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 Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise

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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Di März 30, 2010 11:56 am

Ayana:

Ayana hatte lange dagestanden und in den Himmel geguckt. Den Tanz der Schneeflocken beobachtet. Ihre wunderschönen, warmen bernsteinaugen waren dabei immer dunkler geworden. Sie ließ sich langsam auf die Hinterläufe gleiten, ohne dne Blick vom wolkenbesetzten Himmel zu nehmen. Sie spürte die Kälte in den Knochen, zitterte. Sie war verwirrt. Aus irgendeinem Grund spürte sie, dass sie nicht mehr hierher gehörte. Dies war nicht ihr Rudel. Natürlich hatte sie es gern, vorallem die Welpen, aber sie spürte den Drang, weiterzuziehen. Die Schneeflocken trieben in eine Richtung. Und diese Richtung wollte auch Ayana einschlagen. Ihr Blick glitt über das Rudel, zu Blake, dem Alpha. Er war ein guter Alpha gewesen, fand sie. Aber ihre Zuneigung reichte nicht, um bei den Heaven Wolves zu bleiben. Sie schluckte.

Vielleicht würde ja auch niemand bemerken, dass sie gehen würde. Ihr Fell war so weiß, wie der Schnee selbst. Man würde es nicht bemerken. Würde nicht ... . Zudem hatte sie auch das heulen Keenans gehört. Sie schluckte nochmals, wimmerte leicht. Er war tot. Und sie wusste, dass es nun auch Raayu nicht mehr lange hier behalten würde. Ayana erhob sich ungelenk, warf einen letzten traurigen Blick auf das Rudel, zu Blake, zu den Welpen. Dann lief sie los. Ihre sanften Pfoten schlichen über den Schnee. Und als sie weit genung weg war, fing sie an zu rennen. Ihre Läufe trugen sie schnell über den nassen, matschigen Schnee. Sie war nicht weit gekommen, aber dennoch so weit, dass das Rudel sie nicht mehr richen konnte. Sie blieb stehen, warf einen Blick über die Schulter zurück und legte den Kopf in den Nacken.

Auf wiedersehen, Heaven Wolves! Möget ihr in Frieden weiterziehen! Vielleicht treffen wir uns irgendwann wieder!

Ihre Botschaft hallte über die Landschaft. Sie hörte sich einerseits traurig, andererseits aber auch frei an. Die weiße Fähe wand ihre bernsteinaugen wieder nach vorne. Nun würde sie ihren Weg verfolgen. Den Weg der Schneeflocken, welche sie mal hierhin trugen, mal dorthin trugen. Und vielleicht eines Tages wieder zu den Heaven Wolves.


[Geht]


Zuletzt von Blake am Di März 30, 2010 12:09 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Di März 30, 2010 12:06 pm

Zaranya:

Ja, auch Zaranya beobachtete den immer schwächer werdenten Tanz' der Flocken. Spöttisch blickte sie die kleinen, bauschigen Dinger an, welche vom Himmel hinab vielen, nur um die Erde noch weiter zu beschmutzten. Natürlich hatte sie mitbekommen, wie sie alle abgehauen waren. Chyrakee, Keenan, Raayu ... und vor kurzem auch Ayana, die schneeweiße möchtegern Mami. Und so viele waren verschollen. Zaranya konnte sie garnicht zählen. Ja, die Heaven Wolves waren schon arm dran. Sie überlegte. Wollte sie wirklich in so einem Rudel leben? Ihr Leben für das, anderer aufs Spiel setzten? Für den Alpha jagen, welcher vielleicht nicht mal ein einfaches 'Danke, Zaranya' aussprechen konnte? Oder noch schlimmer: Auf Welpen aufpassen? Diese kleinen, quengeligen Wesen konnte sie noch nie leiden. Und die Antwort war Nein. Nein, sie wollte nicht länger in diesem mickrigem Rudel alter Schwächlinge bleiben.

Die bunte wusste, dass man es ihr übel nahm, wenn sie gehen würde. Schließlich war sie Betera. Aber es war doch ihre Entscheidung. Ihre Wahl, welche sie traf. Ob richtig oder falsch. Sie schnaubte leicht und erhob sich. Verstohlen warf sie einen kalten Blick auf Blake, welcher anscheinend in ein Pläuschen mit einem schwarzen Rüden vertieft war. Welch Glück für sie. Eilig trugen die großen Pfoten sie davon, ohne auch nur zurück zusehen. Das schwache Rudel lag hinter ihr. Endlich.

Zaranya lief weiter, einfach weiter. Es würde nichtmal auffallen, dass sie wegging. Bald würden alle ihr folgen, dme war sie sich sicher. Jukany, Ramyla ... und dann hatte Blake nurnoch drei Wölfe (und einen stinkenden Welpen), welchen der vertrauen konnte. Der arme, alte Blake. Pah.


[Geht]
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Do Apr 01, 2010 7:33 am

Ramyla musste erst einmal über all das nachdenken. Jetzt war sie also Gammera, irgendwie gefiel ihr das. Aber wo war Juka eigentlich? Suchend sah sie sich um. War ihre Schwester verloren gegangen? Und Keenan... Myla zuckte bei ihrem eigenen Gedanken zusammen. Kee... war tot... die Tränen stiegen ihr in die Augen, sie blinzelte sie weg. Für Jukany... war das sicher noch viel schlimmer... und Milou... was war mit dem Welpen? Und dann bemerkte sie auf einmal zwei fremde Wölfe. Das war einfach zuviel.
Ramyla nahm Milou in den Fang und sah sich kurz um. Wer war wohl am besten dafür geeignet, auf sie aufzupassen? Ayana schien nicht mehr da zu sein... Blake redete mit den Neuen... Myla kam einfach nicht mehr mit. Vielleicht war es das kalte Wasser, das sie seltsam schwummrig im Kopf machte. Die Braune taumelte leicht und zitterte. Von weit her hörte Ramyla Ayanas Heulen...
Myla stolperte und sank zu Boden.

Juka... Keenan... Milou...

Sie versuchte, dagegen anzukämpfen, doch schließlichglitt sie langsam hinüber in die dumpfe Welt der Ohnmacht...


[Denkt nach / nimmt Milou / merkt, dass ihr schwummrig wird / verliert die Besinnung]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Do Apr 01, 2010 11:19 am

Sakura schaute sich um und merkte das sich ein Wolf wegschlich. Ihr verschwinden sollte wohl unbemerkt bleiben. Sakura beobachtete wie sie wegschlich. Und als sie aus der Sichtweite war heulte sie „Auf wieder sehn Heaven wolves. Der Frieden möge mit euch ziehen.“
Sakura fand das ziemlich erbermlich. Wenn man in ein Rudel gehen kann wird man ja wohl genug mum haben um vorm Rudel zu sagen das sie nicht mehr im Rudel sein wollte. Sakura kannte die Wölfin nicht und sie kannte den Grund nicht wiedo sie ging aber es war feige!.
Sakura blickte wieder in den Himmel und schaute den tanz der Schneeflocken zu. Sie merkte das es nicht mehr lange Winter sein würde. Als Sakura nach links schaute sah sie eine Fähe die plötzlich zu Boden fiel. Sie bewegte sich nicht mehr. Sakura sprang auf und rannte durch den Schnee. Zu der Fähe. Sie senkte den Kopf um an der Fähe zu schnuppern. Sie lebte noch. Ein Glück. Aber sie war nicht mehr bei bewusst sein. Sakura stupste sie ein par mal an aber sie rührte sich nicht. Sakura hebte wieder den Kopf und sah sich um wo Blake war. Sie schaute noch mal auf die Fähe und ging dann zu Blake. Der sich gerade mit einem schwarzen Rüden unterhielt. Sie guckte zu Blake und sagte:

„Blake eine Fähe ist zusammengebrochen... Sie lebt noch. „

Sagte Sakura und schaute kurz über die Schulter zu der Fähe. Dann schaute sie wieder zum dem Alpharüden. Die kleinen Schneeflocken sammelten sich auf Sakuras Fell und sie schüttelte sie ab. Die Schneeflocken tanzten durch die Luft und kamen auf den Boden auf.


Zuletzt von Sakura am Fr Apr 09, 2010 7:46 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Do Apr 01, 2010 10:30 pm

Wie ein sachter Wind, der am Ufer der Stille vorbeizog, so regte sich der dunkle Rüde kaum. Was er gesichtet hatte? Ein Rudel, seiner Meinung nach klein. Und so war es ein Rudel, dass ihm wahrscheinlich niemals etwas wert werden würde, doch genauso konnte er sich auch seinem Schicksal überlassen. Immernoch hörte er die leichten Worte Lunaris in seinem Kopf brummen. »Lass uns endlich gehen, wir haben keine Zeit zu verlieren. Aber eines, eines kann ich dir sagen... Ich liebe dich, Alvar.« Und dann verschwanden die Worte wieder. Ob es wirklich Liebe war? Konnte dieser dunkle Rüde, wirklich jemals lieben? Zumal berechnete ihn eine zu hohe Menge Stolz, das die Bruchteile von Trauer ihn niemals erreichen könnten. So dachte er es. Es war ein einsamer Hauch, der ihn über die winzigen Dinge in seinem Leben nachdenken ließ, welche sich der schönen Seite angehörten. Und dazu gehörte eben nur Lunaris, bis sie dann nicht mehr existierte. Immer noch hatte er den zertrennten Leib vor sich liegen, bis die Einbildungen, sie währe immer noch bei ihm, mit dem Wind davon getragen wurden.

Eine nicht allzu laute Stimme drang sich bis zu seinen tiefen Gedanken vor. Eine Rüde, positioniert als Alpha und nicht sonderlich wichtig für Alvar, bat er den Rüden, zu verschwinden, so wolle er sich dem Rudel nicht anschließen. Einen Bruchteil einer Sekunde, dachte der schwarze Rüde darüber nach, ob dieses Rudel das richtige sei. Doch wäre ein solch kleines, nicht mit einem Funken besetztes Rudel von Stolz, das richtige? War es überhaupt, das richtige, sich einem Rudel anzuschließen. Er müsste es verteidigen, sich für dieses einsetzten, doch dieses Rudel schien im sonderlich harmlos, nahezu in Friedlichkeit getränkt. Und dann war dieser Bruchteil der Sekunde um.

Es war nicht das richtige Rudel, ganz sicher nicht. Doch gab es überhaupt das richtige Rudel? Gab es ein Rudel, dass sich den Umständen Alvars anpassen konnte? Ein sachtes Grinsen zog sich über Alvars Lefzen, als der Alpharüde ihm befahl, das Land zu verlassen, sobald er sich dem Rudel nicht anschloss.

So so, gibt ein fremder Alpha, einem anderen Rüden, der dem Rudel nicht einmal angehört, also auch noch Befehle?

Das höhnische Grinsen verschwand, als der boshafte Blick, der über Alvar zu herrschen schien, wieder auftrat.
Es war niemals das richtige Rudel. Niemals. Und trotzdem fühlte Alvar sich angezogen. Es waren nicht etwa die Fremden Wölfe, die allesamt unter seinem Desinteresse lagen, nein, es war etwas anderes, etwas unbekanntes. So richtete Alvar seinen riesigen Kopf, vernahm und ging die letzten Worte des Rüden noch einmal durch und sprach nun, etwas abgelegen vom Spott

Nun gut, ihr wisst nicht, wie das Leben manchmal laufen kann, aber... MEIN Leben, hat mich zu euch geführt und trotz allen Gründen, die dagegen sprechen, das ich mich euch nicht anschließen sollte, trete ich in dieses Rudel, sobald ich Erlaubnis erhalte. Jedoch solltet ihr immer bedenken, ein Wolf wie ich, ist niemandem unterlegen und wird es auch niemals sein...

Sein Gesichtsausdruck wurde hart, aber ernst. Sollte dieser Rüde ihn nicht haben wollen, so war es sein Pech. Alvar konnte sich jederzeit einem anderen Rudel anschließen. Der Alpha jedoch, konnte nicht jederzeit, wann er wollte, ein neues Rudelmitglied bekommen.


[Nähert sich dem Rudel | Spricht Alpha an | Schließt sich Rudel an]
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Blake


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Fr Apr 02, 2010 1:31 pm

Blake hatte geduldig auf die Antwort des fremden Rüden gewartet. Seinen ockerfarbenen Augen entging nichts. Seine Ohren waren gespitzt, die Muskeln angespannt. Und dann kam es. Wie ein feiner Glockenschlag hallte es über die Landschaft. Für Blake der Engelsgesang persönlich. Trauer verdunkelte seine Augen, als ihm klar wurde, dass er diesen Engelsgesang von nun an nicht mehr höhren würde. Nie wieder. Nie wieder würde er die warmen honigbraunen Augen sehen, welche immer so freundlich und sanft waren. Nie wieder das weiße Fell sehen, welches sich im Wind glättete. Nie wieder würde er Ayana sehen.

Blake wusste nicht wieso, aber am liebsten hätte er sich nun in irgendeiner Höhle verkrochen und um seine verlorene ... Liebe getrauert. Pah. Liebe. Niemals hätte der Rüde geglaubt, dass er lieben könnte. Klar, er liebte sein Rudel, aber das war was völlig anderes. Der Rüde wand den Blick von dem schwarzen Fremden ab, blickte Zaranyas verschwindender Rute hinterher. Natürlich. Die Betera Fähe ließ einen nun auch im Stich. Blake zog die Lefzen ein wenig hoch und kniff die Augen zusammen. Von ihm aus könnte die bunte von Kavariis Blitz getroffen werden! Es würde ihn wohl kaum interessieren. Wen interessierte es schon, dass ihm sein Rudel durch die Pfoten glitt wie Wasser? Niemanden. Lieber würde Blake sich mit einem alten Baum unterhalten als weiterhin Alpha dieses Rudels zu sein.

.oO(Reiß dich zusammen!)Oo.

Ermahnte er sich selbst. Seine Ohren zuckten, als er sanfte Pfotenschritte im schmelzenden Schnee hörte. Sakura. Schonwieder. Wiederwillig wand der Rüde den Blick zu der kleinen grauen Fähe, welche sich mal wieder ohne Bedenken ins Gespräch stürzte. Langsam ging ihm die Fähe auf die Nerven. Er wollte gerade zu einbem genervten 'Was ist denn jetzt schon wieder' ansetzten, als Sakura meinte, eine Fähe sei bewusstlos. Er sah über die graue hinweg, entdeckte Ramyla auf dem Schneeboden. Nicht noch ein Wolf kurz vor dem Tod!

"Weißt du wer Jukany ist? Die eisgraue Fähe mit dem dichten Pelz. Sag ihr, sie soll zu Ramyla gehen und sie wärmen, bevor sie auskühlt!"

Befahl er Sakura und vorderte sie mit der Schnauze auf, sofort loszurennen. Dann wand er seinen Blick wieder dem schwarzen zu. Endlich ergriff auch dieser das Wort. Sein grinsen gefiel Blake nicht. Da hielt sich wohl jemand für ganz toll.

"Nun ja, Rüde. Ihr seid zwar nicht in meinem Rudel, aber gewiss auf meinem Revier. Und ja, tretet den Heaven Wolves bei. Ich kann Euch nicht befehlen, sich jemanden zu unterlegen ... aber als Alpha finde ich, Ihr könntet euch schonmal daran gewöhnen hier nicht der Oberwolf zu sein.
Aber nun, verratet Ihr mir Euren Namen? Mich nennt man Blake."


Er blickte den Rüden einen moment prüfend in die Augen. Diese kalte Aura des schwarzen war Blake nicht gehauer. Man konnte es fast richen, dass das Blut so mancher Wölfe unter seinen Pfoten klebte.


[Bemerkt Ayanas heulen | Ist wütend auf Zaranya | redet mit Sakura (ist ein wenig genervt von ihr) | redet mit Alvar]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Di Apr 06, 2010 7:20 am

Sakura nickte und lief mir ihren Pfoten über den Schmelzenden Schnee. Sie suchte also eine Fähe die sich Jukany nannte. Das einzigste was sie wusste war das sie grau war und dichtes Fell hatte. Sie drehte ihren Kopf nach links und rechts. Schon bald fand Sakura Jukany. Sie ging auf sie zu und sagte:

„Hallo Jukany ich bin Sakura und soll dir sagen das du zu Ramyla gehen sollst. Sie ist eben bewustlos geworden.“

Si e schaute die graue Fähe an. Sie war grau und hatte dichtes Fell wie Blake es gesagt hatte.
Sakura schaute in den Himmel. Die Sonne „kroch“ den himmel immer weiter nach oben, am Mittag wird sie wohl ihren höhsten Punkt erreichen.

.oO(Endlich schmilzt der Schnee langsam)Oo.

Dachte Sakura und schaute sich um, an ein paar stellen schaute schon wieder Gras raus. Oder es bildeten sich Pfützen in denen sich die Sonne spiegelte. Sakura merkte das Blake manchmal leicht gereitzt war, aber sie hatte auch das Gefühl das dass ein bisschen an ihr lag. Das ihr aber sichtlich egal war. Als sie sich umschaute traf der Blick von Sakura auf Blake der immer och bei dem schwarzen Rüpden stand und auf eine Antwort wartete. Er unterhielt sich mit einem schwarzen Rüden der sich dem Rudel einschließen wollte. Sie war zumindestens nicht die einziegste die neu in dem Rudel war. Sie hatte mitgehört das der Rüde sich nicht unterwerfen würde. Was unlogisch in einem Rudel war, in dem er kein Alpha wolf war. Der Rüde war wohl nicht gerade der... netteste... Aber der erste Blick kann teuschen. Oder der erste eindruck.


Zuletzt von Sakura am Fr Apr 09, 2010 7:28 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Ramyla


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Do Apr 08, 2010 5:59 am

Ein monotones Dröhnen drang durch Ramylas Gedanken. Um sie herum war nichts als Schwärze. Undurchdringliche, lähmende Finsternis, die sich nicht vertreiben ließ. Die Dunkelheit umfing sie, schloss sie ein, schien sie zu ersticken. Nur ein gedämpftes Rauschen klang Myla in den Ohren und irgendwo dazwischen ihr hämmernder Pulsschlag. Ihr war kalt, doch es war eine brennende, schmerzende Kälte, gleichzeitig spürte die Fähe jedoch auch einfach überhaupt nichts. Nur grenzenlose, bedrückende Leere.
Sie fühlte ihre eigenen Glieder nicht mehr, während sie sich gegen die Besinnungslosigkeit zu wehren versuchte. Verbissen gelang es ihr schließlich, die Augen aufzureißen. Auch wenn Ramyla alles nur verschwommen wahrnahm, ermutigte sie das, nicht aufzugeben. Wenn sie jetzt liegenblieb… im Fieberwahn hörte sie alles nur undeutlich, die Geräusche um sie herum waren verzerrt und verhallten im Nichts, bevor sie die Laute deuten konnte.
Ramyla konzentrierte sich auf die Gerüche um sie herum, in dieser Situation konnte sie sich wenn, dann nur auf ihre Nase verlassen. All ihre anderen Sinne waren wie betäubt. Die Wölfin atmete tief durch.

Reiß dich zusammen, das bisschen Wasser…

Ein Zittern durchlief ihren Körper, sie verkrampfte sich, atmete keuchend. Wie durch einen Schleier strömten die Gerüche auf sie ein, es waren mehrere Wölfe, Myla erkannte Blake und Milou. Entschlossen schüttelte sie den Kopf und stemmte sich auf die Läufe. Erneut durchzuckte es die Graubraune gewaltsam, doch sie schaffte es, sich auf den Beinen zu halten. Die Taubheit wich einem kalten Schmerz, der sie jedoch zur Besinnung brachte. Auf einmal sah sie wieder einigermaßen klar, die ineinander verschmelzenden Geräusche wurden zu Worten. „…Ihr könntet euch schon mal daran gewöhnen hier nicht der Oberwolf zu sein.
Aber nun, verratet Ihr mir Euren Namen? Mich nennt man Blake."
Ramyla blinzelte, um die letzte Benommenheit zu vertreiben, der Pulsschlag hämmerte ihr immer noch in den Ohren, jedes Mal spürte sie einen kleinen Stich, der sie schmerzhaft durchzuckte, doch das blendete sie erst einmal aus. Das Beste wäre, sich wieder hinzulegen oder sich einen geschützten Platz zu suchen, um sich auszuruhen, das wusste Ramyla. Sie hatte Fieber, spürte die eisige Hitze, die wie kaltes Feuer durch ihre Adern floss und sie schwindlig machte. Ein wenig schwach atmete sie tief durch und sah sich dann um.
Als erstes erkannte sie Blake, er sprach mit einem ihr fremden, schwarzen Wolf. Er wirkte ruhig und gefasst, Myla ließ den Blick kurz auf ihm ruhen, dann schweifte sie weiter, zu einem ebenfalls, ebenfalls ziemlich ernst aussehenden, schwarzen Rüden. Jetzt war sie wieder da, die alte, neugierige Ramyla, auch wenn ihre Unbekümmerung einen kleinen Dämpfer erhalten hatte. Im Augenblick fühlte sie sich nicht wirklich in Stimmung dazu, sie zu begrüßen. Gleich zwei Neuankömmlinge… nein, drei! Sie witterte eine fremde Fähe und blickte sich um.
Schließlich erkannte sie eine weiße Wölfin in einiger Entfernung. Und bei ihr – Jukany! Ramyla zwang sich, nicht wieder umzukippen und stolperte los, in die Richtung der beiden. Als sie die zwei Fähen endlich erreich hatte, zuckte ein Gedanke wie ein Blitz durch ihren Kopf:

Milou!

Sie hatte den Welpen zurückgelassen… Innerlich verfluchte sie sich. Taumelnd besann sie sich und blickte zu der Weißen.

Bitte…

Ihre Stimme klang ziemlich matt.

Könntest du dich vielleicht um den kleinen, honigbraunen Welpen dort drüben können. Bitte…

Setzte sie noch einmal hinzu, kurz schwankte Ramyla, dann fing sie sich wieder. Schnell ließ sie sich auf die Hinterläufe gleiten und warf einen Blick zu Juka. Keenan war tot… und Myla wusste, dass ihre Schwester… ganz leicht schüttelte Ramyla den Kopf. Sie würde Jukany nicht darauf ansprechen, sie glaubte nicht, dass die eisgraue Fähe darüber reden wollte. Trotzdem ließ Ramyla sie einfach spüren, dass sie nicht alleine war.
Auch Myla trauerte um Kee, aber ihr Schmerz war nicht derselbe wie der ihrer Schwester, das wusste sie.


[Erwacht langsam / Zwingt sich dazu, aufzustehen / Hat Fieber / Trottet zu Juka und Sakura / Bittet Kura, sich um Milou zu kümmern]
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Fr Apr 09, 2010 8:03 am

Die samtigen, großen Pfoten trugen dden agilen Körper schnell durch den dichten Wald. Wenn man es dicht nennen konnte. Außer den Nadeln, welche an den Tannen und Kiefern hingen, gab es keinerlei Blätterdach, dass Schutz bieten könnte. Also trottete der schwarze Rüde weiter, die Schnauze auf den Boden gesenkt. Immer wieder nahm er die leichte Fährte eines Rudels auf, welche sich im matischen Schnee immer wieder mal verlor. Auch nahm er einen so vertrauten Geruch wahr. Vertraut aus seiner Welpenzeit, fast in Vergessenheit geraten. Seinen Bruder. Blake.

Samir, so hieß der pechschwarze Rüde. Genau wie Blake war er ein Himmelswolf, trug das Blut Anils in sich. Aber was nützte es ihm, wenn er alleine war? Nichts. Der Rüde verließ nun den verschneiten Wald, von dem er wusste, dass er Ewigwald hieß. Er lief weiter, immer weiter, immer weiter. So lange, so lange. Er folgte einfach den mathscigen Pfotenspuren. Samirt kam an einem Haufen vorbei, welcher aus Schnee, Kied und eisiger Erde bestandt. Der Rüde schnüffelte an dem Schneehaufen, der vielleicht ein Grab oder so ähnlich darstellen sollte. Es roch nach Tod. Eindeutig. Der frische Geruch der Verwesung lag in der Luft. Dieser Wolf schien vor kurzer Zeit verstorben und anschließendbegraben zu sein. Und obwohl Samir diesen Wolf nicht kannte, senkte er kurz trauernd den Blick, murmelte etwas über 'Ruhe in Frieden' und zog weiter. Er hörte in der Nähe einen Fluss. Tief sog der Rüde die Luft ein. Das Wasser roch frisch und nach Eis. Anscheinend war der Fluss dabei aufzutauen. Smair blieb stehen, blickte gen Himmel und sah die Sonne hinter den Wolken hervorlugen. Einen Moment genoss der Rüde die sanften Sonnenstrahlen auf seinem dichten Pelz, dann lief er weiter. Er spürte das er dem Rudle nah war.

Samir blieb beim Anblick des Rudels stehen. Seine sanften bernsteinaugen weiteten sich leicht vor Schreck. Er hatte ein großes, starkes Rudel erwartet. Das Rudel, welches sein Bruder führte. Aber was er sah, versetzte ihm einen kleinen Stich. Eine klatschnasse Fähe, welche sich mit glühenden, braunen Augen umblickte, schleppte sich mühsam voran. Niemand half ihr. Weiter weg konnte er eine weitere nasse Fähe feststellen, bei der ein Rüde war. Ein Welpe lag alleine und ebenfalls nass im Schnee. Was war hier los? Samir schüttelte mehrmals den Kopf, um seine Gedanken freizukriegen.

.oO(Himmel ...)Oo.

Samir trat ein paar Pfotenschritte vor. Diese Blattleere schien dem Rudel zugesetzt zu haben. Nicht nur ein wenig. Er schüttelte nochmals den Kopf und suchte schließlich das graue Fell, welches ihm aus der Kinderstube noch so bekannt war. Als er es fand, traf ihn ein weiterer Schlag. Er konnte sich noch erinnern, wie Blake damals sanft und freundlich war. Aber von diesem Rüden war nichts mehr übrig. Die Augen seines eigentlich verschollenen Bruders strahlten Schmerz aus. Viele Narben zierten die Schnauze. Er hörte ihn mit einem schwazen Rüden reden, der genauso schwarz war, wie Samir selbst. Allerdings schien er eine nicht alzu freundliche Aura zu haben. Samir trat weiter vor, blickte sich um. Dieses Rudel schien einiges an aufpäppeln zu brauchen. Am liebsten wäre er allen Wölfen zur Hilfe geeilt, aber das würde seinem Bruder wohl nicht sondelich gefallen.

.oO(Egal.)Oo.

Dachte er. Erst wanderte sein sanfter bernsteinblick zu den drei Fähen. Dann zu dem Welpen, welcher alleine im Schnee lag. Die fiebernde braune würde wohl bald Hilfe bekommen. Aber der Welpe lag noch immer alleine im Schnee. Er trabte auf das hellbraune Knäuel zu, berührte es vorsichtig mit der Nase. Dem leisen Herzschlag nach zu urteilen, lebte er noch.

"Hallo, Junges. Keine Angst, ich tuhe dir nichts."

Sagte er. Seine freundliche Stimme war so wie immer. Aber trotzdem war noch der leichte Schmerz herauszuhöhren. Samir schnüffelte an dem nassen Welpen. Ob er wohl eine Mutter hatte? Er roch nur die braune Fähe an ihr. Ob die kranke die Mutter des Welpen war? Wer weiß. Samirs Ohren zuckten. Er musste sich doch erst vorstellen! Sofort wand er den muskolösen Körper und trabte zu seinem Bruder. Seine hellen Augen blickten direkt in die ockerfarbenen des grauen. Er hohlte tief Luft, als er vor Blake standt. Dann sprach er.

"Blake. Mein Bruder. So lange habe ich dich gesucht. Erinnerst du dich an mich? Samir? Wir wurden alle an den Himmelsrichtungen des Waldes ausgesetzt."

Seine Stimme klang wie die eines Jungwolfes. Obwohl die beiden Rüden gleichalt waren, musste Samir zugeben, dass er großen Respekt vor seinem Bruder hegte. Sein Blick glitt zu dem schwarzen, welcher wohl erst zum Rudel hinzu gekommen war. Dann wieder über das restliche Rudel, zu der fiebernden braune, zu dem Welpen und zurück zu Blake. Wie er reagieren würde?


[Im Ewigwald | Läuft (zeitsprung) | Bemerkt Keenans Grab und den Fluss | Beim Rudel | Ist leicht geschockt | bei Milou | redet mit Blake & blickt sich im Rudel um (hat mitleid mit Ramyla und Milou]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Sa Apr 10, 2010 10:25 am

Sakura drehte das Linke Ohr als sie eine bewegung hörte. Sie drehte den Kopf um um zu gucken welcher Wolf auf sie zukam. Sie erkannte den Wolf. Es war die Fähe die bewusstlos war. Sie war immer noch nicht sicher auf den Pfoten sie schwenkte immer hin und her. Sakura rannte zu der Fähe und stützte sie an der Flanke. Als sie wieder bei Jukany waren setzte sie sich hin und schaute Ramyla an.
Sie fragte ob Kura sichn um einen Honigbraunen Welpen kümmern könnte. Sakura schaute in die richtung wo Ramyla herkam und sah den Welen. Er war ihr vorher noch nicht aufgefallen.

.oO(Die Arme)Oo.

dachte Kura und schaute wieder zu Jukany.

"Klar kann ich auf die Welpin aufpassen, mache ich gerne."

Sagte Sakura und ging zu dem klatschnassen Welpen. Sie legte sich dicht neben die Welpen. Sie wollte nicht das sie forhr. Wenn ein Welpe nass. Und alleine im Schnee lag war das nicht gerade gesund. Aber das halbe Rudel war krank.
Jukany roch auch als hätte sie. Fieber. Kura sah zu Blake der nun von zwei schwarzen Rüden umringt war. Der eine Hieß Alvar. Kura spitzte die Ohren und hörte bruchstücke was der neue schwarze sagte. Sie hörte nur `Bruder` und das er Samir hieß. Also waren die beiden Brüder. Aber hatten sich scheinbar lange nicht mehr gesehen. Kura legte den Kopf auf die Pfoten und schaute den honigbraunen Welpen an. Kura war müde. Ließ es sich aber nicht Anmerken. Und sie war einer der wenigen Wölfe die nicht Krank waren. Und das sollte sich nicht so schnell ändern.
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Sa Apr 10, 2010 10:41 am

So war es wohl der letzte Wind, der Alvar in diese Gegend geweht hatte. Er wollte nicht bleiben, er musste. Denn wohl kaum jemand wusste, ob es das richtige wäre, sich nun noch auf Reisen zu begeben und höchstwahrscheinlich gar kein anderes Rudel mehr zu finden. So wo es eine einzige Stille, ein Moment voller Ruhe. Ohne einen Gedanken, ohne irgendetwas antwortete der schwarze Rüde abrupt, als er die Worte des Alpharüden erhört hatte und ihnen bis ans Ende gefolgt war

Natürlich werde ich euch stets meinen Namen nennen. Welcher Wolf würde dieses nicht tun?.. Aus zu viel Stolz etwa? Nein, ich werde euch meinen Namen nennen, auch wenn er für mich nie eine wichtige Rolle spielte. Nun denn, ich will nicht länger zögern. Man nannte mich stets Alvar, auch wenn ich diesen Namen nie besonders verehrte, nun nennt ein Rudel, ihr, mich so...

Ein kurzer, misstrauter Blick, dann sah er den Rüden nicht mehr an. Die ganze Wichtigtuerei, um einen Rudeleinstieg, nie konnte dieser Rüde das verstehen.
Es war aber nun mal das Leben, dass sich den Herausforderung, auch wenn dies keine war, stellen musste. Es war eine rhythmische Melodie, die sich auf und ab hob, tief und hoch klang und sich in alle Richtungen verstreute. Sie rückte in jede kleine Ecke, um die Lebewesen dort zum Tanzen zu bringen, zum munter sein, zum fröhlich und glücklich sein. So konnte man den Schatten nennen, der Dunkelheiten weckte und sich ihnen anschloss um finsterer und finsterer zu werden. Niemals würde Alvar zugeben, dass eine tiefe Trauer in ihm herrschte, das Lunaris sein Leben geändert hatte, so, wie er es niemals wollte. Und nun war sie tot. Einfach Weg, wie die Sonne und die Wärme. Sie hatte sich einfach aufgelöst und deswegen war es die schlechtere Laune, die den Rüden umgeben hatte, die sämtliche Dinge in ihm geweckt hatten, wie die Drang, zu töten, zu jagen und die ihn zu etwas anderem machten. Er war anders, von Grund auf. Anders als... Einfach anders. Man sollte ihn nicht mit den drei Worten beschreiben, die einem bei seinem Anblick sofort durch den Kopf gingen, und zwar Dunkelheit, Finsternis und Tod. Nein, diese Worte gehörten nicht zu ihm. Er war die Bedeutung dieser, dreier Worte. Er war nicht sie selbst. Und wenn es für so manchen kompliziert erschien, so gab sich dieser keine Mühe zu verstehen.

Ein kleiner Absatz in ihm war die Trauer. Eine lange Träne aus Tinte, die blaue Spuren in seinem Körper hinterließ. Und außen, außen war sie aus Blut, hinterließ dort Narben und Wunden nach dem Kampf. Es war Lunaris, sein Herz, was er niemals zugegeben hätte. Seine Gedanken verspotteten ihn, doch er blieb getränkt in seinem ganzen Stolz.

Er blieb wie er war. Für immer? Wahrscheinlich war dieses Rudel doch eine Herausforderung. Die Herausforderung, über alles nachzudenken. Nie hatte er vorher gewagt, Lunaris Fell zu sehen, ihre blitzenden Augen wahrzunehmen. Ihr klarer Duft, der sich im Rudel bekannt machte, die Ausstrahlung, die Alvar sie lieben ließ.
Er musste es hinter sich lassen.
Er musste vergessen.
Er musste der Zukunft vertrauen, dem Rudel eine Chance geben. Ihm, eine Chance geben.


[Antwortet Blake | Erinnerungen an Lunaris | Gedanken]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   So Apr 11, 2010 6:09 am

Wie eine in Eis gemeißelte Statur hatte Blake dagestanden. Sein ockerfarbener Blick war gen Himmel gerichtet. Ohne Ausdruck, ohne jegliche Emotion. Er wusste, wie es um sein Rudel standt. Schlecht. Er konnte dne Geruch von Krankheit wahrnehmen. Auch von Trauer. Was war nur aus seinem starken Rudel geworden? Diese Frage konnte er sich immer wieder stellen und doch bekam er keine Antwort. Er wusste, dass es nie leicht werden würde, Alpha zu sein ... und vorallem nicht alleine. Was er brauchte war eine Gefährtin, welche treu und mutig mit ihm das Rudel führen würde. Nicht weglaufen würde, wie Ayana oder Zaranya. Er fragte sich, ob es wohl jewals eine solche Fähe geben würde. Vermutlich nicht.

Seine Gedanken an eine Gefährtin wurden von dem schwarzen Rüden unterbrochen, der ihm schließlich antwortete. Er schwafelte eine Weile vor sich hin und sagte schließlich seinen Namen. Alvar also. Blake nickte leicht. Seine Ohren zuckten, als er hörte, wie Ramyla sich hochrappelte und zu Sakura und Jukany taumelte. Er wünschte, er könnte die Fähe wieder gesund machen. Aber wie? Der Rüde schüttelte geschlagen den Kopf. Sein Blick fiel auf Milou, welche nass und einsam im Schnee lag. Gleich würde er zu dem Welpen eilen. Noch jemanden würde er nicht sterben lassen. Dann fiel sein Blick auf Raziel, welcher noch nicht zurück gekehrt war. War etwas passiert? Blake wusste es nicht. Aber wenn der dunkelbraune Rüde nicht zurück kommen würde, müsste Blake selbst nachgucken, was los war. Trotzdem vertraute er Raziel. Er führte Befehle aus, ohne mit der Rute zu zucken und standt dem Rudel treu zur Seite.

Und dann kam plötzlich dieser Rüde. Blake zuckte zusammen, als er zu Milou lief und an der Welpin schnupperte. Ein wütendes knurren entfuhr seiner Kehle. Automatisch spannten sich seine Muskeln an. Wenn dieser Rüde Milou auch nur etwas tuen würde ... dann könnte er selbst sich von seinem Leben verabschieden. Seine Wut ließ nach, als der schwarze sich schließlich von Milou abwandte und zu Blake und Alvar trottete. Irgendetwas an diesen irritierenden, hellen bernstein Augen kam Blake schmerzlich vertraut vor. Aber er konnte nicht sagen was. Sein Blick wurde etwas weicher. Woher kannte er diesen Rüden? Einerseits hatte er ihn noch nie gesehen, andererseits schien es ihn, als würde er ihn schon Jahre kennen. Als der schwarze sich vorstellte, spitzte Blake hellhöhrig die Ohren.

.oO(Samir ... ? Bruder?)Oo.

Blake blickte den schwarzen ratlos an. Erst allmählich kehrten seine Erinnerungen zurück, die er als verloren glaubte. Er schüttelte den Kopf. Konnte das wirklich sein? Das tatsächlich eioner seiner Geschwister noch lebte? Nein, das war unmöglich! Oder doch ... ? Vollkommen verwirrt blickte Blake Samir an. Seine Lefzen zuckten leicht, als er sich an die Erinnerung seiner Welpenzeit erinnerte. Vier Welpen ... zwei Fähen, zwei Rüden. Alle wurden sie ausgesetzt. Blakes Blick klarte ein wenig. Samir.

"Samir. Ja, ich erinnere mich. Sag, wie fandest du uns? Was führt dich hierher?"

Blake lächelte, das erste mal seid Wochen. Er berührte sanft die Schnauze seines eigentlich verschollenen Bruders, dann trat er einige Schritte zurück. Samir war ein Riese geworden. Er überragte Blake um einige Zentimeter. Das makellose, schwarze Fell lag ordentlich an dem muskolösen Körper. Sein Bruder. Blake hätte am liebsten gejault vor Freude, aber er hielt sich zurück. Stattdessen wedelte er leicht mit der Rute. Sein Blick wanderte zu Alvar, der gedanken verloren neben ihm standt. Der graue Rüde fragte sich, woran der schwarze dachte, sagte aber nichts dazu. Ob nun alles besser wurde?


[Denkt über eine Gefährtin nach | Bemerkt Samir | Ist verwirrt | Redet mit Samir & und ist ein wenig glkücklicher]
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Samir


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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Fr Apr 16, 2010 7:58 am

Samir hatte auf die Skulptur seines Bruders gestaart. Seine hellen bernsteinaugen ließen den großen, grauen Rüden nicht los. Was war mit Blake? Er schien so in Gedanken, dass er Samir garnicht zu bemerken schien. Und endlich regte sich die graue Gestalt. Samir senkte leicht den Kopf. Sein Bruder war Alpha. Er musste sich unterordnen. Seine schwarzen Ohren waren gespitzt, der Blick lag auf dem matschigen Schneeboden. Ruhig standt Samir da, ohne den Blick vom Boden abzuwenden. Es schien ewig zu dauern, bis Blake antwortete. Kurz ließ Samir seinen hellen Blick nach oben gleiten. Verwirrung spiegelte sich in Blakes ockerfarbenen Augen. Erinnerte er sich nicht? An seinen Bruder, seine Schwestern. Die Welpenzeit, seine Mutter ... das aussetzen im Wald? Samir presste den Kiefer zusammen und legte eines seiner Ohren nach hinten. War nun doch alles verloren? Müsste der schwarze Rüde einsam weiterziehen, ohne Hoffnung? Der Rüde schauderte, als er an Moira dachte. Moira ...

Die Fähe, welche ihn aufnahm, ihn groß zog. Ihm alles beibbrachte. über den Wald, die Tiere, die Gesetze. Aber Moira war tot. Er hatte sie getötet. Zumindest warf er sich dies vor. Das es seine Schuld war, dass die schöne, weiße Fähe weg war. Wieso ausgerechnet sie? Wahrscheinlich fragte sich dies jeder Wolf, wenn er bereits einen Vertrauten sterben sah. Aber Moira hatte es nicht verdient zu gehen. Samir schauderte nochmals, als er an all das Blut dachte, welches Moira vergossen hatte. Sie hatte nicht getötet. Es war ihr eigenes Blut, welches sich mit dem Wasser vermischte und in Strömen aus dem zerschmetterten Körper floss. Seinen Weg ins Wasser fand und nun immer noch im Lauf des Flusses ist. Samir hatte ihren weißen, zerstörten Körper damals ins Wasser gewuchtet. Sie sollte da 'begraben' werden, wo sie gestorben war. Niemalsd würde Samir den Fluss vergessen, welcher eiskaltes Wasser hatte, so spitzte Felsen ... und er würde ihn vorallem nicht vergessen, weil Moira nun dadrin war. Wenn auch nur ihr Blut.

Samir wurde zurück in die Wirklichkeit gehohlt, als Blake endlich antwortete. Erleichterung schien die sehnigen Beine des schwarzen Rüdens weich zu machen. Er blickte sein en Bruder an. Freude durchströmte ihn wie eine Welle. Zwar hatte sich Blakes Stimme und auch sein Aussehen verändert, aber trotzdem erkannte er in den Augen noch den alten, warmen Kern des dahmligen Welpens. Samir öffnete den Fang, um ihm zu antworten.

"Ich habe einen Wolf getroffen, der sich kannte. Also folgte ich einfach der Fährte. Blake, Bruder, darf ich mich deinem Rudel anschließen? Ich würde gute Dienste erweisen, jagen gehen, mich um die Kranken kümmern."

Der schwarze blickte seinen Bruder an. Dann wanderte sein Blick zu der braunen Fähe. Jemand kümmerte sich bereits um den Welpen, aber trotzdem musste sich bald jemand um die erkältete kümmern. Er spürte, wie Wärme von ihr ausging. Sie fieberte und das sah man auch an ihrem glasigen Blick. Samir spürte, wie sein Mitleid wuchs. Am liebsten wäre er losgerannt, hätte die Kräuter gesucht, welche Moira ihm damals empfolen hatte ... aber die wuchsen hier nicht. Der schwarze warf einen Blick über den Fluss, zu den Wäldern und Feldern auf der anderen Seite. Seine Augen weiteten sich ein wenig. Unbedingt wollte der Rüde auch dorthin. In das sagenumwobene Lomasi Tal. Verstrick mit den Ranken vieler Geschichten. Beute in Hülle und Fülle, schattige Plätze ...


[Bei Blake & Alvar | Denkt an Moira | Antwortet Blake | Hat sorge um Ramyla | Denkt über das Lomasi Tal nach]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Fr Apr 16, 2010 8:38 am

Der große, graue Rüde blickte auf seinen Bruder hinab, welcher unterwürfig den Kopf senkte. Seine Ohren zuckten. Auch früher war Samir schon unterwürfig gewesen. Seine Lefzen zuckten leicht amüsiert. Dann sprach seiner nachtschwarzer Bruder endlich. Er lauschte aufmerksam seinen Worten, sein Blick wanderte in die Ferne, auf den Fluss, wo er auf einen unsichtbaren Punkt blickte. Als Samir geendet hatte, wand Blake seinen Blick wieder nach vorn. Er musste leicht lächeln, als sein Bruder sagte, dass er all dies für das Rudel tun wollte.

"Gut. Samir, willkommen bei den Heaven Wolves. Aber nun ... werden wir erstmal das Lomasi Tal betreten."

Meinte er und nickte sowohl Alvar als auch Samir zu, dann wand er sich um und trabte in die Mitte seines Rudels. Stolz und doch irgendwie verloren ließ er seinen Blick schweifen. Sakura kümmerte sich um Milou, welche noch immer nass war. Ramyla war bei Jukany. Raziel war noch weiter hinten bei der fremden weißen Fähe. Er knurrte leicht und zog die Lefzen hoch. War etwas mit Raziel? Was hatte die Fähe gemacht? Blake schüttelte den Kopf, seine Ohren zuckten und sein Schulterfell sträubte sich ein wenig. Würde das Rudel noch ein Mitglied verlieren? Schonwieder? Blake beruhiegte sich allmählich. Dann legte er den grauen Kopf in den Nacken und stieß ein langes heulen aus. Es wurde Zeit, zu gehen. Das Lomasi Tal mit all seiner Frühlingsfrische wartete. Nur auf die Heaven Wolves.

Der graue Rüde lief schnell und voller Kraft auf den Baumstamm zu. Er hatte zwar seine Rinde verloren und war vom Schnee und Regen nass und glitschig. Und trotzdem breit genug, um die Wölfe zu halten. Blake sprang hinauf, blickte auf das reißende Wasser. Pfote vor Pfote setzend schritt er hinüber, sich der Gefahr unter ihm bewusst. Dann hatte der graue es geschafft. Elegant sprang der Rüde von dem Baumstamm, landete mit allen vier Pfoten im Matsch. Ein triumphirendes heulen drang aus seiner Kehle und fand seinen Weg in den Himmel.

Nun würde alles wieder gut werden! Das Rudel würde sich wieder aufbauen. Beute würde da sein um die Heaven Wolve szu ernähren. Sie würden die kranken pflegen, die gegangen betrauern und irgendwann mal weiterziehen. Mit ruhigen, ockerfarbenen Augen, blickte er zurück zu seinem Rudel, jauelte nochmals auffordernd und wartete schließlich.


[Redte mit Samir | Denkt nach | Heult dem Rudel zu | geht über den Baumstamm | jault nochmals]
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BeitragThema: Re: Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise   Fr Apr 16, 2010 8:40 am

Auch dieses Kapitel ist nun abgeschlossen und wandert in die Chroniken. Das Rudel kann sich nun dem Lomasi Tal zuwenden.
Bitte schreibt im dritten Kapitel nicht mehr, dass ihr euch noch irgendwo in der Nähe des Ewigwaldes befindet, danke!

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Shakey liebt die Milkakuh und das Kartane ♥️.
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Kapitel 2 ~ Eine kalte Reise

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