dann zurück zu fallen, Anlauf zu nehmen und einen neuen Versuch zu starten. Dennoch erreichten sie uns nicht.

Ich blickte zu Fleur, die ihren Kopf auf Jays Schulter gebettet hatte und aufs Meer starrte. Neben ihr saß Fahra. Wir hatten sie noch abgeholt und sie mit in dieses kleine Abenteuer gezogen. Sie hatte sich es im Schneidersitz bequem gemacht und ließ den feinen Sand durch ihre Finger rieseln. Ein verträumtes Lächeln lag auf ihren Lippen und sie begann den Sand vor sich glatt zu streichen, um kleine Motive mit ihrem Finger zu zeichnen.
"Es ist atemberaubend." Fleur brach das Schweigen und zog die salzige Meeresluft ein. Ihre blonden Haare wurden vom Wind in die Luft gerissen und wirbelten, wie die Grashalme in den Dünen durch die Luft. Fleur schloss die Augen für ein paar Sekunden, ehe sie aufstand und jedem von uns eine Cola zuwarf, die sie aus der mitgebrachten Kühlbox fischte. Eigentlich brauchte sie nichtmal eine Kühlbox, denn es war ohnehin kalt. Die sibierische Kälte hielt immer noch an. Sogar am Strand lag ein wenig Schnee.

Während Fahra noch gedankenverloren mit ihrer Coladose spielte, öffnete ich meine geräuschvoll, genau wie Jay. Fleur gesellte sich zu mir, ehe sie auch ihre öffnete, um gierig davon zu trinken.
"Ich liebe das Meer", sagte sie "Ich habe es schon als Kind geliebt. Die Luft, der Wind in meinen Haaren und dieses Gefühl von endloser Freiheit." Sie lächelte mich an. Es war kein Engelslächeln, sondern ein Glückliches. Eines, das vollste Zufriedenheit ausstrahlte. Ich zog sie zu mir, um sie einen Moment an mich zu drücken. Es war irgendwie meine Art ihr dafür zu danken, jetzt hier zu sein. Hier, am Meer mit Fahra und ihrem Kumpel Jay. Es war mehr als nur ein Abenteuer, zu dem sie uns verholfen hatte. Es war unbeschreiblich.
"Ich liebe das Meer auch. Es ist so geheimnissvoll und unerforscht. So ganz anderes, als das hier an Land. Irgendwie aufregender." Während Fahra sprach, ließ sie wieder Sand durch ihre Finger gleiten und zu Boden rieseln.
Ich fuhr mir mit durch die Haare, um einige lästige Strähnen aus dem Gesicht zu streichen, die er Wind dort hin geweht hatte. "Ja, das Meer ist schon was tolles."

Ich ließ mich auf den Rücken fallen und verschränkte meine Arme hinter meinem Kopf. Meine Lider schlossen sich und ich spürte den Wind an meinen Haaren zerren, während ich die wohltuende Luft einatmete, die meinen Körper mit Leben durchflutete. Ich lauschte, wie das Meer seine Wellen wieder auf den Strand peitschen ließ, mit dem Auftrag uns tief in die Fluten zu ziehen. Aber sie schafften es nicht. Wiedereinmal. Und von mir aus sollten sie das auch niemals können, denn ich hatte das Bedürfnis hier noch Ewigkeiten zu liegen. Weit weg von meinem Alltag.


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Mo Apr 02, 2012 4:08 am

Wundertoll <3

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Ramyla


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Mo Apr 02, 2012 10:56 am

Maaan~ wie jeder Satz stimmt. o: So viel besser als die Bücher, die ich hoffnungsvoll in Geschäften anlese und sie dann wieder enttäuscht weglege. Meeehr <3

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Fr Apr 06, 2012 10:26 am





J U S T ;; S M I L E

aufstehen. aufstehen. aufstehen. den horizont hochklettern. die sonnenstrahlen auf die welt werfen. die welt in goldenes licht hüllen. die welt erhellen. die blumen aufwecken. die vögeln zum zwitschern bringen. einen neuen tag machen. mit dem licht beginnen. sich gegen die dunkelheit durchsetzen. kämpfen, für eine heller welt.

SONNENAUFSTAND ;; Zur Abwechslung war es mal nicht der Wecker, der mich mit seinem schrillen Klang aus meinem süßen Träumen riss, sondern Fahra, die leise fluchend aus ihrem Bett, über mir, herunter zu klettern versuchte. Mein noch total verschlafener Blick folgte ihr und ich konnte in der fast vollkommenden Dunkelheit erkennen, wie sie sich anzog und dann ins Bad schlich.
Müde quälte auch ich mich in meine Jeans und meine anderen Sachen. Fleur und Jay schliefen noch und ich hatte nicht vor sie zu wecken, denn bei einem flüchtigen Blick auf mein Handy, erkannte ich, dass es erst sieben Uhr war.

"Wir haben keine Schule, also warum verdammt stehst du so früh auf?", begrüßte ich Fahra, als ich ins warme Bad trat und sie anblinzelte. Meine Augen hatten sich eben erst an die Dunkelheit gewöhnt und wurden nun von dem grellen Licht geblendet.
Sie hatte sich kurz erschreckt. Vermutlich hatte sie nicht damit gerechnet, dass ich durch die Tür zu ihr kommen würde. Verständlich. Ich hätte damit selber auch nicht gerechnet. Aber dann fing sie wieder an ihre Haare zu bürsten "Ich konnte nicht schlafen."
"Achso. Hast du auch Hunger?", fragte ich sie darauf und sie nickte, aber wir beide wussten, dass es erst ab Acht Frühstück gab.
"Wir könnten zum Meer gehen. Es sind ja nur ein paar Meter bis dahin."

Etwa vier Minuten später standen wir nebeneinander in der eisigen Kälte direkt vor dem Wasser. Ein kalter Wind trug uns den salzigen Algengeruch in die Nase, den ich immer mit dem Meer in Verbindung brachte. Die Dämmerung hatte gerade erst eingesetzt. Eigentlich war es noch zu früh für die Sonne, aber sie schien es gut mit uns zu meinen und wollte Fahra und mir bestimmt einen schönen Morgen schenken. Innerlich dankte ich ihr dafür.

"Gott, Fleur kommt auf so tolle Ideen. Die Kleine ist ein Genie", raunte Fahra, obwohl sie mindestens zwei Zentimeter kleiner als Fleur war.
Ich wusste nicht genau, ob sie das mehr zu sich selber als zu mir sagte, dennoch antwortete ich ihr "Du hast ja sowas von Recht."
Fahra lächelte verträumt und ihr Blick wanderte wieder zum Horizont. Die Sonne flammte gerade auf und tauchte uns beide in ein goldenes Licht. Längliche Schatten zeichneten sich hinter uns ab. Ich lächelte sanft. Wenn es nach mir gehen würde, könnte jeder Tag so los gehen. Vielleicht nicht so früh starten, aber das Aufstehen der Sonne mit Fahra betrachten. Es war so viel perfekter, als sich jeden Tag aufs Neue aus dem Bett zu quälen und sich fertig zu machen, nur um sich letzten Endes zu fragen, warum man das überhaupt machen muss. Hier war die Frage nach dem 'Warum' schon lange geklärt. Ein einfaches, 'weil es sich so richtig anfühlt' war die Antwort. Neben Fahra fühlte sich das Aufstehen einfach richtig an. Es machte einen Sinn, irgendwie.


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa Apr 07, 2012 12:16 am

Ich hab in deinem perfekten Text eine Unperfektion gefunden (jz fühlt Myla sich cool :D)

Zitat :
kämpfen, für eine heller welt.
Mach ein "hellere" draus, Maus, ich lieb die Einleitungen so sehr. <3

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Di Apr 10, 2012 6:45 am

danke, ich verbessere es im orginal <3





J U S T ;; S M I L E

lass uns schwimmen gehen. lass uns in die fluten rennen. immer den wellen entgegen. wir schwimmen so lange, bis wir dem meer unterliegen. bis wir den blauen wellen unterliegen. bis wir nicht mehr vom meer zu unterscheiden sind. im einklang mit dem meer.

HUNGERGEFÜHL ;; Fahra und ich standen länger als nur eine halbe Stunde am Meer. Wir standen da, bis uns Fleurs Stimme erreichte "Hey ihr Schönheiten. Wollt ihr nichts essen? "
Wir drehten uns um und erblickten Fleur. Ihre blonden Haare wurden vom Wind hin und her gerissen. Ein leichtes Lächeln lag auf ihren Lippen und das Bild wäre perfekt gewesen, wenn sie in kurzer Hose und Top vor uns stehen würde, aber es war zu kalt. Also trug sie nur ihre dicke Winterjacke und eine Jeans.
"Hunger? Den habe ich", meinte Fahra und sah zu, wie Fleur die letzten Meter zu uns kam und einen Moment auch aufs Meer starrte.
"Stellt euch das mal mit Nebel vor", schwärmte sie leise vor sich hin und versank in ihren eigenen Vorstellungen "Es müsste atemberaubend aussehen."
"Das tut es ohnehin schon." Meine Stimme kämpfte gegen den stärker und leider kälter werdenen Wind an. Ich zog meinen Schal über den Mund, damit meine Lippen nicht vollkommen austrockneten.

"Was viel atemberaubender sein wird ist das Frühstück. Ich hab gehört es gibt einen langen Tisch mit Essen!" Fahra warf einen flüchtigen Blick Richtung Hotel, nur um klar zu machen, dass ihr Hunger sie langsam überwältigte.
"Das nennt man Buffet", gab ich lachend von mir. Fleur nickte zustimmtend.
Fahra verdrehte die Augen und meinte dann lächelnd "Das sagte ich doch. Warum es sich einfach machen, wenn es auch schwer geht?"
"Direkt spart oft Zeit. Kommt wir gehen essen, sonst isst uns Jay alles weg. Ich hab ihn schon vorgeschickt." Fleur zog Fahra an der Hand, die sich nicht lange bitten ließ und kurz darauf neben ihr in einem gleichmäßigen Schritt lief. Nach ein paar Schritten hielten sie Inne und drehten sich zu mir um.
"Worauf wartest du?", fragte Fahra "Los. Essen!"
Sie lachten beide und warteten, bis ich zu ihnen aufgeholt hatte und mit ihnen den Weg zum Hotel zurück lief. In diesem Moment wurde mir klar, dass es nur noch uns drei gab. Uns drei und die Unendlichkeit.

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Di Apr 10, 2012 7:18 am

Ich finds so toll <3
Und ich mag Fahra! xD

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Kalucy


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Di Apr 10, 2012 8:13 am

An ihrer Stelle würd ich mich nicht ritzen, wenn ich so coole Freundinnen hätte. :DD xD
Nein, wie immer klasse <3

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Di Apr 10, 2012 10:50 pm





J U S T ;; S M I L E

you make me smile like the sun. fall out of bed, sing like a bird. dizzy in my head, spin like a record. crazy on a sunday night. you make me dance like a fool, forget how to breathe. shine like gold, buzz like a bee. just the thought of you can drive me wild. ohh, you make me smile!

TELEFORNATE ;; Fahra hatte sich nicht verhört. Es gab wirklich ein Buffet oder in ihren Worten, einen langen Tisch voll von Essen. Es gab so ziemlich alles, was man zum Frühstück essen wollte. Sogar Fisch, wobei ich nicht mal morgens an Fisch denken könnte.
Wir gesellten uns, nach dem wir unsere Teller mit übertrieben viel Essen belegt hatten zu Jay, der vor sich einen leeren Teller stehen hatte und an einer Tasse Kaffee nippte.

Wir ließen uns nieder, aber lange dürften wir nicht sitzen bleiben, jedenfalls ich nicht. Mein Handy klingelte und ich zeigte den Dreien mit einem entschuldigenden Blick, dass ich abnehmen musste. Vielleicht hätte ich den Anruf einfach unterdrückt, wenn es Ava gewesen wäre oder jemand anders aus meiner Klasse. Ich hatte mir sogar in meinem Kopf zurecht gelegt, für wen ich ran gehen würde und für wen eben nicht. Faith und David. Für Andere würde ich nicht an mein Handy gehen, an diesem Wochenende. Mein Display zeigte ein ziemlich verwischtes Bild von David an und spielte dazu die Melodie 'You make me smile'. Er hatte bei dem Foto nicht still halten wollen. Typisch.

"Guten Morgen", hauchte ich in den Hörer. Ich wusste, dass er nicht wusste, wo genau ich war und was ich machte und vor allem mit wem ich was, wo machte.
"Hey. Wann kann ich dich bei Fahra abholen? Wir haben noch einen Termin." Er kam direkt zum Punkt. Nicht mal für dieses Guten-Morgen-liebe-Charlie-Zeug hatte er Zeit.
Ich versuchte ein wenig zu lächeln, auch wenn er es nicht sehen konnte. Irgendwie half es ein wenig "Ich bin nicht bei Fahra."
"Dann hol ich dich bei Fleur ab", entgegenete er und ich hörte ein leicht nervöses Lachen hinter dem Satz. Er ahnte, dass ich auch nicht da war oder bei Ava oder Faith oder sonstigen Mitschülern oder Freunden.
Ich biss mir leicht auf die Zunge und raunte dann "Wie du dir denken kannst, bin ich auch nicht da."

Vermutlich stand David im Flur und spielte mit der Telefonkordel herum. Wir hatten immer noch kein schnurrloses Telefon und somit mussten wir alle Haustelefonate im Flur führen. Auf Dauer war das ziemlich nevig. Vielleicht hatte er seine Finger auch wieder in der Schnurr verfangen und versuchte sie zu entknoten, während er ärgerlich bemerken musste, dass in seinem gestreiften Bademantel ein Knopf fehlte. Eigentlich sollte ich den dran nähen, aber ich hatte es versäumt. Warum ich wusste, dass er seinen Bademantel trug? Kein Samstagmorgen begann ohne eine Tasse Kaffee, die neuste Ausgabe der Zeitung und seinen Mantel. Deswegen wusste ich es.
"Okay. Sag mir den Straßennamen und den Namen von diesem Mistkerl, der dich verführt hat!" Seine Stimme wurde ein wenig wütend. Sein Beschützerinstinkt war zu stark ausgeprägt, irgendwie. Jedoch wurde seine Stimme ruhiger. Vermutlich war Jill in seiner Nähe. "Ich meine, sag mir wo du bist und ich hol dich ab."
"Ich komme erst Sonntag wieder", sagte ich und hörte zu meiner eigenen Verwunderung ein wenig Stärke darin. Es war schon fast ein wenig selbstbewusst. Sehr gut.

Ich hörte ein leises Seufzen am anderen Ende "Ich mache mir echt Sorgen, Kleine. Komm nach Hause, bitte."
Seine Stimme tat weh in meinen Ohren. Es war fast so, als würden tausend kleine, spitze Pfeile in mein Herz stechen und es nieder machen. Mit einem Mal fühlte ich mich schlecht und irgendwie bereute ich es, Fleur um ein Abenteuer gebeten zu haben.
"Ich.. Ich komme morgen, versprochen", sagte ich leise ins Telefon und ehe David was sagen konnte, legte ich auf und schaltete mein Handy aus. Ich schloss die Augen, bevor ich zu den Anderen ging und stumm, aber mit einen Lächeln auf den Lippen, ihren Plänen für den Tag lauschte.

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Di Apr 10, 2012 11:01 pm

Achja. Du kannst die Story auch über den Blog verfolgen oder treuer Liker der Facebookseite werden.

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa Apr 14, 2012 8:13 am





J U S T ;; S M I L E

es vergeht keine sekunde, in der ich nicht suche. ich suche nach dem unglaublichen. nach dem unfassbaren. nach dem, was keiner zu vor gesucht hat. ich suche nach der liebe und der hoffnung und der phastersie. ich suche nach bunten bändern und wahren lächeln. ich suche und suche. ich suche jeden tag, jede stunde und jede sekunde. ob ich es finde? ich weiß nicht.. ich suche ja noch!

WOHNUNGSSUCHE ;; Ich spießte mit der Gabel nach und nach die viel zu großen Salatstücke auf, um sie anschließend wieder zurück in die Schüssel fallen zu lassen. Die grünen Blätter waren einfach zu groß für mich. Ich saß mit David und Fahra vor dem Fernsehen. Es war mittler Weile fast ein Uhr morgens und wir schauten South Park, Modern Family und How I Met Your Mother.
Es war nun etwa einen Monat her, dass wir diesen Ausflug zum Strand gemacht hatten, also Fahra, Fleur, Jay und ich. Nach diesem Strandbesuch hatte ich Jay noch zwei Mal gesehen. Einmal hatten wir uns so getroffen, zusammen mit Fleur und einmal hatte ich ihn hinter einer Disko mit Anderen rauchen gesehen. Fleur hatte ich nur noch selten zu Gesicht bekommen, denn sie hatte viel mit der Schule zu tun, leider. Fahra hingegen sah ich jeden Tag und wenn ich nun meinen Blick von meiner Salatschüssel abwendete und zum Sofa sah, erblickte ich sie dort auch wieder. Sie beobachtete interessiert, was die kleinen South Park Figuren so trieben.

"Schau mal, Charlie. Ich hab eine tolle Wohnung gefunden!", unterbrach David meinen Gedankengang und setzte sich neben Fahra auf das Sofa. Er drehte seinen Laptop so, dass ich von meinem Sessel aus auf den Bildschirm schauen konnte. Ein Wohnungsangebot. Eine Wohnung direkt am Standrand, so wie diese auch. Sie hatte dreißig Quadratmeter mehr, als Diese hier und außerdem noch einen Balkon.
"Die ist super", meinte ich nur und gähnte. David suchte eine Wohnung für mich, Jill und ihn selber. Vermutlich hätte er gar keine Wohnung suchen müssen, wenn es mich nicht gäbe. Ich nahm Platz weg. Platz für Jill und den Nachwuchs, der irgendwann kommen sollte. Ich war ihm nur im Weg, aber das sagte er mir nicht. Wenn er zu Elternabenden gehen musste, verpasste er Fußballspiele oder Abende mit seinen Jungs oder Jill. Außerdem musste er sich Sorgen machen, während er viel besser einen Grillabend planen oder ein Dinner mit Jill entwerfen konnte. Ich war ihm im Weg und er wollte es nicht zugeben, dabei wussten wir es alle. Ich wusste es. Er auch und Jill auch. Im Prinzip wussten wir es alle, aber keiner wollte es aussprechen.

"Das hast du zu jeder Wohnung bisher gesagt!" Er ließ sich den Laptop von Fahra weg ziehen und sah zu, wie sie den Bildschirm musterte.
Fahra klappte den Laptop zu und sah zu dem leicht verdutzten David, der den Laptop entgegen nahm. "Charlie kann auch zu mir ziehen. Dann müsst ihr keine Wohnung mehr suchen."
"So weit kommt es noch", sagte David und lächelte ein wenig müde. Wenn man ihn sich genau ansah, erkannte man einige Augenringe in seinem Gesicht. Ich wusste, dass er seit Tagen das Netz nach Wohungen durchkämte, nur damit er bald neben Jill aufwachen konnte. Von mir aus wäre sie schon lange hier eingezogen, aber David war dagegen gewesen. Er wollte mir mit seiner Verliebtheit vermutlich nicht auf die Nerven fallen, dabei würde er das früher oder später noch tun. Ich würde erst in drei Jahren komplett erwachsen sein und eine eigene Wohnung haben. Bis dahin würde ich etwas von dem Privatleben meines Bruders mitbekommen, ob er wollte oder nicht.
"Irgendwann finde ich die perfekte Wohnung für uns", murmelte er vor sich hin "Ich muss nur lange genug suchen."

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Ramyla


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa Apr 14, 2012 8:25 am

Oyy, mir is David iwie voll sympatisch. :3 (Liegt viellt zum Teil daran, dass man Freund so heißt ^^')
Hätt gern so einen großen Bruder <3

Ahja & wieder diese Szene, in der sie sich ihn im Bademantel vorstellt, das in der Art hat jedes Mal wieder was. :DD Einfach weiter so!

//edit: Ach ja & du hast mich wieder auf das Lied gebracht. x33 Gute Laune-Lied. Hilft mir grad, mein Schulzeug zu ordnen.

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Do Apr 19, 2012 9:36 am





J U S T ;; S M I L E

wann hat die suche ein ende? wird sie je eines haben? wann bin ich angekommen? angekommen an dem großen ziel? ich weiß ich steh direkt davor. ganz nah. ich kann es spüren. so richtig spüren. ich bin ihm nah.

BILLIONEN ;; Als ich aufwachte, sah ich zuerst auf meinen Wecker. Es war zwölf Uhr achtundreißig, also zu spät. Ich drehte mich auf die Seite, auf der eigentlich Fahra schlief und bemerkte, dass sie nicht mehr da war. Meist stand sie auf und weckte mich, aber heute war es wohl nicht so gewesen.
Ich rollte mich aus meinem Bett und lief ins Wohnzimmer. Fahra saß im Sessel, in dem ich noch vor wenigen Stunden gesessen hatte und starrte auf den Fernseher, während sie sich mein Schokomüsli in den Mund stopfte. Ich beobachtete sie einen Moment, wie sie mit einer Hand versuchte ihre Haare zurecht zu zupfen und sich mit der Anderen selber zu füttern. Die größte Müslischüssel, die wir hatten stand nur noch halbvoll auf ihrem flachen Bauch und bewegte sich mit ihrer Atmung. Auf und ab.

"Morgen", riss ich sie aus ihrem Fernsehrausch. Sie sah mich ein wenig verschlafen an und lächelte dann müde. Sie nuschelte irgendetwas, was wohl 'Morgen' heißen sollte und schob dann wieder einen vollen Löffel Müsli zwischen ihre Lippen.
"Was läuft? Und wo ist David?", fragte ich und setze mich auf die Lehne des Sessels und blickte zum Fernseher.
Fahras Blick bliebt starr auf dem Fernseher und murmelte nur "Er ist zu einem Markler. Um sieben Uhr hat er einen Lärm gemacht und hat dann um acht den Typen angerufen und ist jetzt weg." Sie klang ein wenig genervt. Vermutlich hatte David sie zugeredet mit der Wohnung und war vermutlich hatte er sich schon ausgemalt, wie sie werden und wo er welches Möbelstück hinstellen würde.
"Wie nervig war er?", fragte ich und lächelte leicht. Wir hatten schon darüber geredet, dass er manchmal ein wenig extrem, oder wie wir es nannten besonders war.
Fahra lachte und schluckte einen Löffel ihres Müslis, welches eigentlich mir gehörte, aber egal, hinunter. "Auf einer Skalar von eins bis zehn? Eine Billionen!"

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Blake


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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Do Apr 19, 2012 10:06 am

Schön geschrieben <3

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Fr Apr 20, 2012 1:37 am





J U S T ;; S M I L E

mit jedem tag wird ein traum begraben, doch ich hab nie gefragt und übersehen. so nah war alles, es lag nicht nur an mir. so klar, wird alles, jetzt und hier. so nah am ziel schon, am großen happy end. so klar dachten wir schon, dass uns nichts mehr trennt. wir können es nicht glauben, vielleicht wars uns schon lange klar. so nah, so nah und doch so fern.

FRÜHER ;; Das Wochenende war nicht so glanzvoll für mich zu Ende gegangen. Fahra war gegangen, als sie David gehört hatte, der vollkommen glücklich darüber war, die 'perfekte' Wohnung gefunden zu haben. Er strahlte, wie ein Atomkraftwerk, würde mein Mathelehrer sagen. Das Abendessen war noch länger als zwei Mathestunden, jedenfalls fühlte es sich so an.
Der Montagmorgen war schnell an mir vorbei gezogen und schlielich fand ich mich auf meinem Fahrrad wieder, das ich direkt nach Hause lenkte. Eigentlich fuhr ich immer mit zwei meiner Freundinnen die Strecke nach Hause. Aber heute hatte ich nicht den Elan schnell zu fahren. Es gab mal eine Zeit, da war ich die Schnellste und die Ungeduldigste, trotzdem hatte ich immer auf die Anderen gewartet und sie manchmal sogar gezogen, obwohl ich unter der Anstrengung gelitten hatte.
In dieser Zeit waren Schminke, Jungs und Klamotten auch noch keine Themen. Küssen war widerlich und die Frage 'Bin ich zu dick?' stellte sich erst gar nicht. Damals hatten sie auch auf mich gewartet, wenn ich langsam fuhr und nach meinen Problemen gefragt. Ich hatte ihnen auch immer alles erzählt, obwohl ich gewusst hatte, dass sie es erzählen würden.

Deswegen hatte ich ihnen eine Zeit lang auch nichts mehr erzählt. Sie hatten nichts von meinen anderen Freunden gewusst oder von meinen ersten Erfahrungen mit Jungs. Heute war es noch immer so. Sie wussten nicht, dass ich mich kratzte, oder wie Fahra und wir es nannten malte. Sie wussten nicht, dass ich manchmal rauchte und dass ich trank. Ich machte das alles nicht regelmäßig, aber ich machte es.
Von ihnen wusste ich nur, dass sie auch einmal geraucht hatten, gepafft um genau zu sein. Getrunken hatten sie auch schon, aber mehr wusste ich von den beiden auch nicht mehr.
Wir waren mal Freunde. Gute Freunde. Wir hatten zusammen Verstecken gespielt und zusammen gemalt mit Straßenkreide. Zusammen haben wir gegrillt und Sandkuchen gebacken. Außerdem waren wir oft schwimmen. Eine Zeit lang haben wir sogar Fangen gespielt. Anscheinend spielten sie dies nun wieder. Sie fuhren fort von mir und ich sollte wieder aufholen. Aber das tat ich nicht.
Ich bog in eine andere Straße ein und sah ein letztes Mal den zwei, kleinen Punkten nach, die vor mir wegrannten. Wie im Kindergarten, nur das ich sie nicht einfangen würde.

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa Apr 21, 2012 8:23 am





J U S T ;; S M I L E

'cause when it hurts, it hurts. you wonder if it's worth it. but when it works, it works. when it's broke, it's perfekt. whoooho. never to seem please you, no. don't you ever let me go. i know your heart is shot, shot, shot. and you don't know. nothing gonna change us.

SKYPE ;; Als ich Zuhause ankam, war David noch nicht da. Vermutlich hatte er noch ein Shooting. Im Augenblick hatte er viel zu tun. Ich nahm mir einfach einen Jogurt aus dem Kühlschrank und legte mich auf mein Bett, während die Rhytmen von 'All Time Low' meinen Körper regierten. Ich schaltete mein Netbook an um ein wenig online zu gehen. Einfach ein wenig durch das weltweite Netz mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten surfen. Kaum war ich ein paar Minuten online, wurde ich über Skype angeschrieben. Es war Alison.
Das Programm öffnete sich automatisch, wenn ich online ging und raubte mir schon seit einigen Wochen die Nerven. Aber durch dieses Programm konnte ich Kontakt zu meinen Chatbekanntschaften aus den USA halten. Nur noch deswegen hatte ich das Programm.

[18.04.2012 13:59:13] Bronzeherz: Lass Faith in Ruhe!
[18.04.2012 14:01:03] Confusingworld xP: Warum?
[18.04.2012 14:01:56] Bronzeherz: Weil ich es sage!
[18.04.2012 14:02:25] Confusingworld xP: Ist mir egal, was du sagst und was nicht. Ich kann machen, was ich will.
[18.04.2012 14:03:29] Bronzeherz: Nicht, wenn es um Faith geht. Weißt du, wie weh du ihr tust?
[18.04.2012 14:05:01] Confusingworld xP: Was mache ich denn? Sie kommt doch zu mir!
[18.04.2012 14:05:56] Bronzeherz: Misch dich einfach nicht mehr ein.
[18.04.2012 14:06:18] Confusingworld xP: ICH MACH DOCH NICHTS!
[18.04.2012 14:06:37] Bronzeherz: DU zerstörst unsere Freundschaft!

Ich sah auf den Bildschirm und schloss für einen Moment die Augen. Ich verstand nicht was sie hatte und warum sie mich nun so anschrieb. Faith kam zu mir. Sie erzählte und zeigte mir, was sie fühlte. Ich konnte sie doch nicht einfach abweisen, oder? Nein, dafür hatte ich sie zu gerne.
Ein 'Blub' riss mich aus meinen Gedanken. Es signalisierte mir, dass ich wieder eine neue Nachricht bekommen hatte von Alison.

[18.04.2012 14:08:48] Bronzeherz: ANTWORTE, verdammt!
[18.04.2012 14:10:04] Confusingworld xP: Wenn ihr eine echte Freundschaft habt, mit Vertrauen und allem was dazu gehört, dann könnte ich sie nicht einfach kaputt machen. Es braucht mehr als mich um etwas zu zerstören. Also schieb mir nicht die Schuld in die Schuhe. Wenn ihr euch von einer Person kaputt machen lasst, dann seid ihr keine echten Freunde!

Noch ein 'Blub'. Dieses Mal kam es nicht von Alison, sondern von Faith, die sich im Chat einfach nur 'faith' nannte. Ich wechselte das Fenster um ihre Nachricht zu öffnen und erstarrte, nach dem ich den Text gelesen hatte.

[18.04.2012 14:12:01] faith: Hast du sie noch alle?!
[18.04.2012 14:12:43] faith: Antworte, VERDAMMT!
[18.04.2012 14:13:00] Confusingworld xP: Ja mir gehts gut. Warum?
[18.04.2012 14:13:22] faith: Hast du nichts Besseres zu tun, als zu Ali zu sagen, dass unsere Freundschaft nicht echt wäre oder was??!
[18.04.2012 14:13:00] Confusingworld xP: Das habe ich nie gesagt.
[18.04.2012 14:13:14] faith: Ach ist das so?
[18.04.2012 14:13:45] Confusingworld xP: Ja das ist so.
[18.04.2012 14:14:20] faith: Charlie, du hast doch keine Ahnung, was hier eigentlich abgeht!
[18.04.2012 14:15:28] Confusingworld xP: Dann erklär es mich endlich!
[18.04.2012 14:16:39] faith: ICH BIN HIER AM AUSRASTEN. IHR TREIBT MICH ALLE IN DEN WAHNSINN. ICH BIN SAUER AUF DICH UND AUF ALISON UND AUCH MICH UND AUF DEN SCHRANK, WEIL ER SICH NICHT VON DER STELLE BEWEGEN WILL, EGAL WIE SEHR ICH SCHIEBE!

Ich laß die Zeilen und spürte, wie ich traurig wurde. Wieder waren da diese feinen, aber schmerzhaften Stiche direkt in mein Herz. Es war fast so, als hätte es jemand mit aller Wucht zerschlagen und trat nun noch einmal darauf, damit ich noch mehr leiden musste. Die Tränen nahten und ich schloss mein Netbook. Es war einfach besser so, irgendwie.
Ich atmete einmal tief durch um dann zu spüren, wie sich die salzigen Tränen einen Weg durch mein Gesicht bahnten um auf die Erde zu fallen.

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BeitragThema: Re: j u s t . s m i l e    Sa Apr 21, 2012 8:40 am

Ich wollte das hier noch vor Azz Post los werden. Ja, es ist lang, aber trotzdem. Es ist mal was Neues. Also das mit den Chats. Ich würde gerne wissen, wie ihr das findet und sowas. Es ist so ziemlich einer der ersten Höhepunkte der Geschichte, deswegen..

Danke für alles :)
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