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 Thanks for the Memories

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BeitragThema: Thanks for the Memories   So Apr 22, 2012 8:14 am

MITSPIELER: Kartane und Cassian
ZEITPUNKT: ein paar Tage vor dem Eintreffen in Cataracta, nachts
THEMA: Begegnung nach langer Zeit



Stolz thronte der Vollmond am schwarzen Nachthimmel und bedeckte das ganze Land mit einem silbrigen Schleier. Die wenigen Wolken, welche hoch oben vor sich hin schwebten, sangen ihre luftige Melodie und ließen die kühle Brise durch die Bäume streifen. Mitlerweile hatten jene Herrscher der Natur ihre saftig grünen Kronen abgelegt und ihre Zweige mit bunten Blättern geschmückt. Das gesamte Tal hatte seine fruchtbare Blühte verloren und empfing nur widerstrebend das Kommen der kalten Tage. Wie lange würde der nahende Winter dieses Jahr wohl dauern? Würde er sehr beschwerlich werden? Cassian hoffte auf eine schnelle Wiedereroberung des Throns der Natur von Seiten des Sommers, da er den warmen, goldenen Schein auf seinem Fell viel angenehmer fand als feuchte Schneeflocken und anstrengende Nahrungssuchen. Die Muse der Poesie küsste den reichen Geist des Rüden nunmal eher bei wärmeren Jahreszeiten und seine flinke Zunge war bei Frost und bitterer Kälte einfach festgefroren. Bei solch unangenehmen Bedingungen verflogen einem die Worte schlichtweg! Welcher Maler würde eine Schneeflocke statt einer Blume malen? Tja, und welcher Dichter würde eine Ode an bedrohliche Eiszapfen verfassen? Keiner, das stand ja mal fest! Und so berichtete der Graue viel lieber über singende Vögel und surrende Bienen als über das Schlottern der Gliedmaßen und Klappern der Zähne. Und er war sich sicher, dass es jedem anderen Künstler genauso erging!
Doch in solch einer friedlichen Nacht konnte sich Cassian einfach nicht zur Ruhe begeben und musste mit seiner niemals endenden Reise fortfahren, geleitet vom wachsamen Blick der Sterne, hinter denen sich sein Schicksal verbarg. Manchmal schienen jene Kinder des Himmels auf den Rüden herabzuschauen und ihm zuzulächeln, als wollten sie ihm sagen: Geh nur, Cassian, immer weiter! Und der Wolf eilte ihren Rat zu befolgen. Wer war er auch schon, als dass er den Rat der weisen Himmelskörper in Frage stellte? Dazu hatte er nun wirklich keinerlei Recht! Und so trugen seine Pfoten ihn über Stock und Stein, immer weiter seinem Ziel entgegen: Den Heaven Wolves. Was würde ihn wohl in diesem berüchtigten Rudel erwarten? Freundschaft? Krieg? Liebe? Blutvergießen? Hatte er davon nicht schon genug erleiden müssen? Aber seine Einstellung dem Kampf gegenüber würde die anderen Wölfe wohl nicht vom Morden abhalten, denn es gehörte einfach zum Bestandteil ihres Lebens. Wie sonst sollten sie auch Überleben? Cassian meidete es über andere Lebewesen zu richten, denn nicht mal er besaß eine weiße Weste. Keiner konnte den Sünden entkommen, welche das Universum bereithielt. Keiner.
Und so schlich der Philosophenwolf durch die Wälder E'Deverus' und vernahm beinahe wie in Trance die vielen Geräusche der nächtlichen Stunden. Das Zirpen der Grillen, das Wehen des Windes, das Rascheln der Blätter...Moment. Raschelnde Blätter? Das war aber nicht besonders gewöhnlich für eine typische Nachtruhe. Da war doch was faul...irgendjemand musste ihm gefolgt sein! Und zumindest befand sich dieser Fremde in seiner Nähe und hatte ihn entweder noch nicht bemerkt oder sich noch nicht zu erkennen gegeben. Wer konnte es sein? Ein Feind? Ein Freund? Vielleicht eine weitere schicksalhafte Fügung in seinem Leben?

"Zeige dich, Fremder, ich habe deine Anwesenheit schon längst vernommen!"

Rief Cassian in die Dunkelheit hinein und spürte wie seine tierischen Instinkte seine Muskeln versteifen ließen. Er war ja kein mißtrauischer Gesell, jedoch konnte man ja nie wissen, mit wem man es zu tun hatte. Vorsicht war ja bekanntlich die Mutter der Porzelankiste...
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Kartane


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BeitragThema: Re: Thanks for the Memories   Mo Apr 23, 2012 4:11 am

Der Vollmond erhellte die sonst so dunkle Nacht. Wie große schwarze Ungeheuer schienen die verschiedenen Bäume. Groß und dunkel vor dem hell scheinendenHerrscher der Nacht. Eine schneeweiße Gestalt erschien immer wieder als heller Punkt zwischen der Landschaft. Dieser Punkt enttarnte sich schon bald zu einer galanten weißen Wölfin. sie hatte sich allem Anschein nach etwas von ihrem Rudelentfernt und war nun im Begriff, sich am nahegelegenem Flusslauf niederzulassen. Allerdings wurde die Schattenkriegerin davon abgehalten. Ihre feinen Ohren zuckten und sie hielt in ihrer Bewegung inne. Sogar ihre Pfote schwang noch in der Luft, da sie keine Zeit gefunden hatte, ihren Lauf auf dem weichen Mossboden abzusetzen. Ihre rute schwang sanft in der Nachtluft umher und sie bemerkte einige Glühwürmchen, die hier und da vereinzelt herumschwirrten. Dann aber bemerkte Kartane einen anderen Wolf in ihrer Nähe. Es musste einer der Ihren sein - der Geruch verriet es ihr. Dann, mit einem Mal, vernahm sie eine samtene, aber dennoch starke Stimme. "Zeige dich, Fremder, ich habe deine Anwesenheit schon längst vernommen!" Dieser Klang; diese poetische Wahl der Worte - sie konnte sich doch nciht so täuschen. Mit einem Satz, der dennoch sehr überlegt war, sprang die zarte aber auch starke Fähe zwischen den Bäumen und Büschen hervor. Sie erblickte einen Rüden, über den sie mehr als froh war, ihn zu sehen. Er war stärker geworden, größer und vielleicht hatte er auch an Schönheit gewonnen -obwohl dies aus Kartanes Sicht nicht möglich war. Sie legte den grazilen Kopf schief.

"Cassian, mein liebster Dichter-Freund. Sag, bist du es? Ich habe deine fabelhafte erscheinung schon so viele Monde nicht mehr vor den Augen gehabt. Wunderbar! Du hast dich kaum verändert; nur stattlicher erscheinst du mir...aber noch immer strahlend wie eh und je."

Man konnte der Fähe ihre Freude wirklich ansehen. Ihre Augen leuchteten wie die Sterne, welche am Himmel hingen. Es tat ihr gut, den alten Freund um sich zu haben. Da waren so viele Erinnerungen, die sie mit dem Poet teilte und sie hatte ihm schon so viel zu erzählen gehabt. Cassian war der Weißen schon lange Zeit ein Freund gewesen. er war so wunderbar unkompliziertund doch so gebildet.Kartane liebte es, neben Cassian zu sitzen und seinen Worten zu lauschen.Der Poetenwolf war so weise - so Kannte Kartane ihn jedenfalls. Aber sie konnte von sich behaupten, ihn ziemlich gut zu kennen, immerhin war er ihr seit den gemainsamen Reisen ein enger Vertrauter.

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I don't wanna hear the bad news when I was a little girl In front of the mirror I couldn't understand a thing There were tears falling down my cheeks no matter How much, I washed my face, I couldn't wash my soul.

Blake.
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BeitragThema: Re: Thanks for the Memories   Mo Apr 23, 2012 5:44 am

Helle Flecken leuchteten hin und wieder in der alles verschlingenden Dunkelheit auf und Cassians Sinne vernahmen einen familiären Geruch. Unverkennbar...er kannte ihn irgendwoher. Aber...woher nur? Seine Erinnerung hielt die Antwort auf diese belastende Frage mit festem Griff im Kräfig der Vergesslichkeit gefangen und der Rüde suchte verzweifelt nach jenem Schlüssel, welcher das Schloss zur Befreiung seines Gedächtnisses öffnen würde, um so den Seelenfrieden des Grauen zu bewahren. Dieser Duft...er kannte ihn. Ganz bestimmt. Daran bestand keinerlei Zweifel...die Ahnungslosigkeit wiegte schwer auf seinen Schultern und seine Muskeln versteiften sich nochmehr. Verflucht sollte er sein, für solch eine Schmach! Vielleicht war es ja nur seine fantasievolle Einbildung, welche jenes Trugbild in seinem Kopf gesponnen hatte? Nein, das war einfach nicht möglich...wieso um alles in der Welt wollte ihm das passende Gesicht zu diesem bekannten Geruch nicht einfallen?! Es war als ob sich das Universum für diesen Moment ein weiteres Mal gegen ihn verschworen hatte und ihn mit schmerzlicher Pein für seine vergangenen Taten rühmte. Doch konnten die Sterne ihm jenes Blutvergießen der Bergangenheit wirklich vergellten? Hatte ihn die irdische Hand seiner Natur nicht zu fraglicher Zeit ubermannt und seine tierischen Instinkte freigesetzt, wie durch einen plötzlichen Fluch? Doch, so war es gewesen! Aber wieso in Gottes Namen, fällten die hohen Mächte erst jetzt ein Urteil und dann auch noch zu solch bedeutender Stund'?Hatte er nicht auch etwas Glück in diesem grausamen Spiel namens Leben verdient?
Doch bevor sich die Dürre Liebe weiter über ihr Schicksal beschweren konnte, ertönte plötzlich der Klang einer weichen Stimme, welche lieblich in seinen Ohren verklang, fortgetragen von den Lüften des Windes. Cassian erkannte eine weiße Gestalt zwischen den Schatten, die sich immer näher auf ihn zubewegte. Jedoch hatte sie überhaupt nichts Bedrohliches an sich...im Gegenteil. Jede einzelne ihrer Bewegungen wirkte freundschaftliches und vertraut. Nun wurde der gesamte Körper der Fähe vom blassen Schein des Mondes erhellt und Cassians Verstand befreite seine Seele von der Qual der Ratlosigkeit. Kartane! Seine mehr als gute Freundin aus den alten Zeiten seiner langen Reise stand in Leib und Seele vor ihm und sprach ihn mit sanften Worten an. Wie hatte der Poet diese Stimme doch vermisst!

"Kartane? Bei allen Göttern, du bist es wahrhaftig! Welch eine glückliche Fügung der Sterne dies doch ist, meine süße Schneeflocke! Schau dich nur an, welch ein liebliches Abbild einer stolzen Fähe du doch geworden bist. Viel zu viele schöne Stunden hat uns die Zeit geraubt..."

Begrüßte der Redner seine Lieblingsfähe und bewunderte ihr stattliches Antlitz, welches im silbernen Mondschein erstrahlte wie eine Hoffnung bringende Sternschnuppe. Er genoß den Augenblick ihres Wiedersehens sichtlich und seine verkrampften Muskeln entspannten sich sofort, um den Philosophenwolf auf flinken Beinen zu seiner Vermissten zu tragen. Das Universum hatte sich nicht gegen ihn verschworen...es belohnte ihn mit dem Treffen seiner liebsten Kartane und der Rüde war wirklich mehr als glücklich. Diese Freude konnte er selbstverständlich nur mit seinem treuen Werkzeug der Sprache ausdrücken und so setzte er seine Rede unverfrohren fort.

"Berichte mir alles über deine ruhmreichen Taten der Vergangenheit, meine Liebe. Die Aufmerksamkeit dieses alten Poeten ist vergänglich wie jedes andere lebend' Kind der Erde und verflieget so flink wie ein Vögelchen, doch beim Klang deiner geliebten Stimme setzt sich auch dieser Wirbelwind zur Ruh."
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Raziel


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BeitragThema: Re: Thanks for the Memories   Do Sep 13, 2012 3:37 am

kann ich verschieben?

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Kartane


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BeitragThema: Re: Thanks for the Memories   Do Sep 13, 2012 7:43 am

Öhm warte. Ich versuche, bis Sonntag zu posten :D

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Blake.
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